Samstag 25. November 2017

„Journey to Peace“ – Weg zum Frieden 2017 (1 von 1)

Vom 24.9. bis zum 10.10.2017 fand in Israel der Friedensmarsch “Journey to Peace 2017” statt – angeführt von der Sängerin Yael Deckelbaum aus Israel und Miriam Toukan aus Palästina. Tausende von Menschen aus Israel und Palästina, aber auch aus der ganzen Welt, beteiligten sich daran, um der Welt zu demonstrieren, dass Frieden zwischen den beiden Ländern sehr wohl möglich ist. Israelis und Palästinenser versprachen: „Wir werden nicht nachgeben und solange kämpfen, bis der Konflikt ein für alle Mal beendet ist“. Kla.TV war live dabei…

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"„Journey to Peace“ – Weg zum Frieden 2017"
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„Journey to Peace“ – Weg zum Frieden 2017 25.11.2017

Am 11.6. 2017 berichtete Kla.Tv vom Tag der Internationalen Freundschaft in der Schweiz. Es trafen sich Menschen unterschiedlichster Nationalität, Kultur, Weltanschauung usw., um sich ihren gegenseitigen Respekt und ihre Liebe zu bezeugen. Unter den über 3000 geladenen Gästen befanden sich auch Yael Deckelbaum aus Israel und Miriam Toukan aus Palästina. Sie haben 2016 ihren ersten Friedensmarsch „Women Wage Peace“ organisiert, um zu zeigen, dass die Völker keine Spaltung und keinen Krieg wollen. Das Lied „Prayer of the Mothers“ (Gebet der Mütter), das Yael Deckelbaum 2016 kreierte und welches die beiden Frauen am Tag der internationalen Freundschaft gesungen haben, begeisterte und berührte auch die Herzen der Besucher in der Schweiz. Dort kündigten Yael und Miriam auch ihren zweiten Friedensmarsch für 2017 in Israel an. „Journey to Peace“ (zu Deutsch: Weg zum Frieden) fand vom 24.9. bis zum 10.10.2017 statt. Sie führte vom Treffpunkt in Sderot weiter ans Tote Meer, wo am Abend des 29.9., des Yom Kippur, (zu Deutsch Versöhnungstag, der höchste israelische Feiertag,) das große Versöhnungsfest gefeiert wurde. Geschätzte 13.000 Menschen aus Israel und Palästina, aber auch aus der ganzen Welt, beteiligten sich daran, um der Welt zu demonstrieren, dass Frieden zwischen den beiden Ländern sehr wohl möglich ist. Israelis und Palästinenser versprachen: „Wir werden nicht nachgeben und solange kämpfen, bis der Konflikt ein für alle Mal beendet ist“. Vom Toten Meer aus bewegte sich der Menschenzug weiter in Richtung Jaffa, wo er am 6.10. eintraf und der erste Teil der Reise endete. Der zweite führte nach Jerusalem. Dort sammelten sich am 8.10. sogar zirka 30.000 Menschen. Dieses gewaltige Ereignis endete am 10.10.2017 im Unabhängigkeitspark in Jerusalem spät am Abend. Dort vereinigten sich die Menschen der beiden Völker Israel und Palästina wiederum durch Worte, Gesten und Lieder in einem liebe- und achtungsvollen Miteinander. So wie im Vorjahr der Friedenszug „Women Wage Peace“ (zu Deutsch: „Frauen fordern Frieden“) den Medien, sowohl in Europa als auch im Nahen Osten, so gut wie keine Beachtung zuteil wurde, war auch die “Journey to Peace“ 2017, trotz enormer Beteiligung, der Presse kaum eine Zeile wert. Kla.Tv. aber war der Einladung gefolgt und von Jaffa bis Jerusalem live mit dabei, um auch Sie, verehrte Zuschauer, an diesem bemerkenswerten Ereignis teilhaben zu lassen. Wir haben vor Ort tiefgehende Interviews mit Teilnehmern des Friedensmarsches geführt. Lassen auch Sie sich berühren von Live-Bildern aus Israel und den die Herzen verbindenden Botschaften der angeblich verfeindeten Nationen. Seit dem 24.9. haben sich Frauen und Männer aus dem ganzen Land aufgemacht, um gemeinsam für Frieden zu demonstrieren, mit Märschen in und Sderot, Nazareth, Jerocham, Be`er Scheva und viele Orte mehr. Hier wird auch