„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle? | Kla.TV

Freitag 13. Juli 2018

Medienkommentar Ideologie

„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle? (1 von 2)

„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle? Freitag, 13.07.2018 (1 von 2)
Wer sind die wahren Extremisten? Freitag, 20.04.2018 (2 von 2)

Am 27. Juni schied die deutsche Nationalmannschaft aus der Fußball-Weltmeisterschaft aus. Für viele Deutsche bedeutete dies eine herbe Enttäuschung. Nicht so für die „Linksjugend“ und die Grünen-Politikerin Claudia Roth. Jenen war der aufbrechende Patriotismus durch das Mitfiebern mit der deutschen Mannschaft ein Dorn im Auge. Erfahren Sie jetzt, mit welcher Intoleranz gerade diese Parteien, die ständig anderen Toleranz predigen, Andersdenkende schädigen.

Direktlink zu dieser Sendung:
Direktlink zu dieser Abspielposition:
Sendung auf eigener Internetseite einbinden
"„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle?"
Alle 2 Sendungen vom "13.07.2018" einbinden

„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle? 13.07.2018

Am 27. Juni schied die deutsche Nationalmannschaft nach einem sehr mittelmäßigen Spiel aus der Fußball-Weltmeisterschaft aus. Für viele Deutsche bedeutete dies eine herbe Enttäuschung. Doch die Redewendung „Des einen Freud, des andern Leid“ bewahrheitet sich auch hier. Denn sowohl für die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth als auch für die Linksjugend war der durch das Mitfiebern mit der deutschen Mannschaft aufbrechende Patriotismus ein Dorn im Auge. Für Frau Roth waren zwar kleine Fähnchen gerade noch zumutbar, aber damit sollte man es ihrer Meinung nach auch belassen „Natürlich darf man sich freuen, wenn die deutsche Mannschaft gut spielt und gewinnt. Und ich will auch niemandem verbieten, ein Fähnchen aufzuhängen. Ich finde aber, dass es uns Deutschen gut zu Gesicht steht, wenn wir Zurückhaltung walten lassen mit der nationalen Selbstbeweihräucherung.“ Frau Roth befürchtete folglich, dass die ausgelassene Freude der Fußballfans im Nationalismus enden könnte. Ebenso wollte sie aber auch bei Fahnen Vorsicht walten lassen, da ihrer Meinung nach die AfD die deutsche Fahne instrumentalisiere, um Ausgrenzung gegenüber Menschen zu signalisieren. Da sich diese Tatsache in ihren Augen nicht ausblenden ließe, sollte man dies auch beim Feiern im Auge behalten. Für die Jugendorganisation der Partei Die Linke, „Solid“, waren allerdings sogar kleine Fähnchen schon unzumutbar: Dass der „öffentliche Raum zunehmend schwarz-rot-gold gefärbt“ sei, werde oft „als harmloser Party-Patriotismus verklärt“. Um nun diesem sogenannten „WM-Nationalismustaumel konsequent entgegenzutreten“, rief die Organisation auf ihrer Homepage zum „Deutschland knicken“ auf. Dazu fertigten sie extra eine Broschüre an mit dem Titel „Techniken und Kniffe für das Fähnchenfangen“. Darin wird präzise das Für und Wider von „Abbrechen“, „Abreißen“, „Abschneiden“ und „Anbrennen“ erläutert. Das Fazit lautete: „Testsieger für geplante Aktionen ist das Abschneiden, bei dem eine mitgeführte Schere schnelle und sichere Ergebnisse liefert“ – was allerdings einem klaren Aufruf zum Diebstahl bzw. zur Sachbeschädigung gleichkommt. Doch erachteten die jungen Linken diesen Aufruf als notwendig, da nicht zu vermeiden sei, dass das Mitfiebern für das eigene Team unweigerlich zu Stolz auf das ganze Land führe. Das habe ihrer Meinung nach dann zur Folge, dass man andere, wie Migranten und Farbige, die nicht als Teil des „nationalen Kollektivs betrachtet werden“, ausschließe und verletze. Um nun bei den betroffenen Fußballfans einen Denkprozess auszulösen, wurde empfohlen, das zerstörte Fähnchen durch einen Flyer zu ersetzen. Dabei wird der Fähnchenbesitzer neben dem Slogan „Sag nein zu Deutschland“ über seinen „Fehlkauf“ folgendermaßen aufgeklärt: „Ich habe ihre Nationalfahne entfernt. Egal aus welcher Motivation Sie diese Fahne angebracht haben, sie produziert in jedem Fall Nationalismus. Diese Fahne steht nicht für Fußball oder irgendein Team, sondern für deutsche Identität. Mit nationalen Symbolen wie diesem Autofähnchen wird eine „nationale Gemeinschaft“ konstruiert, also die eigene Identität betont und damit Nationalismus erzeugt. Und Nationalismus hat für viele Menschen fatale Konsequenzen.“ Man mag ja über Fußballfieber oder Nationalismus denken, wie man will und mag auch der Rummel zur Fußball-WM übertrieben sein. Aber wir leben in einem Land, in dem Meinungsfreiheit und Toleranz hohe Bedeutung haben. Und dies betonen gerade die Linken und auch die Grünen am meisten. Sie predigen anderen Toleranz und Rücksichtnahme und sind dabei selbst aufs Äußerste intolerant. Sie haben keinerlei Skrupel, ihre Mitmenschen zu schädigen, wenn diese eine andere Meinung vertreten. Es scheint nicht einmal Frau Roth als Bundestagsvizepräsidentin zu stören, wenn in einer Demonstration von Linksautonomen Parolen wie „Deutschland verrecke!“ und „Deutschland, du mieses Stück Scheiße!“ zu hören sind und damit die deutschen Bürger aufs Übelste ausgegrenzt und verletzt werden. Für ihre eigenen Belange sind sowohl die Grünen als auch Linken nicht so unsensibel: Würden nämlich irgendwelche Personen oder gar eine Partei zur Zerstörung von deren Plakaten oder Flyern aufrufen, würden diese sofort als Neonazis gebrandmarkt und mit strafrechtlichen Konsequenzen belegt werden. Die Meinungs- und Gesinnungsfreiheit ist ein hohes Gut, das auch von linksgerichteten Parteien geschützt werden sollte. Ansonsten wird das für die Menschen in Deutschland fatale Konsequenzen haben.

von rh


„WM-Nationalismustaumel“: Gilt Meinungsfreiheit nicht für alle?

Sendung und Zubehör in der gewünschten Qualität herunterladen:
Film-Datei (.mp4)
Bitte Downloadqualität auswählen
Ton-Datei (.mp3)
Bitte Downloadqualität auswählen





↑ Neuere anzeigen ↑
Medienkommentar
{{themeblock.title}}

↓ Ältere anzeigen ↓