Geplantes Chaos für Nahost und die USA (Interview mit Christoph Hörstel) | Kla.TV

Sonntag 20. Mai 2018

Geplantes Chaos für Nahost und die USA (Interview mit Christoph Hörstel) (1 von 1)

Die Spannungen im Nahen Osten sind im Mai 2018 erneut entflammt: Zum einen hat US-Präsident Trump am 8. Mai das 2015 mit dem Iran geschlossene Atomabkommen einseitig gekündigt. Zum anderen schoss Israel nur zwei Tage später fast 70 Raketen auf iranische Milizen in Syrien ab. Klagemauer.tv interviewte dazu den Experten für Sicherheitsfragen in Nahost, Christoph Hörstel. Er beleuchtet die globalen Zusammenhänge hinter den aktuellen Entwicklungen und zeigt auf, wie sehr das derzeitige Chaos geplant ist.

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Geplantes Chaos für Nahost und die USA (Interview mit Christoph Hörstel) 20.05.2018

Kla.tv: Einen schönen guten Tag, Herr Hörstel. Angesichts der sehr eskalierenden Lage im Nahen Osten freuen wir uns, Sie als Experten für die ganze Nahost-Problematik begrüßen zu dürfen. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben. Am 08. Mai 2018 hat Donald Trump das Atomabkommen mit dem Iran von 2015 einseitig aufgekündigt. Die europäischen Politiker haben dieses Vorgehen kritisiert und betont, dass sie an dem Abkommen trotzdem festhalten wollen. Nun ist die Frage: Wie glaubhaft sind solche Aussagen und kann sich Europa wirklich dem aktuellen Kurs Washingtons entgegenstellen? Christoph Hörstel: Interessante Frage. Diese Frage hat sich auch der oberste Revolutionsführer des Iran ge-stellt. Und er sagt, er traut den drei EU-Partnern dieses Atomvertrages nicht. Wir haben heute allerdings am Freitag (Anm. 18.05.18) eine interessante Neuigkeit aus Brüssel, denn die EU-Kommission hat öffentlich ge-macht, dass sie in Gesetzesform den europäisch-iranischen Handel so unterstützen wollen, dass sie verbie-ten, dass jemand aus möglichen Sanktionsgründen irgendwelche Handelsabkommen mit dem Iran nicht er-füllt. Positiv hinzugefügt, dass die EU auch Schadenersatz einfordern lassen will, wenn aus solchen Sankti-onsgründen dann Sanktionen gegen solche Firmen, die Iranhandel betreiben aus Europa, verhängt werden – sehr interessant. Mit anderen Worten, wir hatten zunächst mal eine Erklärung der EU-Außenpolitikerin Mog-herini, dann jetzt dieses unerwartet harte Auftreten der Kommission, das habe ich so nicht erwartet, auch nicht in der Geschwindigkeit. Das ist sehr interessant. Wir haben weiterhin – auch da soll man ja den Blick ein wenig nach außen richten– jetzt Anfang Juni eine Konferenz der BRICS-Staaten (Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften), also Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die auch über solche Themen bera-ten wollen: Wie gehen wir mit dem Sanktionsdruck der USA um? Und nach dieser, ich will mal sagen, erfreu-lichen Vorgabe der Euro-Länder – der EU-Länder – ist einigermaßen klar, dass BRICS dahinter nicht zu-rückbleiben wird. Und jetzt kommt die nächste Interpretation davon, dass nämlich in diesem Punkt für die USA eine unglaublich, unschöne, gefährliche Präzedenz geschaffen wird, nämlich, dass sich die BRICS-Länder und die EU gegen die USA zusammentun. Und ich denke, das hat man in den USA in dieser Form nicht erwartet. Und ich darf vielleicht auch darauf verweisen, dass Frau Merkel an diesem Wochenende in Sotchi bei Putin ist. Mit anderen Worten, da tut sich etwas. Und im Moment sieht es nach Glaubwürdigkeit aus. Inwieweit tatsächlich die USA nachher in einem direkten Fingerhakeln mit der Europäischen Union doch noch wieder Boden gutmachen können, wird auch davon abhängen, wie die internationale Staatengemein-schaft reagiert. Und ich sage mal, ganz wichtig ist die Reaktion der Blockfreien Staaten, das sind ja 113 Staa-ten ungefähr, Teile davon. Indien ist eine wichtige Führungsnation der Blockfreien Staaten. Iran spielt eine große Rolle da drin. Mit anderen Worten, wenn da auch eine so eindeutige Stellungnahme erfolgt, dann dürfte man davon ausgehen, dass Trump eine ungeheuerliche außenpolitische Schlappe erlitten hat. Das ist wohl einigermaßen klar. Und das wäre besonders peinlich. Ich darf vielleicht noch daran erinnern, dass der Iran vor einigen Tagen erst erklärt hat, dass sie ihren Dollar-Handel nicht mehr in Dollar fortführen werden, sondern auf Euro umstellen. Hätte jetzt die Europäische Union tatsächlich einen so starken Standpunkt gegen die US-Sanktionsdrohungen nicht eingenommen, hätte sich die Europäische