Freitag 21. Juli 2017

Medienkommentar Medien

3 Jahre nach MH17-Abschuss: Vorwürfe gegen Russland nicht stichhaltig (1 von 2)

3 Jahre nach MH17-Abschuss: Vorwürfe gegen Russland nicht stichhaltig Freitag, 21.07.2017 (1 von 2)
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MH17 - Die Billy Six Story Freitag, 21.07.2017 (2 von 2)

Drei Jahre nach dem Absturz der Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 im umkämpften Gebiet der Ostukraine sind die Zusammenhänge immer noch nicht stichhaltig geklärt. Westliche Leitmedien und Rechercheteams stellen zwar Russland als Schuldigen dar, jedoch mit offenkundig unstimmigen und auch gefälschten Beweismitteln.

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3 Jahre nach MH17-Abschuss: Vorwürfe gegen Russland nicht stichhaltig 20.07.2017

Vor gut drei Jahren, am 17. Juli 2014, war die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 im umkämpften Gebiet der Ostukraine abgestürzt. Alle 298 Insassen kamen dabei ums Leben. Die ukrainische Regierung in Kiew und die bewaffneten Regierungsgegner im Donbass warfen sich danach gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Bis heute herrscht weltweit Uneinigkeit darüber, wer für den Abschuss wohl zuständig ist: Geschah es durch eine russische BUK-Rakete vom Boden aus oder durch ein ukrainisches Kampfflugzeug in der Luft? Die Berichterstattung der westlichen Leitmedien lässt dabei von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen, wer ihrer Meinung nach die Alleinschuldigen sind: Eine BUK-Rakete sei von prorussischen Kämpfern abgeschossen worden und die russische Regierung stecke dahinter, zumal sie auch die Ermittlungen behindere. Bei näherer Betrachtung jedoch entpuppen sich diese Vorwürfe als bloße und keineswegs stichhaltige Behauptungen. Im Folgenden dazu einige Beispiele: Beispiel 1: – Erst kürzlich, am 16. Juli 2017, machte eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters die Runde, dass Angehörige der Absturzopfer vor der russischen Botschaft in Den Haag (Holland) gegen die Versuche Russlands protestierten, die strafrechtliche Untersuchung zu blockieren. Die etwa 15 Demonstranten hätten Russland in einem Brief dazu aufgerufen, konstruktiv mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Zwar hatte Russland am 29. Juli 2015 die Errichtung eines internationalen UN-Tribunals (sprich Untersuchungsgerichtes) mit seinem Veto verhindert, jedoch aus eigenen Angaben nur deshalb, weil es eine unvoreingenommene und unparteiische Untersuchung gesichert sehen wollte. Laut Sergej Lawrow, dem russischen Außenminister, sei die vorgeschlagene Bildung eines Tribunals unter Umgehung des UN-Sicherheitsrates einzig dazu geeignet, diejenigen für schuldig zu erklären, die Washington als verantwortlich betrachte. Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa wies zudem darauf hin, dass die Ermittler nicht alle an der Absturzstelle vorhandenen Wrackteile abtransportiert und die niederländischen Leiter der Untersuchung sich geweigert hätten, das von den russischen Kollegen zur Katastrophe gesammelte Material überhaupt zu prüfen. Beispiel 2: Im Rahmen einer Reportage zum Absturz von MH17 führte die britische Nachrichtenagentur Reuters ein Interview mit dem 58-jährigen Piotr Fedotov durch. Dieser soll laut Reuters vor laufender Kamera gesagt haben, dass das Geschoss aus dem Gebiet der ukrainischen Armee abgefeuert worden sei. Später, hinter der Kamera habe er aber eingeräumt, dass die Rakete aus einem nahe gelegenen Gebiet prorussischer Kämpfer gestartet worden sei. Auf die Frage, warum er ursprünglich das Gegenteil behauptet hatte, habe er gesagt, dass er Angst vor den „Rebellen“ gehabt habe, so Reuters. Was sagt denn Fedotov selbst dazu? Gegenüber dem Fernsehsender Russia Today erklärte er unmissverständlich: „Als ich vor der Kamera über die Boeing sprach, erklärte ich alles so wie es war. Die Dinge, die ich angeblich sagte als die Kamera aus war, hatten sich die (Reuters-) Journalisten ausgedacht. Das sind alles Lügen. Ohne Kamera haben wir nie über die Boeing diskutiert. Bevor sie ihn veröffentlichten, hätten mir die Journalisten den Artikel zeigen sollen, sie taten dies aber ohne meine Zustimmung. Ich habe nicht einmal einen Entwurf gesehen.“ Beispiel 3: Die „Basler Zeitung“ berichtet am 18. Juli 2017, dass ein veröffentlichter Bericht des britischen Recherchenetzwerks „Bellingcat“ nur einen Schluss zulasse: Russland sei für den Abschuss von MH17 verantwortlich. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies hingegen darauf hin, dass der jüngste Bellingcat-Bericht die Frage gänzlich offen lasse, auf welche konkreten Dokumente und Zeugenaussagen sich diese Gruppe gestützt habe, und dass es außerdem viele Ungereimtheiten in diesem Bericht gebe. Ein investigativer (=genauestens recherchierender) Journalist, der keinen Zweifel darüber offen lässt, woher seine Rechercheergebnisse stammen, ist der deutsche Journalist Billy Six. Er recherchierte zirka ein Jahr lang selbst vor Ort in der Ukraine und befragte hierzu über 120 Augenzeugen und Militärangehörige. Auslöser seiner Untersuchung war eine Webreportage des deutschen Recherchenetzwerks „correct!v“, das behauptete, mit Augenzeugen vor Ort gesprochen zu haben und das dann zu dem Schluss kam, dass eine BUK-Rakete, abgefeuert vom russischen Militär, die Boeing vom Himmel geholt habe. Billy Six sprach daraufhin selber mit eben diesen Quellen aus der Webreportage von „correct!v“ und stellte fest, dass viele Aussagen zurechtgebogen, sinnentstellt und sogar ins Gegenteil verkehrt worden waren. Aber auch der forensische (=gerichtliche) Abschlussbericht des „Dutch Safety Bord“ – den Billy Six bis ins letzte Detail studierte – stelle keine ergebnisoffene Untersuchung dar und sei voll von Ungereimtheiten. Sehen Sie nun im Anschluss die komplette von NuoViso produzierte Reportage „MH17 - Die Billy Six Story“.

von dd.


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