Montag 02. April 2018

Medienkommentar Medien

Wie Talkshows Meinungen manipulieren (von Eva Herman) (1 von 1)

Am 9. Oktober 2007 wurde die damalige ARD-Moderatorin Eva Herman von Johannes B. Kerner aus der laufenden ZDF-Sendung geworfen. Und das nur, weil sie ihre persönliche Meinung öffentlich geäußert hatte. Viele Menschen fragen sich seitdem, was alles in deutschen TV-Talkshows im Vorfeld vorsätzlich geplant wird und was noch zufällig geschieht. Im folgenden Beitrag gewährt Eva Herman einen Blick hinter die Fernsehkulissen und gibt schlüssige Antworten auf heiß diskutierte Fragen, wie z.B. über „TV-Talkshow-Geheimpläne.“

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Wie Talkshows Meinungen manipulieren (von Eva Herman) 02.04.2018

MK-Text: Am 9. Oktober 2007 fand in Deutschland einer der größten Medienskandale statt: Die damalige ARD-Moderatorin und Tagesschausprecherin Eva Herman wurde von Johannes B. Kerner aus der laufenden ZDF-Sendung geworfen. Was war passiert? Laut Angaben Hermans eigentlich nichts – außer der Tatsache, dass sie ihre Meinung öffentlich geäußert hatte. Und zwar darüber, so Herman wörtlich, „dass Babys optimalerweise zu ihren Müttern gehören und nicht, weil es das politische Dogma gerade mal so vorgibt, frühzeitig getrennt werden und in Krippen von irgendwelchen fremden Leuten versorgt werden.“ Dieser Vorfall ist inzwischen längst zu einem der wichtigsten Beispiele für die sterbende Meinungsfreiheit in Deutschland geworden. Viele Menschen fragen sich seitdem, was alles in deutschen TV-Talkshows im Vorfeld vorsätzlich geplant wird und was noch zufällig geschieht. Darüber spricht Eva Herman im folgenden Beitrag. Sie gewährt dem Zuschauer einen Blick hinter die Fernsehkulissen. Und sie gibt schlüssige Antworten auf heiß diskutierte Fragen über möglicherweise bezahlte Studio-Claqueure – also Vorklatscher, die das Publikum zum Applaudieren bewegen – über Manipulationen hinter den Kulissen, über politische Schulungszentren für Moderatoren oder über „TV-Talkshow-Geheimpläne". Guten Tag meine Damen und Herren. Es wird derzeit viel diskutiert über Geheimpläne bei Talkshows im deutschsprachigen Fernsehen. Über bezahlte Claqueure,über Manipulationen hinter den Kulissen. Sind die Moderatoren bei ARD und ZDF, bei RTL, LTV oder SAT 1 gehirngewaschen? Besuchen sie geheime Schulungszentren, wo sie systemkonform abgerichtet werden? So und ähnlich diskutiert man immer wieder in allen möglichen Blogs und Kanälen. Ist auch das Studiopublikum besonders abgerichtet, irgendwie bestrahlt worden oder warum klatschen die Leute an den unmöglichsten Stellen? Was ist dran an solchen Spekulationen? Also, einmal grundsätzlich: Glauben Sie wirklich, dass in Zeiten von Fake News und Gesinnungsterror, in Zeiten in denen Netzwerkdurchsetzungs-gesetz und andere Denkverbote von höchster Regierungsstelle beschlossen werden, dass da in den wichtigsten Meinungsträger- oder Meinungsgeber-Anstalten noch irgendetwas dem Zufall überlassen wird? Wohl eher nicht. Wir werden jetzt einmal ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Ich habe ja selbst zehn Jahre lang eine Talkshow moderiert und ich war auch 10 Jahre lang in die Redaktionsarbeit eingebunden. Mir sind also die internen Abläufe und auch die Programmziele des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht wirklich fremd. Wenn man darüber hinaus auch noch einprägsame Erfahrungen auf der anderen Seite machen durfte – also selbst schon öfter als Talkgast in einer Runde saß, zudem auch noch eine eigene zuweilen politisch unkorrekte Meinung vertrat – kann man da wohl schon