Union weltweit vollkommen lächerlich gemacht, nach einer so starken Vorlage seitens des Iran. Denn das ist ein Mutsprung, das muss man klar sagen, denn normalerweise rücken bei einer solchen Erklärung die amerikanischen Kanonenboote aus - und Gute Nacht das Land, was so was versucht hat. Libyen kann da ein Liedchen davon singen. Und dass das dann trotzdem so passiert, das zeigt, wie prinzipienstark der Iran ist. Persönlich vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Der Iran ist der einzige Staatsrundfunk weltweit, der meine ständigen Botschaften gegen die Allmacht des Finanzkartells eins zu eins über seine Staatssender laufen lässt. Und auch die Israelkritik wird da ohne Abstriche gesendet. Und das finde ich schon mal sehr bemerkenswert, das verbindet mich tatsächlich nun seit zehn Jahren mit dem Iran. Kla.tv: Vielen Dank. Kommen wir nun grad zum angesprochenen Israel. Sie haben ja gerade zwei Tage nach dem Aufkündigen des Atomabkommens, am 10. Mai diesen Jahres in Syrien Stellungen von iranischen Mili-zen mit Raketen angegriffen, knapp 70 an der Zahl und versucht, die syrische Luftabwehr zu zerstören. Nun ist die Frage: Sehen Sie hier einen Zusammenhang zu dem aufgekündigten Atomabkommen? Wie groß ist die Gefahr, dass es wirklich zu einem offenen Krieg zwischen Israel und Syrien bzw. Israel und dem Iran kommt? Christoph Hörstel: Der Zusammenhang ist natürlich nicht zu leugnen. Wir haben, wie soll man sagen, eine Außenpolitik Washingtons, die gemäß den hanebüchenen Versprechungen, die Trump im Wahlkampf ge-macht hat. Also wer diese berühmte Wahlkampfrede vom März 2017 vor der AIPAC (pro israelische Lobby-gruppe), vor diesem berühmten Lobbyisten-Gremium in den USA – ohne dessen Zustimmung übrigens in den USA niemand Präsident wird- das muss man noch dazu sagen, wer das verfolgt hat, der war ja schon aufs Schlimmste gefasst, kann man nur sagen. Wenn man mal die Publikumsreaktionen zu Obama sieht, als der sich beworben hat, da ist es hanebüchen. Trump hat AIPAC zu stehenden Ovationen hingerissen mit wirklich hanebüchenen Erklärungen, die der internationalen Position der USA stark geschadet haben, schon als Erklä-rung, das muss man klar sagen. Dass nur ein Kandidat so etwas sagt, war schon schädlich. Wenn der auch noch Präsident wird, erwartet man natürlich das Schlimmste – und das hat er in diesem Punkt wahr gemacht. Wenn man ohne Not, in einer Einzelentscheidung und widerrechtlich, nämlich im Widerspruch zu den UN-Resolutionen, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegt, und nennt Jerusalem als Ganzes als Hauptstadt Israels, obwohl es ja nur ein Teil Jerusalems sein dürfte, denn die Palästinenser beanspruchen ja vertraglich aus den Osloer Verträgen und auch von den Vereinten Nationen so unterstützt, Ost-Jerusalem für sich. Abgesehen mal von den jahrzehntelangen israelischen Machenschaften, das zu untergraben – die ja weiterlaufen, gewaltsam weiterlaufen, auf vielen Ebenen weiterlaufen – das ist ja unerträglich eigentlich. Die-se ganzen Vorlagen von Trump führen natürlich dazu, dass in Israel ein Regierungschef in einer persönlich prekären Situation ist: Von vier Korruptionsanklagepunkten sind zwei durch und zu Ende recherchiert. Zwei sind noch nicht zu Ende recherchiert. Und wenn man weiß, dass der führende Staatsanwalt, der ehemalige Bürochef von Netanjahu ist, dann wundert man sich nicht, warum noch nicht Anklage erhoben worden ist. Er zögert das raus bis zum geht nicht mehr. Also wir haben im Grunde genommen eine Verfassungskrise in Is-rael. Die wird ja dadurch verschärft, dass die Knesset (israelische Parlament) vor einigen Tagen in einer abso-lut hanebüchenen und ich kann nur sagen demokratiefeindlichen und auch sicherheitsfeindlichen Entschlie-ßung festgelegt hat, dass Netanjahu und sein, ich will mal vorsichtig formulieren, schräger Verteidigungsmi-nister Avigdor Lieberman, ein ehemaliger russischer Türsteher an Diskos, dass die gemeinsam zu zweit – da heißt es im Notfall – auch einen Krieg erklären können. Wobei ein Notfall ja ungefähr das leichteste ist, was man erfinden kann, da reicht auch manchmal eine kleine False Flag Operation und schon haben wir den Not-fall. Also dieser Art Dinge führen dazu, dass die internationale Sicherheitssituation im Nahen Osten jetzt hoch-brisant geworden ist. Und wenn Frau Merkel tatsächlich offiziell nicht abrückt von ihrer absolut hochverräteri-schen Doktrin für Deutschland, dass in Deutschland die Sicherheit Israels