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Offenen Brief der Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD) zur „Propaganda der Panorama-Sendung des NDR“ https://www.mwgfd.org/2026/03/offener-brief-zur-propaganda-der-panorama-sendung-des-ndr/ Fachstimmen fordern die sofortige Aufhebung der Masernimpfpflicht https://www.kla.tv/39764 99 % Rückgang der Maserntodesfälle VOR Start der Impfungen – Sterbestatistik entlarvt Propaganda-Trick der Pharmaindustrie https://www.kla.tv/39635 |
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12.03.2026 | www.kla.tv/40620
[Kla.TV] Wir begrüßen im Kla.TV-Interview den Mediziner Dr. Andreas Sönnichsen. Wir freuen uns Ihnen heute eine Plattform geben zu können, um zu den aktuellen Berichten von ARD und Tagesschau zur Masern-Impfpflicht Ihre Sicht darzulegen. Zuvor stellen wir Sie kurz vor: Sie sind in Deutschland geboren und aufgewachsen, haben in den USA und in München Medizin studiert, und waren nach Ihrer Facharztausbildung von 1997 bis 2012 in eigener Praxis als hausärztlicher Internist tätig. Parallel begannen Sie mit wissenschaftlichen Arbeiten zur evidenzbasierten Medizin, Patientensicherheit und Medikationssicherheit. 2006 wurden Sie als Professor ernannt für Allgemeinmedizin an der Paracelsus-Universität Salzburg. Es folgten weitere Professuren an der Universität Witten-Herdecke und an der Medizinischen Universität in Wien. 2013 erhielten Sie den David-Sackett-Preis für evidenzbasierte Medizin und waren auch 2019 bis 2021 der Vorsitzende des Deutschen Netzwerks für evidenzbasierte Medizin. Sie sind zudem Autor des Lehrbuchs „Wissenschaftskompetenz in der Medizin“ [https://www.amazon.de/Wissenschaftskompetenz-Medizin-Christian-Jassoy/dp/3132432091] sowie des Buchs „Die Angst-und Lügen-Pandemie“ zur Aufarbeitung der Corona-Krise. Weiter haben Sie 100 international gelistete Fachpublikationen zu verzeichnen. Über Jahre haben Sie die Interessenskonflikte von Ärzten und Wissenschaftlern angeprangert, die zu einer Schönfärbung der Wirksamkeit von medizinischen Maßnahmen beitragen. Dafür wurden Sie auch immer wieder kritisiert, aber dennoch wurde Ihre Kritik geschätzt. Erst seit Corona sei kein wissenschaftlicher Diskurs mehr möglich gewesen, so berichten Sie in Ihrem Buch. Während der Corona-Pandemie wagten Sie es öffentlich, die Corona-Maßnahmen zu hinterfragen und vor deren fatalen Folgen zu warnen. [https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19] Sie riskierten und verloren dadurch ihre Professur an der Universität Wien und kurze Zeit später auch ihren Vorsitz im Deutschen Netzwerk für evidenzbasierte Medizin. Doch Sie haben sich nicht abbringen lassen. Auch nach Corona waren Sie wieder aktiv und haben sich z.B. kritisch zur Masern-Impfpflicht geäußert. [www.kla.tv/40015] Zum Beispiel mit einem Vortrag bei einem Presse-Symposium zum „Masernschutzgesetz“. [www.kla.tv/39764] Ihr Fazit zur Frage: „Schadet die Masernimpfung?“, war: „Das Nutzen-Schadensverhältnis aus Sicht des individuellen Kindes, und um das geht es, ist definitiv negativ.