Kla-TV Themen | Sonntag, 13.11.2016

Bildung UNZENSIERT | 13.11.2016

Illegale Kriege – Vortrag von Daniele Ganser (Dresden, 01.11.2016) (1 von 1)

Was sind illegale Kriege? Ist der Einsatz der NATO im sogenannten „Krieg gegen den Terror“ illegal? Und was hat die deutsche Bundeswehr in Afghanistan oder Syrien zu suchen? Diese und weitere Fragen behandelte der Schweizer Historiker und Publizist Daniele Ganser in seinem Vortrag vom 01.11.2016 zum Thema „Illegale Kriege“.

Direktlink zu dieser Sendung:
Direktlink zu dieser Abspielposition:
Einzelne Sendung einbinden
"Illegale Kriege – Vortrag von Daniele Ganser (Dresden, 01.11.2016)"
Alle 1 Sendungen vom "13.11.2016" einbinden

Illegale Kriege – Vortrag von Daniele Ganser (Dresden, 1.11.2016) 12.11.2016

Es wird ja immer gesagt, die Friedensbewegung, die taugt nichts oder die ist rechtsextrem, das sind nur Idioten. Lassen sie sich das auf jeden Fall nicht einreden. Die Friedensbewegung ist nach wie vor wichtig. Die Achtung vor dem Leben ist zentral für uns alle. Ich selber hab Kinder, die sind acht und zehn Jahre alt. Und natürlich, wenn ich da ein bisschen voraus denke, werden die, wenn sie eine Lebenserwartung von 80 Jahren haben, bis ins Jahr 2090 in etwa leben, ja? Das heißt, mich interessiert jetzt nicht 2017 oder 2020 oder 2025, sondern mich interessiert eben das ganze 21. Jahrhundert. Und ich denke, vielen von ihnen geht es gleich, ja? Grade die Jüngeren im Raum müssen ja über das 21. Jahrhundert nachdenken, das ist ihr Jahrhundert. Die Älteren im Raum denken oft darüber nach, weil ihre Kinder oder ihre Enkel in diesem Jahrhundert leben und darum engagier ich mich sehr für das Prinzip, dass die Völker untereinander in Frieden leben und die Menschen sich mit Achtung begegnen. Im Moment ist es ganz, ganz wichtig, dass Deutschland und Russland nicht gegeneinander in einen Krieg getrieben werden. Das ist im Moment ganz, ganz wichtig. Und als ich das Buch publiziert habe, jetzt vor einer, na wie lang ist es her, ein Monat, da hab ich eben diesen Titel gewählt „Illegale Kriege“ und die Leute haben sofort gefragt: „Ja, gibt´s denn auch legale Kriege?“. Viele Journalisten haben das gefragt und ich hab gesagt: „Eigentlich gibt’s nur zwei Formen der legalen Kriege. Die meisten Kriege sind illegal, außer, wenn man angegriffen wird, da dsrf man sich verteidigen. Das ist ein legaler Krieg. Oder, wenn der UNO-Sicherheitsrat ein Mandat gibt, dann ist es auch ein legaler Krieg.“ Aber sehr viel, von dem, was Sie gesehen haben in den letzten Jahren, in den letzten Jahrzehnten, sind illegale Kriege. Es ist auch nicht so, dass die Menschen das nicht begreifen. Der typische Fall für den illegalen Krieg ist 2003 der Angriff von George Bush und Toni Blair auf den Irak. Damals haben sowohl die Amerikaner wie auch die Briten kein Mandat des UNO-Sicherheitsrates gehabt. Alles, was sie erzählt haben, waren Lügen. Und darum ist es so: Das ist ein illegaler Angriffskrieg. Das heißt George Bush und Toni Blair sind Kriegsverbrecher. Sie müssten natürlich festgenommen werden und vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gebracht werden. Das schreib ich auch in meinem Buch, aber grade für die Jüngeren möchte ich erklären, das ist im Moment nicht möglich, weil die Machtverhältnisse so sind, wie sie sind. Es ist ziemlich schwierig, die Mächtigsten festzunehmen, und ihnen sozusagen einen Prozess zu machen. Das ist einfach im Moment nicht möglich, aber, wenn die Bürger immer länger darüber nachdenken und auch darüber sprechen, ja, man muss sich eben auch getrauen, diese Dinge anzusprechen, dann ist vielleicht irgendwann die Möglichkeit da, dass man nicht mehr ungestraft ein anderes Land überfällt. Ich werd jetzt einige Elemente aus meinem Buch erzählen. Ich halt an ganz verschiedenen Städten in Deutschland Vorträge. Ich war gestern in Bautzen. Hat mir auch sehr gefallen. Und ich hab dort vor allem über den Syrienkrieg gesprochen. Der Syrienkrieg ist ein komplexes Thema und ich hab da sehr lange über Syrien gesprochen. Es wurde aufgezeichnet. Das findet man auch auf dem Internet, kann man dort sehen. Heute werde ich den Schwerpunkt ein bisschen anders legen, weil es sind ja 13 Kapitel im Buch und ich möchte nicht an jedem Ort das Gleiche erzählen. Heute erzähle ich etwas mehr über den Krieg in Afghanistan, weil Afghanistan, Syrien und Serbien, das sind die drei Kriege, an denen Deutschland auch mitgewirkt hat. Und darum ist es in Deutschland, gibt es ein großes Interesse zu wissen: „Was ist´n los?