Hiroshima und Nagasaki 1945 – die Lüge über humanitäre Kriegsführung | Kla.TV

Montag 06. August 2018

Archiv-Sendung Terror

Hiroshima und Nagasaki 1945 – die Lüge über humanitäre Kriegsführung (2 von 2)

Die Atombombe – Krieg in seiner letzten Konsequenz Montag, 06.08.2018 (1 von 2)
Hiroshima und Nagasaki 1945 – die Lüge über humanitäre Kriegsführung Donnerstag, 24.08.2017 (2 von 2)

Die Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki sei, so stellte es sich im Nachhinein heraus, aus militärischer Sicht völlig unnötig und der Mythos vom „humanitären“ Atombombeneinsatz lediglich ein Vorwand gewesen. Das eigentliche Ziel der USA war allem Anschein nach bereits lange vor dem Krieg geschickt eingefädelt worden...

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Hiroshima und Nagasaki 1945 – die Lüge über humanitäre Kriegsführung 24.08.2017

Am 9. August 2017 jährte sich zum 72. Mal der Tag, an dem die US-Regierung die zweite Atombombe in der Geschichte der Menschheit in der japanischen Stadt Nagasaki zum Einsatz brachte. Die Stadt hatte zu jenem Zeitpunkt ca. 260.000 Einwohner. Mit der Explosion der Plutoniumbombe mit 21.000 Tonnen an Sprengkraft starben unmittelbar 22.000 Menschen, fast ausschließlich Zivilisten; beinahe das halbe Stadtgebiet wurde zerstört. Nach Schätzungen starben weitere 70.000 bis 80.000 Menschen innerhalb der nächsten vier Monate an ihren Verletzungen und der radioaktiven Strahlung. Weitere zehntausende Menschen starben einen qualvollen Krebstod in den Jahren und Jahrzehnten danach. Dazu kamen die völlig deformiert geborenen Babys, die nur eine kurze Lebenserwartung hatten. Zusammen mit Hiroshima, das drei Tage vorher der ersten US-amerikanischen Atombombe zum Opfer gefallen war, sind ca. 500.000 Menschen getötet worden. Vor der Weltöffentlichkeit wurde der Einsatz der Atombomben von der US-Führung humanitär begründet, nämlich dass man dem erbitterten japanisch-amerikanischen Krieg ein schnelles Ende bereiten und auf diesem Weg ein Blutvergießen für einige tausend US-Soldaten verhindern wollte. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieser Mythos vom „humanitären“ Atombombeneinsatz lediglich ein Vorwand war. Später kam nämlich ans Licht: Die US-Militärs und Präsident Truman waren darüber informiert, dass Japan praktisch kampfunfähig war. 60 Prozent der japanischen Großstädte waren zerstört, ebenso der größte Teil der Flotte und die Luftstreitkräfte. Die amerikanische Luftaufklärung hatte die Lage im Juli 1945 so eingeschätzt, dass Japan kurz vor der Kapitulation stand. Am 9. Juli hatte der japanische Botschafter Sato Naotake daher bereits um Friedensverhandlungen gebeten. Die Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki war somit aus militärischer Sicht völlig unnötig. Dies bestätigte auch US-General Curtis LeMay, der berühmte für die Bombardierung zuständige Befehlshaber. In einer Pressekonferenz am 20. September 1945 sagte er wörtlich: „Der Krieg wäre in zwei Wochen vorbei gewesen, ohne dass die Russen einmarschiert wären und ohne die Atombombe. Die Atombombe hatte mit dem Ende des Kriegs überhaupt nichts zu tun.