Samstag 23. September 2017

Demo in Berlin: Impfen muss freiwillig bleiben! (Interview mit Hans Tolzin) (1 von 1)

Allgemeine Impfpflicht bald auch in Deutschland? Seit Juli 2017 dürfen Bußgelder für fehlende Impfberatungen erhoben werden. In Berlin startete am 16. September eine Großdemonstration unter dem Motto "Impfen muss freiwillig bleiben". Die Initiatoren fordern u.a. seriöse Zulassungsstudien sowie Transparenz über den Nutzen von Impfstoffen Sehen Sie ein aktuelles Interview mit dem Medizinjournalisten und Impfaufklärer Hans Tolzin.

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Demo in Berlin: Impfen muss freiwillig bleiben! (Interview mit Hans Tolzin) 23.09.2017

Nach Frankreich wurde in diesem Jahr auch in Italien eine Impfpflicht für Kinder im Schulalter gesetzlich beschlossen. Nun gibt es mehrere politischen Initiativen, die auch in Deutschland eine allgemeine Impfpflicht fordern. So wurde zum Beispiel im Juli 2017 von der Bundesregierung folgendes Gesetz beschlossen: Kindertagesstätten sind künftig verpflichtet, Eltern beim Gesundheitsamt zu melden, die keine Impfberatung nachweisen können. Wer sich dieser Impfberatung verweigert, dem kann das Gesundheitsamt bereits heute ein Bußgeld von 2500 Euro auferlegen. Viele Menschen in Deutschland befürchten auf Grund dieser Entwicklung eine kommende Impfpflicht auch in Deutschland. Deswegen hat eine Berliner Mutter von ungeimpften Kindern für Samstag, den 16.September 2017 eine Gross-Demo für Impffreiheit angemeldet. Diesem Aufruf haben sich deutschlandweit verschiedene Impfaufklärungs-Bewegungen angeschlossen. Die Initiatoren der Demo für Impffreiheit schreiben: „Erheben wir gemeinsam unsere Stimme für die Zukunft unserer Kinder! Es ist an der Zeit, dass WIR ALLE für das Recht auf die Straße gehen, auch in Zukunft selbst bestimmen zu können, wie wir leben wollen und wie unsere Kinder aufwachsen dürfen! Impfen muss freiwillig bleiben!“ In seinem Berliner Impfmanifest, einer öffentlichen Erklärung von Zielen und Absichten, schreibt das Organisationskomitee unter anderem, dass Standards, die bei pharmazeutischen Produkten angewendet werden, bei der Zulassung von Impfstoffen nicht eingehalten werden. Da von offizieller Seite her den Menschen und besonders Kindern immer mehr Impfungen empfohlen werden, fordern sie im Rahmen der Demo folgendes: 1. Unabhängigkeit (von der Pharmaindustrie und Politik) 2. Transparenz (über den Nutzen von Impfstoffen) 3. Seriöse Zulassungsstudien 4. Strenge Kontrollen, da Impfungen ein vorsorglicher Eingriff bei Gesunden sind 5. Durchführung einer Studie zur Kindergesundheit 6. Einhaltung der Menschenrechte Sehen Sie nun im Anschluss zunächst ein Interview mit dem Medizinjournalisten und Impfaufklärer Herrn Hans Tolzin, das Klagemauer TV im Vorfeld der Demo mit ihm führen konnte. Herr Tolzin ist seit Jahren in der Aufklärung über Impfungen tätig und gibt mehrmals im Jahr die Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung, den Impf-Report, heraus. Interview: Interviewer: Aufgrund von wiederholten Erkrankungen von Kindern mit Masern gibt es jetzt immer mehr Stimmen, die eine Impfpflicht bei Masern fordern. Kann man Masern mit einer Impfpflicht ausrotten? Tolzin: Kann man Masern mit einer Impfpflicht ausrotten? Also, man könnte es selbst dann nicht, wenn die Masernimpfung tatsächlich diesen Wirkungsgrad hätte wie behauptet und wenn es so etwas wie Herdenschutz gäbe, ging es trotzdem nicht, weil nämlich laut einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts ein gewisser Prozentsatz der Geimpften einfach keinen Antikörpertiter entwickelt. Das heißt, selbst wenn ich 100 Prozent der Bevölkerung durchimpfen würde, würde ich unter 95 Prozent Geschützter liegen, also immuner liegen. Das heißt, die Voraussetzung 95 Prozent müssen geimpft, das