Freitag 05. Mai 2017

Medienkommentar Gesundheit & Medizin

Zum internationalen Hebammentag am 5. Mai: Der Verlust der Hebammenkunst – eine Strategie der neuen Weltordnung? (1 von 2)

Zum internationalen Hebammentag am 5. Mai: Der Verlust der Hebammenkunst – eine Strategie der neuen Weltordnung? Freitag, 05.05.2017 (1 von 2)
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Die Kunst der Hebammen greift auf jahrhundertelange Erfahrungen, Einsichten und Weisheiten zurück. Obwohl sich diese auch heute noch immer sehr positiv auf (werdende) Mütter und Neugeborene auswirkt, scheint ein schleichender Prozess der Existenzbedrohung die Oberhand zu gewinnen. Von der Hebammenkunst zum technisierten Prozess: Wird auch die Geburt zunehmend ein strategisches Machtmittel der Neuen Weltordnung?

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Zum internationalen Hebammentag am 5.Mai: Der Verlust der Hebammenkunst – eine Strategie der neuen Weltordnung? 05.05.2017

Heute, am 5. Mai, wird in mehr als 50 Ländern der Internationale Hebammentag unter dem Motto „Hebammen, Frauen und Familien: Partner fürs Leben“ begangen. Hebamme ist die Berufsbezeichnung für Frauen, die während Schwangerschaft, Geburt und während des Wochenbetts, also der Zeit nach der Geburt, Frauen beraten und betreuen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass schon immer und überall auf der Welt erfahrene Frauen den werdenden Müttern zur Seite gestanden haben. Eines der ältesten Zeugnisse der Hebammenkunst ist eine Tempelmalerei aus dem dritten Jahrtausend vor Christus. Seit der Antike wird das Hebammenwissen von Frau zu Frau weitergegeben. Dieses bewährte Modell wird in den letzten 40 bis 50 Jahren zunehmend in Frage gestellt. Nicht aber, weil sich der Geburtsvorgang verändert oder sich die heute übliche Geburt im Krankenhaus als großer Fortschritt herausgestellt hätte. Beobachtet man nun die Entwicklung der Hebammenkunst in den letzten 40 bis 50 Jahren wird deutlich, dass auch in der Geburtshilfe eine stetige Entwicklung weg von der Erfahrung hin zur sogenannten Geburtsmedizin stattfindet. Die Geburt wird für Frauen zunehmend zu einem technisierten Ablauf, was in den heute bekannten hohen Kaiserschnittraten von über 30 % in Deutschland mündet. Dagegen sind Hebammen als Begleiter von schwangeren Frauen darauf spezialisiert, sie in diesem auch emotional sehr sensiblen Abschnitt im Leben zu begleiten. Sie übernehmen in dieser Phase des Umbruchs eine wichtige Rolle. Oft kann durch gezielte und rechtzeitige Maßnahmen der natürliche Verlauf der Dinge erhalten werden, ohne dass es zu medizinischen Eingriffen kommt. Der Einsatz von Hebammen bei Geburten und im Wochenbett führt nachweislich zu einer reduzierten Sterblichkeit von Schwangeren und Neugeborenen, zudem entstehen weniger Verletzungen bei der Geburt. Hinzu kommen weniger Frühgeburten und ein geringerer Schmerzmitteleinsatz während des Geburtsvorganges. Die Stillraten bei Frauen, die durch Hebammen betreut werden, liegen höher, als bei denen ohne Hebammenbetreuung. Und schließlich üben Hebammen eine positive Wirkung auf das Miteinander von Mutter und Baby aus, indem der enge Körperkontakt gefördert wird. Doch statt aufgrund dieser vielfältigen positiven Auswirkungen auf die Frauen und Neugeborenen die Hebammenkunst zu fördern und zu unterstützen, sind Hebammen zunehmend in ihrer Existenz bedroht. Ihr Berufsalltag wird durch Vorschriften und finanzielle Belastungen immer beschwerlicher. Klagemauer.TV erhielt einen Zeugenbericht einer in der Schweiz selbstständig tätigen Hebamme, sie berichtet wie folgt: „Der bürokratische Aufwand für meine Bewilligung zur Selbstständigkeit war enorm. Für jeden Kanton, in dem ich Frauen betreuen möchte, muss ich einen neuen Antrag stellen, der wieder mit Zeitaufwand und neuen Kosten verbunden ist. Hunderte von Franken fallen jährlich erneut an für Versicherung und diverse obligatorische Beiträge. Zudem verbringe ich Stunden mit administrativen Arbeiten. Doch hier in der Schweiz sind wir noch privilegiert. Eine deutsche Berufskollegin, die als selbstständige Hebamme arbeitete, erzählte mir, dass ihre Berufshaftpflichtversicherung trotz geringem Einkommen ca. 7000 Euro im Jahr war. Um von ihrem Beruf leben zu können, arbeitete sie 50 bis 70 Stunden in der Woche. Viele deutsche selbstständige Hebammen geben darum den Beruf auf, da sie sich nicht über Wasser halten können und viele Frauen finden darum keine Hebamme mehr. Dieser Überlebenskampf raubt die Freude an diesem wunderschönen Beruf.“ Aufgrund der geschilderten eindrücklich positiven und wichtigen Bedeutung der Hebammen für schwangere Frauen ist es Zeit, die Technisierung der Geburt und die zunehmende einseitige Entwicklung im Sinne der Neuen Weltordnung aufzuhalten und zu stoppen. Hebammen setzen sich vielerorts dafür ein, dass der Start des Lebens einen natürlichen Verlauf nehmen kann. Diese Bestrebungen gilt es zu schützen und zu fördern. Schließlich bedeutet die Stärkung der Familie eine Stärkung der Gesellschaft und damit der kommenden Generation.

von ch., juh.


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