Sonntag 20. März 2016

Medien | 20.03.2016

ARD: Film über Kindesmissbrauch ohne Konsequenzen (1 von 3)

6:12
ARD: Film über Kindesmissbrauch ohne Konsequenzen Sonntag, 20.03.2016 (1 von 3)
5:40
Jugendämter, Pflegeheime und das Verschwinden von Kindern: Wo ist David Möbius? Sonntag, 20.03.2016 (2 von 3)
35:40
Interview: auf Traumas basierende Bewusstseinskontrolle Sonntag, 16.11.2014 (3 von 3)

Im Januar 2012 wurde der 1. Teil des Filmes „Operation Zucker“ in der ARD gesendet. Ein Krimi, der das ungeheuerliche Thema der Kinderprostitution aufgreift. Im Januar diesen Jahres erschien nun der 2. Teil des Filmes: „Operation Zucker - Jagdgesellschaft“. Wieder ein Spielfilm, von dem es heißt, er sei aufgrund glaubwürdiger Recherchen entstanden...

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ARD: Film über Kindesmissbrauch ohne Konsequenzen 20.03.2016

Im Januar 2012 wurde der 1. Teil des Filmes „Operation Zucker“ in der ARD gesendet. Ein Krimi, der das ungeheuerliche Thema der Kinderprostitution aufgreift. Im Januar diesen Jahres erschien nun der 2. Teil des Filmes: „Operation Zucker - Jagdgesellschaft“. Wieder ein Spielfilm, von dem es heißt, er sei aufgrund glaubwürdiger Recherchen entstanden. In diesem Teil geht es um den Missbrauch von Kindern in Deutschland. Hier einige Szenen aus dem Film: Kinder aus gut situierten Familien mit gutem Ruf und teilweise gesellschaftlichen Machtpositionen werden Opfer von sexuellem Missbrauch. Die Täter sind meist hoch angesehene Mitglieder unserer Gesellschaft wie z.B. Staatsanwälte, Minister oder Verfassungsschützer, die durch ein Netzwerk von Mitwissern gedeckt werden. Es geht auch um Kinder, die zum Teil in Täterringe hineingeboren und von ihren Eltern dafür „abgerichtet“ werden, um zum Beispiel Mitgliedern der Täterringe auf Partys zur Verfügung zu stehen. Durch Foltermethoden wird an ihnen eine Persönlichkeitsspaltung hervorgerufen, damit sie den Horror von Misshandlungen aushalten können. Solche Kinder verfallen auf ein Fingerschnippen hin in eine Starre, die es dem Täter ermöglicht, mit dem Kind wie mit einem Spielzeug das zu machen, was ihm beliebt. Als Fazit des Films wird dem Zuschauer vermittelt, dass es von den Täterringen keine Spur und keine Beweise gebe, weil alles gedeckt wird. Soweit der Film. Bei der sich anschließenden Talkrunde der ARD-Sendung „Maischberger“ wird über den Film diskutiert. Der Zuschauer kann aufgrund der Kommentare der eingeladenen Fachleute davon ausgehen, dass der Inhalt des Filmes `Jagdgesellschaft` die tatsächlichen Zustände wiederspiegelt. In Deutschland gibt es diese organisierte sexuelle Ausbeutung und Gewalt gegen Kinder. Zum Beispiel bestätigt Freifrau von Weiler, Vorstand der Kinderschutzorganisation „Innocence In Danger“, zu Deutsch – Unschuld in Gefahr: „Die Realität kommt dem Film sehr nahe. Solche Täter gibt es und es sind tatsächlich deutsche Männer, vornehmlich aus der sogenannt besseren Gesellschaft, hochrangige Akademiker aus deutschen Elitekreisen“. Ihrer Überzeugung nach handelt es sich um verschworene Gemeinschaften, die bestens organisiert sind und geschicktes Tarnverhalten aufweisen. Aufgrund eigener Auseinandersetzung mit solchen Netzwerken weiß sie: „Es wird eine ganze Produktreihe von Filmen hergestellt und man verkauft nicht nur die Kinder, sondern macht Unikatfilme mit schwerer Gewalt, die dann für mehrere Zehntausende Euro weiterverkauft werden, [….] die sich nur sehr Reiche leisten können!“ Auf Frau Maischbergers Frage, was man gegen diese Missstände tun könne, meinte u.a. Herr Rörig, Missbrauchsbeauftragter der Bundesregierung, dass regionale Aussteigerprogramme und Schutzräume für die Opfer angeregt wurden. In Planung sei, Schulen zu einem Präventivort auszurufen. Angesichts dieser mageren Aussichten bleibt der Zuschauer irritiert zurück. Denn folgt man den bekannten Fakten, wird klar, dass Aussteigerprogramme den betroffenen Kindern wenig nützen, da sie in sehr engen Kreisen unterwegs sind. Häufig leben sie wie Gefangene. Auch Schulen zum Präventivort auszurufen, ist so eine Scheinmaßnahme. Betroffene Kinder wird man in öffentlichen Schulen kaum antreffen, da sie entweder nicht dorthin gelassen werden oder auf Privatschulen untergebracht sind, oder in Heimen der Jugendhilfe. Unter dem Deckmantel der staatlichen „Inobhutnahme“ oder „Herausnahme“ verschwanden 2014 immerhin fast 50.000 Kinder in Deutschland in die Heime der öffentlichen oder freien Jugendhilfe. Davon sind ca. 60 % der Kinder im Alter von 12–18 Jahren, nur ein Drittel davon verlassen ihre Eltern auf eigenen Wunsch hin. Zudem ist eine enorme Steigerung in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen. Noch im Jahr 1995 waren es 11.000 Kinder. Was ist hier los? Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die nachfolgende Sendung unter dem Titel: „Wo ist David Möbius?“ Hierbei geht es um eine Einzelfallschilderung, wie Kinder in Deutschland einfach verschwinden können und wie man bei Nachforschungen auf eine Wand des Schweigens bei den zuständigen Behörden stößt. Zusammenfassend scheint also kein Interesse zu bestehen, diesen Verbrechen den Riegel vorzuschieben. Keine Konsequenzen werden gezogen, keine Strafanzeige wird erwogen, den organisierten Kinderschändern das Handwerk zu legen. Interessant in diesem Zusammenhang ist, was Herr Rörig äußerte: „Wir wissen, wie wir den Kindern helfen könnten.“ Will er damit sagen, dass ihm die Hände gebunden sind, warum auch immer? Schlimmer noch, diese Passivität seitens der verantwortlichen Organe vermittelt dem Zuschauer, dass niemand etwas dagegen tun könne. Man müsse sich also mit dem Horror abfinden. Somit dient der Film `Jagdgesellschaft` und die anschließende Talkrunde offenbar nicht dazu, diese Missstände abzuschaffen. Vielmehr führt es zu einer Abstumpfung der Gesellschaft und verführt sie zur Tatenlosigkeit. Studieren Sie auch die größeren Zusammenhänge dieser Verbrechen unter den eingeblendeten Links, damit das Problem wirklich an der Wurzel angegangen werden kann.

von avr.


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