Syrien: Wir brauchen Fakten – nicht Sanktionen! (von Dr. Markus Erb) | Kla.TV

Dienstag 05. Juni 2018

Syrien: Wir brauchen Fakten – nicht Sanktionen! (von Dr. Markus Erb) (1 von 2)

Syrien: Wir brauchen Fakten – nicht Sanktionen! (von Dr. Markus Erb) Dienstag, 05.06.2018 (1 von 2)
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Dr. Markus Erb ist Präsident der Schweizer Bürgerbewegung „Bürger für Bürger“. Nach seiner Syrienreise empört er sich über die Beteiligung der Schweiz an den kriegstreiberischen NATO-Sanktionen gegen dieses Land. Er richtet einen dringenden Appell an den Bundesrat der Schweiz: Nehmt als Schweizer eure humanitäre Verantwortung gegenüber den Menschen in Syrien wieder wahr und kehrt zur Neutralität zurück!

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Syrien: Wir brauchen Fakten – nicht Sanktionen! (von Dr. Markus Erb) 05.06.2018

Meinung ungeschminkt – heute mit Dr. Markus Erb, Präsident der Schweizer Bürgerbewegung „Bürger für Bürger“ Der Präsident der Schweizer Bürgerbewegung „Bürger für Bürger“, Markus Erb, nahm über die Ostertage 2018 an einer 2-wöchigen Reise nach Syrien teil. Unter anderem traf er sich mit dem Leiter des Schweizer Büros für humanitäre Hilfe in Damaskus, der über die Aktivitäten der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in Syrien, kurz DEZA, berichtete. Dieser bestätigte, dass die syrische Bevölkerung stark unter den Sanktionen leide. Im Bericht Nr. 51 von „Bürger für Bürger“ tut Dr. Erb seine Empörung über die Sanktionen kund und richtet einen Appell an die Schweiz, ihre humanitäre Verantwortung wieder wahrzunehmen. Wir können nicht nur mit dem Finger zeigen, wir brauchen Fakten! „JA, in der Tat; wie recht er hat, Chinas Sonderbeauftragter für Syrien, Xie Xiaoyan, wenn er betont: Wir brauchen Fakten statt Schuldzuweisung! Wir können doch nicht nur mit dem Finger zeigen, wenn wir Syriens Präsidenten Baschar Al-Assad der Folter und Unterdrückung, des Mordes am eigenen Volke bezichtigen. Wir brauchen doch handfeste Fakten, zumal es hier um die Rechtfertigung des Kriegs gegen Syrien geht! Korrekt wär’s. Nur, die Feinde Syriens brauchen weder Fakten noch Gerechtigkeit! Egal, was die Wahrheit und Gerechtigkeit ist, wenn die NATO-Staaten Syrien mit Krieg überziehen wollen, werfen sie seinem Präsidenten Baschar Al-Assad, den sie den Schlächter von Damaskus nennen, einfach alle möglichen Verbrechen vor: Zum Beispiel skrupelloses Beschießen und Bombardieren der eigenen Bevölkerung oder deren Attackieren mit Giftgas, bis sie (die NATO-Staaten) die Rechtfertigung zum Krieg gegen Syrien geschaffen haben und die gewünschten Sanktionen (…) aussprechen können. Allein ihre Macht der absoluten Meinungshoheit zählt, die den Westmächten erlaubt, ihre eigenen Verbrechen dem Feind, Präsident Baschar Al-Assad, in die Schuhe zu schieben und sie belastende Informationen uns vorzuenthalten. Das zeichnet ein Trugbild, dem nur allzu viele mit vernebeltem Blick Glauben schenken. Die vom Krieg betroffene Bevölkerung, die viel klarer sieht, spricht aber deutliche Worte: «… Eure gefälschte Freiheit … Ihr sprecht von friedlichen Demonstrationen und schießt dann auf uns Bürger! … Dies ist unser Land, nicht Eures, nicht das Land der Sklaven der gefälschten amerikanischen Freiheit» Ist es Feigheit oder unser vernebelter Blick, dass im Gefolge solch dreister Kriegspropaganda doch tatsächlich auf der Homepage des Bundes steht, die Schweiz habe sich den Sanktionsmaßnahmen, welche die Europäische Union am 9. Mai 2011 gegen Syrien verhängt hatte, angeschlossen? Die restriktiven Maßnahmen seien aufgrund einer gewaltsamen Unterdrückung der Zivilbevölkerung durch die syrischen Streit- und Sicherheitskräfte erlassen und am 8. Juni 2012 aufgrund der sich verschlechternden Lage für die Zivilbevölkerung Syriens weiter verschärft worden. Wie bitte? Die Schweiz schließt sich mit verschlossenen Augen, zugestopften Ohren und verschlossenem Mund, den Sanktionen der Feinde Syriens an, die auf Schuldzuweisungen statt auf Fakten basieren! Ist so was möglich? Wo bleibt da die humanitäre Verantwortung der Schweiz gegenüber der kriegsgeplagten Bevölkerung, die von diesen kriegstreibenden NATO-Sanktionen ungemein hart getroffen wird? Hallo! Wir Schweizer unterstützen auf dem Buckel hilfloser Frauen und Kinder NATO-Sanktionen zur Destabilisierung eines Landes, das den imperialen Interessen im Wege steht! Die Schweiz schließt sich unterwürfig Sanktionen an, die nicht der Beendigung des Krieges dienen, sondern im Gegenteil kriegstreibend sind! Damit gehört die Schweiz ganz klar auch zu den Feinden Syriens, was von der syrischen Bevölkerung überhaupt nicht verstanden wird und auch von uns Schweizern nicht gebilligt werden kann! Stoppen wir diese Verletzung unserer Neutralität! Unterstützen wir die Forderung des Walliser SP-Nationalrats Mathias Reynard und seiner 14 parteiübergreifenden Ratskollegen zur Überprüfung der Sanktionen! Rufen wir den Bundesrat auf, diese verbrecherischen Sanktionen gegen die syrische Zivilbevölkerung sofort aufzuheben! Auf dass die Schweiz ihre humanitäre Verantwortung wieder wahrnimmt und zur Neutralität zurückkehrt!“ Liebe Zuschauer, im Folgenden einige „Fakten“ über die Auswirkungen der Sanktionen auf die medizinische Versorgung in Syrien. Vertretern des Internationalen Roten Halbmondes in Aleppo und der Direktor des Universitätskrankenhauses in Aleppo, Dr. Ibrahim Hadid, beklagten Anfang März 2018 eine mangelhafte Versorgung mit Babymilch und medizinischen Prothesen für Kriegsopfer, gerade auch im Bereich von Kinderprothesen. Dr. Hadid kritisierte scharf, dass aufgrund der Sanktionen keine neuen medizinischen Geräte und ebenso keine Ersatzteile für existierende Geräte beschafft werden können. Somit seien viele Geräte nicht mehr einsatzfähig. Viele Opfer, insbesondere welche mit Kopfverletzungen, könnten deshalb nicht adäquat versorgt werden. Zudem würden auch aufgrund der Sanktionen viele Syrer ins Ausland flüchten, was häufig Familienstrukturen zerreiße. Die Heimat der Flüchtlinge sei aber Syrien. Hierhin sollten sie zurückkehren können.

von dd.


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