“ Kürzlich schrieben Sie einen offenen Brief an die deutsche Gesundheitsministerin Nina Warken. [https://infotakt.kla.tv/p/sonnichsen-fordert-warken-heraus ] Am 26. Februar 2026 waren Sie Gesprächsthema in der ARD-Panorama-Sendung zum Thema: „Masern: Wie Impfgegner die Impfpflicht sabotieren“. Dr. Sönnichsen, wie kam es dazu? [Dr. Andreas Sönnichsen] Ja, wie kam es dazu? Ich wurde von einem Journalisten des Norddeutschen Rundfunks angerufen, und es wurde mir gesagt, wir wollen einen ausgewogenen Beitrag zum Für und Wider der Masern-Impfpflicht drehen. Wären Sie bereit, da mitzutun und zu einem Interview aufzutreten? Und dann habe ich gesagt, ja, also prinzipiell bin ich da natürlich gerne bereit, dazu beizutragen. Und ich freue mich darüber, dass offensichtlich hier der Plan besteht, tatsächlich einen Diskurs anzustoßen zu dieser Impfpflicht, die ja nun doch durchaus umstritten ist – nicht nur bei Impfgegnern übrigens. Und ich bin ja selber auch gar kein Impfgegner, sondern ich bin ein Impfkritiker, und vor allem bin ich ein Anhänger der evidenzbasierten Medizin. Und bei jeder Impfung, unter anderem natürlich auch bei der Masern-Impfung, genau anschauen, was sind die Für- und was sind die Wider-Punkte. Wie ist die Studienlage? Wie ist die epidemische Lage? Und ist die Impfung gerechtfertigt? Macht sie überhaupt Sinn? Wie effektiv ist sie? Welche Nebenwirkungen sind damit verbunden? Und steht es in einem angemessenen Verhältnis zum möglichen Schaden durch Masern? Dieser Diskurs muss geführt werden. [Kla.TV] Ja, die Sendung an sich war ja dann weit von Ausgewogenheit entfernt. Ich zitiere aus der Sendung, sie reden dann davon: „Nicht zu vergessen sind die Masern. Noch vor 50 Jahren starben regelmäßig Kinder in Deutschland daran.“ Und dann geht es weiter: „Masern können schwere Folgen haben oder sogar tödlich enden.“ Und dann wird ein Dr. Hartig zitiert: „Wir in Deutschland kennen das nicht mehr – weil wir die Kinder impfen. Weltweit haben wir mehrere tausend Todesfälle durch die Masern jedes Jahr.“ Was können Sie uns zu den Gefahren sagen, welche von der Masern-Erkrankung ausgehen? [Dr. Andreas Sönnichsen] Naja, also die Masern sind natürlich keine ganz harmlose Erkrankung, das muss man schon ganz klar sagen. Allerdings, und da haben wir sehr gute Daten aus den USA, denn in den USA ist die Masern-Meldepflicht, also Masern als meldepflichtige Erkrankung war bereits 1912 eingeführt worden. Im Gegensatz zu Deutschland, hier gibt es ja die Masern-Meldepflicht erst seit 2001. Das heißt also, die wurde eingeführt zu einer Zeit, als schon mehr oder weniger die Bevölkerung geimpft war. An den US-amerikanischen Zahlen erkennen wir, dass bis Anfang der 60er Jahre die Sterblichkeit durch Masern auf nahe Null gesunken ist. Man sieht jedenfalls, auch wenn man die Zahlen dann weiterverfolgt, in die Impfzeit hinein, sieht man keinen weiteren Abbruch der Todesfallzahlen, sondern die gehen einfach allmählich weiter runter, so wie sie vorher auch schon runtergegangen sind. Also wir sehen da überhaupt keinen Einfluss der Einführung der Impfung. Dazu muss man sagen, wenn heute davon gesprochen wird, wie in der Panorama-Sendung, dass vor 50 Jahren Kinder an Masern gestorben sind, dann ist das kein legitimer Vergleich. Denn im Vergleich zu vor 50 Jahren, also den 50er-, 60er- oder noch mehr, vor Einführung der Impfung, war in Deutschland noch eine vollkommen andere Situation. Das war noch Nachkriegszeit, wir hatten nicht die medizinische Versorgung, die wir heute haben, wir hatten nicht die Hygienebedingungen, die wir heute haben. Ich erinnere mich noch, wenn wir bei meiner Oma zu Besuch waren, in Mainz, dann kam das Wasser braun aus der Leitung. Also wir haben einfach eine ganz andere Situation heute. Und die Masern-Todesfallzahlen aus den 50er, 60er Jahren jetzt anzuführen, um die Masern-Impfpflicht zu begründen, ist einfach absurd. Wir müssen hier tatsächlich uns die Daten anschauen, die derzeit vorliegen. Und wir haben so gut wie keine Masernfälle. Im langjährigen Mittel, also wenn man die letzten zehn Jahre anschaut, dann haben wir durchschnittlich 330 Masernfälle pro Jahr. Bei 83 