Samstag 19. Mai 2018

Medienkommentar Medien

Krimbrücke: Was genau löste die Ukrainekrise aus? (2 von 2)

3:44
Kla.TV wieder im Kreuzfeuer der YouTube-Zensur! Samstag, 19.05.2018 (1 von 2)
Krimbrücke: Was genau löste die Ukrainekrise aus? Samstag, 19.05.2018 (2 von 2)

Am 15. Mai 2018 berichteten zahlreiche Medien über die Einweihung der längsten Brücke Europas zwischen der Schwarzmeerhalbinsel Krim und Russland durch Präsident Putin. Mit dem Brückenbau untermauere Russland seinen Anspruch auf die „annektierte“ ukrainische Halbinsel Krim. Jedoch wurde von westlichen Medien weder richtiggestellt noch erwähnt, wie überhaupt die Ukrainekrise – samt dem Anschluss der Krim an Russland – ausgelöst wurde. Eine Antwort darauf finden sie in dieser Sendung …

Direktlink zu dieser Sendung:
Direktlink zu dieser Abspielposition:
Sendung auf eigener Internetseite einbinden
"Krimbrücke: Was genau löste die Ukrainekrise aus?"
Alle 2 Sendungen vom "19.05.2018" einbinden

Krimbrücke: Was genau löste die Ukrainekrise aus? 19.05.2018

Am 15. Mai 2018 berichteten zahlreiche Medien, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Brücke zwischen der Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem russischen Festland eingeweiht hat. Die neue Verbindung ist mit 19 Kilometern die längste Brücke Russlands und Europas. Es sei ein historischer Tag, der alle in Russland lebenden Menschen mit der Krim verbinde, sagte Präsident Wladimir Putin bei der Zeremonie. Schon vor mehr als hundert Jahren hätten die Menschen von einer Brücke auf die Krim geträumt. „Die Brücke ist ein Symbol unserer Einheit und Freiheit“, so die Worte des Staatschefs vor zahlreichen Ingenieuren und Bauarbeitern. Doch westliche Systemmedien vergaßen auch nicht zu betonen, dass Russland mit der Eröffnung der monumentalen Brücke auf die Krim seinen Anspruch auf die „annektierte“ ukrainische Halbinsel untermauert habe. Der Westen verurteile das Vorgehen als völkerrechtswidrig, die Ukraine sehe die Region noch immer als Teil ihres Staatsgebietes an. Der Brückenbau sei ohne die Zustimmung der Regierung der Ukraine erfolgt, heisst es beispielsweise in einer Mitteilung des US-Aussenministeriums vom 15. Mai. Jedoch wurde von westlichen Medien weder richtiggestellt noch erwähnt, wie überhaupt die Ukrainekrise – samt dem Bürgerkrieg im Donbass und dem Anschluss der Krim an Russland – ausgelöst wurde. Die gängige Darstellung westlicher Politiker und Medien fußt auf der Annahme, dass es sich Ende 2013/Anfang 2014 in der Ukraine um eine vom Volk ausgehende Revolution gehandelt haben soll. Der damalige legitime Präsident Viktor Janukowitsch soll mit brachialer Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorgegangen sein, was jedoch Klagemauer.TV bereits in der Sendung vom 1. März 2014 widerlegte (www.kla.tv/2389). Als Schlüsselereignis im blutigen Konflikt gelten die „Scharfschützenmorde“ vom 20. Februar 2014 mit mehr als 50 Toten. Janukowitsch wurde dafür verantwortlich gemacht und am 22. Februar vom Parlament illegitim abgesetzt (www.kla.tv/3567). Doch die These, dass Janukowitsch oder sogar Putin einen Massenmord befehligt haben soll, ist schon lange nicht mehr haltbar: – Bereits im April 2014 recherchierte ein Team des ARD-Politikmagazins Monitor, dass die mordenden Scharfschützen zumeist aus dem Hotel Ukraina und anderen Gebäuden heraus schossen. Diese waren zu der Zeit fest in der Hand der Opposition. Die brisanten Monitor-Recherchen werden seither allerdings von der ARD selbst weitgehend ignoriert. – Am 5. September 2015 machte der kanadisch-ukrainische Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski von der Universität Ottawa seine umfangreiche Materialsammlung zu den Scharfschützenmorden öffentlich. Diese enthält einen Zusammenschnitt von gut 50 gefilmten Zeugenaussagen, die ebenfalls Schüsse aus dem Hotel Ukraina bestätigen. Katchanovski kam zu folgendem Ergebnis: Militante, oppositionelle Maidankräfte waren massiv als Täter an den Morden vom 20. Februar in Kiew beteiligt. Sie initiierten das Blutbad mit Schüssen auf die Polizei und legten später auf die eigenen Leute an. – Ende 2017 gestanden drei georgische Staatsbürger im italienischen TV-Sender Canale 5, am 20. Februar 2014 sowohl auf Polizisten als auch auf Demonstranten geschossen zu haben oder zumindest unmittelbare Augenzeugen gewesen zu sein. Ziel der Schüsse sei es gewesen, so viel Chaos wie möglich zu erzeugen, erläutern die Georgier. Sie behaupteten, unter anderem von einem ukrainischen Oppositionspolitiker angestiftet und - konkret vor Ort von einem Amerikaner, einem Ex-Scharfschützen einer US-Eliteeinheit, - befehligt worden zu sein. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Sendung vom 19.1.2018. – Im Februar 2018 legte das Nachrichtenportal SPUTNIK nach und präsentierte die Flugtickets der geständigen Georgier. Diese bestätigen die Ankunft der Georgier in Kiew während der Ereignisse auf dem Maidan. Soweit nur mal einige von vielen Indizien, die darauf hinweisen, dass das Blutbad am 20. Februar 2014 nicht von Viktor Janukowitsch, sondern von oppositionellen Kräften befehligt worden war. Politikwissenschaftler Ivan Katchanovski ist sich sicher: Das "Maidan-Massaker" war der entscheidende Moment für den gewalttätigen Machtwechsel, was letztlich zum Bürgerkrieg im Donbass und Anschluss der Krim an Russland geführt habe. Deshalb sei eine genauere Auseinandersetzung mit den Ereignissen des 20. Februar in Kiew dringend nötig. Dies jedoch wird von den allermeisten großen Medien bis heute vermieden. Für westliche Medien und Politiker scheint es Programm zu sein, die russische Regierung unter Wladimir Putin als Aggressor darzustellen. Ihre journalistischen sowie politischen Pflichten, den wirklichen Aggressoren im Ukrainekonflikt auf die Spur zu gehen, nehmen sie nicht wahr. Würden sie es tun, dann könnte die neue Krimbrücke tatsächlich zur „Einheit“ beitragen – nicht nur zwischen Russland und den Krimbewohnern, sondern vor allem auch zwischen Russland und der Ukraine sowie dem Rest Europas.

von dd.


Krimbrücke: Was genau löste die Ukrainekrise aus?

Sendung und Zubehör in der gewünschten Qualität herunterladen:
Film-Datei (.mp4)
Bitte Downloadqualität auswählen





↑ Neuere anzeigen ↑
Medienkommentar
{{themeblock.title}}

↓ Ältere anzeigen ↓