Staatsräson (vorrangiges Staatsin-teresse) sei, Bestandteil der Staatsräson. Das ist natürlich schräg. Und wir hatten mit dem Antritt des unseli-gen neuen deutschen Außenministers Heiko Maas, der ja als Justizminister schon durch korrupte Politik, durch antidemokratische Politik aufgefallen ist, durch seine Zensurunterstützung und so weiter. Der hat ja als allererstes entschieden, dass die deutsch-israelischen gemeinsamen Kabinettssitzungen – das geht ja über eine Regierungskonsultation hinaus – wo also zehn, zwölf israelische Minister sich treffen an einem Ort mit zehn, zwölf deutschen Ministern und die Regierungschefs dabei eine dermaßen enge Beziehung, die durch nichts gerechtfertigt ist. Wo sind eigentlich die EU-Staaten, mit denen wir solches machen? Das wundert mich schon. Und dass er das wiedereingesetzt hat, nachdem Frau Merkel es ausgesetzt hatte – wegen der hanebüchenen illegalen Siedlungspolitik Israels im Westjordanland und anderen furchtbaren Rechtsübertre-tungen. Da kann man auch noch darüber sprechen, wenn man das will. Aber das sind so krasse Maßnah-men, Israel hat doch gar nichts getan – dafür, dass man das wiedereinsetzt. Es muss sich also praktisch mit einem Blankoscheck indossiert (rechtmäßig eingesetzt) und unterstützt fühlen durch die Politik der Bundesre-gierung. Was soll so etwas? Das ist nicht im Interesse der Demokratie im Nahen Osten. Das ist nicht im Inte-resse der Juden weltweit und das ist mit Sicherheit auch nicht im Interesse des Friedens weltweit. Und mit solcher mehrfachen Ermutigung muss man sich nicht wundern, wenn Israel ausgreift und verhält sich so, als wollte man da in Tel Aviv im Alleingang den Krieg im Nahen Osten starten. So sieht’s aus. Kla.tv: Ja, und Israel selbst rechtfertigt ja seine Angriffe auf syrisches Staatsgebiet immer damit, dass es sich von iranischen Truppen bedroht fühlt und deswegen den Einfluss im Nachbarland irgendwie zurückdrängen möchte und behauptet, auch seine eigenen Stellungen auf den Golanhöhen wären durch iranische Truppen angegriffen worden. Der Iran hat das natürlich dementiert. Jetzt steht Aussage gegen Aussage. Wie beurteilen sie das? Christoph Hörstel: Ja, also wie soll man das sagen – diese angeblich aggressive Haltung des Iran, das ist ja schon hochinteressant, weil der Iran mit großem Abstand weltweit eins der friedlichsten Völker ist, (die Per-ser) Iran hat in den letzten mehreren hundert Jahren kein anderes Land angegriffen. Ich glaube davon können die ganzen Länder im Nahen Osten nur träumen, von einer solchen Angriffszurückhaltung. Israel aber ist mit Sicherheit der kriminellste Staat im ganzen Getriebe, dass der ausgerechnet den friedlichsten Staat in dieser Weise beschuldigt, ist für mich nur noch eine typische israelische Groteske. Die wird für mich auch nicht bes-ser dadurch, dass man das in Tel Aviv alle Nase lang wiederholt. Was den Angriff auf die Golanhöhen angeht, hat Israel für seine Behauptungen null Beweise vorgelegt. Das muss man klar sagen. Und ich persönlich nei-ge unter diesen Umständen, ich will mal sagen, auch angesichts der lügengewohnten Politik aus Tel Aviv – das ist ja auch eine Tatsache – dass man sich einfach im Verkehr mit Israel daran gewöhnen muss, dass dessen Politiker ständig lügen. Es geht eigentlich gar nicht um die Höhe oder die Ranghöhe der Zwischenfäl-le, egal ob's kleine Zwischenfälle sind oder große oder Angriffe oder sonst irgendwas. Es wird einfach ständig gelogen, das ist vollkommen normal. Das muss man im Kontakt mit Israel einfach akzeptieren. Während der Iran sicher nicht besonders leicht zu handhaben ist – das ist auch klar – aber lügt nicht, ja. Und man kann sich auch darauf verlassen, das hat ja auch nicht zuletzt die IAEA Atomaufsichtsbehörde in Wien bestätigt, dass der Iran vollkommen vertragstreu ist, was den Atomvertrag angeht. Und Israel ist ja nun das eine Land, das also mehrere hundert Atomwaffen hat. Und ich schätze mal, dass es jetzt sechs/siebenhundert sein können – ohne Probleme – die internationalen Schätzungen vor zehn/fünfzehn Jahren lagen schon bei dreihundert. Jetzt wollen uns die weltweiten Großmedien glaubend machen, Israel habe in den letzten zehn/fünfzehn Jah-ren keine einzigen Atomwaffen mehr gefertigt. Das glaube ich nicht, ja – um das mal so zu sagen. Diese An-sicht halte ich für unrealistisch. Und dieser Staat – ausgerechnet – der dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten ist, der bis heute keinerlei Untersuchung