Freitag 22. Juni 2018

Medienkommentar Terror

Strategischer Austritt der USA aus dem UNO-Menschenrechtsrat (1 von 2)

Strategischer Austritt der USA aus dem UNO-Menschenrechtsrat Freitag, 22.06.2018 (1 von 2)
8:02
219 US-Kriege im Vergleich zu Russland, China, Iran und Deutschland (neue Kurzversion) Sonntag, 09.10.2016 (2 von 2)

Die US-Regierung kritisierte den UNO-Menschenrechtsrat und ist nun aus dem Rat ausgestiegen. Ist der Ausstieg gerechtfertigt oder verbirgt sich ein Kalkül dahinter?

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Strategischer Austritt der USA aus dem UNO-Menschenrechtsrat 22.06.2018

Die US-Regierung ist aus dem UNO-Menschenrechtsrat ausgestiegen. Die US-amerikanische Botschafterin bei der UNO Nikki Haley gibt laut den Systemmedien als Begründung vor, dass der Menschenrechtsrat seinem Namen nicht gerecht werde. Außerdem, so Haley, seien gegen das mit der US-Regierung verbündete Israel mehr Sanktionen erlassen worden als gegen die US-Feinde Syrien, Nordkorea und den Iran zusammen. Wenn das „reformiert“ würde, so Haley weiter, seien Gespräche für einen Wiederbeitritt denkbar. Soweit die Meldungen der Systemmedien. „Alles tanzt nach meiner Pfeife“ hieß einst ein Film mit dem französischen Komiker Louis de Funès. Diesem Slogan verpflichtet lebt ganz offensichtlich die US-Regierung – nur alles andere als humorvoll, sogar bis in den UNO-Menschenrechtsrat hinein. Doch liegt der US-Regierung wirklich die Einhaltung von Menschenrechten so sehr am Herzen, oder was sind die Beweggründe? Wenn es die Menschenrechte wären, dann hätte die US-Regierung mit ihren vielen Kriegen nicht so krass gegen Menschenrechte verstoßen. Hier seien nur einige Beispiele aus einer schier unerschöpflichen Fülle genannt: Kla.tv dokumentiert in der Sendung „219 US-Kriege im Vergleich zu Russland, China, Iran und Deutschland“ [www.kla.tv/9136] die menschenverachtende Angriffslust der US-Regierung durch ihre ganze Geschichte hindurch bis zum Jahr 2014. Nach der Erstausstrahlung dieses Filmes erreichte Kla.tv der Hinweis, dass Bücher, wie z.B. „Der Moloch“ von Karlheinz Deschner sogar eindeutige 1000 Angriffskriege der US-Regierung nachweisen. - Nicht minder menschenrechtsverletzend ist die von der US-Regierung praktizierte verdeckte Kriegsführung [www.kla.tv/3359], die Sondergruppen und sogar ganze Länder gegen ein Zielland aufhetzt und in den Krieg treibt. Beispiele für solche Zielländer sind der Irak, Libyen, Syrien sowie Russland, das durch die US-forcierte NATO-Osterweiterung äußerst bedroht ist. Neben den machtstrategischen Kriegen der US-Regierung sei zum Thema Menschenrechtsverletzungen auch der moderne US-Kolonialismus erwähnt, beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo. Trotz ihres großen Rohstoffreichtums an Kupfer, Diamanten und Kobalt zählt sie [www.kla.tv/11656] heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Nachdem das Land sich von der belgischen Kolonialherrschaft befreit und Eigenständigkeit erlangt hatte, wurde der frisch gewählte Ministerpräsident Patrice Lumumba 1960 in einem von US-Geheimdiensten initiierten Putsch gestürzt und ermordet. Er wurde durch einen US-getreuen, CIA-gestützten Diktator ersetzt. Dieser gewährte den US-Konzernen unbegrenzten Zugriff auf die kongolesischen Ressourcen. Soweit eine kleine Auflistung der Menschenrechtsverstöße, ja Genozidverbrechen, der US-Regierung in ihren Auslandsaktivitäten. Wenngleich sich die US-Regierung gerne selber ein Menschenrechtskränzlein windet, so sollen an dieser Stelle auch die Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land nicht unerwähnt bleiben. Beispielsweise im US-Strafvollzug: [www.kla.tv/12568] Laut der US-amerikanischen Journalistin Abby Martin machen die USA zwar nur fünf Prozent der Weltbevölkerung aus, würden aber 25 Prozent aller Gefängnisinsassen weltweit stellen. 2,2 Mio. Menschen, d.h. jeder hundertste US-Amerikaner, würden derzeit in US-Gefängnissen dahinvegetieren. Erschreckend dabei ist, dass vornehmlich Menschen aus unteren Schichten, insbesondere Farbige, oftmals wegen Minimaldelikten jahrelang hinter Gitter sitzen. Die Gefangenen werden zudem bei unmenschlichen Lebensbedingungen als billige Arbeitskräfte für multinationale Konzerne missbraucht. Was für eine krasse Doppelmoral der Menschenrechte predigenden US-Regierung! Angesichts all dessen drängen sich geradezu Fragen auf: Soll weltweit mehr denn je alles und jeder nach der US-Pfeife tanzen, auch der Menschenrechtsrat in seinen Bewertungen der Verstöße? Und will hier –nach dem Motto „America first“ – die US-Regierung mit weißer Weste dastehen? Und das nur, damit – nachdem der Menschenrechtsrat in ihrem Sinne „reformiert“ wurde und die USA ihm wieder beigetreten sind – die US-Regierung ihre Konkurrenten je nach Belieben als Schurken dastehen und sanktionieren lassen kann?

von hm.


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