Donnerstag 13. Juli 2017

Pulverfass Venezuela: Merkmale einer Farbrevolution (Kurzversion) (2 von 2)

Pulverfass Venezuela – eine von außen gesteuerte Revolution Donnerstag, 13.07.2017 (1 von 2)
Pulverfass Venezuela: Merkmale einer Farbrevolution (Kurzversion) Montag, 01.05.2017 (2 von 2)

Das Beispiel Venezuelas zeigt, wie ein von außen gesteuerter Staatsstreich eingefädelt wird. Aber die Geschichte lehrt uns auch, wie unabhängige Medien und das Volk die Putschisten ohne Waffengewalt überwinden können. Wir möchten Mut machen, kein Unrecht einfach hinzunehmen, sondern durch das rasante Verbreiten der Informationen alternativer Medien üblen Drahtziehern auf friedlichem Weg das Handwerk zu legen.

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Pulverfass Venezuela: Merkmale einer Farbrevolution 13.07.2017

In Venezuela protestieren seit Wochen Menschen gegen die Regierung von Nicolas Maduro. Dabei starben über 30 Personen, fast 500 wurden verletzt. Die Organisation Amerikanischer Staaten OAS, das ist eine Vereinigung von 35 Staaten Nord- und Südamerikas unter der Führung der USA, machte allein die Regierung Maduro dafür verantwortlich. Doch übereinstimmender Meinung ist man sich in der OAS nicht. Der venezolanische Vertreter entgegnete: „Das venezolanische Volk hat das Recht interne Probleme zu lösen ohne die Vormundschaft der Organisation Amerikanischer Staaten. Noch weniger wird das Schicksal Venezuelas von Washington entschieden.“ Ebenso äußerte sich kürzlich Boliviens Präsident Evo Morales: „Ich habe das Gefühl, dass die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) an ihrer Tradition bei der Unterstützung von Staatsstreichen festhält. Diese sind eines der wesentlichen Mittel des nordamerikanischen Imperiums. Was ist nun dran an dieser Aussage, dass es sich in Venezuela um einen von den USA gesteuerten Putschversuch* handeln sollte? Wie in der Sendung „Wie funktionieren Farbrevolutionen“ legt Klagemauer.TV anhand von sieben Punkten die Merkmale einer von außen gesteuerten Revolution dar. 1. Das Zielland gerät ins Visier der US-amerikanischen Strategen. Laut der US-amerikanischen Rechtsanwältin Eva Golinger sei Venezuela klar im Visier Washingtons, da sich dort eine der größten Erdölreserven der Welt befinde. Die Regierung Maduros lehnt es bis zum heutigen Tag ab, ihr Ölgeschäft zu privatisieren. Denn dies würde einem Ausverkauf an internationale, meist US-amerikanische Firmen gleichkommen. Die Bevölkerung würde dann noch weniger vom Reichtum des Landes profitieren und weiter verarmen. 2. Eine Farbrevolution geht von der amerikanischen Botschaft im Zielland aus. Anfang 2015 forderte Venezuelas Präsident seinen US-Amtskollegen Obama auf, die "Verschwörung zu beenden", die von der US-Botschaft in Caracas ausgehe. Dort würden Pläne für einen Staatsstreich* verfolgt. Er habe Beweise, dass Botschaftsangehörige versuchten, Militärs, ehemalige Minister, bekannte Journalisten und Politiker zur Mithilfe zu überreden, ihnen werde Geld angeboten, sagte Maduro. 3. Von der US-Botschaft aus werden über ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) alle Teile der Zielgesellschaft infiltriert. Laut Eva Golinger haben die der US-Verwaltung unterstellte Hilfsorganisation USAID und die von George Soros finanzierte „National Endowment for Democracy“, kurz NED, allein zwischen 2013 und 2014 mehr als 14 Millionen Dollar an Oppositionsgruppen und Medien in Venezuela gezahlt. 4. Die Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation wird ausgenutzt und ausgeweitet zu einer Protestaktion mit der Forderung nach dem Rücktritt des Präsidenten. 5. Alle Gesprächsangebote der Regierung werden von den Demonstranten zurückgewiesen. Ein November 2016 vermittelter Dialog zwischen Regierung und Opposition wurde nur einen Monat später vom Oppositionsbündnis zurückgezogen. Erst kürzlich erteilte der oppositionelle Präsident des Parlaments, Julio Borges, der Rückkehr an den Verhandlungstisch mit der Regierung eine deutliche Absage: "Hier gibt es nichts mit niemandem zu besprechen." 6. Ein Teil der Protestierenden wird geschult, die Sicherheitskräfte zu provozieren oder Protestierende werden mit gewaltbereiten Lohnterroristen unterwandert. Auf vielen Bildern mit angeblich friedlichen Demonstranten sind Vermummte und Randalierende zu sehen. Diese liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei, plündern Geschäfte, verüben Brandanschläge oder schießen wahllos auf Passanten und Wohnungen. Sogar vor dem Eingang eines Kinderkrankenhauses wurde Feuer gelegt, so dass es evakuiert werden musste. Die meisten Opfer sind also auf Banden und Randalierende zurückzuführen - nicht auf die Regierung. 7. Die westlichen Leitmedien ergreifen permanent Stellung für die Demonstranten und machen den amtierenden Präsidenten für den Unmut der Demonstranten sowie für Gewaltakte verantwortlich. In den Leitmedien wird der Eindruck erweckt, dass die Toten und Verletzen auf die Kosten der Regierung gehen. Erst in den Details wird dies dann relativiert. Dass aber die derzeitigen Unruhen in Venezuela auf einen von den US-Strategen geplanten Regierungsumsturz zurückzuführen sind, ist sehr wahrscheinlich. Schon im Jahr 2002 fand ein Putschversuch gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chávez statt. Inzwischen gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass die US-Regierung unter George W. Bush in diesen Putschversuch gegen Chávez verwickelt war. Mehrere Zeitungen, darunter die New York Times, berichteten, dass die Oppositionellen zwei Monate vor den Ereignissen regelmäßig Kontakt mit der US-Botschaft gehabt hätten. Auch alle anderen Merkmale einer Farbrevolution waren schon damals wiederzufinden, wie der australische Dokumentarfilmer John Pilger in seinem Film „The War on Democracy“ – zu Deutsch „Der Krieg gegen die Demokratie“ – aus dem Jahr 2007 darlegte.

von dd.


Pulverfass Venezuela: Merkmale einer Farbrevolution (Kurzversion)

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