Montag 27. Februar 2017

Medienkommentar Medien

„Lückenpresse geht gar nicht“ (Stellungnahme von Dr. Ganser auf diffamierende SRF-Sendung „Arena“) (1 von 2)

„Lückenpresse geht gar nicht“ (Stellungnahme von Dr. Ganser auf diffamierende SRF-Sendung „Arena“) Montag, 27.02.2017 (1 von 2)
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Stopp dem Medienterror (Kurzversion) Montag, 27.02.2017 (2 von 2)

„Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung“, sagte die französische, im Jahr 1986 verstorbene Schriftstellerin Simone de Beauvoir. Auslassung von Kontext ist eine der von den Leitmedien oft angewendeten Manipulationstechniken.

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„Lückenpresse geht gar nicht“ (Stellungnahme von Dr. Ganser auf diffamierende SRF-Sendung „Arena“) 27.02.2017

„Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung“, sagte die französische, im Jahr 1986 verstorbene Schriftstellerin Simone de Beauvoir. Auslassung von Kontext ist eine der von den Leitmedien oft angewendeten Manipulationstechniken. Das bedeutet, dass dem Publikum wichtige Hintergrundinformationen vorenthalten werden, die, um ein Gesamtbild der Lage zu erhalten, unverzichtbar sind. Das Forschungsprojekt „Swiss Propaganda Research“, verschiedener Schweizer Medienwissenschaftler, stellte in Beiträgen des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) zum Syrienkonflikt verschiedentlich „Auslassung von relevanter Kontext- und Hintergrund­information“ fest. Einzelheiten finden sie unter eingeblendeten Links: https://swisspropaganda.wordpress.com/?s=auslassung, www.kla.tv/9821, www.kla.tv/9822. In der politischen Diskussionssendung „Arena“ des SRF vom 24. Februar 2017 konnten die Zuschauer ein weiteres Beispiel, wie SRF relevante Kontextinformationen auslässt, live miterleben. In der Sendung unter dem Titel „Trumps Krieg“ ging es laut eigenen Angaben um das Misstrauen gegenüber den klassischen Medien. Es ziehe sich da ein Graben durch die Gesellschaft, ein Graben zwischen jenen, welche Vertrauen haben in Medien, Wissenschaft, Politik – und jenen, welche dem sogenannten «System» misstrauen. Dies sagte Jonas Projer, der Moderator der Sendung. Als Vertreter derjenigen, der für diese „misstrauischen Leute“ spricht, wurde der Schweizer Friedensforscher und Historiker Dr. Daniele Ganser eingeladen. Von einer sachlichen Diskussion und neutralen Moderation, wie man es erwartet und erwünscht hätte, fehlte jedoch jede Spur. Vielmehr wurde versucht, Dr. Ganser als „Verschwörungstheoretiker“ und unglaubwürdig zu diffamieren, dass meint schlecht hinzustellen. Dies gipfelte darin, dass ein E-Mail von Ganser gezeigt wurde, dass dieser zuvor an den Redakteur des SRF-Wissensmagazins Einstein geschickt hatte. Darin soll Dr. Ganser die Einstein-Sendung vom 26. Januar 2017, in der es u.a. um Dr. Ganser und 9/11 ging, gelobt haben, obwohl er diese öffentlich in einem Tweed-Beitrag kritisierte. Ganz am Schluss der Sendung forderte Moderator Projer die Zuschauer auf, sich selber eine Meinung zu machen. Folgender Text des E-Mails wurde eingeblendet: „Ich fand den Teil zu 9/11 und WTC7 fair und sachlich. Danke. (…) Herzlich Daniele“ Die Frage ist nur, warum SRF nicht den ganzen Text einblenden wollte, handelte es sich doch lediglich um eine halbe Zeile, die weggelassen wurde. Auch der Gesamtkontext des E-Mail-Verkehrs, der schon laufenden Kommunikation zwischen Dr. Ganser und dem Einstein-Redakteur, wurde völlig weggelassen. Da stellt man sich die Frage, ob das Schweizer Fernsehen den Zuschauern doch nicht zutraut, sich selber eine Meinung zu machen und ob SRF daher für die gewünschte Meinungsbildung steuernd nachhelfen wollte? Hier der vollständige