heißt eigentlich geschützt sein, -wobei das ständig verwechselt wird, - ist gar nicht erfüllbar. Und das ist einer der Punkte der ist so, das ist einfach unglaublich, dass trotzdem, - und obwohl man weiß, dass zum Beispiel das Fieber senken die Komplikationsrate enorm erhöht , - trotzdem wird das propagiert: Impfen, Impfen, Impfen gegen Masern und gegen andere Krankheiten natürlich. Aber es macht gar keinen Sinn. Es macht keinen Sinn. Ja, also Masern wenn man nicht das Fieber senkt und wenn man naturheilkundlich begleitet, verlaufen in der Regel problemlos und gehen oft einher mit einem Entwicklungsschub. Das heißt irgendetwas Sinnvolles haben diese Infektionskrankheiten. Aber man weigert sich das zu erforschen und das geht eigentlich gar nicht, zumindest aus meiner Sicht. Da müssen die Prioritäten anders gesetzt werden. Interviewer: Nun werden die Impfungen in Deutschland von der ständigen Impfkommission der STIKO empfohlen. Hat die Pharmaindustrie irgendeinen Einfluss auf diese Empfehlungen oder ist die STIKO komplett unabhängig in ihren Empfehlungen? Tolzin: Ja gut, das wäre jetzt eine Frage, die in Richtung Verschwörungstheorie (geht). Und Verschwörungstheorien sind ja automatisch unwahr. Aber wenn man davon mal absieht, haben in der Regel von 16, 17 STIKO-Mitgliedern die meisten bis auf etwa eine handvoll nachweisbare Interessenkonflikte. Und die Behauptung, dass das nicht beeinflusst, wenn ich Aufträge von der Industrie kriege und wenn ich Drittmittel kriege an der Universität, wenn ich Vortrags- und Beratungshonorare kriege und die Möglichkeit zu publizieren durch die Connections, die man dann hat, wer das behauptet ist einfach unehrlich und eigentlich gar nicht qualifiziert als Wissenschaftler zu arbeiten. Weil Wissenschaft kann ich nur dann betreiben wenn ich auch selbstkritisch bin. Und das fehlt den meisten STIKO-Mitgliedern total. Interviewer: Jetzt noch eine andere Facette von diesem ganzen Thema. Normalerweise ist es so wenn die Pharmaindustrie ein neues Medikament auf den Markt bringt, zum Beispiel gegen Bluthochdruck, dann müssen ja sehr viele Studien laufen um die Wirksamkeit zu beweisen. Jetzt wissen wir seit einiger Zeit, dass die Impfstoffe den Medikamenten gleichgesetzt werden. Gelten dieselben strengen Richtlinien bei diesen Studien auch für Impfstoffe? Tolzin: Nein eigentlich ganz im Gegenteil. Wobei ich es nicht weiß, wie es bei den normalen Medikamenten tatsächlich aussieht, weil das habe ich noch nicht recherchiert. Aber wenn man jetzt das Paul-Ehrlich-Institut als Zulassungsbehörde konkret fragt: Was sind denn die konkreten Zulassungsbedingungen? Dann heißt es: Das steht im europäischen Arzneibuch. Und wenn man da jetzt bei Masern reinguckt, da steht da fast, - da steht ja gar nichts. Es sollten möglichst viele eine angemessene Immunität entwickeln, aber das war es dann schon. Und es sollte auch sicher sein, aber es ist auch gar nicht definiert was mit Sicherheit gemeint ist. Wenn man dann bei den europäischen Leitlinien nachguckt, dann steht da: Die Studien sollten so groß sein, dass man wenigstens schwere Nebenwirkung, die einmal oder häufiger unter tausend Geimpften auftreten, die sollte man erfassen können. Sollte, aber wenn nicht was dann? Also, es gibt keine wirklich verbindlichen Anforderungen, weder für die Wirksamkeit noch für die Sicherheit von Impfstoffen. Und wie das dann tatsächlich ausgekugelt wird, das wissen wir gar nicht. Interviewer: Eine Frage hätte ich noch. Was sagen Sie zur KIGGS-Studie? Tolzin: Also die KIGGS-Studie ist die größte bisher in Deutschland durchgeführte Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Da wurden 18 000 Kinder und Jugendliche erfasst vom Robert-Koch-Institut, also der deutschen Seuchenbehörde, mit über 1500 Daten je einzelner Person. Und wir waren dann gleich