Donnerstag 20. August 2015

Medienkommentar Technik

Experten warnen: Finger weg von Windows 10 (1 von 1)

Am 29.Juli 2015 war es soweit: Der Milliardenkonzern Microsoft startete, wie angekündigt, mit dem freimütigen Verschenken seines neues Betriebssystems Windows 10. Alle Nutzer des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 und 8 erhalten das großzügige Angebot, Windows 10 KOSTENLOS als Upgrade zu installieren.

Direktlink zu dieser Sendung:
Direktlink zu dieser Abspielposition:
Sendung auf eigener Internetseite einbinden
"Experten warnen: Finger weg von Windows 10"
Alle 1 Sendungen vom "20.08.2015" einbinden

Experten warnen: Finger weg von Windows 10 20.08.2015

Am 29.Juli 2015 war es soweit: Der Milliardenkonzern Microsoft startete, wie angekündigt, mit dem freimütigen Verschenken seines neues Betriebssystems Windows 10. Alle Nutzer des Microsoft-Betriebssystems Windows 7 und 8 erhalten das großzügige Angebot, Windows 10 KOSTENLOS als Upgrade zu installieren. Viele Besitzer von Windows-Computern finden rechts unten auf der Taskleiste ein kleines Symbol in der Form des Windows-Logos. Klickt man mit der Maus darauf, wird man für die Aktualisierung angeleitet und motiviert: "Sie erhalten Windows 10 im Wert von 135 € kostenlos" "Dieser Computer ist kompatibel" Das neue Betriebssystem brilliert im ersten Moment mit vielen neuen Funktionen, die das Leben erleichtern sollen: Windows 10 enthält eine einheitliche Plattform für alle Geräte. Alles kann komplett untereinander synchronisiert werden, seien es Smartphones, Tablets, Desktop-Computer oder Spielkonsolen. Zudem verspricht Microsoft mehr Sicherheit gegenüber den Bedrohungen aus dem Internet usw. Auf den ersten Blick also ein echter Entwicklungssprung und das zum Nulltarif! Wir stellen uns heute mit Ihnen die Frage: Was verbirgt sich wirklich hinter dem Geschenk von Microsoft? Können Sie diesem Upgrade blind vertrauen oder vertraut Microsoft auf Ihre Blindheit? Direkt auf den Punkt gebracht sind die Ergebnisse unserer Recherchen und Praxis-Tests erschreckend: Wer bei der Installation nicht blind auf "weiter"-> "weiter" klickt, sondern die Datenschutzbestimmungen von Microsoft überfliegt, stößt schnell auf Sätze wie diesen. [hl]"Schließlich werden wir auf personenbezogene Daten zugreifen, diese offenbaren und bewahren, einschließlich privater Inhalte (wie der Inhalt Ihrer E-Mails und andere private Mitteilungen oder Dateien in privaten Ordnern), wenn wir in gutem Glauben sind, dass dies notwendig ist, um: geltende Gesetze einzuhalten oder auf gerichtliche Verfahren zu antworten, einschließlich denen von Strafverfolgungsbehörden oder anderen staatlichen Stellen."[/hl] Alles klar? Dieser Satz bedarf keiner weiteren Auslegung. Er sagt deutlich aus, dass ihre privaten Dateien wie Worddokumente, E-Mails, Bilder usw. jederzeit dem guten Glauben ‒ sprich der Willkür von Microsoft ausgeliefert sind, um sogenannt "geltendes Gesetz" einzuhalten. Es folgen weitere Punkte in der Aufzählung, die unmissverständlich klarmachen, dass Windows 10 als gezieltes Mittel zur totalen Kontrolle und Überwachung der Bürger dient und den Nutzer gläsern macht. Microsoft wertet dabei nicht nur Ihre persönlichen Daten aus, sondern zum Beispiel auch - sämtliche getippten sowie handgeschriebenen Eingaben, - den jeweiligen Standort des Gerätes, - aufgerufene Webseitenadressen, - eingegebene Suchbegriffe, - Kontakte zu anderen Personen - und die gekauften Artikel, vor allem Musik oder Filme. Weiter besteht für Microsoft die Möglichkeit, Mikrofone oder Kameras, die am Computer angeschlossen sind, ungefragt von außen anzusteuern. Wie unter anderem die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bestätigt, verwandelt das neue Betriebssystem den PC somit in eine „private Abhöranlage“. Auch wenn der Nutzer die Möglichkeit hat, in Windows 10 einige Sicherheitseinstellungen vorzunehmen, werden diese in wichtigen Teilen ignoriert. Für was sammelt Microsoft all diese Daten? Gemäß Microsoft dienen viele der gesammelten Daten lediglich der technischen Verbesserung des Betriebssystems. Nebenbei erzielt Microsoft mit den Verbraucherdaten immense finanzielle Gewinne. Dies bestätigt, neben vielen Marketing- und Rechtsexperten, auch Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Er sagt: [hl]„Nutzer digitaler Geräte werden immer mehr selbst zu einer Ware, die vermarktet wird.