Text der E-Mail: „Ich fand den Teil zu 9/11 und WTC7 fair und sachlich. Danke. Den Mix mit „Klimalüge“ und Protokolle hingegen fand ich schlecht. Herzlich Daniele“ Einer der gewusst hätte, wie die Aussage seines E-Mails gemeint war, war Dr. Ganser selbst. Denn die Betonung seiner Mail lag offensichtlich auf dem Wort "Mix", der Tatsache nämlich, dass verschiedene Themen in der Einstein-Sendung zusammengemixt wurden und Ganser im Kontext der gesamten Sendung den Zuschauern als gefährlicher Verschwörungstheoretiker vermittelt wurde. Doch ihm wurde in der Arena-Sendung keinerlei Gehör geschenkt, was nicht gerade für einen neutralen, vom Volk finanzierten Fernsehsender spricht. Deshalb lassen wir im Folgendem Dr. Ganser zu Wort kommen. Am 25. Februar veröffentlichte er auf Facebook eine Stellungnahme zur Sendung, in der er den genauen Sachverhalt und Kontext des E-Mail-Verkehrs kommentierte, „weil es für den Zuschauer schwierig zu durchschauen war“, wie er schrieb. Er war überrascht in der Sendung als unmittelbar Betroffener live mitzuerleben, wie seitens des SRF das Weglassen von relevantem Text praktiziert werde, um eine Aussage Gansers zu verdrehen. Urteilen Sie selber, ob den sogenannten „klassischen“ Medien wie SRF zu trauen oder eben zu misstrauen ist. https://www.facebook.com/DanieleGanser/posts/1354077571320387?comment_id=1354223504639127&reply_comment_id=1354224767972334&notif_t=share_reply&notif_id=1488036325635355 Stellungnahme von Dr. Daniele Ganser zur SRF-Sendung „Arena“ vom 24. Februar 2017: Liebe Community, nachfolgend möchte ich Euch meine Erfahrungen als Teilnehmer der gestrigen SRF-Sendung „Arena“ mitteilen: Am 24. Februar 2017 hat das Schweizer Fernsehen (SRF) in der Sendung „Arena“ unter dem Titel „Trumps Krieg“ sich den Themen Lückenpresse, Trump und Fake News angenommen. Das finde ich gut, denn dies sind wichtige Themen. Daher habe ich die Einladung angenommen und ging ins Studio, obschon SRF mich in der Sendung „Einstein“ nur einen Monat zuvor am 26. Januar 2017 als „Verschwörungstheoretiker“ unfair angegriffen hatte. Ich habe mir gesagt: Gib denen eine zweite Chance, Dialog ist wichtig. Wir waren sieben Menschen an den Stehpulten, inklusive Moderator. Das Gespräch war auf Schweizerdeutsch und dauerte eine Stunde. Die Debatte verlief hitzig. Wegen meiner kritischen Forschung zu 9/11 und (dem Gebäude des World Trade Center) WTC7 wurde ich nicht nur von SRF Journalist Roger Schawinski, sondern auch von SRF Journalist Jonas Projer, der die Sendung leitete und sein Büro neben Schawinski im SRF-Gebäude in Zürich hat, erneut mit dem Kampfbegriff „Verschwörungstheoretiker“ angegriffen. Ich habe mich gewehrt und erklärt, dass ich erstens Historiker bin und nicht Verschwörungstheoretiker. Und dass zweitens die Forschung zu 9/11 und WTC7 wichtig ist, weil damit der Krieg gegen den Terror begonnen hat, der schon mehr als 1 Million Tote forderte und die Rüstungsausgaben des Pentagon auf 600 Milliarden pro Jahr in die Höhe getrieben hat. Ich habe auch erklärt, dass Obama im Jahr 2016 jede Stunde drei Bomben auf fremde Länder werfen lies, total 26.000 Bomben, und dass daher eine kritische Auseinandersetzung mit dem Imperium USA und dem Weissen Haus dringend sei. Doch diese Sachdebatte leider erhielt nur wenig Raum. Mehr Sendezeit wurde verwendet, um mich als Forscher anzugreifen. Ich war überrascht, dass ich in der Sendung live erlebte, wie Lückenpresse funktioniert, also das Weglassen von relevantem Text, um eine Aussage zu verdrehen. Die Arena hat es vorgemacht, ich habe es live erlebt und ich möchte es hier auf Facebook gerne ausführlich kommentieren, weil es für den Zuschauer schwierig zu durchschauen war. SRF