Mittwoch 28. März 2018

Medienkommentar Politik

Neuer Bundesaußenminister auf Konfrontationskurs mit Russland (1 von 2)

Neuer Bundesaußenminister auf Konfrontationskurs mit Russland Mittwoch, 28.03.2018 (1 von 2)
13:08
Stratfor-Rede: „100 Jahre US-Angriff auf deutsch-russische Freundschaft" Samstag, 21.03.2015 (2 von 2)

Üblicherweise erhält der Wahlsieger eines bedeutenden anderen Landes ein Glückwunschschreiben vom deutschen Außenminister. Dies gehört zum guten diplomatischen Ton als Zeichen des gegenseitigen Respekts und der Pflege internationaler Beziehungen. Doch anstatt ein Zeichen der Entspannung zu setzen, geht der neue deutsche Außenminister Heiko Maas von Anfang an auf Konfrontationskurs mit Russland. In welchem Interesse liegt wohl eine Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen? Klagemauer-TV beleuchtet die Hintergründe.

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Neuer Bundesaußenminister auf Konfrontationskurs mit Russland 28.03.2018

Von Deutschlands neuem Außenminister Heiko Maas (SPD) gab es nach dem mehr als deutlichen Wahlsieg Wladimir Putins nur Schelte statt Glückwünsche. Der frischgebackene „Chef-Diplomat“ im Merkel-Kabinett kritisierte, dass die Präsidentschaftswahlen in Russland nicht europäischen Standards entsprächen. Maas betonte zudem, dass die Tatsache, dass die Wahl auch auf dem „völkerrechtswidrig annektierten Gebiet“ der Krim stattgefunden habe, „inakzeptabel“ sei und bezeichnete Russland als einen schwierigen Partner. Bemerkenswerterweise wählte der französische Präsident Macron, mit dem sich Maas unmittelbar vor der russischen Präsidentenwahl getroffen hatte, fast genau den gleichen Wortlaut wie Maas – nur eben auf Französisch. Heiko Maas hätte mit einem unter Diplomaten eigentlich obligatorischen Glückwunschschreiben an den russischen Präsidenten ein schlichtes Zeichen der Entspannung setzen können. Doch anstatt diese Gelegenheit und den weit verbreiteten Wunsch der Deutschen nach politischer Entspannung zu nutzen, geht der neue Außenminister mit dieser verschärften Tonart von Anfang an auf Konfrontationskurs mit Russland. Maas´ Vorgänger Sigmar Gabriel (ebenfalls SPD) hatte kurz vor seiner Entlassung noch einen schrittweisen Abbau der Russland-Sanktionen im Visier. Eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Berlin und Moskau kann jedoch nie im Interesse Deutschlands oder Russlands liegen. Unterkühlte deutsch-russische Beziehungen liegen hingegen im angloamerikanischen Machtinteresse – und dies schon seit über 100 Jahren. Darauf wies der US-amerikanische Geostratege und Sicherheitsexperte George Friedman bereits in seiner 2015 bekannt gewordenen Stratfor-Rede hin. Im Folgenden sehen Sie einen Ausschnitt aus der Sendung vom 2. Januar 2016, „Die Stratfor-Rede Friedmans und die Deutschen“: In seiner berüchtigten Stratfor-Rede auf dem „Chicago Council on Global Affairs“ spricht George Friedman ungefiltert seine Meinung zu der US-Interessenslage und ihren Geo-Politischen Interessen speziell in Europa und Asien aus. "Stratfor" ist eine Firma für globale Strategieberatung. Sie nimmt eine strategische Vordenkerrolle ein und berät die US-Regierung und Großkonzerne in Sachen "strategischer Ausrichtung". Das "Chicago Council on Global Affairs" ist eine 1922 gegründete Plattform für Staatsführer und für andere „Größen“ wie z.B. für die Lenker von Großkonzernen. Am 4.2.2015 nun spricht George Friedman in seiner Rede auch die einzige Bedrohung an, auf die die USA seit über einhundert Jahren keine Antwort hätten: ein mögliches deutsch-russisches Bündnis. „Die Hauptbefürchtung der USA ist, dass sich deutsches Kapital und deutsche Technologie mit russischen Rohstoffressourcen und russischer Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden könnten, die die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern suchen“, so Friedman. Jedoch sei die Position Deutschlands unbestimmt und damit das größte Problem. Diese Unbekannte nennt er die „Deutsche Frage“. Angesichts dieses Hintergrundes wird deutlich, dass sich der neue Bundesaußenminister nach den Interessen und den Vorgaben der US-Strategen richtet. Damit widmet er seine Kraft offensichtlich nicht ungeteilt „dem Wohle des deutschen Volkes“, wie er noch wenige Tage zuvor bei seiner Vereidigung als Bundesaußenminister geschworen hatte.

von ham.


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