die israelische Liedermacherin Yael Deckelbaum später wieder auftreten, die mit ihrem Lied „Prayer of the Mothers“ bereits unzählige Herzen berührt und ermutigt hat, den Glauben an Frieden nicht aufzugeben. Wir von Klagemauer haben es uns zur Aufgabe gemacht, immer wieder vom Volk fürs Volk zu berichten. Fragen wir deshalb jetzt die Teilnehmer des Friedensmarsches persönlich, was ihnen auf dem Herzen liegt und was sie uns zu sagen haben. Eindrücke und Interviews mit Teilnehmern des Friedensmarsches in Tel-Aviv Yafo am 06.10.2017 Hier marschieren Israelis und Palästinener einträchtig miteinander für den Frieden, während in der Welt das Bild vermittelt wird, beide Völker seien tief verfeindet. Wie passt das zusammen? Es sind viele Organisationen hier, die sich für den Frieden engagieren. Es gibt bedauernswerterweise kein Wort in den Medien darüber, aber es gibt sie doch. Ich hörte, es sind mehr als Hundert, hier in Israel und im Palästinensergebiet. Die Medien berichten hauptsächlich über die Verbrechen, Terror usw. Sie werden hier in Israel und Palästina viele Gruppen, Organisationen, NGOs finden, die miteinander arbeiten. Menschen arbeiten zusammen, Hunderte, Dutzende von Menschen unternehmen Dinge zusammen. Ob es Kunst ist, Politik oder egal was. Sie arbeiten zusammen und wollen in Frieden leben. Sie leben schon in Frieden. Es ist nicht Wunschdenken – nach dem Motto: Ja, es kommt in zwanzig Jahren, in der Zukunft. Es ist schon Frieden, es geschieht jetzt. Diese Organisation hier, diese Versammlung ist Frieden. So sieht der Frieden aus. Und wenn Sie sich umschauen, überall in Israel werden Sie solche Dinge finden. Dieser so genannte „Hass“ ist etwas, was uns eingeredet wird. Wir sehen hier, es geht auch anders. Vielleicht mit der Zeit, vielleicht nicht gleich nächstes Jahr, aber die Menschen werden merken: Wir können es anders. Nicht nur mit Krieg und Gewalt. Ich glaube nicht, dass Menschen sich töten wollen. Ich glaube nicht, dass die Menschen Krieg mögen. Frauen auf der ganzen Welt, vereinigt euch! Wenn hier ein Zeichen gesetzt wird, das die Völker die Spaltung überwinden können, sollte dann nicht Frieden überall möglich sein? Natürlich! Wir glauben, Frieden ist überall möglich. Es fängt innen an, glauben, fühlen. Es ist möglich und dann erkennen: Das andere ist nicht getrennt von dir, sondern ein Teil von dir. Es ist ein Teil von dir und wenn du diese Grenzen schmelzen lässt oder die Mauern, dann wirst du es sehr einfach empfinden zusammen zu kommen, sich zu ergänzen, zu kooperieren. Es ist nicht etwas was weit weg ist, es ist in dir drin und du schaffst das. Ganz gewiss! Ich glaube. der Grund weshalb die Menschen hierher gekommen sind, ist, dass in anderen Teilen der Welt ähnliche Bewegungen auch so angefangen haben; in Afrika oder sonst wo auf der Welt. So denken wir, wenn es dort möglich war, vielleicht ist es auch hier möglich. Es scheint so, ja viele Leute sagen: „Nein, es gibt keine Chance. Es gibt zu viel Hass“ usw. Aber an anderen Stellen der Welt haben es die Menschen geschafft. Also, warum nicht auch hier? Rechts, Mitte und Links fordern politische Einigung! Was können auch die Menschen, die zu Hause zuschauen, dazu beitragen, dass es weltweit Frieden gibt? Du solltest dich nicht auf die Konflikte fokussieren, sondern auf die andere Seite. Auf die Möglichkeiten, die Gelegenheiten, die es gibt, um zu kooperieren, miteinander zu reden, zusammen zu sein. Stark sein, mutig sein und uns nicht von Angst kontrollieren lassen! Zuallererst glaube ich, dass es wichtig ist, darüber zu reden. Wenn jemand davon hört, dann kann ich als Zeugin sagen: Ich habe selber erlebt, wie Juden, Israelis und Palästinenser zusammen gekommen sind und sie haben miteinander geredet über den Frieden, über das Leben miteinander. Alles was wir sagen, ist: Gebt Frieden eine Chance! Eindrücke und Interviews mit Teilnehmern des Friedensmarsches in Jerusalem vom 08.