rechtfertigt, der nach offiziell bestätigten, amerikanischen Quellen die amerikanische Untersuchungsdelegation in der israelischen Atomanlage betrogen hat, indem man den Amerikanern – wie soll man sagen – durch Maurerarbeiten – und ich will mal sagen „Zukleistern der Tü-ren“ usw. vorgespiegelt hat, es gäbe nur ein Stockwerk. Es gab aber noch sechs drunter – und da war die ganze Waffenproduktion. Also diese Art Dinge, die da passiert sind, sind hanebüchen. Niemand hat je das israelische Potential besichtigt oder geprüft. Niemand hat ja die Produktionsstätte besichtigt oder geprüft. Gar nichts findet da statt, aber dem Iran werden solche Vorwürfe gemacht. Im Golan glaube ich nicht, dass Israel hier richtig liegt. Und es ist sowieso so, dass ja schon vor dem Angriff auf die Golanhöhen Israel wieder in Syrien angegriffen hat und hat auch iranisches Personal getötet bei der Gelegenheit, sodass also Israels an-gebliche, wie soll man sagen, Bezugnahme auf einen syrischen Schlag schon deshalb nicht ganz stimmen kann, denn Israel hat schon Hunderte Luftangriffe in Syrien geflogen in den letzten Jahren und wurde nie so richtig zur Verantwortung gezogen dafür, auch deshalb weil die Russen so zurückhaltend sind. Also das ist alles von A-Z erstunken und erlogen, brauchen wir nicht zu glauben. Und der Iran wird Israel nicht angreifen, wenn nicht Israel dies zuerst getan hat. Und vom Iran ist keine False Flag Operation zu erwarten, um auch das zu sagen. Kla.tv: Okay, vielen Dank. Sie haben gerade Russland angedeutet. Das ist ja das Interessante, dass gerade am Tag der Angriffe – am 10. Mai – der israelische Ministerpräsident Netanjahu in Moskau weilte und sich dort auch mit Präsident Putin getroffen hat. Von Putin kam nun gar keine Form der Zurechtweisung oder Rü-ge, bezogen auf die Luftangriffe und das trotz dessen, dass die Raketen auch russische Militärtechnik – zwar nicht einsatzbereit, zwar in syrischer Hand – aber dennoch getroffen haben. Wie schätzen Sie die Rolle Russ-lands in diesem ganzen Konflikt Israel – Iran, Israel – Syrien ein, wie beurteilen Sie die Beziehung zwischen Russland und dem Iran, beziehungsweise Russland und Israel? Christoph Hörstel: Interessante Gemengelage, ich fange mal mit Russland – Israel an. Etwa ein Drittel der israelischen jüdischen Bevölkerung ist russisch oder russisch-stämmig. Das ist also nicht so ganz einfach. Putin hat Israel stark unter die Arme gegriffen indem er gesagt hat: „Wir werden die Pensionen unserer russi-schen Menschen, die nach Israel ausgewandert sind, auch ganz oder teilweise übernehmen.“ Er hat also die israelische Staatskasse entlastet. Ob ich das machen würde oder gut finde, ist eine zweite Frage, denn wer die israelische Staatskasse entlastet, sorgt dafür, dass mehr Budget für die Unterdrückung Palästinas bereit steht oder für Aggressionen im Ausland. Das ist also sehr unangenehm. Das ist schlecht, da hätte eigentlich ein Paragraph hineingeführt, dass solche Dinge eben nicht, solche Entlastungen nicht dazu führen dürfen, dass Israel solche Dinge tut, wie immer das nachher zu verifizieren (beglaubigen) ist. Aber das ist nur so ein Punkt. Russland hat eine klare Politik in der Region, dass man große Gegensätze zu Russland aus Israel nicht wünscht. Aber diese Kompromissbereitschaft, da sind wir dann am Punkt, geht aber eben auch nur so und so weit. Wie ungeheuerlich konziliant (kompromissbereit) russische Außenpolitik ist, haben wir Deutschen gerade erfahren, am Thema der Nord Stream 2 (Erdgastrasse, auf der ab 2019 russisches Gas direkt nach Deutschland fließen soll) – Trasse als die Deutschen wirklich – vertreten durch ihren neuen Wirtschaftsminis-ter und Merkel-Vertrauten Altmaier – darauf gedrungen haben, dass Russland und Deutschland die Ukraine als Transitland für Gas nicht völlig ausbooten durch diese Trasse. Das ist klug, das kann man nur unterstütz-ten. Aber die Russen gehen auf so was auch ein und das find ich ungeheuer großmütig angesichts der Dinge, die aus der Ukraine gegen russischstämmige Menschen in der Ukraine, gegen Russen im Donbass und ge-gen Russland insgesamt passieren. Das ist also schon tatsächlich großzügig zu nennen und diese Art Dinge, Putin hat Netanjahu auch klar gemacht, dass man in begrenztem Maße Verständnis hat für Israels Sicher-heitsinteressen, aber auf zwei Punkten. Erstens: Das darf nicht russisches Sicherheitsinteresse in Syrien be-einträchtigen -und die Russen stehen eindeutig und klar dafür, dass sie Syrien