~ Medienkommentar vom 03.07.2018 ~

Medienkommentar Terror

Roger Waters: Keine Bomben über Menschen in Syrien! (1 von 1)

Als Roger Waters, Mitbegründer der britischen Rockband Pink-Floyd, am 13. April 2018 sein Konzert in Barcelona gab, überraschte er sein Publikum mit einer politischen Stellungnahme zu den sogenannten „Weißhelmen“. Seine Worte zeigen einen Weg auf, wie man der Kriegspropaganda westlicher Regierungen und Medien entgegen wirken kann.

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"Roger Waters: Keine Bomben über Menschen in Syrien!"

Roger Waters: Keine Bomben über Menschen in Syrien! 03.07.2018

Roger Waters, Mitbegründer der britischen Rockband Pink-Floyd, hielt am 13. April 2018 ein Konzert in Barcelona. Dabei überraschte er sein Publikum mit einer politischen Stellungnahme über die private Organisation der sogenannten „Weißhelme“, auch „Syrischer Zivilschutz‟ genannt. Anlass dazu gab ihm eine E-Mail, die er am Vorabend seines Konzertes von einem französischen Reporter und Sympathisanten der Weißhelme erhielt. Dieser wollte den Musiker dafür gewinnen, dem Reporter während des Konzertes eine Plattform zu bieten, um Propaganda für die Weißhelme zu machen. Anstatt aber auf das Angebot des Reporters einzugehen, übermittelte Waters während seines Konzertes seine Ansicht zu den Weißhelmen wie folgt: „Die Weißhelme sind eine Schwindelorganisation, die nur dafür da ist, Propaganda für Dschihadisten (= gewalttätige „Islamisten“) und Terroristen zu machen […] wenn wir der Propaganda der Weißhelme und anderen Glauben schenken würden, dann würden wir auch unsere Regierungen ermutigen, Bomben auf die syrische Bevölkerung abzuwerfen. Das wäre für die Menschheitsgeschichte ein Fehler von monumentalem Ausmaß!“ Bezeichnend dabei war, dass Waters lauten Jubel aus dem Publikum erhielt, da er gegen einen völkerrechtswidrigen Krieg war. Zur Erinnerung: Am 8. April 2018 – gerade mal fünf Tage vor dem Konzert – berichteten alle großen Medien über einen „mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die syrische Rebellenhochburg Duma“. Die Sprecherin des US-Außenministeriums hatte bereits am 8. April das "Assad-Regime und seine Unterstützer" für den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff verantwortlich gemacht. Kaum Stunden nach dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff werden US-Schläge gegen Syrien nicht ausgeschlossen – ohne jegliche Beweise und ohne Untersuchung! [siehe: www.kla.tv/12263, www.kla.tv/12271] Dabei waren die Weißhelme die einzige Quelle, auf der ein Angriff gegen die syrische Regierung gerechtfertigt werden konnte. Sollte das Konzert mit Roger Waters etwa zu Propagandazwecken für die Weißhelme und somit als Rechtfertigung für die Angriffe in Syrien missbraucht werden? Denn nur ein Tag nach dem Konzert, nämlich in der Nacht zum 14. April 2018, griffen die USA gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien mehrere Ziele in Damaskus und Umgebung an. Mit Marschflugkörpern vom Mittelmeer aus beschossen die Alliierten nach eigenen Aussagen Teile der Infrastruktur zur Herstellung chemischer Waffen in Homs, Aleppo und Damaskus. [www.kla.tv/12276] Die Worte, die Roger Waters in Barcelona an sein Publikum richtete, zeigen einen Weg, der Kriegspropaganda westlicher Regierungen und Medien entgegen zu wirken: „Was wir wirklich tun sollten, ist es, die Regierungen zu überzeugen, keine Bomben über Menschen abzuwerfen. Und ganz sicher nicht, bis wir alles Notwendige untersucht haben, um zu wissen, was wirklich vor sich geht. Weil wir in einer Welt leben, in der Propaganda wichtiger ist, als die Realität, die wirklich passiert.“

von kp/rh/dd


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