Sonntag 23. August 2015

Terror | 23.08.2015

Weshalb läuft der US-Kampf gegen den IS eigentlich nicht nach Plan? (1 von 1)

„US-Kampf gegen den IS läuft nicht nach Plan", so titelte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Die Terrorgruppe «Islamischer Staat» (kurz IS) mache noch immer Boden gut oder kann ihn zumindest halten, in Syrien wie auch im Irak. Dies obwohl US-Präsident Barack Obama vor einem Jahr den Luftkrieg gegen die Terrororganisation befohlen habe...

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Weshalb läuft der US-Kampf gegen den IS eigentlich nicht nach Plan? 23.08.2015

Gestern am 21.August 2015 titelte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) auf ihrer Webseite, ich zitiere: „US-Kampf gegen den IS läuft nicht nach Plan.“ Die Terrorgruppe «Islamischer Staat» (kurz IS) mache noch immer Boden gut oder kann ihn zumindest halten, in Syrien wie auch im Irak. Dies obwohl US-Präsident Barack Obama vor einem Jahr den Luftkrieg gegen die Terrororganisation befohlen habe, so SRF. Fakt ist, dass seit dem Beginn der Anti-IS-Koalition unter der US-Führung und deren Luftangriffe auf Stellungen der IS, der IS nicht merklich geschwächt wurde. SRF erklärte dies damit, indem sie die Stimme eines ehemaligen US-amerikanischen Lehrbeauftragten für Militärstrategie, Gary Anderson, verlauten ließ. Dieser soll behauptet haben, dass das vom IS besetzte Gebiet nicht mit Luftangriffen und den irakischen Truppen allein zurückerobert werden könne. Doch ist diese Begründung wirklich haltbar, wenn man bedenkt wie Libyen im Jahr 2011 innerhalb von gut 7 Monaten von der NATO komplett zerbombt und das Regime unter Gaddafi abgesetzt wurde? Deshalb stellt sich die Frage, ob die US-Regierung wirklich, wie sie offiziell behauptet, Stellungen des IS bekämpft oder doch ein anderes Ziel verfolgen sollte? Die Antwort darauf gab die US-Regierung gleich selber. So antwortete nämlich am 5. Juli dieses Jahres das US-Außenministerium auf eine Anfrage von Journalisten, ich zitiere: „Wir wissen nicht, auf welcher Rechtsbasis US-Luftangriffe gegen Syrien erfolgen.“ Sie haben sich nicht verhört. Gegen wen sollen die US-Luftangriffe gerichtet sein? Doch nicht, wie offiziell verlautet, gegen den IS? Nein ‒ gegen Syrien. Darauf läuft es also hinaus! Der syrische Präsident Baschar al-Assad sagte dazu in einem Interview im März dieses Jahres vor russischen Journalisten, ich zitiere: „Die syrische Armee und ihre Objekte wurden zwar nicht bombardiert, aber man bombardiert die Infrastruktur, die dem syrischen Volk gehört, und das hat für uns als Volk und Staat negative Auswirkungen.“ Eine weitere Antwort auf die Frage, ob es wirklich sein kann, dass die IS noch nicht merklich geschwächt wurde, gab Präsident Assad ebenfalls im selben Interview. Als Gegenstimme hören Sie nun seine Antwort: „Die sogenannte Anti-ISIS-Koalition tätigt etwa 10 Luftschläge pro Tag in Syrien und dem Irak. Dieser Anti-ISIS-Koalition gehören etwa 60 reiche Länder an. Gleichzeitig tätigt die relativ kleine syrische Luftwaffe im Vergleich dazu pro Tag 20 bis 50 Luftschläge gegen ISIS. Auch wenn man kein Militärexperte ist, kann man doch daran erkennen, dass die Anti-ISIS-Koalition nicht das Ziel verfolgt, die IS wirklich bekämpfen zu wollen. […] Wir können direkt sagen, dass eine echte, wirkliche Anti-Terror-Operation von der „Anti-IS-Koalition“ bis heute noch nicht gestartet ist. Die syrische Armee fügt dem IS auf dem Kriegsfeld an einem Tag mehr Schaden zu als die „Anti-IS-Koalition“ in mehreren Wochen – also, es ist nur aufgeblasen. Und nicht nur in militärischer Hinsicht macht eine „Anti-IS-Koalition“ keinen Sinn, sondern auch politisch. Denn eine Anti-Terror-Organisation kann nicht aus den gleichen Staaten bestehen, die die Terroristen unterstützen.“ Soweit der syrische Präsident Baschar al-Assad. Dass die Anti-Terror-Koalition unter der US-Führung die IS unterstützen sollte, hatte sogar US-Präsident Barack Obama selber am 6. Juli bei einer Pressekonferenz im Pentagon zugegeben. Ich zitiere Obama: „Wir beschleunigen die Ausbildung von IS-Kräften im Irak.“ Soweit Obamas Aussage, sofern es kein Versprecher gewesen sein sollte. Auf jeden Fall ist Obamas Stellungnahme auf der YouTube-Seite des Weißen Hauses noch immer in dieser Form einsehbar. Wie auch immer, eines scheint gewiss: Vordergründig bekämpft die US-Regierung also den IS. Jedoch nur als Vorwand, um unbehelligt weiterhin daran zu arbeiten, Baschar al-Assad und seine Regierung zu schwächen und gänzlich zu beseitigen. Wie in unseren Sendungen „Der US-amerikanische Krieg um die Ressourcen“ aufgezeigt, verfolgt die US-Regierung mit zäher Beharrlichkeit das Ziel, jeden Staat der Erde der sich ihrer Macht nicht beugen will, in die Knie zu zwingen. Dazu gehört unverkennbar auch Syrien.

von mv./ dd.


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