Millionen Einwohnern. Das heißt, diese Erkrankung spielt im Moment überhaupt keine Rolle. Nun wird ja von den Impfbefürwortern immer angeführt, ja, das ist ja deswegen, weil eben alle geimpft sind. Stimmt eben nicht. Also über 50 Prozent der sogenannten Herdenimmunität, die wir ja heute hochhalten, die kommt noch von der Bevölkerung, die die Masern durchgemacht hat, nämlich alle vor 1973 Geborenen. Und das ist noch 50 Prozent der Bevölkerung. Also 50 Prozent der Bevölkerung haben derzeit noch einen natürlichen Masernschutz, der viel besser ist als der Impfschutz. Jemand, der die Masern einmal in seinem Leben durchgemacht hat, ist den Rest seines Lebens immun dagegen. Die Impfung hat nur eine Effektivität, eine reale Effektivität von 80 bis 85 Prozent. Da gibt es einen Cochrane-Review [systematische Übersichtsarbeit, die Studien umfassend und nach strengen methodischen Standards zusammenfasst] dazu. Also das ist jetzt nicht so, dass ich mir diese Zahlen aus den Fingern sauge, sondern das sind Beobachtungsstudien, die eben sehr akribisch wissenschaftlich ausgewertet wurden. Das RKI und die Impfpropagandisten in Deutschland behaupten immer, die Impfeffektivität liegt bei 98 Prozent. Das stimmt leider nicht. Die Serokonversionsrate liegt bei 98 Prozent. [Kla.TV] Können Sie das nochmal erklären? Was ist Serokonversion? [Dr. Andreas Sönnichsen] Serokonversion, das heißt, wenn man jemand impft und danach die Antikörper misst, dann steigen die an. Die steigen aber natürlich viel weniger stark an, als wenn jemand die Erkrankung durchgemacht hat. Und dieser Antikörperanstieg ist eben auch kein sicherer Schutz. Das heißt hier, für die Impfeffektivität die Serokonversionsraten heranzuziehen, ist falsch. Man muss die reale Impfeffektivität messen. Aber wenn man sich anschaut, Masernfälle gegen Masernkomplikationen und Effektivität der Impfung zur Verhinderung tödlicher Ereignisse oder zur Verhinderung von Komplikationen, dann muss man sich natürlich beide Seiten von der Medaille ansehen. Und das heißt, man muss sich auch anschauen, welche Nebenwirkungen diese Impfungen machen. Und das wird völlig falsch angefasst. RKI und auch, das ist jetzt in der Panoramasendung nicht so ganz klar rausgekommen, aber das wird üblicherweise so gemacht. Man vergleicht, wenn 10.000 Menschen an Masern erkranken, gibt es so und so viele Komplikationen. Was schon nicht stimmt, weil die Zahlen von den 60er Jahren zugrunde gelegt werden. Aktuelle Zahlen aus Deutschland haben wir ja gar nicht. Aber 10.000 Masernfälle werden mit 10.000 Geimpften verglichen. Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, weil es gibt keine 10.000 Masernfälle, sondern es gibt eben nur pro Jahr 230 Masernfälle, im letzten Jahr jetzt. Und dem gegenüber gab es aber letztes Jahr 1,2 Millionen Impfungen. Das heißt, es werden viel mehr Impfungen gemacht, als Masernfälle sind. Und deswegen, selbst wenn die Komplikationsrate der Masern höher ist als die Komplikationsrate der Impfung, absolut gesehen treten viel mehr Komplikationen nach Impfungen auf als nach Masern. [Kla.TV] Ja, in der Panoramasendung wird ja gesagt, häufige und schwere Impfnebenwirkungen [gemeint ist: Impfnebenwirkungen] gibt es nicht. Was sagen Sie dazu? [Dr. Andreas Sönnichsen] Ja, das ist ja falsch. Das ist ja eine glatte Lüge. Also es werden jedes Jahr ungefähr 100 bis 150 schwere Impfnebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. So, das Paul-Ehrlich-Institut analysiert diese Fälle und da gibt es eine Analyse des Jahrzehnts von 2001 bis 2012. Und bei den Fällen, die da gemeldet wurden, durchschnittlich eben ungefähr 