WEBVTT

00:00.080 --> 00:05.855
Und was mich damals schockiert und beeindruckt hatte,
war, wie sie sagte, das ist die Straße der Witwen, in der

00:05.855 --> 00:08.540
sie wohnt, weil dort zahlreiche Männer gestorben sind.

00:08.540 --> 00:13.569
Und hat das erläutert und erklärt mit einer
Mobilfunksendeanlage, die praktisch in ihrer Nachbarschaft

00:13.569 --> 00:16.600
steht und in den ganzen Straßenzug hinein gestrahlt hat.

00:16.600 --> 00:22.376
Dem Wiener Forscher war es gelungen, US-Richter
davon zu überzeugen, dass nicht-thermische

00:22.376 --> 00:25.926
biologische Wirkungen unsere Gene schädigen können.

00:25.926 --> 00:31.209
Aber warum will die Bevölkerung 5G? Weil es ihr verkauft
wird, dass es was Tolles ist, dass es schnelle Filme gibt.

00:31.209 --> 00:33.935
Und warum will die Bevölkerung demnächst 6G haben?

00:33.935 --> 00:37.809
Weil es ihr wieder verkauft wird
als etwas Neues, etwas noch Besseres.

00:37.809 --> 00:45.435
Und aus dieser Kenntnis der biologischen Rhythmen war es mir ganz
klar, dass Smartphones und diese technischen Medien diese

00:45.435 --> 00:50.208
biologischen Rhythmen bei Kindern zerstören
und den Kindern eben viel von der

00:50.208 --> 00:54.013
Lebensfreude nehmen, die sie eigentlich haben sollten.

00:54.013 --> 01:01.060
Der investigative Filmemacher Klaus Scheidsteger setzt sich seit
vielen Jahren kritisch mit der Mobilfunkindustrie auseinander.

01:01.060 --> 01:06.372
In seinem Dokumentarfilm „Das digitale Dilemma“
aus dem Jahr 2024 kommen renommierte

01:06.372 --> 01:10.460
Wissenschaftler, Ärzte, Baubiologen und Betroffene zu Wort.

01:10.460 --> 01:15.254
In seinem neuesten Film „Die Witwenstraße“
geht Scheidsteger unter anderem der Frage

01:15.254 --> 01:18.752
nach: Wie viele Zufälle verträgt eine Straße?

01:18.752 --> 01:21.483
Weshalb der Titel „Die Witwenstraße“?

01:21.483 --> 01:25.980
In den gesamten Straßenzug strahlt eine
Mobilfunksendeanlage und auffallend viele

01:25.980 --> 01:29.280
Frauen in dieser Straße sind zu Witwen geworden.

01:29.280 --> 01:32.649
Daraus entstand der Titel „Die Witwenstraße“.

01:32.649 --> 01:38.240
Der Film zeigt zahlreiche persönliche
Schicksale und stellt eine unbequeme Frage:

01:38.240 --> 01:43.562
Was geschieht, wenn Menschen über Jahre hinweg
gesundheitliche Veränderungen beobachten, dafür

01:43.562 --> 01:48.064
jedoch keine Erklärung und keine Antworten erhalten?

01:48.064 --> 01:54.456
„Die Witwenstraße“ ist eine eindringliche Reportage
über Betroffene, Hintergründe und die Frage, wie wir

01:54.456 --> 01:58.663
mit möglichen Risiken moderner Technologien umgehen.

01:58.663 --> 02:07.011
Am 30. April 2026 wurde der neue Film von Klaus Scheidsteger,
im Rahmen einer Sonderveranstaltung erstmals in der Schweiz,

02:07.011 --> 02:11.896
in Thun, mit anschließender Podiumsdiskussion vorgeführt.

02:11.896 --> 02:16.816
Das Interesse hat gezeigt: Das
Thema bewegt und es betrifft viele.

02:16.816 --> 02:21.890
Diese Reportage führt dorthin, wo
Diskussionen oft enden – zu den Menschen selbst.

02:21.890 --> 02:25.716
In einer Wohnstraße häufen sich
schwere Erkrankungen und Todesfälle.

02:25.716 --> 02:28.096
Angehörige beginnen, Fragen zu stellen.

02:28.096 --> 02:34.486
Sie suchen nach Zusammenhängen, sprechen mit Experten und stoßen
dabei auf ein Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung,

02:34.486 --> 02:38.510
wissenschaftlicher Bewertung und gesellschaftlicher Debatte.

02:38.510 --> 02:45.983
Die 30-minütige Reportage deckt die Hintergründe auf zur
Entstehungsgeschichte der Mobilfunkstudie zu „Athermischen

02:45.983 --> 02:53.977
biologischen Wirkungen bei Langzeitexposition mit hochfrequenten
elektromagnetischen Feldern niedriger Intensität“ (ATHEM3)

02:53.977 --> 02:59.264
und vermittelt einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit.

