Samstag  10. Januar 2015

Medienkommentar Terror

Terror-Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris (Teil 1) – Ein Angriff auf die Pressefreiheit? (1 von 3)

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Terror-Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris (Teil 1) – Ein Angriff auf die Pressefreiheit? Samstag, 10.01.2015 (1 von 3)
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Terror-Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris (Teil 2) - Eine Operation unter falscher Flagge? Samstag, 10.01.2015 (2 von 3)
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Terror-Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris (Teil 3) – Ein bekanntes Muster? Samstag, 10.01.2015 (3 von 3)

Am 7.1.2015 sind zwei schwerbewaffnete, vermummte und gut ausgebildete Amokschützen in die Redaktionsräume der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris eingedrungen und haben 12 Menschen hingerichtet Der französische Staatspräsident François Hollande sprach von einem terroristischen Akt und die westlichen Massenmedien reden geschlossen von einem – so wörtlich: „Angriff auf die Pressefreiheit“. Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ war bekannt dafür, dass sie keine Grenzen kannte, wenn es darum ging den Islam oder auch die Katholische Kirche zu verunglimpfen.

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Terror-Anschlag auf „Charlie Hebdo“ in Paris (Teil 1) – Ein Angriff auf die Pressefreiheit? 10.01.2015

Sehr verehrte Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserem Medienkommentar - guten Abend. Am 7.1.2015 sind zwei schwerbewaffnete, vermummte und gut ausgebildete Amokschützen in die Redaktionsräume der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris eingedrungen und haben 12 Menschen hingerichtet – darunter 8 Journalisten und 2 Polizisten. Der französische Staatspräsident François Hollande sprach von einem terroristischen Akt und die westlichen Massenmedien reden geschlossen von einem – so wörtlich: „Angriff auf die Pressefreiheit“. Die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ war bekannt dafür, dass sie keine Grenzen kannte, wenn es darum ging den Islam oder auch die Katholische Kirche zu verunglimpfen. So druckte Charlie Hebdo 2006 die hochumstrittenen dänischen Mohammed-Karikaturen ab und hatte schon unzählige Prozesse mit der katholischen Kirche ausgetragen. Daher gab es trotz aller Empörung über das Attentat auch Kritik an der Zeitschrift selbst. So scheibt Chefredakteur Tony Barber in der britischen „Financial Times“ über die „Unverantwortlichkeit“ dieses Satireblattes. Was die „Pressefreiheit“ anbelangt, für die sich die unsere Presse nun so vehement einsetzt, scheint sie es in anders gelagerten Fällen jedoch NICHT so genau zu nehmen. Als z.B. im Jahr 2013 die Stuttgarter Zeitung eine Karikatur über Israels Premierminister Netanjahu mit der Aussage veröffentlichte, er würde mit seiner Politik den Friedensprozess mit den Palästinensern vergiften, hagelte es heftigste Proteste. Die israelische Botschaft bezichtigte damals die Karikatur als „antisemitisch“, so dass in Folge die Stuttgarter Zeitung klein beigab und ihr Bedauern über deren Abdruck äußerte. Geht es hingegen um den Islam, so sind unsere Medien scheinbar nicht so empfindsam für die Empfindungen der Leserschaft eingestellt. Charlie Hebdo wurde von allen Seiten aufgefordert unvermindert weiterzumachen. Ungeachtet des Terroranschlags soll bereits nächste Woche die nächste Ausgabe mit einer Auflage von einer Million Exemplaren erscheinen, anstatt wie regulär 60‘000 – Auflagensteigerung: 1666 Prozent!! Ähnliche Beobachtungen machen wir nun aber nicht nur in Bezug auf die „Pressefreiheit“, sondern auch auf die „künstlerische Freiheit“. Wie sah es zum Beispiel mit der künstlerischen Freiheit von Günter Grass aus, als er es wagte, mit einem Gedicht die Politik der israelischen Regierung zu kritisieren? Von denselben Deutschen Medien, die für Pressefreiheit einstehen wenn es um den Islam geht, wurde Grass aufs übelste kritisiert und als „Antisemit“ beschimpft. Warum nur wird mit zweierlei Maß gemessen, wenn es z.B. um andere Religionen oder andere Länder geht? Pressefreiheit, Künstlerfreiheit – Freiheit - scheint ein sehr individuell geprägter Begriff zu sein, je nachdem wen es betrifft und über wen berichtet wird. In der darauffolgenden Sendung wollen wir nun der Frage nachgehen, ob es bei dem Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris wirklich um einen Terroranschlag islamischer Fundamentalisten geht, oder ob es sich allenfalls einmal mehr um eine Operation „unter falscher Flagge“ handeln könnte. Damit verabschiede ich mich von Ihnen und gebe weiter ans Studio Hannover.

von dd.


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