beschützen – nicht zuletzt des-halb, weil sie inzwischen eine gute Marinebasis dort haben, in Tartus und südlich davon in Hmeimim die sehr aktionsfähige russische Luftwaffenbasis. Das ist eine klare Sache, da lassen sie die Israelis nicht ran und wenn da was in die Nähe kommt, wird es unangenehm. Der andere Punkt ist, dass wenn Israel den Iran an-greifen sollte -und Iran und Russland sind verbündet, sie haben eine Bündnisverpflichtung untereinander- dann wird Russland zu diesen Bündnisverpflichtungen stehen, das wurde Netanjahu auch klar gemacht. Man hat aber mit Sicherheit, so weit geht man eben in Moskau, das ist auch kluge russische Außenpolitik, kann ich also nur unterstützen, auch Verständnis dafür, dass Netanjahu sagt: „In meiner persönlichen schwierigen Pro-zesssituation und wie ich auch international angegriffen werde jetzt, brauche ich ein bisschen russisches Ent-gegenkommen.“ Auch das hat man ihm gezeigt. Und so kommt es, dass, obwohl Russland die Macht hätte, innerhalb von Sekunden jeden israelischen Angriff schon über Israel zu stoppen – die wären gar nicht in der Lage, Israel zu verlassen, das muss man sich mal klar machen, die Kampfbomber und die Kampfjäger – hat er dies nicht getan, weil er sein Blatt eben niemals überreizt, der russische Präsident, der alte neue Putin. Das halte ich für gut und richtig, er hat aber Israel die Grenzen aufgezeigt und wir dürfen gespannt sein, wie Israel jetzt weiter vor-geht, das ist nicht so locker, denn Iran ist ja auch mit China verbündet. Also das ist nicht ganz spannungsfrei, was da passiert. Kla.tv: Gut, wechseln wir kurz das Thema, scheinbar. Nochmal zurück zum US-Präsident Trump. Er hat ja jetzt mit Mike Pompeo als Außenminister und John Bolton als Sicherheitsberater grad zwei Schlüsselpositio-nen mit Leuten besetzt, die ein sehr hartes Vorgehen gegen den Iran fordern. Wird es Trump also erneut bei bloßen Sanktionen belassen oder ist davon auszugehen, dass er die Weichen für einen Krieg mit dem Iran stellen wird. Christoph Hörstel: Ich sag was Unangenehmes: Die Weichen für den Krieg gegen den Iran sind schon ge-stellt. Das ist schon durch. Man fährt darauf hin und die Frage ist, ob man das noch abbiegen kann. Und wir haben eine weitere sehr alarmierende, personale Entscheidung jetzt in den letzten Stunden gehabt, das ist das Okay aus dem Kongress aus dem Senat für die neue CIA-Chefin Haspel und das ist ja eine Frau, die sich geweigert hat, sich davon zu distanzieren, dass unter ihrer Verantwortung an CIA-Station Thailand gefoltert wurde und die zwar auch gesagt hat: „Ja, das finde ich jetzt nicht mehr so gut.“, dann aber gesagt hat: „Was ich damals gemacht habe, darüber gibt es von mir aus kein Bedauern.“ Und das finde ich einen gravierenden Zwischenfall. Man weiß, wie diese Dame „drauf ist“, so geht das gar nicht und jetzt haben wir nämlich drei von diesen schrägen Persönlichkeiten. Pompeo, der ehemalige CIA-Chef ist nun Außenminister, das ist schon eine sehr unglückliche Rochade (Austausch von Figuren). Wer einen Geheimdienstchef zum Außen-minister macht, verunsichert alle Gesprächspartner weltweit. Das macht man nicht – deshalb: Man vermischt diese Dinge, Politik – und ich will mal sagen– Maßnahmen nicht. Zumal die CIA dafür bekannt ist, dass sie weltweit auch gewaltsam durchgreift, wenn sie das muss oder möchte oder dies für im Interesse der Vereinig-ten Staaten von Amerika befindlich sieht. Und um Politik und solche gewaltigen oder gewalttätigen Maßnah-men nicht zu vermischen, vermischt man diese Ämter nicht. Sehr unklug, was Trump da getan hat. Sehr un-schön für das echte amerikanische Interesse weltweit. Dann gibt es den John Bolton, den schätze ich als – ich würde mal sagen – Psychopathen ein, der hat so irrsinnige Sachen gemacht. Jetzt ist gerade wieder was bekannt geworden von ihm, dass er nämlich den Chef der OPCW, Bustani, zum Rückzug gezwungen hat, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen. 2002, als diese Organisation – ohne vorher in Washing-ton um Erlaubnis zu fragen – festgestellt hat, Saddam Hussein hat gar keine Chemiewaffen. Das war natür-lich sehr dumm so etwas festzustellen, wenn gerade die USA sich bemühen, eine Koalition der Willigen auf die Beine zu stellen, um wegen der Chemiewaffen Saddam Hussein zu überfallen, angeblich. Dass es da mehr um Öl gegangen ist, die chemische Waffe wohl die chemische Formel für Öl war, ist eine andere Fra-ge. Aber das ist die Tatsache und man hat das getan und das ist amtlich bezeugt, sozusagen in den Massen-medien bezeugt, indem man nämlich diesem armen Herren erklärt hat, dem John Bolton: „Wir wissen, wo deine Kinder in New York sind.