02:59.264 --> 03:03.987
„Die Witwenstraße“ zeigt diese Suche nach
Antworten zu den aufkommenden Fragen –

03:03.987 --> 03:07.264
ruhig, sachlich und ohne vorschnelle Antworten.

03:07.264 --> 03:11.357
Sehen Sie nun die Reportage „Die Witwenstraße“.

03:27.770 --> 03:35.116
Wir hatten hier vor 30 Jahren ein Haus gebaut in Lichtenbusch.

03:35.116 --> 03:48.119
Mein Mann Zahnarzt, ich Ärztin. Und haben die Praxis
aufgebaut, gleichzeitig drei Kinder im Abstand von acht Jahren

03:48.119 --> 03:56.403
bekommen, wunderschönen Garten und uns ging es erstmal gut.

04:04.250 --> 04:08.803
Macht das was mit den Menschen? Die
einen sagen ja, die anderen nein.

04:08.803 --> 04:13.940
Ja, und bin dann zum Schluss gekommen: Ja, es
macht viel mit der Gesundheit von Menschen.

04:13.940 --> 04:16.933
Und auf einmal fügte sich ein Puzzle zusammen.

04:16.933 --> 04:20.680
Ich habe mir gedacht, warum haben so viele
Leute auf unserer Straße epileptische Anfälle?

04:20.680 --> 04:24.160
Warum haben wir so viel Krebs?

04:27.640 --> 04:30.693
Er sagte: „Nein, ich gehe nicht in den Keller.“

04:30.693 --> 04:33.411
Ich habe in der Zeit mein Messgerät geholt.

04:33.411 --> 04:37.926
Die Strahlung war wieder über 20.000 bei
uns in der Küche. Viel, viel, viel zu hoch.

04:37.926 --> 04:45.753
Davor war sie auf 0,02. Das heißt, es
war gerade wirklich stark erhöht worden.

04:45.753 --> 04:50.953
Und mein Mann sagte: „Weißt du, ich will so nicht mehr leben.“

04:50.953 --> 04:58.720
In dem Moment kam der epileptische
Anfall. Gefolgt von der Hirnblutung.

04:58.720 --> 05:06.336
Und am nächsten Tag
Krankenhauseinweisung. Er hat es nicht mehr mitbekommen.

05:06.336 --> 05:17.223
Und ist drei Monate später, komplett gelähmt,
im Wachkoma, beatmet, dialysiert, verstorben.

05:17.223 --> 05:20.416
Und deswegen, Dank euch nochmal:

05:20.416 --> 05:29.470
Wir gehen weiter, denn es gibt so viele Menschen –
deren Geschichten von Menschen, die es zu schützen gilt.

05:45.839 --> 05:52.700
Ein gutes Jahr nach dem Tod von Dr. Roger Krout
fand ein großer Mobilfunkkongress in Mainz statt.

05:52.700 --> 06:01.232
Ein exquisites Ereignis rund um die damals aufkommende
5G-Diskussion mit der Crème de la Crème der Mobilfunkforschung.

06:01.232 --> 06:12.023
Mein Kommentar damals lautete: „Bewegende Momente, höchste
wissenschaftliche Kompetenz aus aller Welt, ein waches Publikum.“

06:12.023 --> 06:19.559
In einer Mischung aus Vorträgen,
Podiumsgesprächen, Workshops, Präsentationsständen und

06:19.559 --> 06:25.620
permanenter Diskussion jagte ein Höhepunkt den nächsten.

06:25.620 --> 06:34.521
Das Mainzer Symposium vom 4. bis 6. Oktober 2019 im
ehrwürdigen Kurfürstlichen Schloss brachte die Sorgen der

06:34.521 --> 06:40.920
internationalen Wissenschaft in vielen Facetten an den Tag.

06:42.900 --> 06:49.766
Oft herrschen Ignoranz und Zynismus, wie
das Beispiel von Dr. Monika Krout zeigt.

06:49.766 --> 07:00.045
Unser eigener Ort verbietet mir, publik zu machen, das,
was ich sehe, weil ich damit die Grundstückspreise gefährde.

07:00.045 --> 07:11.172
Und der Sendemast, wir haben gegen den Sendemast
der Telekom geklagt, zu Lebzeiten meines Mannes.

07:11.172 --> 07:24.226
Die Richterin hat im Urteil geschrieben: „Selbst, wenn der Kläger
lebensgefährlich bedroht ist, besteht keine Rechtswidrigkeit.“

07:24.226 --> 07:35.922
Und das war ein Sendemast, der 25 Jahre keine Standorterlaubnis
an diesem Platz hatte, der die Antennen zwei Meter zu niedrig

07:35.922 --> 07:46.870
platziert hatte, die falschen Antennen aufmontiert hatte
und, dank eines Baubiologen, der hier auch im Raum ist, habe

07:46.870 --> 07:53.212
ich dann Zusatzmessungen mit einem Frequency-Analyzer gemacht.

07:53.212 --> 07:59.887
Es waren noch mehr Frequenzen aufmodelliert als zugelassen.