Moderator Projer spielte auf der grossen Leinwand in der Arena gleich zu Beginn der Sendung eine Email von mir ein. Das hatte ich nicht erwartet, ich war total überrascht. Einen Tag vor der Arena hatte mir Projer per Telefon noch zugesichert, es werde eine faire Sendung sein. Doch das war es dann eben nicht. Um was ging es? Ich hatte die Mail am 26. Januar an SRF Journalist Peter Höllrigl geschickt, den Redakteur der Einstein Sendung, in der er mich ich als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert hatte. Ich hatte Peter am Telefon vor der Sendung erklärt, dass „Verschwörungstheorie“ ein Kampfbegriff sei und nicht zu einer sachlichen Untersuchung von 9/11 beitrage, er müsse WTC7 bringen in der Sendung. Das hat Peter dann auch gemacht. Daher habe ich Peter folgendes Mail geschrieben: "Lieber Peter Ich fand den Teil zu 9/11 und WTC7 fair und sachlich. Danke. Der Mix mit "Klimalüge" und Protokolle hingegen fand ich schlecht. Herzlich Daniele" Zudem habe ich ihm am Telefon schon vor der Sendung gesagt, dass ich es unfair finde, dass SRF in der Sendung nur Personen bringen will, welche meine 9/11 Forschung kritisieren, und nicht auch solche, welche sie unterstützen, obschon es viele gibt. So entstand kein ausgewogenes Bild von meiner 9/11 Forschung. Peter wusste also ganz klar, dass ich den ganzen Mix der Einstein Sendung schlecht fand. Am 27. Januar antwortete Peter per Mail: "Lieber Daniele, Besten Dank für deine Meinung zur Sendung. Ich kann gut nachvollziehen was du meinst. Ursprünglich war auch mehr zu 9/11 geplant, aber ich fand schlichtweg niemand, der vor der Kamera sprechen wollte. Als Folge musste ich das Thema ausweiten. Herzlich Peter" Für den Zuschauer der Arena war diese ganze Kommunikation, die zwischen mir und der Redaktion von SRF Einstein stattgefunden hatte, natürlich unbekannt weil privat. Gerade daher war ich total überrascht, dass nun SRF diese Mails publik machte. Vor allem war ich überrascht, dass Journalist Projer im Sinne der Lückenpresse nur den ersten Satz aus meiner E-Mail publizierte, nämlich diesen: „Ich fand den Teil zu 9/11 und WTC7 fair und sachlich. Danke.“ Damit wollte er dem Fernsehpublikum suggerieren, ich selber hätte ja die Sendung Einstein und SRF gelobt. Es gäbe daher kein Problem mit der Ehrlichkeit der Medien. Das war aber gerade nicht der Fall, was ich eben im zweiten Satz klar sagte: „Der Mix mit Klimalüge und Protokolle hingegen fand ich schlecht.“ Aber der wurde weggeschnitten. Ich stand gestern hinter meinem kleinen Pult und habe mich gewundert, warum nicht über Trump und die Medien diskutiert wurde, sondern SRF so direkt auf mich als Person zielte. Natürlich habe ich live in der Arena kritisiert, dass SRF einen relevanten Teil der E-Mails weggeschnitten hat, worauf Projer behauptete, der weggeschnittene Teil sei nicht relevant gewesen. Und das alles vor den Augen von Vincent Augustin, dem Präsidenten der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Lückenpresse geht gar nicht. Das SRF erhält mehr als 1 Milliarde Franken pro Jahr, das Geld wird durch die Schweizer Haushalte über die Billag-Gebühr bezahlt. Jeder muss bezahlen, man kann das Fernsehen leider nicht wie eine Zeitung abbestellen. SRF gehört also dem Volk und wird vom Volk finanziert. In Deutschland bezahlt die Bevölkerung 8 Milliarden an die öffentlich rechtlichen Sender, in Österreich etwas mehr als eine Milliarde. Wenn die Massenmedien im deutschsprachigen Raum aber so arbeiten wie gestern die Arena, wird das Vertrauen der Bevölkerung weiter abnehmen. Dies zeigen auch die Lesermeinungen auf http://www.srf.ch/sendungen/arena/trumps-krieg-2 .

von dd.


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