“ Und daraufhin hat der sehr couragiert geantwortet und hat gesagt: „Meine ganze Familie weiß, welches Risiko wir tragen und wir stehen dazu.“ Mit anderen Worten: Kommt nur! Aber er ist dann eben doch zurückgetreten. Und ich will mal dran erinnern, dass in den letzten Tagen auch zurück-getreten ist, der Chefinspektor der Atomaufsichtsbehörde in Wien, mit besonderem Verantwortungsbereich Iran. Und da fragt man sich auch, warum ist der zurückgetreten? Und da frage ich mich auch, wurde er auch auf diese Art und Weise zurückgetreten, wie das damals mit dem OPCW-Chef geschehen ist. Also diese Art Dinge – und jetzt drei so schräge Typen, ich darf mutmaßen, das habe ich auch heute in der Wochenaufsage für die Neue Mitte gesagt – dass der derzeitige Verteidigungsminister der USA sich an einem solchen perso-nellen Umfeld garantiert nicht mehr wohl fühlt, das kann ich von hier aus sagen, da muss ich nicht besonders intelligent oder toller Analyst sein. Das wird so sein. Mit anderen Worten, ich bin mal gespannt, wie lange Ja-mes Mattis noch im Amt ist. Kla.tv: Nun ist von Trump bekannt, dass er leidenschaftlich mit den Säbeln rasselt. Seine angedrohten Maß-nahmen aber nicht immer so scharf anwendet, wie es vorher angedroht wurde. Nordkorea warnte er zum Beispiel davor, die USA würden bei weiteren Drohungen mit „Feuer, Zorn und Macht“ antworten. Nun wollen sich beide Staatschefs treffen. Nordkorea hat die Zerstörung seines Atomtestgeländes angekündigt und von Seiten der USA war jetzt sogar von einer engen Partnerschaft die Rede. Wie schätzen Sie Präsident Trump in seiner offensichtlichen Unberechenbarkeit ein, sei es im Konflikt mit Nordkorea oder mit dem Iran? Könnte durch ihn Schlimmeres verhindert oder Schlimmeres verursacht werden? Christoph Hörstel: Ja, bisher – wie soll man sagen– hält sich das die Waage, der hat Schlimmes verursacht, aber es war dann nicht so schlimm, wie angekündigt. Das Problem ist aber, dass er eben Israel so stark be-stärkt hat. Dass sogar schließlich Russland kommen muss und muss es ein bisschen wieder einhegen die ganze Geschichte, die Trump da losgetreten hat, das ist ungut. Wir haben auch zwei unschöne Entwicklungen seitens der USA in den letzten Tagen mit Nordkorea. Wir hatten zum einen vor einigen Tagen dieses großarti-ge US-südamerikanische Angriffsmanöver, da wurde ja ein Angriffskrieg gegen Nordkorea geprobt. Nicht irgendwie eine Verteidigungsmaßnahme oder so was. Das ist natürlich im Vorfeld eines solchen Gipfels voll-kommen unerträglich und jetzt in den letzten Stunden hat ausgerechnet Trump noch mal nachgedoppelt und gesagt, entweder geben die Nordkoreaner ihr Atomwaffenpotenzial auf oder Nordkorea wird das Schicksal Libyens erleiden. Alles ist so grotesk, dass es hier angemessen wäre, wenn Nordkorea sagt, wir verschieben mal den Gipfel, bis der Kerl sich beruhigt hat, weil man weiß ja nicht, ob er weiter tobt, wenn er da ist. Das ist ja alles kurz hin, lass uns das verschieben. Die ganze Welt hätte sich totgelacht über so eine Bemerkung. Aber es ist eben tatsächlich nie ganz sicher, was die USA wirklich machen werden. Eine Sache ist sicher: Die USA haben heute -da gibt es eben diese berühmte Putin-Erklärung dazu- kein überlegenes Waffenpotenzial mehr, mit dem sie Russland aufzwingen könnten oder auch China, was sie wollen. Das heißt, dieses System der Mutually assured destruction – gegenseitig zugesicherten Zerstörungsfähigkeit– dass beide Seiten dies könnten, dieses alte System, das zu Zeiten des Kalten Krieges galt, das gilt jetzt wieder. Es gibt keine Überle-genheit der US-Waffentechnik über den Russen mehr. Das muss man einfach wissen. Wir sind wieder da und wir haben was sehr Interessantes. Wir haben eine Situation, in der Russland mit 12,5 Prozent seines Brut-toinlandsprodukts verschuldet ist und die USA mit 105 Prozent verschuldet sind. Mit anderen Worten, wir ha-ben eine Umkehrung der Situation gemessen damals am Zustand der Sowjetunion. Da hat damals, haben die USA die Sowjetunion praktisch totgerüstet. Die konnten es sich finanziell nicht mehr leisten, nachzurüsten und waren technologisch nicht so weit. Und eine ähnliche Situation haben wir heute. Die USA sind finanziell nicht mehr in der Lage, bestimmte überlegene russische Entwicklungen, die schon zu dieser Pari-Situation