08:01.860 --> 08:10.293
Der Kongress in Mainz bot eine ideale Gelegenheit, sich
mit den Top-Wissenschaftlern aus aller Welt auszutauschen.

08:10.293 --> 08:18.820
Die persönlichen Ausführungen von Dr. Monika Krout,
der Ärztin aus der Witwenstraße, hatte Wirkung gezeigt.

08:18.820 --> 08:24.760
Ja, es war damals eine Veranstaltung der
Kompetenzinitiative in Mainz zum Thema 5G-Mobilfunk.

08:24.760 --> 08:30.843
Und Dr. Monika Krout hatte dort nach der Veranstaltung,
oder gegen Ende der Veranstaltung, ihre eigene

08:30.843 --> 08:35.093
Problematik dargestellt, dass sie vor kurzem Witwe geworden ist.

08:35.093 --> 08:41.400
Und was mich damals schockiert und beeindruckt hatte,
war, wie sie sagte, das ist die Straße der Witwen, in der

08:41.400 --> 08:44.443
sie wohnt, weil dort zahlreiche Männer gestorben sind.

08:44.443 --> 08:49.573
Und hat das erläutert und erklärt mit einer
Mobilfunksendeanlage, die praktisch in ihrer Nachbarschaft

08:49.573 --> 08:53.056
steht und in den ganzen Straßenzug hinein gestrahlt hat.

08:53.056 --> 09:00.350
Nach der Veranstaltung traf man sich in einem separaten Raum mit
zahlreichen Menschen und hat mal diese Problematik besprochen.

09:00.350 --> 09:06.721
Und dabei reifte ein bisschen der Gedanke, wenn man diese Aussage
tätigt, dann müsste man das eigentlich

09:06.721 --> 09:12.810
wissenschaftlich untersuchen, um zu wissen, woran
lag es, dass diese vielen Männer gestorben sind?

09:12.810 --> 09:18.249
Und so entstand dann praktisch speziell unter
deiner Regie und deinen Anregungen die Idee,

09:18.249 --> 09:23.488
das Ganze in ein Forschungsprojekt überzuführen.

09:23.488 --> 09:28.880
Mobilfunk und Gesundheit – seit jeher ein umstrittenes Thema.

09:28.880 --> 09:31.296
Es gilt also, Fakten zu schaffen.

09:31.296 --> 09:38.230
Solide Fakten mithilfe eines
Wissenschaftsteams, bestehend aus den besten Experten.

09:38.230 --> 09:45.656
Als Projektleiter konnte ich dafür den Krebsforscher
Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller von der MedUni Wien gewinnen.

09:45.656 --> 09:52.641
Die neue Studie wurde in Konsequenz der
erfolgreichen Anerkennung der von Prof. Mosgöller

09:52.641 --> 09:56.720
durchgeführten ATHEM1- und 2-Studien ATHEM3 genannt.

09:56.720 --> 10:02.564
Dem Wiener Forscher war es gelungen, US-Richter
davon zu überzeugen, dass nicht-thermische

10:02.564 --> 10:06.185
biologische Wirkungen unsere Gene schädigen können.

10:06.185 --> 10:18.998
ATHEM1 und ATHEM2 hat bei einer amerikanischen Sammelklage,
wenn Sie so wollen, die Qualitätskontrolle überstanden.

10:18.998 --> 10:27.420
Die ATHEM1- und ATHEM2-Projekte haben positive
Beurteilung bekommen von einem amerikanischen

10:27.420 --> 10:32.910
Staatsrichter vom obersten Gerichtshof in Washington.

10:32.910 --> 10:40.096
Und ich glaube, es gibt nur wenige
Wissenschaftler, die das von ihren Projekten behaupten können.

10:40.096 --> 10:48.950
Lange Rede, kurzer Sinn: Das ATHEM3-Projekt
versammelt wieder ein interdisziplinäres Team, wo

10:48.950 --> 10:53.896
viele Spezialisten das Beste machen, was sie können.

10:53.896 --> 11:05.656
Wir wollten also extra jeden Einfluss von Dilettantismus , den
es in diesen Forschungsgebieten immer wieder gibt, ausscheiden.

11:09.983 --> 11:17.476
Dank der Vermittlung von Prof. Mosgöller konnte der
Zellbiologe Prof. Igor Belyaev verpflichtet werden.

11:17.476 --> 11:21.196
Er ist ebenfalls Kronzeuge der Anklage in den USA.

11:21.196 --> 11:29.463
Prof. Igor Belyaev fordert seit vielen Jahren eine
Korrektur der derzeitigen Grenzwerte für den Verbraucherschutz.

11:29.463 --> 11:36.072
Er gilt weltweit als ein hoch respektierter Experte.

11:36.072 --> 11:50.408
Ich war Mitglied im Team der EMF-Arbeitsgruppe innerhalb der
Europäischen Umweltmedizinischen Akademie, die die

11:50.408 --> 12:04.060
Sicherheitsgrenzwerte für die Exposition zu
niederfrequenten elektromagnetischen Feldern erarbeitet hat.