120 pro Jahr schwere Fälle, nicht die leichten, die sind gar nicht mitgezählt, ja, schwere Fälle. Bei denen sagt selbst das Paul-Ehrlich-Institut, dass ungefähr bei der Hälfte der Fälle ein Kausalzusammenhang mit der Impfung möglich oder wahrscheinlich ist. So, dann sind wir also, sagen wir mal von den 120, nehmen wir mal an, das Paul-Ehrlich-Institut hat da recht, ja. Wobei wir ja wissen, dass das Paul-Ehrlich-Institut immer abwiegelt. Das heißt also eher die Tendenz aufweist, die Impfung zu verharmlosen und Impfschäden zu leugnen. Aber nehmen wir mal an, es sind wirklich nur 60 dann, die tatsächlich kausal mit der Impfung zusammenhängen. So, dazu kommt jetzt, wir haben ein Underreporting [bezeichnet die unvollständige oder unterschätzende Meldung Daten] von ungefähr 10 bis 20 zu 1. Und das ist auch, das gibt auch das Paul-Ehrlich-Institut selbst in seinen Publikationen zu… [Kla.TV] Underreporting heißt dann was? [Dr. Andreas Sönnichsen] Jeder zehnte bis jeder zwanzigste Impfnebenwirkungsfall wird nur gemeldet. Ja, jetzt können wir also die 600 mal 20 nehmen, dann sind wir bei 1.200, bei 1.200 Nebenwirkungen. Und was ja auch dafür spricht, dass diese Nebenwirkungen nicht so selten sind, sind eben Studien [https://www.kla.tv/39860] wie zum Beispiel die Henry-Ford-Studie, die jetzt vor kurzem publiziert wurde. Die ja gezeigt hat, dass geimpfte Kinder ein wesentlich höheres Risiko für chronische Erkrankungen haben als ungeimpfte Kinder. Ja, das waren knapp 60 Prozent der geimpften Kinder hatten mindestens eine chronische Erkrankung im Gegensatz zu nur 18 Prozent bei den Ungeimpften. Also diese Impfnebenwirkungen sind nicht so selten. Und wenn wir die Rechnung nochmal vervollständigen, ja, also wir haben 1.200 schwere Impfnebenwirkungen, von denen ungefähr 5 bis 10 Prozent nur gemeldet werden. Und wir haben 1,2 Millionen Impfungen, die jedes Jahr durchgeführt werden, circa. Also es wird ja jeweils ein Geburtsjahrgang geimpft und dann nochmal geimpft. Das heißt, ein Geburtsjahrgang in Deutschland sind ungefähr 650-/700.000 Kinder. Wenn die alle zweimal geimpft werden, dann wären wir bei 1,4 Millionen Impfungen. Nee, haben wir aber nicht. Es gibt ja eine gewisse Reihe von Menschen, die eben die Impfung ablehnen und die dann auch Wege finden, um die Impfung rumzukommen. Also sagen wir mal 1,2 Millionen Impfungen – 1.200 Impfschäden. Das heißt, jedes tausendste Kind ist von einem Impfschaden betroffen. [Kla.TV] Das ist schon eine ganze Menge. Also das würde ... [Dr. Andreas Sönnichsen] Und das ist schon eine ganze Menge. Ich meine, natürlich ist die Chance sehr groß, dass mein Kind zu den 999 gehört, bei denen nichts passiert. Aber ich finde, also man muss das ja dann in Relation sehen zu dem Nutzen der Impfung. Und der Nutzen, also der individuelle Nutzen der Impfung ist im Moment null. Weil es keine Masernfälle gibt, ja, ist ja nochmal was anderes, wenn jetzt Eltern sich entscheiden, dass sie mit ihrem Säugling nach Nigeria ziehen möchten und da im Busch arbeiten. Da kann man noch drüber diskutieren, ja, da sind die Masern noch endemisch, ob es dann vielleicht Sinn macht, das Kind zu impfen. Aber für ein deutsches Kind ist die Nutzen-Schaden-Relation eindeutig negativ. So, und das ist ja meine Argumentation. Ich stelle ja nun Impfbefreiungen aus. Und meine Argumentation ist eben eine relative Kontraindikation. Die ist in der Medizin so definiert, dass der Schaden der medizinischen Maßnahme mit einer hohen Wahrscheinlichkeit höher ist als der Nutzen. Und die Zahlen sind für Deutschland vollkommen klar. Also die Impfung hat ein höheres