und Pattsituation geführt haben, wieder zurückzudrehen in den vorigen Zustand. Und das heißt, all die alten Be-fürchtungen – ich erinnere mich noch sehr genau da dran, das ist aber nun schon zig Jahre her, das ist der Vorteil wenn man etwas älter wird– dass es eben tatsächlich so war, dass wir alle damals gesagt haben: Wird die große russische Macht schweigend ein Stück ihrer Weltmacht abgeben und schweigend sich zurückzie-hen oder werden die versuchen in einer letzten Aufwallung aller Kräfte, ihre gleichberechtigte Großmachtposi-tion durch irgendwie einen riesigen, wahnsinnigen Krieg zu halten? Und heute haben wir die Frage: Werden die USA kampflos von ihrer Hyper-Macht-Position lassen und sich in eine multipolare Welt (eine Welt mit mehreren gleichstarken Staaten) einordnen, die heute der Tatsache nach de facto besteht? Das ist ja was ganz Neues. Und das Problem ist: Ich erkenne zwei wichtige Punkte, die mich nichts Gutes sehen lassen. Das eine ist: Dadurch, dass die Kartelle zugestanden haben – ohne Kartelle wird in den USA niemand Präsi-dent und auch in Deutschland niemand Kanzler oder woanders auch niemand Regierungschef– muss man einfach wissen, alles andere ist Tinnef. Und ich erinnere mich gern an dieses nette Gespräch mit dem Freund eines pakistanischen Präsidenten, mit dem ich beim Wein saß und der sagte zu den demokratischen Gepflo-genheiten in seinem Land und woanders „Ceremony“ – also Show, ja, und diese Dinge. Mit Trump haben die Kartelle klar gemacht, dass es nicht mehr drauf ankommt, die USA gut und im Sinne der Bevölkerung ir-gendwie auch nur als Tünche (Schein) zu verwalten. Sondern die Vereinigten Staaten von Amerika, das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika ist dem Chaos und einer chaotischen Regierung und Verwaltung preis-gegeben, Punkt eins. Punkt zwei: Es zeigt sich auch, dass in einer Weiterdrehe sozusagen, diese Art von Kriegsführung – USA können sich kein richtiges Heer in Syrien mehr leisten – ist alles zu teuer geworden. Also schickt man Terrormilizen, die man vorher ideologisch aufgerüstet hat und nachher auch waffentech-nisch. Dass dieses Chaos-Vorgehen tatsächlich auch weltweit die neue Tour ist, wie die Kartelle weltweite Politik, weltweites Krieg-Führen machen wollen. Und das heißt, niemand weiß, ob das gut gehen kann. Ge-plant ist das nicht. Ich kann mir vorstellen, dass hier tatsächlich dafür gesorgt wird, dass ein großer Teil der Menschheit auch in einem nächsten großen Krieg einfach vernichtet wird. Weil die Kartelle kein Interesse daran haben, erklärtermaßen kein Interesse daran haben, in irgendeiner Form geordnet Krieg zu führen, nachher in einem Kriegsgebiet eine geordnete Verwaltung zu machen. Ich erinnere mal an die Anstrengun-gen, die Großbritannien als Weltreich in seinen Kolonien gemacht hat. Wie unterdrückerisch die auch waren, aber es war eine gewisse Ordnung. Und Teile dieser Ordnungsfähigkeit haben die Länder nach dem Abrü-cken der britischen Mächte auch übernommen, das ist ja sehr interessant. Aber in Wahrheit ist es doch jetzt so, dass man die Länder ins Chaos führt. 2003 war das erste Mal, der Irak ist dem Chaos preisgegeben, Liby-en ist dem Chaos preisgegeben, Afghanistan dem Chaos preisgegeben. Wir können doch nicht vorbeigucken an diesen Sachen. Heute ist die Welt dem Chaos preisgegeben. Die alten Analysen, was macht man, wenn der eine stärker, schwächer oder sonst wie ist. Die amerikanischen Generäle haben Trump gesagt: Okay, du kannst in Syrien auch volle Kraft zuschlagen, aber deine Flotte ist nicht mehr sicher vor russischen Angriffen. Die kannst du abschreiben, sozusagen. Das sind so Dinge, wo man eben klar macht: Die alten Rechenbei-spiele funktionieren nicht mehr. Die USA haben ihre Spitzenstellung verloren und die USA sind keine Macht mehr, die eine geordnete, weltweite Politik betreiben. Das ist außerordentlich – in diesem Doppelpack– au-ßerordentlich bedrohlich. Kla.tv: Jetzt haben Sie das schon sehr oft angedeutet, Ihre Prognosen, wie es weiter geht in Amerika und auch weltweit. Was denken sie jetzt bezogen auf diese Krise in Nahost: Was wird als nächstes passieren? Christoph Hörstel: Wir haben jetzt eine Phase, in der Israel schauen muss: Wie weit drehe ich die Schraube weiter? Habe ich die Amerikaner an der Seite oder nicht? Und ich befürchte eben, dass die Chaospläne auch seitens Israel weitergeführt werden. Wir dürfen nicht vergessen, nicht nur unter den so genannten Lubawit-scher Juden, das