12:04.060 --> 12:12.507
Diese Grenzwerte, die wir vorgeschlagen haben,
sind wesentlich niedriger als die, die in den

12:12.507 --> 12:18.916
meisten europäischen Ländern akzeptiert sind.

12:18.916 --> 12:33.608
Also ich bin der Meinung, dass die aktuellen ICNIRP-Grenzwerte
zu hoch sind und sie signifikant gesenkt werden sollten.

12:33.608 --> 12:42.136
- Ganz so, wie wir es der Europäischen
Umweltmedizinischen Akademie vorgeschlagen haben.

12:42.136 --> 12:47.136
Die sogenannten Schutzbehörden
schützen nach veralteten Richtlinien.

12:47.136 --> 12:50.390
Der Messtechniker im Team kann ein Lied davon singen.

12:50.390 --> 12:55.172
Er wird täglich von Menschen gerufen, die
ihre gesundheitlichen Probleme auf die

12:55.172 --> 12:59.660
ständig steigende Strahlenbelastung zurückführen.

13:01.160 --> 13:07.016
Die Anzahl der Personen, die
Gesundheitsprobleme haben, nimmt eindeutig zu.

13:07.016 --> 13:10.710
Insbesondere auch, wenn 5G-Sendeanlagen angeschaltet werden.

13:10.710 --> 13:17.253
Und die 5G-Technologie wurde ja, ohne vorher die
Technologiefolgenabschätzung hinsichtlich

13:17.253 --> 13:21.716
gesundheitlicher Probleme zu machen, in Betrieb genommen.

13:21.716 --> 13:29.730
Es war ja schon bei 3G, dass damals die TNO-Studie aus den
Niederlanden für Wirbel gesorgt hat, wo man festgestellt hat,

13:29.730 --> 13:36.274
dass ein Zehntel der Strahlenintensität von UMTS
genügt, um die gleichen gesundheitlichen Probleme

13:36.274 --> 13:40.440
und kognitiven Folgen hervorzurufen wie bei GSM .

13:40.440 --> 13:42.533
Man hat damals die Warnung nicht angenommen.

13:42.533 --> 13:48.732
Man hat dann einen Gegenversuch gemacht, natürlich mit anderen
Frequenzen, anderen Intensitäten, anderen Menschen, sodass

13:48.732 --> 13:51.933
das alles beruhigt worden ist, das Publikum, die Bevölkerung.

13:51.933 --> 13:56.781
Und dann kam 4G und wieder ist gefordert worden,
mal überhaupt zu überprüfen, was denn diese

13:56.781 --> 13:59.493
Technologie für gesundheitliche Folgen haben kann.

13:59.493 --> 14:05.060
Wurde auch nicht durchgeführt. Und bei 5G ist es eben
noch problematischer, dass noch mehr Menschen reagieren.

14:05.060 --> 14:10.336
Und es gab ja viele Städte in Europa, die erst mal gesagt
haben: Moratorium! – Wir wollen erst mal wissen, was los ist.

14:10.336 --> 14:14.503
Aber ich glaube, all diese Moratorien sind in
der Zwischenzeit einfach „niedergebügelt“ worden.

14:14.503 --> 14:18.383
Da gab es eine Lobby, die einfach gesagt
hat, es gibt keine Gesundheitsprobleme.

14:18.383 --> 14:24.595
Und die Politiker – die ja keine Mediziner sind, die in dem Fall
vielleicht auch keine Techniker sind, um das

14:24.595 --> 14:29.863
zu verstehen – haben dann irgendwo eingelenkt,
haben gesagt, okay, die Bevölkerung will es.

14:29.863 --> 14:35.150
Aber warum will die Bevölkerung 5G? Weil es ihr verkauft
wird, dass es was Tolles ist, dass es schnelle Filme gibt.

14:35.150 --> 14:38.221
Und warum will die Bevölkerung demnächst 6G haben?

14:38.221 --> 14:44.192
Weil es ihr wieder verkauft wird
als etwas Neues, etwas noch Besseres.

14:44.192 --> 14:50.035
Wiederum auf Vermittlung des Studienleiters
Prof. Mosgöller gelang es einen der Väter der

14:50.035 --> 14:54.163
modernen Herzratenvariabilitätsmessung zu engagieren.

14:54.163 --> 14:59.448
Ich war viele Jahre Professor für Physiologie an
der Medizinischen Universität Graz mit dem

14:59.448 --> 15:03.149
Schwerpunkt Chronobiologie, also biologische Rhythmen.

15:03.149 --> 15:11.063
Und aus dieser Kenntnis der biologischen Rhythmen war es mir ganz
klar, dass Smartphones und diese technischen Medien diese

15:11.063 --> 15:16.017
biologischen Rhythmen bei Kindern zerstören
und den Kindern eben viel von der

15:16.017 --> 15:20.256
Lebensfreude nehmen, die sie eigentlich haben sollten.

15:20.256 --> 15:27.100
Professor Mosers Verpflichtung war ein
wichtiger Schachzug, denn der Mann hat viel zu bieten.

