Sonntag 02. Juli 2017

GVO-Saatgut zerstört Lebensgrundlagen der Bauern (1 von 3)

GVO-Saatgut zerstört Lebensgrundlagen der Bauern Sonntag, 02.07.2017 (1 von 3)
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Seit den 90er Jahren überschwemmen Agrochemie-Konzerne wie Syngenta und Monsanto den weltweiten Markt mit gentechnisch verändertem und patentiertem Saatgut. Was bedeutet dies aber, 20 Jahre später, für die weltweite Landwirtschaft, gerade auch in den Entwicklungsländern? Welche Auswirkungen sind heute sichtbar und zu welchem Ergebnis kommt ein von einer internationalen Bürgerinitiative erstelltes Rechtsgutachten über diese multinationalen Agrokonzerne? Kla.TV berichtet in dieser Sendung.

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"GVO-Saatgut zerstört Lebensgrundlagen der Bauern"
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GVO-Saatgut zerstört Lebensgrundlagen der Bauern 02.07.2017

Seit den 90er Jahren überschwemmen Agrochemie**-Konzerne wie Syngenta und Monsanto den weltweiten Markt mit GVO-Saatgut. Dieses Saatgut stellt mit den exakt dafür abgestimmten Unkrautvertilgungsmitteln einen fatalen Mix ohne Alternative dar. Das patentierte Saatgut muss bei den Agrochemie-Konzernen jährlich neu gekauft werden und funktioniert ausschließlich mit den mitgelieferten, hochgiftigen Mitteln. Damit werden die Bauern und vor allem Kleinbauern in den Entwicklungsländern von den Konzernen abhängig gemacht. So sterben ihre eigenen alten Sorten aus und das Wissen über die Pflanzen und deren Pflege geht verloren. Viele Kleinbauern können sich aber das teure GVO-Saatgut auf Dauer nicht leisten. Weil ihre Lebensgrundlagen dadurch zerstört werden, verlassen viele das Landwirtschaftsgewerbe oder begehen sogar Selbstmord. Um gegen diese fatalen Entwicklungen zu protestieren, fand am 20. Mai 2017 in über 200 Städten weltweit der „Marsch gegen Monsanto & Syngenta“ statt. Ein gutes halbes Jahr zuvor, am 15./16.Oktober 2016 wurde in Den Haag das „International Monsanto Tribunal kurz IMT“ einer internationalen Bürgerinitiative abgehalten, um den multinationalen Konzern symbolisch zu verurteilen. Opfer von Monsanto aus aller Welt, unterschiedlichste Vereine sowie wissenschaftliche Experten legten Zeugnis ab. In einem am 18. April 2017 veröffentlichten 50-seitigen Rechtsgutachten kommt ein fünfköpfiges Richtergremium zu dem Schluss, dass Monsanto in den folgenden fünf Punkten bestehendes Recht verletzte: Recht auf eine gesunde Umwelt, auf Gesundheit, auf Nahrung, auf freie Meinungsäußerung und wissenschaftliche Forschungsfreiheit. Wäre der Strafbestand des Ökozids – also Verbrechen gegen die Natur – und Beihilfe zu Kriegsverbrechen (Agent Orange***) schon in den Gesetzgebungen verankert, könnte der Konzern außerdem hierzu strafrechtlich verfolgt werden. Agent Orange ist die militärische Bezeichnung eines chemischen Entlaubungsmittels, das die USA im Vietnamkrieg großflächig einsetzten und die vietnamesische Bevölkerung noch heute durch erhöhtes Auftreten schwerer Missbildungen bei Kindern, Krebserkrankungen, Immunschwächen usw. massiv darunter leidet. Diese wichtigen und fundierten Rechtsgutachten können nun die Opfer von Monsanto in ihrem Kampf um Gerechtigkeit weltweit unterstützen. Ermutigend ist, dass der Anstoß dazu von einfachen Bürgern ausgegangen ist! *GVO: gentechnisch veränderte Organismen **Agrochemie ist ein Forschungs- und Entwicklungszweig der Chemie und gleichzeitig ein großindustrieller Produktionsbereich. ***Agent Orange: Militärische Bezeichnung eines chemischen Entlaubungsmittels, das die USA im Vietnamkrieg großflächig einsetzten und die vietnamesische Bevölkerung noch heute durch erhöhtes Auftreten schwerer Missbildungen bei Kindern, Krebserkrankungen, Immunschwächen usw. massiv darunter leidet.

von br./ boh./ mb.


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