-10.10.2017 Es ist wirklich ein Ereignis, das man erleben muss. Wir sind hier live in Jerusalem, wo der zweite historische Friedensmarsch „Woman Wage Peace“ nach etwa 2 Wochen mit einer letzten großen Kundgebung seinen Höhepunkt findet. Hinter mir haben sich viele Menschen versammelt und jeder von ihnen kam, um ein Zeichen zu setzen. Um Zeuge zu sein, dass sich die Bevölkerung in diesem Land nach Frieden sehnt und bereit sind, aufeinander zuzugehen. Palästinenser und Israelis reichen sich die Hände und hoffen auf eine bessere Zukunft. Sie wollen die Spaltung überwinden, die ihnen von der Politik aufgezwungen und von den Medien eingehämmert wurde. Der Friedensmarsch im vergangenen Jahr fand in unseren westlichen Medien keine Beachtung. Selbst hier in Israel haben sich die Medien größtenteils dazu ausgeschwiegen, so dass viele Menschen nach wie vor nichts von dieser Aufbruchsstimmung bemerkt haben. Frauen wagen Frieden – wir hören nicht auf, bis es eine Einigung gibt! Hier marschieren Israelis und Palästinenser einträchtig miteinander für den Frieden, während in der Welt das Bild vermittelt wird, beide Völker seien tief verfeindet. Wie passt das zusammen? Interview mit Chamutal & Marina Ich bin halb in Israel und halb in den USA aufgewachsen. Und in den USA kann man eine sehr starke Spaltung sehen zwischen Juden und Moslems, zwischen Israelis und Palästinensern. Das ist sehr, sehr üblich. Politisch, religiös, in jeder Hinsicht. Also ist das hier total anders. Die Botschaft ist nicht sehr extrem und dadurch vereinigt sie viele unterschiedliche Menschen. Die Energie und die Schwingung und Kraft der Frauen, die hier ist, ist unbeschreiblich und inspirierend. Und sie gibt den Leuten die Kraft und Energie, diese Art von Arbeit fortzusetzen. Das Problem ist, dass es viele gibt, die nicht so sehr für den Frieden und das Zusammenleben sind. Interview mit Dov Mit Märschen wie diesen versuchen wir mehr Menschen in die Friedensbewegung zu sammeln. Interview mit Michal Wenn du zur Person, zum Menschen selbst kommst, will jeder Frieden. Der Punkt ist, die einzelnen Menschen zu treffen, die Person selber zu treffen und miteinander klar zu kommen. Es ist Herz zu Herz; da gibt es keine Politik, keine Beurteilung, es geht nur von Herz zu Herz. Und das ist, was wir tun müssen. Ich denke, jeder möchte Frieden. Tief innen sind wir alle gleich. Außen müssen wir uns an Dinge anpassen, die wir meinen, sie zu müssen. Von Herz zu Herz ist es einfach. Wir wählen politische Einigung! Interview mit Noa Viele Leute wollen uns davon überzeugen, dass es keine Israelis und Palästinenser gibt, die Frieden wollen, aber es liegt eher daran, dass man sich nicht kennt und Angst vor einander hat. Es gibt mehr Menschen die Frieden wollen, als die, die keinen Frieden wollen. Was "Woman Wage Peace" tut, ist zu versuchen eine größere Menge Menschen zusammen zu bringen, die sagen: Wir hören nicht auf, bis ihr einen Friedensvertrag abschließt. Interview mit Noam Man kann uns nicht von einander trennen. Interview mit Qefaya Wir leben neben einander und sind den gleichen schwierigen Bedingungen ausgesetzt. Es stehen dringende Veränderungen an. z.B. ein Regierungswechsel. Tatsächlich werden uns Informationen vorenthalten, man berichtet uns nur die halbe Wahrheit. Das muss sich unbedingt ändern. Im Unterschied zu dem, was sich die Menschen hier erhoffen, leben wir, die israelischen und palästinensischen Frauen bereits