15:27.100 --> 15:31.859
Also diese Jacke ist in zweifacher
Ausführung in den Weltraum gekommen.

15:31.859 --> 15:39.535
Wir haben seit 1991 mit der russischen Raumfahrtbehörde
zusammengearbeitet und haben zuerst einen österreichischen

15:39.535 --> 15:43.892
Kosmonauten und dann zehn russische Kosmonauten gemessen.

15:43.892 --> 15:52.585
Und zwar ist diese Jacke in der Lage, genau die Körperrhythmen
zu messen, die wir in dem ATHEM-Projekt auch verwenden.

15:52.585 --> 16:02.423
Und die Jacke diente dazu, umfassende
Informationen über die Gesundheit des Kosmonauten zu erhalten.

16:02.423 --> 16:07.630
Und das Spannende war, dass die Russen davon
sehr begeistert waren, von den Ergebnissen.

16:07.630 --> 16:15.448
Weil sie sagen, dass in der Medizin meistens Krankheit gemessen
wird und dass wir uns aber auf Gesundheit bezogen haben und

16:15.448 --> 16:22.503
unsere Messmethoden eben die Gesundheit der Kosmonauten
darstellen konnten, weshalb die Russen das dann für die

16:22.503 --> 16:26.660
Überprüfung der Gesundheit dieser Kosmonauten untersucht haben.

16:26.660 --> 16:29.078
Weil Kosmonauten müssen gesund sein.

16:29.078 --> 16:35.740
Wenn sie krank werden, kann man keinen Arzt
nachschießen und im Weltraum gibt es auch wenige Ärzte.

16:38.420 --> 16:46.360
Alle kennen wohl das unbeugsame gallische Dorf und
deren erfolgreichen Kampf „David gegen Goliath“.

16:46.360 --> 16:53.996
Auch der Kampf um Anerkennung der Wissenschaft scheint so einer
von der Sorte. Im Fall von ATHEM3 musste ein

16:53.996 --> 17:01.483
Dorf her, das sozusagen die neutralen
wissenschaftlichen Voraussetzungen mit sich bringt.

17:01.483 --> 17:09.119
Die Herausforderung bei ATHEM3 war, eine Gegend, eine Region,
eine geografische Region zu finden, wo man zwei

17:09.119 --> 17:16.640
vergleichbare Gruppen nebeneinander hat und die Einen
hoch bestrahlt sind und die Anderen wenig bestrahlt.

17:16.640 --> 17:19.723
Warum ist das notwendig, zwei vergleichbare Gruppen?

17:19.723 --> 17:28.771
Ganz klar, wir wollen sicherstellen, dass der Unterschied, falls
wir einen finden, tatsächlich der Strahlung zuzurechnen ist und

17:28.771 --> 17:34.850
nicht zum Beispiel, der eine wohnt neben der
Fabrik und ist abgasgefährdet, der andere

17:34.850 --> 17:38.480
wohnt im schönen, wunderschönen Frischluftkurort.

17:38.480 --> 17:42.513
Das geht so nicht. So funktioniert Forschung nicht.

17:42.513 --> 17:47.400
Wir haben es gefunden. War nicht ganz leicht, aber hat gedauert.

17:47.400 --> 17:52.380
Am Ende waren wir überzeugt, jawohl, das funktioniert.

17:54.656 --> 17:58.140
Der passende Ort befindet sich im nördlichen Bayern.

17:58.140 --> 18:04.346
In der Nachbarschaft einer auf dem Dach montierten
Mobilfunksendeanlage konnten die Anwohner der

18:04.346 --> 18:11.113
Siedlung für die notwendigen Untersuchungen
innerhalb der ATHEM3-Studie gewonnen werden.

18:11.113 --> 18:18.152
In einem privaten Garten im Schatten der Mobilfunkantenne wurde
ein Zelt aufgebaut, in dem die Probanden in

18:18.152 --> 18:26.410
Sechsergruppen später einen Konzentrationstest
absolvierten, eine Ablenkung vom eigentlichen Messgeschehen.

18:26.410 --> 18:35.913
Im Wohnwagen neben dem Gartengelände wurden allen
insgesamt 24 Testpersonen das Herzratenvariabilitätsmessgerät

18:35.913 --> 18:41.363
(HRV) aus dem Institut von Professor Moser angelegt.

18:41.363 --> 18:50.316
Mit den auf die Brust geklebten Elektroden war die
Aufzeichnung eines 24-Stunden-EKG und die HRV eingeleitet.

18:50.316 --> 18:56.065
Die Daten aus dem kleinen Messgerät würden
Aufschluss darüber geben, wie gut sich das

18:56.065 --> 19:00.288
autonome Nervensystem an Belastungen anpasst.

19:00.288 --> 19:08.672
Hochpräzise Messungen der
Antennenstrahlung ergänzen diese Versuchsanordnung.