Hinweise geben. Grundsätzlich, das Ziel der zahllosen Sendungen im Fernsehen dient allermeist, und zwar aller allermeist, nur einem Zweck: Quote, Quote, Quote. Um die zu erreichen, muss man vorher genügend trommeln, muss möglichst auch während der laufenden Sendung immer mal wieder ganz zufällige Skandale initiieren. Wer als Talk-Gast da hingeht, der weiß das. Die Meisten kalkulieren es ein, vor allem wenn ihr Beruf Politiker heißt. Zuweilen gibt es da aber auch noch ganz normal tickende Leute, die hoffen durch ihre Aussagen in einer solchen Sendung im Land noch etwas zum Guten wenden zu können. Nennen wir sie hier einmal die Querdenker, die Alternativen. Womit nicht unbedingt eine Partei gemeint sein muss. Diese Leute zeichnen sich in aller Regel aus durch die Nichteinhaltung angeordneter, vorgefasster, politischer Korrektheit, die ja im Rundfunkstaatsvertrag festgeschrieben steht, und deswegen auch in Talkshows eingehalten werden muss. Übrigens, durch die legendäre ZDF-Sendung bei Johannes Kerner vor exakt zehn Jahren, durfte ich meinen Informationshaushalt hierrüber noch einmal deutlich aufgefüllt sehen. Der Mensch lernt nie aus. Also, was geschieht in einer Fernseh-Talkshow genau? Es werden verschiedene Gäste eingeladen und es gibt meist einen, manchmal auch mehrere Moderatoren. Anwesend ist heutzutage in den meisten Fällen auch ein Studiopublikum, welches nicht selten für das Ausharren auf meist unbequemen Stühlen sogar bezahlt wird. Dafür gibt es Firmen, Casting-Firmen nennt man die. Nach welchen Kriterien das Publikum ausgesucht wird, hängt von Art und Inhalt der jeweiligen Sendung ab. Im Nachmittags-Klatsch-Talk sitzen natürlich andere Figuren als abends bei Maybrit Illner oder bei Anne Will, klar. In Bussen werden diese Leute oft herangekarrt. Sie werden ins Studio getrieben und bekommen Unterricht: Nämlich wie man zu Klatschen hat, und an welchen Stellen – aber dazu komm ich gleich noch. So lange es sich um harmlose Unterhaltungsplänkeleien handelt, alles kein Ding. Trotzdem heißt es auch hier für die Moderatoren: Obacht geben, länger leben. Denn auch bei Schauspielern oder Sängern gibt es manchmal, also nicht oft natürlich, Fälle, in denen der Protagonist eine eigene, sogar politische Meinung vertritt und nicht einverstanden ist mit den Entwicklungen im Land, durch den Einfluss vielleicht irgendwelcher Parteien. Hier gilt es schnell die Sache wegzuwischen, mit einem kleinen Witzchen abzulenken oder andere unverdächtige Gesprächsteilnehmer mit harmlosen Fragen kurzfristig in die Runde mit hineinzubringen. Sobald es sich aber um Sendungen handelt, die vor allem Themenbereiche wie Politik, Finanzen, Wirtschaft, Soziales, Familienwesen behandeln, sieht das schon ganz anders aus. In Zeiten von Landtags- oder gar Bundestagswahlen, aber hallo, da wird es richtig ernst. Denn natürlich gibt es meist eine gewünschte Zielrichtung von Seiten der Chefredaktion, welche der Moderator genau kennen muss und die – inzwischen ist das keine Überraschung mehr – nicht selten mit der Regierungspolitik übereinpassen soll. Beispiel: Wenn es um die sogenannte Flüchtlingspolitik geht, sollten sich am Ende der Sendung natürlich nicht alle Talkgäste darüber einig sein, dass Millionen Migranten unserer abendländischen Kultur etwa schaden und dass unser Leben nicht mehr so sicher wie früher sein könnte; oder dass Deutschland jetzt islamisiert wird oder so. Das würde natürlich nicht zur Regierungspolitik der bedingungslosen Einwanderung passen. Es sollten zum Schluss der Sendung auch nicht alle Gäste unisono sagen, dass z.B. die Einführung des Euro ein Fehler