in Frieden miteinander und so beginnt die Veränderung durch uns. Wenn hier ein Zeichen gesetzt wird, dass die Völker die Spaltung überwinden können, sollte da nicht überall Frieden möglich sein? Das ist das, was wir mit dieser Arbeit erreichen wollen. Wenn es echte Versöhnung gibt zwischen beiden Gruppen und sie einander anerkennen, die Bedürfnisse der anderen gegenseitig wahrnehmen, dann glaube ich, kann es Frieden geben. Aber es ist kein leichter Prozess. Es ist viel Arbeit. Es muss ein ehrliches Gespräch sein. Wir brauchen immer mehr Menschen. Wir brauchen Wachstum. Wenn wir nicht wachsen, dann wird es nicht funktionieren. Denn wenn die Regierungen sehen werden, dass riesige Mengen für Frieden marschieren, dann werden sie sich ändern. Es gibt die Option nicht, keine Lösung zu finden. In den meisten Fällen sind es die Regierungen und die Hochgestellten, die denken, sie würden im Namen des Volkes sprechen. Doch an den meisten Orten wollen die Menschen nur Frieden. Was ist mit den Menschen, die zuhause zuschauen und es mittragen, dass es weltweit Frieden gibt? Es braucht eine erweiterte Sensibilisierung und Bewußtseinsbildung die verschiedenen Aspekte kennenzulernen, egal ob sich jemand für diesen oder einen anderen Konflikt interessiert. Es ist nötig, dass man mit den Menschen redet und die dazugehörigen Themen erkennt. Ich habe selber gemerkt, als Israeli im Ausland lebend, wie viele Dinge ich nicht mitbekommen habe, die geschehen sind. Und mit den Menschen zu reden, war die beste Möglichkeit, als ich hierher gezogen bin, um über die Themen zu lernen. So denke ich, sich zu sensibilisieren führt dazu, dass die Menschen anfangen aktiver zu werden und erkennen was sie tun können. Schließe Dich irgendeiner Friedensbewegung an, die sich mit irgendeinem Konflikt auseinandersetzt! Geh raus auf die Straße! Es reicht nicht, nur auf Facebook zu sein. Wir müssen unsere tiefere Natur berühren und diese Natur, ist eine Friedensnatur, die ist nicht für Krieg. Höre auf das Herz! Geh raus! Treffe dich mit der Person, vor der Du wirklich Angst hast oder von der Du meinst, dass du sie nicht magst. Geh, treffe dich mit denen! Versuche zu reden und rauszufinden, was ihr gemeinsam habt und dann erkenne, woher die Unterschiede zwischen euch herkommen, falls es überhaupt welche gibt. Und was man tun kann, um miteinander friedlich zusammen zu leben. Wir müssen mit Frieden anfangen von unten, an den Fundamenten. Wissen Sie, bevor man mit großen Dingen startet, sollen wir, wenn wir jemanden treffen, mit denen dort Frieden ausleben. Wir beginnen zu Hause und fangen dort an in Frieden und Liebe zusammenzuleben. Wenn jeder beginnt, den anderen zu lieben, vollbringen wir zusammen einen Wandel. Die wirkliche wahre Veränderung. Eindrücke aus dem Unabhängigkeitspark in Jerusalem am 10.10.2017 Auch hier, im Unabhängigkeitspark haben sich wieder hunderte Menschen zusammengetroffen. Die Stimmung ist geladen mit Entschlossenheit und Freude. Von Spaltung, Missgunst oder Krieg ist nichts zu spüren. Hier sprechen die Menschen die Sprache des Herzens, weit über die persönlichen, sprachlichen, religiösen oder politischen Grenzen hinweg. Wir von Klagemauer.tv freuen uns, dass wir diesen historischen Marsch unzensiert und live an Sie weitergeben können, sodass Sie selbst Zeuge werden der Sehnsucht der Völker nach Frieden. Der heutige Tag hat einmal mehr bewiesen, dass diese Länder nicht zur ewigen Spaltung verdammt sein müssen, denn ein großer Teil des Volkes möchte keinen Anteil an der Kriegspropaganda haben, die in den Massenmedien über den Nahen Osten permanent geschürt werden.

von avr.


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