19:08.672 --> 19:19.607
Damit aber die HRV gut ausgewertet werden kann, haben wir einmal
hier eine bikonische Antenne, die erfasst Mobilfunksignale

19:19.607 --> 19:25.250
im Bereich von 800 MHz bei UMTS, bei LTE 800 und GSM 900.

19:25.250 --> 19:31.396
Über ein Antennenkabel geht das Ganze auf einen
Hochfrequenzspektrumanalysator von Rohde & Schwarz.

19:31.396 --> 19:35.463
Und dieser wiederum ist mit einem
LAN-Kabel verbunden auf meinem Computer.

19:35.463 --> 19:43.392
Und was normalerweise hier auf dem Monitor
des Messgerätes ist, wird hier dargestellt.

19:43.392 --> 19:50.970
Zurzeit ist eingestellt „Clear Write“, das heißt, die
Signale werden so wie sie sind, dargestellt, rauf und runter.

19:50.970 --> 19:56.430
Und ich gehe jetzt mal hier auf „Max
Hold“, das heißt, jetzt haben wir zwei Kurven.

19:56.430 --> 20:03.283
Die gelbe Kurve zeigt die Signale im „Max
Hold“, die höchsten Werte, die vorhanden sind.

20:03.283 --> 20:06.297
Und die grüne Kurve zeigt den aktuellen Wert.

20:06.297 --> 20:12.009
Und wenn nachher der Versuch läuft, wird das Ganze gefilmt,
sodass man jederzeit nachher sich diese zwei

20:12.009 --> 20:18.430
Stunden der Testphase in Ruhe anschauen kann, wie
war die Situation hinsichtlich Mobilfunkstrahlung.

20:18.430 --> 20:25.760
Um die bestmöglichen und tatsächlichen
zellbiologisch optimalen Laborergebnisse erzielen zu

20:25.760 --> 20:32.484
können, wurde mit dem Blut der Testpersonen gearbeitet.

20:32.484 --> 20:41.380
Nur sieben Stunden nach der Blutabnahme kam der Bluttransporter
mit jeweils vier Proben von vier Probanden

20:41.380 --> 20:50.804
im Krebsforschungsinstitut der Slowakischen
Akademie der Wissenschaft in Bratislava an.

20:50.804 --> 21:01.196
Die anonym und doppelblind durchgeführten Blutzellanalysen
erfassen DNA-Brüche und Chromosomenschäden in der Metaphase,

21:01.196 --> 21:06.396
der Zellteilung, wo die Chromosomen gut sichtbar werden.

21:06.396 --> 21:09.841
Hier untersuchen wir die Chromosomen-Metaphasen.

21:09.841 --> 21:14.469
Wir erfassen die Metaphasen dieser
Chromosomen bei 63-facher Vergrösserung.

21:14.469 --> 21:21.850
Nachdem alle Metaphasen erfasst wurden, exportiere ich
sie auf meinen Computer und analysiere für jede

21:21.850 --> 21:26.289
Metaphase, wie viel Dizentrik und wie viele Ringe vorliegen.

21:26.289 --> 21:33.083
Anhand der Häufigkeit der Aberrationen können wir
erkennen, ob eine Schädigung vorliegt oder nicht.

21:33.083 --> 21:39.790
Ein spannender Aspekt bei diesem Goldstandard der
Laboranalyse war natürlich, ob sich ein möglicher

21:39.790 --> 21:43.840
Unterschied zwischen den Testpersonen zeigen würde.

21:43.840 --> 21:51.401
Ob also diejenigen, die näher an Sendeanlagen leben,
einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind als

21:51.401 --> 21:56.540
diejenigen, die weiter von der Anlage entfernt wohnen.

22:01.770 --> 22:09.366
Professor Belyaev fasst eine der wichtigsten
Erkenntnisse der Laboruntersuchungen so zusammen:

22:09.366 --> 22:18.841
Bei der Analyse der Gesamtzahl der Chromosomenaberrationen ergab
sich ein extrem hoher statistisch signifikanter Unterschied

22:18.841 --> 22:24.383
zwischen der exponierten und der nicht-exponierten Gruppe:

22:24.383 --> 22:35.635
Chromosomenaberrationen traten fast doppelt so
häufig auf in den Zellen der exponierten Gruppe

22:35.635 --> 22:43.723
wie in den Zellen der nicht-exponierten Gruppe…

22:43.723 --> 22:50.820
Die erste internationale Veröffentlichung
dieser Studienergebnisse erfolgte im Jahr 2024.

22:50.820 --> 22:56.160
Die abgebildeten
Chromosomen-Abnormalitäten zeigen sich eindeutig.

22:56.160 --> 23:03.908
Dies allein verdeutlicht einen biologisch plausiblen
Mechanismus und somit ein signifikant erhöhtes Krebsrisiko für

23:03.908 --> 23:09.720
Menschen, die in der Nachbarschaft von Mobilfunkantennen leben.