war oder dass Kanzlerin Merkel weg muss. Genau das Gegenteil sollte besser der Fall sein. Man sollte sich einig sein, dass neben ein paar kleinen Problemchen alles paletti ist im Land. Und dass es uns noch nie so gut ging wie heute und dass wir alles natürlich schaffen. Eventuell wird es einen einzigen Gast in der Runde geben, der also anderer Ansicht ist, unser Quoten-Querdenker. Der übrigens seine regierungskritischen Gedanken dann in einer Talkshow auch äußern darf, aber nur in einem gewissen Rahmen, versteht sich. Zu viel, zu oft, schon gar nicht zu lange sollte er auf keinen Fall reden. Und um das zu verhindern, gibt es ein gutes Mittel: Man unterbricht ihn mitten im Satz, immer wieder. Dass es nicht immer alleine der Moderator tun kann, versteht sich von selbst. Also wird im Vorfeld bei der übrigen Gästeauswahl genau Acht gegeben, wer dafür in Frage kommt. Aus tiefster Überzeugung werden diese Leute dann alles geben, was von ihnen erwartet wird. Sie erweisen sich als dankbare Erfüllungsgehilfen. Schließlich wollen sie auch später wieder in Talkshows eingeladen werden. Es braucht gar keine Absprache, sie tun was erwartet wird von ganz alleine. Wer hier zuverlässig mitarbeitet, ist auch immer wieder dabei. Ihre Gesichter sind uns in Deutschland gut bekannt. Tagsüber oft im Parlament, abends immer wieder im Studio. Nun ist es natürlich auch Fakt, dass der Moderator oder die Moderatorin in aller Regel im Vorfeld in den sogenannten Redaktionssitzungen von den Redakteuren gebrieft wird. Und zwar darüber, was in der Runde am Ende herauskommen soll. Dazu gehört zuweilen auch, den querdenkenden Gast kollektiv auflaufen zu lassen und ihn so lange niederzumachen, bis er kaum noch schnaufen kann. Es soll sogar Fälle gegeben haben, wo die politisch korrekte Überzahl der Talkgäste im Vorfeld explizit darüber informiert und eingeweiht wurde, damit das gewünschte Redaktionsziel auch wirklich erreicht werden konnte. Nur eben nicht der Querdenker selbst. Eine Art durchgehende Empörungsbereitschaft kennzeichnet dann die beauftragten Talkgäste. Was bis hin zu einer simulierten Pulserhöhungsfrequenz gehen kann. Der einsame Querdenker kann dann am Ende sagen, was er möchte, auch wenn es noch so richtig und sinnvoll ist, er wird unweigerlich und gnadenlos niedergemacht. Da gibt es übrigens absolute No-Gos, sogenannte Trigger-Begriffe, die niemals, wirklich niemals in einer öffentlichen Talkshow gesagt werden sollten. Wie z.B. „Gleichschaltung“ oder „Mutter“ oder „Autobahn“, Autobahn. „Autobahn“ geht gar nicht. Der Zuschauer zu Hause merkt natürlich, dass da irgendwas nicht stimmt. Kopfschüttelnd fragt er sich, was das Affentheater soll und wird wütend, weil, so dumm wie die Redakteure und Moderatoren meinen, sind die Zuschauer gar nicht. Aber die Bagage im Studio bekommt nichts von dem Ärger mit. Die Meisten haben in ihrem Rausch alles rundherum vergessen. Sie erweisen sich eben als perfekte Erfüllungsgehilfen. Nun sollte man auch wissen, dass verschiedene Akteure während einer Talksendung einen Knopf im Ohr haben und mit der Redaktion verbunden sind. Die Redaktion, sprich die Redakteure sitzen in der Regie, direkt hinter der Studiowand. Sie beobachten minutiös den Ablauf, um dann natürlich einzugreifen, wenn etwas nicht wunschgemäß läuft. Zum einen hat zumeist der Moderator einen Knopf im Ohr. Sollte er aus Sicht der Redaktion die falschen Fragen stellen, so flüstert man ihm freundlich, nachdrücklich die richtigen ein. Er wird auch zügig daran erinnert, falls er wichtige bzw. richtungweisende Fragen zu stellen vergessen haben sollte oder sie vielleicht