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#Syrien#SyrienGiftgas#EvaBartlett#Medienkommentar#Medien
Mittwoch, 05. April 2017

„Mutmaßlicher Giftgasangriff“ ruft Kriegstreiberpolitiker und -medien auf den Plan

Seit gestern (04.04.2017) berichten westliche Massenmedien von einem Giftgasangriff in Syrien, welcher der Assadregierung angelastet wird. 58 Menschen, darunter auch Kinder, seien ums Leben gekommen. Gemäß der Journalistin und Syrienkennerin Eva Bartlett stammen die Behauptungen aus nicht glaubwürdigen Quellen. Mit der Brutkastenlüge begann 1991 der Irakkrieg. Soll die Welt jetzt mit herzzerreißenden Kinderbildern aus Syrien kriegswillig gemacht werden? [weiterlesen]

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„Mutmaßlicher Giftgasangriff“ ruft Kriegstreiberpolitiker und -medien auf den Plan

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05.04.2017 | www.kla.tv/10245

„Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer.“ Zu dieser Erkenntnis kam der griechische Dichter Aischylos bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. Allerdings lehren leidvolle Erfahrungen in den Kriegen des 19., 20. und jetzt auch des 21. Jahrhunderts, dass die Weisheit des Aischylos einer Erweiterung bedarf: Die Wahrheit stirbt nicht erst „im Krieg“, sondern schon in der Entstehungsphase einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Durch Lügen und Täuschungen werden die Völker psychologisch gelenkt und kriegswillig gemacht, und durch Lügen wird schlussendlich ein Kriegseintritt vordergründig gerechtfertigt und heraufbeschwört. Im Ersten Irakkrieg im Jahr 1990 war es die sogenannte Brutkastenlüge, im Zweiten Irakkrieg 2003 die Lüge, Saddam Hussein würde Massenvernichtungswaffen besitzen und im Libyenkrieg 2011 die Lüge, dass man das libysche Volk vor seinem Machthaber Muammar al-Gaddafi beschützen müsse (siehe: www.kla.tv/7046). Seit gestern macht nun in den westlichen Massenmedien eine neue Behauptung die Runde, die Potential hat, einen erneuten Kriegseintritt der westlichen Streitkräfte heraufzubeschwören bzw. den Krieg in Syrien zu erweitern – was gemäß Militärexperten leicht zu einem Weltkrieg ausarten könnte. Die neuste Behauptung eines „mutmaßlichen Giftgasangriffs“ in Syrien – es sollen mindestens 58 Menschen, darunter Kinder, ums Leben gekommen sein – wird von den westlichen Politikern und Medien zweifelsfrei der Assad-Regierung angelastet: EU, Paris, London und USA prangern Assad an, hieß es zum Beispiel beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Doch erinnern die neusten Behauptungen stark an die Brutkastenlüge aus dem Jahr 1990. Damals sagte ein 15-jähriges Mädchen unter Tränen vor laufenden Kameras aus, dass sie in einem kuwaitischen Krankenhaus gesehen habe, wie irakische Soldaten Säuglinge aus Brutkästen gerissen und auf dem Boden hätten sterben lassen. Das Mädchen aber flog als eine kuwaitische Diplomatentochter auf, die von einer amerikanischen PR-Agentur engagiert wurde und für diese Brutkastenlüge sehr viel Geld kassierte. Sie arbeitete nie in diesem Krankenhaus. Die Geschehnisse waren erstunken und erlogen. Diese inszenierte Leidensgeschichte von kleinen Kindern führte zu nichts weniger als zu einem sehr großen Völkermord im Irak (siehe: www.kla.tv/8134). In der Sendung „Kriegsstrategie: Leidende Kinder“ berichtete Klagemauer.TV, wie auf diese Weise Emotionen geweckt und ganze Völker zur Kriegsbereitschaft stimuliert werden (siehe: www.kla.tv/9130). Auch im jüngsten Fall kursieren Bilder mit Kinderleichen in Todesstarre, mutmaßlich „erstickt von Giftgas“. Julian Reichelt, Vorsitzender der "BILD"-Chefredaktionen, kommentierte, dass „nie wieder tatenlos zugesehen werden dürfe, „wenn Kinder vergast werden“, was in Syrien in den vergangenen Stunden geschehen sei. Ins selbe Horn blies SRF und titelte am 5. April: „Die zivilisierte Welt darf diesen Vorfall nicht ignorieren“. In Anbetracht solch klarer, kriegstreiberischer Sprache, muss dringendst die Frage gestellt werden, woher diesmal die Informationen über den „mutmaßlichen Giftgasangriff“ stammen und ob es sich hierbei nicht wiederum um eine Lüge handeln könnte. Die westlichen Leitmedien berufen sich, wie könnte es anders sein, auf die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, Aktivisten, deren „Angaben sich nicht unabhängig überprüfen ließen“, und auf Rettungshelfer der „Zivilschutzorganisation“ Weißhelme. Gemäß Syrienkennern, wie der kanadischen Journalistin Eva Bartlett, können alle drei nicht als glaubwürdig erachtet werden. Stammte die Brutkastenlüge im Jahr 1990 von einer 15-jährigen Diplomatentochter, so stammen die Bilder und Informationen des „mutmaßlichen Giftgasanschlags“ ausschließlich von Rettungshelfern der Organisation Weißhelme: Auf fast allen Bildern, die von den westlichen Leitmedien veröffentlicht wurden, sind Rettungshelfer der Weißhelme anhand ihrer Abzeichen klar erkenntlich, meistens mit leidenden Kindern oder einem Kind auf den Armen. Jedoch können die Weißhelme nicht als glaubwürdig erachtet werden, wurden sie auch schon mehrfach dabei „ertappt“, wie gefälschte Bilder mit Kindern oder „gespielte“ Rettungsvideos der Weißhelme im Netz verbreitet wurde. Einzelheiten finden Sie in eingeblendeten Sendungen: www.kla.tv/9878, www.kla.tv/9457. Die vor Ort berichtende britische freie Journalistin Vanessa Beeley entlarvte die „humanitäre“ Organisation als Unterstützergruppe der Terroristen. Ziel der Weißhelme sei es, eine Anti-Assad-Propaganda zu produzieren (siehe: www.kla.tv/9696 ). So müssen auch die neusten Beschuldigungen gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad als brandgefährliche Kriegspropaganda betrachtet und sorgfältig auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden. Was jedoch nicht mehr geschehen darf: dass kriegstreiberischer „Redekunst“ der westlichen Medien und Politiker Glauben geschenkt wird, die sich unglaubwürdiger Quellen bemächtigen und „leidende Kinder“ instrumentalisieren.

von dd.

Quellen/Links: http://www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Presseberichte/Wette-Hist-KriegsluegenWuFDossier-72-2013.pdf
http://www.kla.tv/9869
(So weist Kla.TV Mainstream Fake News nach) https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:oFxxvyvzMwAJ:https://www.srf.ch/news/international/nach-giftgasangriff-kampfjets-bombardieren-spital+&cd=4&hl=de&ct=clnk&gl=ch
http://www.kla.tv/9541
(Augenzeugen aus Aleppo: Die syrische Regierung greift keine Zivilisten an)

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