dahinter her: Werdet ihr Geimpfte und Ungeimpfte vergleichen? Und da hieß es: Ja, ja, ja. Aber der Mitarbeiter, der das damals beantwortet hat, den gibt es heute nicht mehr. Und sie haben es nicht gemacht. Und eine Kollegin von mir, die Angelika Müller, früher Kögel-Schauz aus Augsburg, die hat die Daten nachdem es die als anonymisierten Datensatz zu kaufen gab, hat sie sich besorgt und hat selber einen Vergleich zwischen Geimpften und Ungeimpften aus diesen Daten heraus vorgenommen. Und das Ergebnis ist eindeutig, das Ergebnis ist eindeutig, dass die Geimpften wesentlich, - oder wissenschaftlich gesagt, signifikant häufiger neurologische Erkrankungen haben, Allergien oder auch manche Infektionen da häufiger vorkommen. Es ist also nicht nur so, dass wir nicht wissen, ja ob Geimpfte tatsächlich gesünder sind, sondern die Daten die wir haben belegen, dass Ungeimpfte tatsächlich gesünder sind. Und das Robert-Koch-Institut hat dann gesagt: Oh ne, das habt ihr ja alles falsch gerechnet. Und dann hat sie monatelang nach gefasst, bis sie dann raus gefunden hat oder erfahren hat, wie denn das RKI jetzt genau gerechnet hat, damit sie vergleichen konnte. Wo hat sie denn ihren Fehler gemacht. Und da stellte sich heraus, dass diese Auswertung manipuliert wurde. Das heißt, es ist also nicht nur so, dass die Studie als klares Ergebnis gebracht hat, das Ungeimpfte gesünder sind sondern die zuständige deutsche Gesundheitsbehörde belügt die Bevölkerung. Ja, und das ist auch einer der Gründe, warum ich mich jetzt politisch betätige, weil das kann so nicht weitergehen. Und Aufklärung allein reicht nicht mehr. – Hab ich für mich festgestellt. Wir müssen jetzt als Bürger, als Patienten, als Krankenversicherte aufstehen und sagen: Leute so geht das nicht, so könnt ihr nicht weiter mit uns umgehen. Interviewer: Gut. Vielen Dank. Impfungen werden ja verabreicht um die Gesundheit zu fördern. Gibt es jetzt Studien, die beweisen das geimpfte Kinder gesünder sind als nicht geimpfte Kinder? Tolzin: Ja also diese Frage ist ja schon unethisch. Ja also wenn man das die Behörden fragt, dann heißt es: Ja solche Studien dürfen nicht gemacht werden, das wäre unethisch im Rahmen einer vergleichenden Studie einer Gruppe von Testpersonen den Wirkstoff bewusst vorzuenthalten, - es wäre unethisch, darum macht man solche Studien nicht. Und das ist ein Zirkelschluss. Das ist wie Münchhausen, Münchhausen-Lügengeschichten. Ja, da gibt es eine, wo er sich aus dem eigenen Haarschopf aus dem Sumpf zieht. Ja, das funktioniert nicht. Ich kann doch nicht, wenn ich jetzt wissen will oder wenn ich eine Zulassungsstudie mache, dann mache ich die doch um die Wirksamkeit festzustellen, da kann ich doch nicht von der Wirksamkeit ausgehen. So das ist also völlig lächerlich. Und nur wenn man sich wirklich, - wenn man dem eigenen Menschenverstand vertrauen kann, - weil es einfach vertraut. Und genügend lange nachhakt, kriegt man das aber raus. Normalerweise ist es ja so wenn irgendjemand was sagt, was ich nicht verstehe und es ist eine Autorität, - wir reagieren ja in der Regel: Okay. Ja .. okay, ich bin zu doof. Aber es gibt noch eine zweite Möglichkeit, - es gibt noch die Möglichkeit, dass das was da propagiert wird, dass das Unsinn ist. Ja, dann kann ich es gar nicht verstehen. Und solche Zirkelschlüsse machen keinen Sinn. Also es gibt keine vergleichenden Studien, die beweisen, dass Geimpfte gesünder sind als Ungeimpfte. Und das wäre ja , was wir Eltern eigentlich erwarten. Wenn ich jetzt mein Kind 20 mal impfe oder tausend Kinder gegen 20 Infektionskrankheiten impfe und vergleiche mit Kindern, die gar nicht geimpft sind, dann sollten die im Laufe der nächsten fünf bis zehn Jahre doch tatsächlich seltener beim Arzt auftauchen, weniger Fehltage im Kindergarten haben, in der Schule haben oder