Schadenpotenzial als einen Nutzen für ein gesundes deutsches Kind in der derzeitigen epidemiologischen Situation. Wenn, also jetzt können wir darüber diskutieren. Ja, natürlich, ja, das ist ja nur deswegen, weil alle geimpft sind. Ja, mag sein. Aber für mich gilt das individuelle Kind, das vor mir sitzt. [Kla.TV] Ja, das lassen Sie Impfbefürworter ja nicht gelten. Sie sagen, es ist ein kollektives Risiko. Wir brauchen eine Herdenimmunität. Wie würden Sie damit umgehen? [Dr. Andreas Sönnichsen] Und die Herdenimmunität haben wir zu 50 Prozent noch durch die Menschen, die die Masern durchgemacht haben. Also es ist eine Milchmädchenrechnung, dass das ein Verdienst der Impfung ist. [Kla.TV] Es gibt auch andere Autoren, die sagen, eine Herdenimmunität gibt es ohnehin nur durch die natürlich durchgemachte Krankheit und nicht durch die Impfung. Würden Sie das unterschreiben? [Dr. Andreas Sönnichsen] Das würde ich unterschreiben, ja, weil die Impfeffektivität eben nicht 100 Prozent ist. Also unsere Immunitätslage in der Bevölkerung wird durch die Impfung jedes Jahr schlechter, weil von den 50 Prozent der Bevölkerung, die jetzt noch den natürlichen Masernschutz haben, sterben jedes Jahr eine Million. Und nachrücken tun Menschen, die zu 80, 85, 90 Prozent geimpft sind oder 95 Prozent sogar und die, die dann eben nur einen Schutz von 80 bis 85 Prozent haben. [Kla.TV] Und kann man dann davon ausgehen, dass die Masernfälle in Zukunft dann wieder in die Höhe schnellen? [Dr. Andreas Sönnichsen] Das ist durchaus denkbar. [Kla.TV] Weil in der Regel ist es ja so, wenn die Infektionen hochgehen, hat man ja bei Corona auch gesehen, dann wird es ja den Ungeimpften angelastet. Das wäre ja dann eine Täterumkehr. [Dr. Andreas Sönnichsen] Genau, so ist es. Ja, also die Ungeimpften tragen natürlich dann auch dazu bei, aber es tragen eben auch die Geimpften dazu bei. [Kla.TV] Ja. Jetzt attestieren Sie den Kindern, was die Masernimpfung betrifft, eine Impfunfähigkeit. Sie machen auch ganz offen auf Ihrer Website Werbung dafür. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen? [Dr. Andreas Sönnichsen] Na ja, ich mache nicht Werbung dafür, sondern ich informiere die Menschen ausgewogen. Und ich führe ja auch mit den Menschen, die zu mir kommen, weil sie impfkritisch sind oder weil sie sich fragen, ob sie dieser Impfpflicht nachkommen sollen, die informiere ich ausgewogen über das Für und Wider der Impfung. Also ich bin kein prinzipieller Impfgegner. Das muss ich mal wieder ganz deutlich betonen an dieser Stelle. Aber man muss sich die individuelle Situation des einzelnen Menschen angucken und dann muss man entscheiden, will ich das oder will ich das nicht. Und das letzte Wort muss beim Patienten sein. Deswegen habe ich ja auch Frau Warken geschrieben, denn sie verkündet ja, als Antwort auf die Kritik von Kennedy verkündet sie ja auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit: In Deutschland herrscht durchs Grundgesetz gesicherte Patientenautonomie und Therapiefreiheit. Und dann frage ich mich, wie kann das sein, dass es dann eine Masernimpfpflicht gibt? Das ist eben nicht Patientenautonomie, sondern das ist staatliche Gängelung. Und diese staatliche Gängelung ist im Moment definitiv nicht gerechtfertigt. Also wenn jetzt tatsächlich die Mehrheit der Eltern entscheidet, wir lassen unsere Kinder nicht mehr impfen, und dann kommt es zu einer dramatischen Zunahme von Masernfällen, dann muss man da nochmal drüber nachdenken. Aber die Situation sehe ich nicht. Es wird auch nicht passieren. Und die Panikmache, die jetzt verbreitet wird vor den Masern, die ist