WEBVTT

00:00.271 --> 00:07.360
Die 27 EU-Staaten gaben 2025 rund 418
Milliarden Euro für die Verteidigung aus.

00:07.360 --> 00:10.853
Das sind 20 % mehr als im Vorjahr.

00:10.853 --> 00:15.726
Im Schnitt entsprach das 2,2 % des Bruttoinlandsprodukts.

00:15.726 --> 00:23.516
Nach dem NATO-Beschluss sollen die Ausgaben bis
2035 auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts steigen.

00:23.516 --> 00:31.353
Der heutige NATO-Generalsekretär Mark Rutte
sagte am 11. Dezember 2025 bei einer Rede in Berlin:

00:31.353 --> 00:39.260
"Wir müssen auf das Ausmaß eines Krieges vorbereitet sein,
wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben."

00:39.260 --> 00:43.402
Ganz Europa bereitet sich auf einen Krieg vor? - Jein!

00:43.402 --> 00:49.201
Historisch galt die Schweiz mit ihrer Politik
der bewaffneten Neutralität als unbeugsamer

00:49.201 --> 00:53.376
Gallier, als unabhängiger und verlässlicher Akteur.

00:53.376 --> 00:58.056
Die Schweiz blickt auf eine lange
Tradition der Friedensvermittlung zurück.

00:58.056 --> 01:03.584
1954 war sie Gastgeberin der
Genfer Konferenz zum Indochina-Krieg.

01:03.584 --> 01:12.470
1962 unterstützte sie die Verhandlungen zwischen
Frankreich und Algerien und trug damit zum Évian-Abkommen bei.

01:12.470 --> 01:18.179
Auch in jüngerer Zeit engagierte sie sich etwa
im Friedensprozess in Kolumbien und Mosambik,

01:18.179 --> 01:22.316
sowie als Schutzmacht zwischen den USA und Iran.

01:22.316 --> 01:28.263
Der ehemalige Schweizer Diplomat und Staatssekretär
Georges Martin sagte kürzlich, es gebe kaum einen

01:28.263 --> 01:32.270
Kontinent, auf dem die Schweiz nicht aktiv gewesen sei.

01:32.270 --> 01:39.516
"Es gab kaum eine Woche ohne Meldungen über die Aktivitäten
der Schweiz in Sachen Frieden und Friedensverhandlungen.

01:39.516 --> 01:42.410
Dies liege in der Schweizer DNA."

01:42.410 --> 01:47.371
Jedoch, so Martin, habe die Schweiz mit der
Übernahme der Sanktionen gegen Russland

01:47.371 --> 01:51.296
ihre bisherige Neutralitätspolitik aufgegeben.

01:51.296 --> 01:54.309
"Heute hat man das Gefühl, dass nichts mehr geschieht.

01:54.309 --> 01:57.803
Die Schweiz hatte so etwas wie dieses genetische Erbe.

01:57.803 --> 02:02.004
Doch als der Krieg in der Ukraine ausbrach,
sah man unsere sozialistischen

02:02.004 --> 02:05.820
Führungspersönlichkeiten abreisen, nach Butscha gehen, weinen.

02:05.820 --> 02:09.320
Natürlich, das ist entsetzlich!

02:13.326 --> 02:16.619
Sie wurden auch durch Propaganda instrumentalisiert.

02:16.619 --> 02:21.605
Denn wenn zwei Länder im Krieg sind, gibt
es immer eine Propaganda gegen die andere.

02:21.605 --> 02:27.912
Man muss sich daran erinnern, dass vor 2022
selbst die Sozialisten sagten, die Ukraine sei das

02:27.912 --> 02:32.416
korrupteste und undemokratischste Land Europas."

02:32.416 --> 02:39.275
Georges Martin bezeichnet die Neutralitätsinitiative,
über die am 27. September 2026 in der Schweiz

02:39.275 --> 02:44.243
abgestimmt wird, als eine historische Chance für die Schweiz.

02:44.243 --> 02:47.449
"Warum ist sie eine historische Chance?

02:51.149 --> 02:57.742
Weil die Schweiz für die erste Zeit, weil die Schweizer zum
ersten Mal die Gelegenheit haben, wirklich zu sagen, was sie über

02:57.742 --> 03:03.596
die Neutralität denken und sie dann an den Anfang unserer
Verfassung zu stellen mit verbindlichen Artikeln, die

03:03.596 --> 03:10.400
unsere Behörden zwingen würden, genau das nicht zu tun, was
sie seit Beginn des Krieges in der Ukraine getan haben."

03:10.400 --> 03:16.990
Würde die Neutralitätsinitiative nicht
angenommen, wäre dies, so Martin, das Ende der Schweiz.

03:16.990 --> 03:21.539
Eine Schweiz, die nicht neutral sei, wäre
für ihn keine Schweiz mehr und würde auch

03:21.539 --> 03:25.376
international nicht mehr als solche wahrgenommen.

03:25.376 --> 03:32.483
Deshalb verbreiten Sie diese Sendung und
setzen auch Sie sich am 27. September 2026 für

03:32.483 --> 03:36.876
ein klares Ja zur Neutralitätsinitiative ein.

03:36.876 --> 03:43.840
Damit Frieden, Friedensvermittlung und Diplomatie in
Europa und anderen Krisengebieten eine Chance haben.