23:12.480 --> 23:24.761
Im Grunde genommen bestätigten diese Daten unsere
Schlussfolgerung, dass die Zunahme an Chromosomen-Schäden in den

23:24.761 --> 23:33.379
Zellen von Personen, die in der Nähe von
Stationen wohnen, durch Expositionen zu

23:33.379 --> 23:40.576
Downlink-Signalen, wie GSM oder LTE, verursacht werden.

23:40.576 --> 23:46.960
Das war also unser abschließendes Fazit aus diesem Projekt.

23:48.704 --> 23:53.184
Innerhalb der Veröffentlichung findet
sich noch eine erstaunliche Variante.

23:53.184 --> 24:00.662
Es wurden die Grenzwerte der Internationalen Atombehörde
für niedrig dosierte ionisierende Strahlung hinzugezogen.

24:00.662 --> 24:07.996
Der schützende Grenzwert liegt hier bei einem Millisievert.
Dies ist die physikalische Einheit der Strahlendosis.

24:07.996 --> 24:15.036
Im Zusammenhang mit der radioaktiven Exposition
wurde sie bei ATHEM3 vergleichend herangezogen.

24:15.036 --> 24:21.960
Man kann die physikalische Einheit Sievert
nämlich in Chromosomenschäden ausdrücken und umgekehrt.

24:21.960 --> 24:27.945
Die durchschnittlich in der ATHEM3-Studie
erfassten Chromosomenschäden entsprechen

24:27.945 --> 24:31.590
einer Äquivalentdosis von 74,6 Millisievert.

24:31.590 --> 24:37.901
Dieser Wert wurde durch 10 geteilt, da die
Probanden etwa 10 Jahre im Antennenumfeld gelebt haben.

24:37.901 --> 24:47.481
Was wir getan haben: Die Internationale
Atomenergiebehörde hat ein spezielles Handbuch.

24:47.481 --> 24:59.412
Das zeigt, dass die Dosis der ionisierenden Strahlung definiert
werden kann, basierend auf Messungen der Chromosomenaberrationen.

24:59.412 --> 25:13.945
Dieses Verfahren haben wir angewandt und fanden die Dosis
ionisierender Strahlung, die zu dem gleichen Effekt

25:13.945 --> 25:31.174
führen würde, den wir gesehen haben in der Gruppe der
hoch exponierten Teilnehmer in unserem ATHEM3-Projekt.

25:31.174 --> 25:36.687
Was hier noch recht dezent zum Ausdruck kommt, ist
möglicherweise ein Paradigmenwechsel erster Güte.

25:36.687 --> 25:42.481
Der ATHEM3-Studienleiter sieht es ähnlich.

25:42.481 --> 25:49.541
Da gibt es die Internationale
Atomenergiebehörde, die gibt Richtlinien heraus.

25:49.541 --> 25:55.281
Und wir haben uns einmal den Spaß erlaubt und haben
gesagt: Wie ist das eigentlich in einem anderen Wissensfeld?

25:55.281 --> 26:03.900
Wir sind zur Internationalen Atomenergiebehörde
gegangen und haben uns deren Richtlinien besorgt.

26:03.900 --> 26:13.086
Und das Schöne: Die Schäden, die wir sehen, sind
haargenau die gleichen, wie die gesehen haben.

26:13.086 --> 26:20.992
Und die können aufgrund der Menge des
Schadens rückschließen auf die Dosis.

26:20.992 --> 26:26.370
Jetzt reden wir über zwei unterschiedliche Normungsbereiche.

26:26.370 --> 26:31.490
Das eine ist ionisierende Strahlung und
das andere ist nicht-ionisierende Strahlung.

26:31.490 --> 26:39.360
Man muss wissen, das sind technisch gesehen
zwei völlig, scharf voneinander getrennte Dinge.

26:39.360 --> 26:43.760
In der Biologie macht die Trennung gar keinen Sinn.

26:43.760 --> 26:51.702
Und darum ist es biologisch naheliegend
nachzuschauen: Hier entstehen DNA- und Chromosomenschäden

26:51.702 --> 26:55.932
und hier entstehen DNA- und Chromosomenschäden.

26:55.932 --> 27:02.274
Ja, um Gottes willen, woher soll denn die Zelle wissen, ob sie
jetzt den Schaden von einer ionisierenden

27:02.274 --> 27:09.716
Strahlung oder von einer nicht-ionisierenden Strahlung … –
das ist ja völliger Blödsinn, der Schaden ist da.

27:09.716 --> 27:20.513
Und je nachdem, nach welchem Regelwerk wir uns richten, sind das
Grenzwertverletzungen oder wenn wir das normale Regelwerk nehmen

27:20.513 --> 27:30.222
– so wie es tagtäglich bei uns halt etabliert ist, und wenn wir
von nicht-ionisierenden Strahlen ausgehen – dann ist

27:30.222 --> 27:39.840
das ein wissenschaftliches Ergebnis, wo ein Beamter
sagt: Das kann gar nicht sein, das passt ja nicht ins Bild!

27:39.840 --> 27:41.927
Der Zelle ist es egal.