ist so eine kleine Sekte, die eben glaubt, wenn wir den Nahen Osten anzünden, kommt der Messias zurück. Ich weiß, dass der Vater von Netanjahu dieser Sekte nicht angehört hat, aber er hat diese Ansicht. Wir tauchen den Nahen Osten in ein Flammenmeer und dann kommt der Messias zurück. Und dann folgt die Herrschaft des auserwählten Volkes sozusagen. Diese Geisteshaltung ist natürlich wahnsinnig. Sie wird nebenbei gesagt im Iran auch von einigen Führungskräften zum Beispiel von Ahmadinedschad unter-stützt. Der möchte auch mal gern so eine Art Flammenmeer provozieren. Und wenn diese Kräfte zu stark werden, dann ist es klar, wird die Sache wahnsinnig gefährlich. Denn aus dem Nahen Osten heraus kann durch die Einbeziehung der Türkei zum Beispiel jedes Unheil kommen. Wir müssen uns ja auch klar machen, dass über Russland Europa direkt mit diesem Konflikt in Zusammenhang steht. Wenn die chaotischen Planer in Washington der Ansicht sind, sie wollten Russland an den Karren fahren und starten irgendeine False Flag Operation. In der Situation, in der wir sind, dass die Mehrheit der Deutschen immer noch ein Haufen Schlaf-Schafe ist und dass Lügen- und Betrugsmedien – ich sag inzwischen nicht mehr Lügenmedien, das sind Be-trugsmedien, das sind Medien die absichtlich die Bevölkerung in Dinge hinein betrügen– das haben die Affä-ren Skripal und dieser angebliche Duma Giftgasangriff deutlich gezeigt, wie die jetzt drauf sind. Wir hatten zwei neue Medienaktionen jetzt. Einmal wegen Assange, wo plötzlich also das große Mitgefühl mit Ecuador herangezüchtet wird, ich verweise nur auf die Süddeutsche Zeitung Seite drei. Ein Schurkenstück ist das, ein journalistisches. Und dann auch wird jetzt plötzlich berichtet, ganz groß auch in der „Süddeutschen“, aber eben auch international, wird berichtet, dass Nowitschok (einfach zu produzierende Nervengifte) durch den Bundesnachrichtendienst beschafft worden sei. Und immer diese Mistsprüche: Ja, und das wurde ja verwen-det bei Skripal, obwohl das keineswegs erwiesen ist, ja. Die Briten haben der OPEC Proben zur Verfügung gestellt. Wer sagt, dass die echt sind? Und all diese Dinge, die da zu Buche stehen, zeigen doch im Prinzip: Unsere Medien werden immer geschickter. Die False Flag Operationen, die sie starten, die Lügen, die sie starten, werden immer intelligenter. Wer kann das heute noch durchschauen, ohne sich intensiv zu befassen? Und dieser Art Dinge zeigen, man kann letztendlich außenpolitisch auch alles machen und jeden verfluchten Krieg vom Zaune brechen, der einem gerade passt, weil die Menschen nicht in der Lage sind – mangels In-formation – zu erkennen, dass sie da hineingelogen worden sind. Das ist eine üble Situation. Und ich sehe voraus, dass sich das in der nächsten Zeit noch verschlimmern wird. Wie weit das geht, kann ich heute nicht sehen. Aber wir wissen eins und das sage ich immer wieder und auch bei den AZK-Vorträgen kann ich nur daran erinnern: Wir rücken dem Finanzcrash immer näher. Italien hat jetzt um eine Viertelbillion Euro gebeten zur Unterstützung seines maroden Systems. Und das ist das gleiche Italien, das schon vorher jedes dreckige Schrottpapier nach Brüssel verkauft hat. Und die EZB hat es kaufen müssen aufgrund unserer Definition. Draghi kennt da gar nichts. Jeder Müll wird gekauft. Wir sind vollkommen überdehnt. In der Sekunde, in der wir den Crash haben, angesichts der relativen, noch immer vorhandenen Informationsfreiheit im Internet, muss das Finanzkartell damit rechnen, dass es auffliegt als der größte Dreck der Menschheitsgeschichte. Und der größte groteske Fehler, den die Menschheit je gemacht hat: Dieses System überhaupt so zuzulassen aus Zins und privater Geldschöpfung. Und wenn das passiert, brauchen die einen Krieg, um uns alle abzulen-ken, von den Dingen, die wirklich wichtig sind. Und dieser Zwang hat in der Gefährlichkeit zugenommen, weil die Finanzsituation so schlecht geworden ist. Da geht's noch nicht mal um die von uns besprochenen ganzen militärischen Entwicklungen, die so unangenehm sind oder um der Hass gegen Russland, der heute schlim-mer ist, als zu Zeiten des Kalten Krieges. Eklig was, wir da machen! Kla.tv: Dann bleibt mir nur herzlichen Dank zu sagen, Herr Hörstel, für dieses Interview und die Einschätzung global. Vielen Dank!

von tz./dd.

Quellen/Links: Interviewaufzeichnung

Geplantes Chaos für Nahost und die USA (Interview mit Christoph Hörstel)

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