“ Doch warum wurde die Atombombe dann überhaupt abgeworfen? Gemäß verschiedenen Kritikern, wie zum Beispiel dem US-amerikanischen Historiker Gar Alperovitz, wollte die US-Regierung mit dem Einsatz der Atombombe vor allem eine klare militärische Überlegenheit zur Schau stellen, um den sowjetischen Staatschef Josef Stalin einzuschüchtern. Stalin meldete nämlich auf der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 und auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 immer größere Ansprüche an. Er kündigte an, in den Krieg gegen Japan einzugreifen und Land zu vereinnahmen. Mit den Atombomben galt es nun vor allem Stalin zuvorzukommen. Die US-Regierung habe „den Kuchen mit niemandem teilen“ und als alleiniger Sieger die Macht übernehmen wollen. Unter diesen Vorzeichen hatte es US-Präsident Truman daher abgelehnt, die Bombe über eine unbewohnte japanische Insel zu demonstrieren, und er lehnte es darüber hinaus auch ab, die Einwohner der beiden Städte vorher zu warnen, um eine Evakuierung zu ermöglichen. Trumans Absicht war es, eine maximale Zerstörung und Einschüchterung auszulösen, um die klare Überlegenheit der USA zu demonstrieren und so die Sowjets aus dem Pazifik fern zu halten. Laut verschiedenen US-Historikern und anderen Forschern – wie beispielsweise dem deutschen Schriftsteller Harry Thürk – sei dieses Ziel der US-Dominanz im Pazifik allem Anschein nach bereits lange vor dem Krieg geschickt eingefädelt worden. Die US-Regierung führte schon seit Jahren einen vehementen Wirtschaftskrieg gegen Japan mit einer Seeblockade und Sanktionen. Japan wurde komplett von allen Rohmaterialien abgeschnitten, einschließlich Rohöl und Eisen. Japan sah nur zwei Möglichkeiten – entweder sich auf Gedeih und Verderb der Einflussnahme der US-Regierung zu unterwerfen oder einen Befreiungsschlag durchzuführen, indem es die US-amerikanische Pazifikflotte vernichtete, welche Japan im Würgegriff hielt. Diesen verzweifelten Befreiungsschlag hatten US-Präsident Roosevelt und das Pentagon bewusst provoziert. Der Angriff auf die US-Flotte in Pearl Harbour kam daher nicht überraschend. Das heißt, Präsident Roosevelt nahm den Tod von fast 2.400 eigenen US-Soldaten und -Matrosen in Kauf, um damit Japan und Deutschland, Japans Verbündeten, den Krieg erklären zu können. Die neuen leistungsfähigen und hochgerüsteten Flugzeugträger der US-Marine wurden übrigens vor dem Angriff aus dem Hafen in Sicherheit gebracht. Die Japaner zerstörten somit lediglich alte und zum Teil ausgediente US-Kriegsschiffe, wie es zum Beispiel der deutsche Schriftsteller Harry Thürk in seiner als Tatsachenbericht bezeichneten Publikation „Pearl Harbor – Die Geschichte eines Überfalls“ darlegte. Die Geschichte lehrt uns somit, dass Krisen und Kriege besonders gründlich beleuchtet werden sollten mit der Frage: Wem nützt es? Insbesondere humanitär begründete Kriegsabsichten sollten entgegen allen Äußerungen von Politikern und Medien auf verdeckte Machtinteressen genauestens untersucht werden. Aktuell beispielsweise die von US-Präsident Trump genannte Option, die US-Militärs aus humanitären Gründen zur Schadensminimierung und Demokratisierung in Venezuela eingreifen zu lassen (siehe:www.kla.tv/10933). Oder Trumps Warnung, einen präventiven Erstschlag gegen Nordkorea zu führen, um Nordkorea von seinem Raketen- und Atomwaffenprogramm abzuhalten und die USA und die umliegenden Länder vor einer Bedrohung Nordkoreas zu schützen (siehe: www.kla.tv/10935 und www.kla.tv/10352). Und nicht zuletzt gilt es äußerst wachsam hinzuschauen und zu fragen, wem nützt es, wann immer Russland als unberechenbarer, menschenrechtsverachtender Aggressor gebrandmarkt, mit Sanktionen überschüttet und militärisch umzingelt wird (siehe: www.kla.tv/10894).

von hm.


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