27:41.927 --> 27:47.620
Doch warum ist die von radioaktiven Stoffen
ausgehende Strahlung überhaupt gefährlich?

27:47.620 --> 27:52.989
Alle Arten dieser Strahlung wirken auf die
menschlichen Zellen und können gesunde Zellen zu

27:52.989 --> 27:56.594
Krebszellen verändern oder das Erbgut schädigen.

27:56.594 --> 28:00.867
Mit der Entfernung von der radioaktiven
Quelle nimmt die Strahlung ab und wird durch

28:00.867 --> 28:03.923
dazwischenliegende Stoffe teilweise abgeschirmt.

28:03.923 --> 28:13.892
Ganz klar, das ist eine Situation wie bei Galileo, der
findet, dass die Erde nicht flach ist, sondern rund.

28:13.892 --> 28:23.056
Das Establishment fühlt sich gestört in der guten
Ordnung und den Rest der Geschichte kennt jeder.

28:23.056 --> 28:31.843
Er muss dann offiziell widerrufen, aber 500
Jahre später wissen wir, er hatte schon Recht.

28:31.843 --> 28:39.492
Und jetzt als Wissenschaftler ist man immer
gut, wenn man sich in Bescheidenheit übt.

28:39.492 --> 28:43.958
Ich vergleiche mich hier mit Galileo.

28:43.958 --> 28:53.821
Und man mag mir das nachsehen, aber wir reden
darüber, ein wissenschaftliches Dogma aufzumischen.

28:53.821 --> 28:57.852
Das haben viele Kollegen schon verstanden.

28:57.852 --> 29:03.680
Die Konsequenz aus diesen Erkenntnissen könnte so ausschauen:

29:06.744 --> 29:14.482
Dass die Ergebnisse der ATHEM3-Studie in Wissenschaftskreisen
auch konträr diskutiert wird, liegt in der Natur der Sache.

29:14.482 --> 29:19.660
Wichtig ist, dass neue Erkenntnisse überhaupt Verbreitung finden.

29:19.660 --> 29:28.675
Beim größten Toxikologie-Kongress der Welt, der zuletzt im
Oktober 2025 in Peking stattfand, bekam Professor Igor

29:28.675 --> 29:35.034
Belyaev die Chance, vor einem großen Fachpublikum zu referieren.

29:35.034 --> 29:42.527
Und sie bewegt sich doch, die Erde. -
Hoffentlich demnächst auch die Behörden.

29:42.527 --> 29:51.762
Es war ein wirklich großartiger Kongress. Ein
internationaler Kongress über Genotoxizität und Toxikologie.

29:51.762 --> 29:55.375
Es gab über 1.000 Teilnehmer.

29:55.375 --> 30:02.762
Die meisten kamen aus China und Asien, nicht so viele
aus den Vereinigten Staaten und Europa und anderen

30:02.762 --> 30:07.776
Teilen der Welt, wie Lateinamerika, Kanada, Australien.

30:07.776 --> 30:12.514
Ich war eingeladen, einen Vortrag zu halten.

30:12.514 --> 30:20.860
Meine Präsentation behandelte die
Ergebnisse unserer ATHEM3-Studie ...

30:28.714 --> 30:36.630
Wir haben dort Bundesamt für Strahlenschutz drei
Herrschaften gegenübergesetzt mit fünf Ärzten.

30:36.630 --> 30:39.867
Wir haben unsere Geschichten erzählt.

30:41.871 --> 30:48.453
Es war komisch, weil wir Ärzte waren schon voller Emotionen.

30:48.453 --> 30:56.034
Wir haben für unsere Patienten gekämpft, auch
unter anderem Frau Dr. Barbara Dohmen, die im

30:56.034 --> 31:02.200
Schwarzwald viel, viel tätig ist. Du kennst sie, Klaus.

31:04.865 --> 31:12.694
Auch andere. Barbara hat einen Film gezeigt von Elektrosensiblen
im Wald, die in der Kälte überwintern müssen, die sie

31:12.694 --> 31:17.260
dann mit Decken im Winter versorgt, die vor Strahlung flüchten.

31:17.260 --> 31:27.400
Und ganz ehrlich, keiner gibt freiwillig eine
warme Wohnung, ein warmes Zuhause auf, wenn er

31:27.400 --> 31:33.696
nicht so stark durch Funk beeinträchtigt wird.

31:33.696 --> 31:39.350
Naja, aber die Herrschaften saßen uns gefühlslos gegenüber:

31:39.350 --> 31:43.200
„Wir registrieren, was Sie uns sagen.“

31:45.772 --> 31:55.261
Die US-Gerichtsverhandlungen zum Thema Gehirntumor sind nun
durch die ATHEM3-Studie in der Beweisführung ergänzt worden.

31:55.261 --> 32:04.017
Der vergleichende Ansatz, dass radioaktive Strahlung und
Mobilfunkstrahlung ähnliche Schäden verursachen können, öffnet

32:04.017 --> 32:08.800
eine neue Perspektive bei der Bewertung von Gesundheitsgefahren.
