Dienstag 11. April 2017

Bildung & Erziehung | 11.04.2017

„Ehe für alle“ – Studien zeigen, dass gesellschaftliche Probleme vorprogrammiert sind (1 von 2)

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„Ehe für alle“ – Studien zeigen, dass gesellschaftliche Probleme vorprogrammiert sind Dienstag, 11.04.2017 (1 von 2)
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Neben der FDP und den Grünen forderte auch die SPD Anfang März vor ihrem Koalitionsgipfel die Einführung der „Ehe für alle“. Wenn aber durch die Politik Gesetze für solch persönliche Entscheidungen geschaffen werden sollen, dann tragen auch die Gesetzgeber die Verantwortung für die daraus resultierenden Konsequenzen. Um Politikern und Bevölkerung eine umfassende Sicht zu ermöglichen, kommen in dieser Sendung verschiedene Fachleute zu Wort.

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„Ehe für alle“ – Studien zeigen, dass gesellschaftliche Probleme vorprogrammiert sind 11.04.2017

Deutschland: Neben der FDP und den Grünen forderte auch die SPD Anfang März vor ihrem Koalitionsgipfel die Einführung der „Ehe für alle“. „In vielen Ländern können bereits alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung heiraten. Deutschland sollte dahinter nicht zurückstehen“, so der SPD Politiker Thomas Oppermann. Seit 2001 gibt es zwar die eingetragene Lebenspartnerschaft für Homosexuelle in Deutschland. Diese ist aber nicht völlig mit der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt – etwa beim Adoptionsrecht, denn bisher dürfen nur schwule und lesbische Menschen die Kinder ihrer Partner adoptieren. Bereits die Auswirkung, die eine „Ehe für alle“ auf das bisherige Adoptionsrecht haben könnte, sorgt für heftige gegenläufige Diskussionen. Wenn aber durch die Politik Gesetze für solch persönliche Entscheidungen geschaffen werden sollen, dann tragen auch die Gesetzesgeber die Verantwortung für die daraus resultierenden Konsequenzen. Deshalb ist es nötig, dass sich die Politiker und Verantwortungsträger mit verschiedenen Studien und Fachstimmen aus der Kinderpsychologie und Kindermedizin auseinandersetzen. Um Politikern und Bevölkerung eine umfassende Sicht zu ermöglichen, sollen in dieser Sendung verschiedene Fachleute zu Wort kommen. Hedwig Freifrau von Beverfoerde ist Gründerin der Initiative Familienschutz und äußerte sich bereits im Jahr 2015 zum Thema der „Ehe für alle“ folgendermaßen: „Eine „Öffnung“ der Ehe hätte in jedem Fall gravierende rechtliche Konsequenzen. Da auch gleichgeschlechtliche „Ehepartner“ ein Recht auf eigene Kinder geltend machen, wären Volladoption, künstliche Befruchtung und die Legalisierung der bei uns strafbaren, zutiefst menschenunwürdigen Leihmutterschaft zwingende Folge. Mit der „Ehe für alle“ gäbe es kein natürliches Recht des Kindes mehr auf einen Vater und eine Mutter – wohl aber das Recht der Erwachsenen auf ein Kind.“ Verschiedenste Kinder- und Entwicklungspsychologen sind sich einig, dass Kinder Vater und Mutter benötigen. Das bestätigt die mehr als dreißigjährige Forschung. Wenn Kinder mit ihren biologischen Eltern (Vater und Mutter) in einer verbindlichen, ehelichen Beziehung mit geringem Konfliktpotenzial aufwachsen, durchlaufen sie leichter ihre Entwicklungsstufen, erbringen bessere schulische Leistungen, haben seltener emotionale Störungen und können auch als Erwachsene ihre Aufgaben besser bewältigen. In Bezug auf das Adoptionsrecht bei einer „Ehe für alle“ gibt die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Frau Dr. med. Christl Ruth Vonholdt zu bedenken: „Es geht nicht zuerst darum, ob homosexuell lebende Paare Kinder lieben oder auch Erziehungskompetenzen haben, es geht um etwas ganz anderes. Ein homosexuelles Paar wird dem Kind immer eine Mutter- oder Vaterentbehrung zumuten. Diese bewusste Distanz und Abwendung entweder vom Männlichen oder vom Weiblichen wird sich auf Jungen und Mädchen – jeweils verschieden – destruktiv auswirken.