vergessen möchte. Das geht nämlich gar nicht! Plötzlich eigene Entscheidungen des sogenannten Gastgebers sind nicht erwünscht. Sollten die Redakteure selbst allerdings kurzfristig während der laufenden Sendung eine neue Strategie planen und die alte umwerfen, so wird dies natürlich dem Moderator über den kleinen Mann im Ohr mitgeteilt, ohne dass der Zuschauer auch nur den Hauch davon mitbekommt – soll er ja auch nicht! Zuweilen kann man es selbst allerdings am Schirm erkennen. Wenn der Moderator grundlos vor sich hin nickt an Stellen, wo es gar nichts zu nicken gibt, dann steht die unsichtbare Verbindung. Zu einem Problem wird der Fall allerdings, wenn die Strategie während der Sendung geändert wird und etwaige Talk-Gäste, die eingeweiht waren in einen vorbestimmten Ablauf, nichts davon mitbekommen, weil sie den kleinen Mann im Ohr des Moderators ja nicht hören können. Nehmen wir einmal den fiktiven Fall, also ein Gedankenmodell an – ein Querdenker-Gast soll in der Talk-Show nicht nur fertiggemacht werden, sondern auch noch aus dem Studio geworfen werden. Also, so ein richtiger Eklat, ein Skandal. Er wird im Vorfeld geplant – unser Gedankenmodell. Sämtliche Talk-Gäste wissen davon, der Moderator natürlich auch, die Redaktion auch, der Regisseur auch, nur der Querdenker ahnt nichts. Während der laufenden Sendung erkennen die Redakteure hinter der Wand nun, dass man den Querdenker-Gast zwar weiter runtermachen, aber auf den Rauswurf verzichten sollte. Weil man das dem Zuschauer, der ja doch nicht so doof ist, nicht erklären könnte, und weil der Querdenker eigentlich ganz gesunde Ansichten äußert. Die jedoch auf Krawall gebürsteten Talk-Gäste in der Runde bestehen nun auf dem Rauswurf! Setzen dem Moderator immer weiter zu, der ihnen in der Sendung ja nicht mitteilen kann, dass die Strategie gerade wieder geändert wurde. Sie können dann sogar ganz kuriose Sachen zum Moderator sagen, während der laufenden Sendung, wie etwa. Wann machen wir dann endlich das, was wir abgesprochen haben? Na ja, so was ist natürlich zum Glück noch nie passiert, oder? Na ja, zurück zur Eingangsfrage! Wie kommt es nun noch, dass das Studiopublikum immer wieder an den unmöglichsten, zuweilen unintelligentesten Stellen klatscht? Wegen des Anklatschers, man nennt ihn auch den „Warm-Upper“, diesen Anklatscher. Der ist für die Stimmung im ganzen Studio zuständig. Heutzutage haben die meisten Warm-Upper ebenfalls den kleinen Mann im Ohr, den Redakteur hinter der Pappwand, der während der Sendung mit ihnen kommuniziert. Das ist wichtig, wenn auch etwas einseitig, weil der Warm-Upper ja auch nicht antworten kann, ebensowenig wie der Moderator etwas zu den Anweisungen während der laufenden Sendung sagen kann. Er muss halt das machen, was befohlen wird, sonst hat er nach der Sendung ein Problem. Aber der Warm-Upper, der ja vor einer jeden Sendung mit dem Publikum das Klatschen übt, der ist eben fast so wichtig, wie der Moderator. Sobald er in die Hände klatscht – so wird es ja vorher geübt – klatscht das zuweilen bezahlte Publikum los! Wenn also jetzt etwas noch so Sinnentleertes von einem Talk-Gast geäußert wird, was aber dem redaktionellen Ziel der Sendung näher kommt, wird im Publikum Stimmung gemacht. Der Redakteur flüstert dem Warm-Upper in Sekundenschnelle zu: „Applaus“, und in dem Moment geht es auch schon los. Zum Glück hatte der Anklatscher mit dem Publikum zuvor auch geübt, bei besonders erfreulichen Aussprüchen auch noch mit den Füßen zu trampeln oder zu johlen. Er macht’s dann schnell vor und die Masse weiß Bescheid und folgt. Ist das nicht fantastisch, ein prima