später am Arbeitsplatz. Aber solche Studien werden gar nicht gemacht, wir wissen es nicht. Stattdessen misst man den Antikörpertiter, das ist ein reiner Laborwert und dann habe ich nachgefragt. Habt ihr wenigstens Nachweise, dass Menschen mit hohem Antikörpertitern gesünder sind oder seltener zum Arzt müssen als Menschen ohne nachweisbarem Antikörpertiter? Und die Antwort war letzten Endes: Ja das ist so, es ist wahr, weil es in den Lehrbüchern steht. Ja, auch wieder Zirkelschluss. – Ist völlig gaga. Entschuldigung, was da läuft. Und wir alle, die gesamte Bevölkerung, niemand traut sich, bis auf ein paar die da, - ich trage bewusst eine Krawatte mit lauter weißen und einem schwarzen Schaf. Ein schwarzes Schaf traut sich mal nachzufragen. Und ich wöllte gerne, dass es noch viel mehr Eltern gibt, die da kritisch nachhaken, um das für sich auch zu klären: Was spricht für eine Impfung wirklich und was spricht vielleicht dagegen. Interviewer: Da kommen wir auch schon zur Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind ja gesundheitspolitischer Sprecher in der Partei von Christoph Hörstel, der Deutschen Mitte. Welche Ziele hoffen Sie dadurch zu erreichen? Tolzin: Therapiefreiheit. Freie Wahl der Therapeuten. Auch die Therapeuten sollten das, was sie ihren Patienten anbieten, die Therapien frei wählen dürfen. Diese Leitliniendiktatur die muss abgeschafft werden. Die Diktatur des gemeinsamen Bundesausschusses muss abgeschafft werden. Der schreibt nämlich den gesetzlichen Krankenversicherungen vor was sie erstatten dürfen und was nicht. Wir wählen zwar bei den Sozialwahlen in Deutschland alle sechs Jahre die Verwaltungsräte und die hätten eigentlich das Sagen, aber haben eigentlich nichts zu entscheiden, weil das der gemeinsame Bundesausschuss macht. Das heißt diese Überregulierung im Gesundheitswesen wollen wir runterfahren, so dass derjenige der zahlt auch wieder ansagt. Wer zahlt sagt an, sagt das Sprichwort. Und das ist der Krankenversicherte. Das bin ich, wenn ich bei der AOK oder bei der DRK bin. Ja und dann wähle ich jemanden über diese Listen, die da vorgeschlagen werden in den Verwaltungsrat, und der entscheidet dann in meinem Sinne, ja auch Heilpraktikerleistungen z. B. zu erstatten oder Naturheilkunde zu erstatten. Ja und diese Dynamik wollen wir freisetzen, dass es dann einen echten Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenversicherungen gibt und der Patient wieder eine wirkliche Wahl hat. Und auch das Abrechnungssystem für die Ärzte muss geändert werden. Das kann so nicht bleiben. Das zwingt die Ärzte dazu alle drei bis fünf Minuten einen Patienten durchzuschleusen, - diese Pauschalen, die sie pro Patient im Quartal bekommen. Und das muss umgestellt werden, - also mein Vorschlag wäre primär auf Zeiteinsatz, wenn er zwei Stunden sich Zeit nimmt für einen Patienten, soll er die zwei Stunden auch angemessen abrechnen können. In den Kliniken diese Abrechnung, Fallpauschalen, die da der Zeit laufen oder gelten, dass muss auch geändert werden, weil das führt dazu, dass die kaufmännischen Direktoren der Kliniken, - vor allem wenn sie auch privat geführt sind, durch eine AG geführt sind, dass die den Ärzten sagen: Stell die Diagnosen so, dass wir am meisten Umsatz machen als Klinik. Und die Auswirkungen sind katastrophal. Ja, also was ich täglich eigentlich zu hören kriege von Ärzten, von Patienten, vom Pflegepersonal, von Krankenschwestern und Pflegern. Also man möchte da wirklich nicht mehr in so ein Krankenhaus. Also das ist ein Risiko. Ja, also ist die Frage ob es ein größeres Risiko ist als sich nicht behandeln zu lassen. Interviewer: Vielen Dank für diese vielen aufschlussreichen Antworten. Viel Erfolg auch weiterhin in dem, was Sie sich vorgenommen haben.

von ch.


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