Mittwoch 29. März 2017

Medienkommentar Medien

Medienberichterstattung über Demonstrationen ist USA/NATO-konform und nicht neutral (1 von 2)

Medienberichterstattung über Demonstrationen ist USA/NATO-konform und nicht neutral Mittwoch, 29.03.2017 (1 von 2)
Vergebliches Schreien [Über 30 Millionen Menschen demonstrierten an jenem Tag vergeblich...] Sonntag, 26.02.2017 (2 von 2)

Als am 26. März 2017 in zahlreichen Städten Russlands Proteste gegen Korruption stattfanden, wurden diese von allen westlichen Mainstream-Medien aufgegriffen. Eine am gleichen Tag stattgefundene Protestaktion im Jemen wurde von denselben Medien jedoch mit keinem Wort erwähnt, obwohl Hunderttausende auf die Straße gingen. Ist diese einseitige Auswahl von Medienberichten über Demonstrationen zugunsten der Konfliktpartei USA/NATO nur ein Einzelfall?

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Medienberichterstattung über Demonstrationen ist USA/NATO-konform und nicht neutral 29.03.2017

Ein wissenschaftliches Forschungsprojekt mit dem Namen „Swiss Propaganda Research“ beschäftigt sich mit geopolitischer Propaganda in Schweizer- aber auch in Deutschen Medien. Vom Forschungsteam wurde ein deutlicher Propagandaeffekt zugunsten der Konfliktpartei USA/NATO nachgewiesen. Einzelheiten finden Sie in der Sendereihe "Manipulationstechniken der Medien" (siehe: www.kla.tv/10052) Dieser Propagandaeffekt der westlichen Leitmedien zugunsten der Konfliktpartei USA/NATO kann auch darin beobachtet werden, was über Demonstrationen oder Protestaktionen in anderen Ländern berichtet wird, bzw. eben nicht berichtet wird. Von einer neutralen Auswahl, über welche Demonstrationen berichtet bzw. nicht berichtet wird, kann nicht die Rede sein. Jüngstes Beispiel: Als am 26. März 2017 in zahlreichen Städten Russlands Proteste gegen Korruption stattfanden, wurden diese von allen Massenmedien aufgegriffen, um ganz offensichtlich Stimmung gegen Russland machen. An einer nicht genehmigten Kundgebung in Moskau sollen gemäß Polizeiangaben 7.000 bis 8.000 Menschen teilgenommen haben. Die Presse berichtete über mindestens 933 Festnahmen in Moskau, darunter Oppositionsführer Alexej Nawalny, der zu den Protesten aufgerufen hatte. Nicht berichtet dagegen wurde, dass Unbekannte Pfefferspray in der Menge versprüht hatten und mindestens ein Polizist ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Auch nicht berichtet wurde, dass der von Wladimir Putin in den letzten Jahren geführte Kampf gegen die Korruption die Entlassung zahlreicher Spitzenbeamter nach sich gezogen hat. Dass es den Massenmedien in erster Linie weder um die Hintergründe der Demonstrationen noch um die Anliegen der Demonstrierenden geht, zeigt ein anderes Beispiel: Die Protestaktion im Jemen, ebenfalls am 26. März 2017, wurde in den Mainstream-Medien mit keinem Wort erwähnt. Dies obwohl an diesem Tag Hunderttausende in die Hauptstadt zogen, um gegen den Krieg, den die saudische Kriegskoalition in ihrem Land führt, und gegen die dadurch verursachte verheerende Hungerkatastrophe zu protestieren. (siehe: https://www.youtube.com/watch?v=3Igrp8-3JzA) Doch der mediale Fokus hierzulande lag auf Moskau. Oder besser gesagt: zulasten Moskaus. Der Protest im Jemen markierte den zweiten Jahrestag seit Beginn der Militärintervention Saudi-Arabiens in dem verarmten Land. Heute herrscht im Jemen die verheerendste Hungerkatastrophe weltweit. Über 460.000 Kinder sind in Lebensgefahr und leiden unter „akuter schwerer Mangelernährung". Infolge des Zusammenbruchs der Wasserversorgung und extremen Nahrungsmangels hungern Millionen und brauchen dringend Hilfe. Hinzu kommt, dass das Land unter einer totalen Blockade von seiten der saudischen Kriegskoalition steht, die zu einer extremen Knappheit von Versorgungsgütern führt. Der Jemen ist im Umfang von 90 Prozent seiner Lebensmittel auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Land- und Seewege sind unter Kontrolle der saudischen Koalition. Wird wohl darum nicht darüber berichtet, weil Saudi-Arabien die Interessen der Konfliktpartei USA/NATO vertritt? Jemen ist bei weitem nicht das einzige Beispiel. Als ab Dezember 2013 die Massenproteste auf dem Maidan in Kiew gegen die Regierung Janukowytsch losgingen, war die Präsenz in den westlichen Medien groß. Der Westen sah seine EU und NATO-Erweiterungspläne gefährdet, als der damalige rechtmäßige Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, das EU-Assoziierungsabkommen verschob. Als aber angeblich friedliche Demonstranten mit brachialer Gewalt gegen defensive Polizisten losgingen, hüllten sich die westlichen Leitmedien in tiefes Schweigen. (siehe: www.kla.tv/2389) Auch als Anfang Juli 2016 bei Friedensmärschen in der Ukraine gemäß Teilnehmern über 100.000 Ukrainer in Kiew angekommen waren, um die Regierung zum Kriegsende im Donbass zu bewegen, schwieg sich die gleichgeschaltete westliche Presse geschlossen aus. (siehe: www.kla.tv/8709, www.kla.tv/8722) Begründung all dieser Medien: Die großen Nachrichtenagenturen hätten nichts davon berichtet und die Teilnehmerzahl sei zu gering. (siehe: www.kla.tv/9647) Dasselbe gilt bezüglich Syrien im Jahr 2011. Als im Zuge des so genannten arabischen Frühlings gegen die Regierung Bashar al-Assads demonstriert wurde, waren die Mainstream-Medien voll davon. Als aber 1,5 Millionen Syrer für Assad auf der Straße waren, verdrehten die Leitmedien kurzerhand diese Tatsache und behaupteten, es seien 1,5 Millionen gegen Assad aufgestanden. (siehe:www.kla.tv/9660) So erklärte es u.a. ein syrischer Student und Augenzeuge kürzlich der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Diese Aufzählung über die propagandistische Berichterstattung westlicher Medien zu Demonstrationen könnte weiter fortgeführt werden. (siehe: www.kla.tv/9841) Immer zeigt sich dasselbe Muster: Über alles, was die Konfliktpartei USA/NATO begünstigt, wird berichtet, über (fast) alles was diese nicht begünstigt, wird geschwiegen. Somit erweisen sich die gleichgeschalteten Massenmedien wieder einmal als nicht neutral, ja, sogar als Verbreiter von kriegsfördernder Propaganda und somit als Handlanger von Kriegstreibern.

von dd.


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