1
00:00:00,000 --> 00:00:00,608


2
00:00:00,608 --> 00:00:02,460
Frieden schaffen unmöglich??

3
00:00:02,460 --> 00:00:04,192
Weit gefehlt!!

4
00:00:04,192 --> 00:00:09,420
Rebellen legen Waffen für
biolandwirtschaftliche Ausbildung nieder.

5
00:00:09,420 --> 00:00:16,623
Während Politik und Leitmedien der Weltbevölkerung weismachen
wollen, dass Frieden unmöglich und kriegerische

6
00:00:16,623 --> 00:00:23,840
Auseinandersetzungen unumgänglich seien, reden und
leben Friedensbewegungen eine ganz andere Realität.

7
00:00:23,840 --> 00:00:31,290
Der Sonderdruck des Magazins forum Nachhaltig Wirtschaften mit
dem Titel „Frieden schaffen mit Biolandbau – Schwerter zu

8
00:00:31,290 --> 00:00:39,480
Pflugscharen“ beschreibt einen Friedensprozess, der möglicherweise
wegweisend für andere Regionen der Welt sein könnte.

9
00:00:39,480 --> 00:00:44,994
Es wird nämlich beschrieben, wie ein philippinischer
Bürgermeister mit biologischer Landwirtschaft einen

10
00:00:44,994 --> 00:00:49,153
kriegerischen Konflikt löste und Frieden und Wohlstand schaffte.

11
00:00:49,153 --> 00:00:52,056
Wie das?? mag sich nun manch einer fragen.

12
00:00:52,056 --> 00:00:59,702
Der Sachverhalt ist denkbar einfach: Rommel Arnado, so der Name
des Bürgermeisters, analysierte die Ursachen des erbitterten

13
00:00:59,702 --> 00:01:03,980
Konflikts, in dem sich diese philippinische Region befand.

14
00:01:03,980 --> 00:01:08,998
Diese war 2010 noch das Epizentrum eines
kriegerischen Konflikts zwischen der Moro

15
00:01:08,998 --> 00:01:13,254
Islamic Liberation Front und den Regierungstruppen.

16
00:01:13,254 --> 00:01:20,423
Allgemein wurde angenommen, religiöse und kulturelle
Spannungen seien die Ursache der bürgerkriegsähnlichen Zustände.

17
00:01:20,423 --> 00:01:26,143
Aber der Grund lag in der Armut der
Bevölkerung, die schlichtweg „nichts zu beißen“ hatte.

18
00:01:26,143 --> 00:01:31,616
Diese Hungersnot war Folge eines
totalen Versagens von Politik und Verwaltung.

19
00:01:31,616 --> 00:01:37,009
Die verzweifelten Menschen griffen zu
Waffen, um sich etwas Essbares zu beschaffen.

20
00:01:37,009 --> 00:01:42,390
Sie wählten also in der Not die denkbar
schlechteste Methode im Kampf ums Überleben.

21
00:01:42,390 --> 00:01:49,280
Denn mit Gewalt und Unrecht wird nichts besser, es
schürt nur die alle hinabführende Gewaltspirale.

22
00:01:49,280 --> 00:01:56,386
Genau inmitten dieser schier ausweglosen Lage
hatte Bürgermeister Rommel Arnado die zündende Idee:

23
00:01:56,386 --> 00:02:02,480
„Wir boten den Rebellen an, ihre Waffen für Land
und Ausbildung in Bio-Landwirtschaft niederzulegen.

24
00:02:02,480 --> 00:02:07,565
Das haben zunächst vier Kommandeure
und 100 Guerillakämpfer akzeptiert.

25
00:02:07,565 --> 00:02:13,184
Danach waren es 600, und schließlich haben
einige tausend die Waffen niedergelegt.“

26
00:02:13,184 --> 00:02:20,000
Kurz und gut: Durch die Landwirtschaft kam die
erhoffte Versorgung, ja der Wohlstand für alle.

27
00:02:20,000 --> 00:02:27,963
Wo vorher erbitterter Bürgerkrieg stattfand, gibt
es nun keine Armut und fast keine Kriminalität mehr.

28
00:02:27,963 --> 00:02:36,160
Eine Region mit 27.000 Einwohnern und 13
Ortschaften erweist sich durchaus als friedenstüchtig.

29
00:02:36,160 --> 00:02:42,704
Bernward Geier schreibt: „Das Beispiel dieser „From
Arms to Farms“-Bewegung bietet nicht nur Lösungen für

30
00:02:42,704 --> 00:02:46,976
weltweite, essenzielle gesellschaftliche Herausforderungen.

31
00:02:46,976 --> 00:02:54,990
Es zeigt auch, dass die Ursachen für kriegerische Konflikte
oft ganz woanders liegen, als es oberflächlich erscheint...“