“[/hl]Aus den Nutzungsdaten ließen sich beispielsweise Gewohnheiten, Bedürfnisse und die Kaufkraft ablesen. Damit könnten Werbung und Angebote präzise auf die Interessen der Verbraucher zugeschnitten werden. Außerdem könne eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgen, soweit Gollner. IT-Experten aus aller Welt sehen diese finanziellen Gewinne lediglich als Taschengeld für Microsoft auf dem Weg zum eigentlichen Ziel: Die totale Kontrolle und Überwachung der Menschheit. Das renommierte Nachrichtenportal „Technik-Smartphone-News“ nennt in diesem Zusammenhang Windows 10 "das Gratis-Schnüffel-Tool der NSA" und deckt Fakten auf, die eine Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Geheimdiensten belegen. Sehr geehrte Damen und Herren, unter diesen Gesichtspunkten verwandelt sich das scheinbare Geschenk der Firma Microsoft wahrlich zu einem trojanischen Pferd. Als trojanisches Pferd bezeichnet man in der Computersprache ein Computerprogramm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber, ohne Wissen des Anwenders, eine andere Funktion erfüllt. Bei Windows 10 hat dies die totale Überwachung seiner Nutzer zur Folge. Auch Vorgängerversionen von Windows 10 nimmt das Portal "Technik-Smartphone-News" unter die Lupe. Bereits in Windows 8 soll eine sogenannte Backdoor (zu Deutsch Hintertür) für den US-Geheimdienst NSA eingebaut sein, die es Geheimdiensten ermöglichen soll, Zugang zu Computern zu erlangen. Ich zitiere „Technik-Smartphone-News“: [/hl]„Auch wenn Microsoft dies heftig dementierte, lässt sich dies mittlerweile jedoch nicht mehr wegdiskutieren." [/hl] Man glaubt es besser: Wir befinden uns in einer Zeit in der die totale Überwachung in großen Schritten vorangetrieben wird, orchestriert von führenden Konzernen und einem noch weitgehend undurchsichtigen Filz in Wirtschaft und Politik. Dies leider immer unter dem verlockenden Vorwand, unser Leben zu erleichtern! Seien Sie deshalb immer kritisch gegenüber Neuerungen von großen Softwarekonzernen und informieren Sie sich auf unabhängigen Plattformen über die größeren Zusammenhänge hinter solchen Entwicklungen. Als Alternative zu Windows empfehlen Technikmagazine den Umstieg auf das unabhängige Betriebssystem Linux. Laut Zeugenaussage des Vaters von Linus Torvalds, dem Erfinder des Open Source Betriebssystems Linux – sollen die Entwickler des Betriebssystems bislang der Anfrage des US-Geheimdienstes, Hintertüren in ihr Betriebssystem einzubauen, widerstanden haben. Ob sich diese Aussage als wahr erweist, bleibt abzuwarten. Zusammengefasst raten Spezialisten mit Nachdruck davon ab, eine Aktualisierung Ihres Computers auf Windows 10 vorzunehmen. Speichern Sie auch sonst keine sensiblen Daten auf einem Computer mit Internetzugang und unterbinden Sie die freie Datenübermittlung ihrer Geräte an die Softwarehersteller ‒ wo immer dies möglich ist. Bleiben Sie dran, wir informieren Sie morgen darüber, wie man einige Überwachungswerkzeuge in Windows 10 abschalten kann – falls Sie Windows 10 im guten Meinen schon installiert haben.

von hg./dd./es.


Experten warnen: Finger weg von Windows 10

Sendung und Zubehör in der gewünschten Qualität herunterladen:
Film-Datei (.mp4)
Bitte Downloadqualität auswählen





↑ Neuere anzeigen ↑
Medienkommentar
{{themeblock.title}}

↓ Ältere anzeigen ↓