System, wenn man auf dem richtigen Stuhl sitzt, natürlich! Blöd ist es allerdings, wenn das Studio-Publikum anfängt, selbst zu denken, also auch selbständig an Stellen klatscht, die nicht vom Warm-Upper angeführt werden. So entstehen dann zum Teil wirklich paradoxe Situationen und der Schwindel fliegt schnell auf, sobald die Zuschauer, also Sie zuhause, genauer beobachten und nur ein bisschen nach- und mitdenken. Ja also, so geht das in den Sendungen, eine wirklich ganz eigene Welt. Wirklich, schillernd, laut und bunt. Ach ja, da war ja jetzt noch die Frage offen, ob die Moderatoren gehirngewaschen sind oder regelmäßig Geheimschulungen durchlaufen müssen? So kann man das, glaube ich, nicht sagen; nein, nein, das würde ich überhaupt nicht behaupten wollen. Es ist eigentlich viel schlimmer: Kein Sender, der hochbezahlte Moderatoren beschäftigt, braucht heute einen Geheimplan, denn diese Leute funktionieren von ganz alleine! Es läuft für das System alles wie von selbst. Der Verstand der meisten Moderatoren, Journalisten, Korrespondenten oder so, ist heutzutage politisch korrekt derart geprägt, stark ausgeprägt, dass sie alles selber glauben, was ihnen das System vorgibt und was sie dann selber von sich geben. Dazu gehören zum Beispiel die Geschichten vom bösen Russen, vom gefährlichen Assad, von Frau Merkels toller Flüchtlingspolitik oder von George W. Bushs steiler 9/11-These. Sie haben das alles systemkonform derart verinnerlicht, dass sie selbst fest daran glauben. Ganz ehrlich, sie halten das alles für real und richtig – und das ist natürlich auch die Grundvoraussetzung für diese hochbezahlten Jobs! Diese Leute, die das Mikrofon in der Hand haben, um andere Menschen mit unliebsamer Meinung vor die Kamera zu zerren, um sie im Angesicht der Öffentlichkeit nach Strich und Faden fertigzumachen, die brauchen keinen Geheimplan – sie sind der Geheimplan! Wenn man diese Vokabel überhaupt benutzen will und die wenigsten wissen es dabei. Eigentlich furchtbar traurig, oder? In ständiger Empörungsbereitschaft kennen diese Leute alle Trigger, die in einer Fernsehsendung fallen müssen, um das Gegenüber politisch korrekt an die Wand zu nageln. Einige Trigger-Begriffe hatte ich schon genannt: „Mutter“ oder „Autobahn“ oder „deutsche Geschichte“. Deutsche Geschichte? Geht auch nicht, geht gar nicht! Die Moderatoren, die Journalisten, halten sich daran, sie wollen schließlich weiter am Trog sitzen und fressen. Wer beißt schon in die Hand, die ihn füttert. Gezwungen wird übrigens niemand dazu, das zu erfüllen, was erwartet wird, denn jeder einzelne Mitarbeiter dieses Systems hat jederzeit die Freiheit, die Ausgangstüre zu benutzen, wenn er nachts nicht mehr einschlafen kann oder der Blick in den Spiegel morgens zur Tortur wird. Alle diese glamourösen, abgerichteten Fernsehleute funktionieren von ganz alleine, also völlig ohne Geheimplan. Ich hatte mit vielen von ihnen persönlich zu tun, manche von ihnen treffe ich zuweilen noch heute – zufällig. So ziemlich alle von ihnen präsentieren mit bedeutungsvoller Miene, völlig freiwillig auch im privaten Umfeld ihre politisch korrekte Show. Kritische Gespräche, die das Innere des Geistes anregen wollen, kann man mit ihnen kaum führen, da machen sie dicht! Sie mauern, sie haben sich längst an das alles gewöhnt, sichert es doch ihnen und ihren Familien das tägliche Brot. Alles andere wäre auch gerade in diesen Zeiten jetzt viel zu gefährlich! Also, viel Spaß bei der nächsten Talk-Show im Fernsehen. Mal sehen, wie lange es sowas noch gibt. Guten Tag.

von dd.


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