definitiv absolut nicht gerechtfertigt. Also ich bitte, nicht falsch verstehen. Die Masern können eine ernste, schwere Erkrankung sein. Das ist durchaus möglich. Aber man muss eben die Risiken gegeneinander abwägen. Und dann, was mir am allerwichtigsten ist, die Entscheidung, ob ich mein Kind dem Masernrisiko aussetzen möchte oder dem Impfrisiko, die muss bei den Eltern liegen. Das kann nicht sein, dass der Staat das übernimmt. [Kla.TV] Ja. In dieser ARD-Sendung wird auch berichtet, dass Sie an diesen Impfunfähigkeitsbescheinigungen verdienen. Für die Zuschauer zur Einordnung: Was verdient ein Arzt dann im Gegenzug mit einer Impfung? [Dr. Andreas Sönnichsen] Na ja, ich verdiene an den Masernattesten, die ich ausstelle, adäquat im Vergleich zu meinem Zeitaufwand. Also es ist so, ich stelle keine Standardatteste aus, sondern jedes Attest von mir wird individuell ausgestellt nach ungefähr einer einstündigen Beratung der Eltern. Das heißt, in der Beratung werden die Für und Wider der Impfung diskutiert, werden die Risiken durch Masern diskutiert. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch zum Beispiel bei Reisen in Endemiegebiete. Dann erhebe ich eine sehr ausführliche Krankengeschichte aus der Familie. Ich erhebe die möglichen vorhandenen Risikofaktoren für einen Impfschaden. Und aus diesem Gesamtberatungsgespräch wird dann am Ende die Frage beantwortet, möchten wir als Eltern unser Kind impfen lassen oder möchten wir eine Impfbefreiung haben. Und dann schreibe ich ein entsprechendes Gutachten. Und dieses Gutachten ist individuell auf das Kind und die Familienvorgeschichte, die Risikofaktoren abgestimmt. Das heißt, ich habe pro Masernattest einen Zeitaufwand von ungefähr eineinhalb Stunden. Und den lasse ich mir angemessen honorieren. Also reich würde ich durch andere Dinge. Ja, wenn ich reich werden wollte, dann hätte ich Corona geimpft. Da ist man richtig reich geworden als Arzt. Da hatte ich Kollegen, die am Samstag nochmal extra ihre Praxis aufgesperrt haben und 300 Corona-Impfungen gemacht haben und dafür 7.500 Euro kassiert. Ja, an einem Vormittag, mal schnell eben. Und freundlicherweise haben sie wahrscheinlich 200 Euro davon ihrer Helferin gegeben. Also ich glaube, da braucht man nicht drüber zu diskutieren. Ärztliche Tätigkeit, das ist mein Beruf, das ist meine Arbeit, das ist meine Arbeitszeit. Und die wird adäquat honoriert. Ich verlange keine Unsummen für dieses Attest. Anwälte verdienen mehr. Und Kinderärzte verdienen hauptsächlich oder viele Kinderärzte verdienen hauptsächlich durch Impfungen und U-Untersuchungen. Ja. Für beide Maßnahmen gibt es sehr, sehr wenig Evidenz, dass damit wirklich den Kindern etwas Gutes getan wird. Also es geht ja nicht nur um die Masern… Die anderen Kinderimpfungen… Da könnten wir jetzt das Gespräch noch eine Weile ausdehnen, könnte man auch darüber diskutieren. [Kla.TV] Ja, wir kommen jetzt auch schon zum Schluss. Noch eine letzte Frage. Es sind ja im Grunde nur fünf Prozent, die die Impfung nicht wollen. Vielleicht sind es zehn. Warum jagt man dieser geringen Prozentzahl so hinterher? [Dr. Andreas Sönnichsen] Ich glaube, dass da ein gewisses Prinzip dahinter ist. Da ist das Prinzip dahinter: Der Staat schafft an, der Bürger hat gefälligst zu gehorchen. Also das ist sicherlich ein Punkt. Dann geht es natürlich ums Geschäft. Es geht darum, sogenannter Impfmüdigkeit eben durch staatlichen Zwang vorzubeugen. Ich glaube, dass letztendlich die Impfpflicht das Gegenteil bewirkt. Ich glaube, dass durch den Impfdruck, vor allen Dingen in der Corona-Zeit, aber auch durch die Masern-Impfpflicht, die