“ Das alternative Familienmodell der homosexuellen Familie mutet dem Kind noch eine andere, entscheidende Verletzung zu, so die Stellungnahme der Kinder- und Jugendmedizinerin. Kinder mit alleinstehender Mutter oder Vater dürfen wissen, dass jemand in der Familie fehlt. Sie können die Lücke betrauern und damit konstruktiv verarbeiten. Homosexuellenverbände behaupten aber, die alternative Familie mit „zwei Müttern“ und „zwei Vätern“ sei eine „komplette“ Familie, es fehle ihr nicht wirklich etwas. Wer anderes behauptet, diskriminiere die neue Familienform. Frau Dr. med. Christl Ruth Vonholdt „Genau hier geschieht ein weiteres Unrecht am Kind. Nicht nur leidet es an der Vater- oder Mutterentbehrung – es kann auch diesen Verlust weder benennen noch betrauern. Damit bleibt die Wunde abgespalten und kann nicht heilen“. Auch die Familienrechtlerin Michaela Heereman betont, dass Kinder nicht nur für ihre Entstehung, sondern auch für ihre psychosoziale Entwicklung Vater und Mutter brauchen. Der Psychiater Ernst Abelin mahnt, dass es sowohl bei Vater- als auch Mutterentbehrung zu schweren psychischen Problemen kommen kann. Und der deutsche Arzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie Professor Dr. med. Horst Petri weist nachdrücklich darauf hin, dass fast alle straffällig gewordenen männlichen Jugendlichen vaterlos aufgewachsen sind, was natürlich nicht heißt, dass alle vaterlosen Söhne kriminell werden. Aber der Mangel an väterlicher Autorität, sei eine wichtige Problemanzeige. Die Psychologen und Bindungsforscher Prof. Dr. Klaus und Dr. Karin Grossmann belegen in einer Untersuchung, wie wichtig das Zusammenspiel beider Elternteile für die spätere Bindungsfähigkeit ihres Kindes ist. Bereits in den ersten Lebensjahren wird das Fundament für Freundschaften, Partnerschaften und den rücksichtsvollen sozialen Umgang mit anderen gelegt. Wie ihre Forschungsergebnisse zeigen, führen positive Erfahrungen mit beiden Elternteilen zur Bereitschaft, verlässliche, vertrauensvolle Beziehungen einzugehen. Beide zusammen, Vater und Mutter, legen die Grundlagen für die psychische Sicherheit und ergänzen einander, so die beiden Psychologen. Dagegen zeigt eine Langzeitstudie aus Schweden von 2003, dass Kinder, die ohne Vater oder Mutter aufwachsen, häufiger psychisch krank und suizidgefährdeter sind sowie häufiger an Suchtkrankheiten leiden. Das gilt auch dann, wenn die Kinder in finanziell gutgestellten Familienformen leben. Die Forschung hat auch gesicherte Daten über Unterschiede, was das Leben homosexuell bzw. heterosexuell Lebender anbetrifft und weist auf bedeutsame Risiken für Kinder hin, die bei homosexuellen Paaren aufwachsen. So hat eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2009 nachgewiesen, dass bei homosexuell lebenden Männern und Frauen die Häufigkeit psychischer Erkrankungen deutlich höher ist als unter heterosexuell Lebenden. Dieser sehr kurze Einblick in eine dreißigjährige Forschung und ebenso die verschiedenen Aussagen von Kinder- und Entwicklungspsychologen legen nahe, dass diese Faktoren mit in die öffentliche Debatte um eine „Ehe für alle“ gehören. Demonstrieren doch die Studien, dass eine vorsätzliche Vater- und Mutterentbehrung – wie es bei einer „Ehe für alle“ vermehrt der Fall wäre – gravierende Risiken für die gesunde Entwicklung des Kindes beinhalten. Infolgedessen wären auch massive negative gesellschaftliche Probleme vorprogrammiert, mit all den Folgen des Leistungsverfalls, der psychischen Störungen der Heranwachsenden, der Kriminalität und der explodierenden Kosten des Sozialstaates.

von ah.


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