ja schon vor Corona verabschiedet wurde. Das Masern-Schutz-Gesetz stammt ja von Spahn aus dem Jahr 2019. Ich glaube, dass man das Gegenteil damit erreicht. Die Menschen werden hellhörig, wenn sie zu etwas gezwungen werden. Dann fragen sie sich: Wieso? Warum ist denn das notwendig? Vor allen Dingen, die meisten Menschen sehen ja, dass es keine Masern gibt. Also es erlebt ja niemand Masern. Es werden ja ab und zu mal irgendwelche kleinen Ausbrüche dann in den Medien breitgetreten. Aber hautnah erleben ja die meisten unserer 83 Millionen Einwohner, es gibt keine Masern. Das ist ja das, was man tatsächlich beobachtet. Und das entspricht ja auch der Realität, ja, es gibt keine Masern bis auf einzelne Fälle, die wahrscheinlich in erster Linie eingeschleppt werden aus Ländern, in denen Masern eben noch sehr häufig vorkommen. Was übrigens auch natürlich ein ganz wichtiges Argument gegen die Impfpflicht in Deutschland ist. Also es wird ja sozusagen gesagt, wir wollen Deutschland masernfrei kriegen. Ja, wir kriegen Deutschland nicht masernfrei, wenn wir gleichzeitig hier ein Migrationsland sind und alle Menschen aus aller Welt zu uns kommen dürfen – wo ich auch gar nichts dagegen habe, also in die Diskussion möchte ich ja auch gar nicht einsteigen jetzt – also die deutsche Impfpflicht rottet nicht die Masern in der Welt aus. Also das ist wieder eine deutsche Überheblichkeit, die ist kaum noch zu übertreffen. Ja, also wie kann man sich einbilden, die Masern ausrotten zu wollen durch eine Impfpflicht in Deutschland? Das ist ja nur noch lächerlich. Die Masern sind überhaupt mit dieser Impfung nicht ausrottbar. Es war ja… in der Panorama Sendung wurde ja als erstes Beispiel die Pocken-Impfung als Heilsbringer angeführt, die zur Ausrottung der Pocken geführt hat. Auch das ist durchaus zu hinterfragen. Aber da will ich jetzt auch nicht näher darauf eingehen. Auf jeden Fall kann man sicher sagen, dass die Masern durch die Masern-Impfung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausrottbar sind, weil die Reservoire auf der Welt viel zu groß sind, um hier eine Ausrottung zu erzielen. [Kla.TV] Ja, Dr. Sönnichsen. Vielen Dank für diese Einschätzung und Ihre Antworten auch auf diese Panorama-Sendung, dass die Leute sich ein ausgewogeneres Bild selber schaffen können, wenn die Sendung es schon nicht geschafft hat, ausgewogen zu berichten. Vielen Dank und alles Gute! [Dr. Andreas Sönnichsen] Ja, sehr gerne, sehr gerne! Danke auch! Lesen Sie auch den Offenen Brief der Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD) zur „Propaganda der Panorama-Sendung des NDR“. https://www.mwgfd.org/2026/03/offener-brief-zur-propaganda-der-panorama-sendung-des-ndr/ Mehr zum Thema: https://www.kla.tv/39764
von sl./tl.
Panorama vom 26. Februar 2026 (ARD) https://www.ardmediathek.de/video/panorama/panorama-vom-26-februar-2026/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8xZmVmODQ5Zi03MTZmLTQ1MmEtYjEzZS1lOTU1N2E5YmY3MmJfZ2FuemVTZW5kdW5n
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/masern-impfungen-betrugsversuch-100.html?at_content=SiteSharing
Offenen Brief der Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD) zur „Propaganda der Panorama-Sendung des NDR“ https://www.mwgfd.org/2026/03/offener-brief-zur-propaganda-der-panorama-sendung-des-ndr/
Sönnichsen fordert Warken heraus https://infotakt.kla.tv/p/sonnichsen-fordert-warken-heraus
Fachstimmen fordern die sofortige Aufhebung der Masernimpfpflicht www.kla.tv/39764
Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen: Das Risiko der Masernimpfung ist größer als ihr Nutzen www.kla.tv/40015