“. Warum haben wir Serbien bombardiert? Warum haben wir Truppen in Afghanistan? Warum haben wir Flugzeuge im syrischen Luftraum? Weil, sie müssen wissen: Die deutsche Friedensbewegung hat von 1945 bis 1995 richtig gute Arbeit geleistet in dem Sinne, dass Deutschland 50 Jahre lang keinen Krieg geführt hat, keinen! Und dieses Prinzip „Nie wieder Krieg“ ist in Deutschland in der Kultur sehr tief verankert. Das ist sehr wertvoll und ich kann sie nur darin bestärken, dieses kulturelle Prinzip weiterhin zu pflegen. Was wir Historiker eigentlich machen, wir untersuchen jetzt, wie kam es dazu, dass Deutschland 99, der erste Sündenfall, wenn sie so wollen, Serbien bombardiert hat, dann 2001 Afghanistan angegriffen hat, zusammen wieder mit den Amerikanern, und jetzt, sozusagen in Syrien wieder bei den Angreifern ist. Wie kann es passieren, ja, dass das dreimal schon passiert ist und die Antwort ist eigentlich: Die Bevölkerung wird nicht gefragt. Ja, das ist eigentlich die Antwort. Weil, die Bevölkerung ist in aller Regel dagegen. Ich mach mir immer so ein bisschen kleine Forschung: Wenn Sie jetzt das Parlament wären, ja, der Bundestag, und die Frage an Sie wäre: Sind Sie dagegen, dass deutsche Tornados in den syrischen Luftraum eindringen und dort am Krieg teilnehmen, also alle die, die das nicht wollen, bitte ich um ein Handzeichen, einfach, dass ich nur das Gefühl habe. Schauen Sie sich um, das müssen Sie sich …, halten Sie die Hände hoch und schauen sich mal um! Die Bevölkerung will das nicht, die Mehrheit will das nicht. Jetzt zweite Frage: Wer möchte keine Soldaten nach Afghanistan geschickt sehen, eigentlich? Ja, und wer möchte auch nicht, dass Serbien bombardiert wird? Das ist schon länger her. Ja, das ist in etwa das, was ich in allen Vorträgen sehe. Die Bevölkerung möchte das nicht, ja. Trotzdem ist es so. Wir haben deutsche Truppen in Kabul. Es ist einfach so und man erzählt ihnen immer, das ist ein Beitrag für den Frieden. Bombardierung von Serbien ist ein Beitrag für den Frieden, Tornados nach Syrien ist ein Beitrag für den Frieden. Aber stellen Sie sich die folgende Frage: Was würden Sie empfinden, wenn die syrische Luftwaffe über Deutschland kreisen würde? Das würden Sie nicht wollen. Was würden Sie empfinden, wenn die Afghanen bewaffnet in München und in Dresden unterwegs wären? Das würden Sie nicht wollen. Was würden Sie empfinden, wenn die Serben Köln bombardieren würden? Das würden Sie nicht wollen. Und das ist eben das Prinzip der nationalen Souveränität, das eigentlich weltweit gilt. Jedes Land möchte keine Truppen, keine fremden Truppen. Ja, das ist in jedem Land eben das Gleiche. Wir sind 193 Länder auf der Welt und da ist es ganz, ganz wichtig, dass man eigentlich die Grenzen achtet, so wie man auch die Grenzen zum Nachbarn achtet. Man geht ja nicht zum Nachbarn, tritt die Türe ein und hängt sich auf die Couch und sagt: „Ich nehm´ jetzt deinen Fernseher mit. Das ist eine Friedensaktion.“ Also, macht man ja nicht, oder? Das ist einfach kein Anstand, ja!? Ja, Frage, was ich vergessen habe: Verstehen Sie mich eigentlich gut, ja, vom Mikrofon her, Schweizer Akzent, geht das, ja? Okay. Ich kann nicht anders. Ich möchte darauf hinweisen, dass wir auch das internationale Völkerrecht haben und Sie können sich immer am internationalen Völkerrecht orientieren, wenn Sie das Gefühl haben, ich kann jetzt überhaupt nicht mehr klar durchblicken, was ist jetzt oben, was ist unten. Gehen sie zur UNO, das ist die Weltfriedensorganisation. Und die UNO hat eine UNO-Charta, und in dieser UNO-Charta steht ganz klar geschrieben: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Das ist natürlich Juristen-Deutsch, immer ein bisschen lang, ist ein Vierzeiler. Wenn Sie das kürzen, heißt das: Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen die Anwendung von Gewalt. Das heißt, alle Länder unterlassen die Anwendung von Gewalt. Das ist das geltende Völkerrecht. Das ist das Gesetz, gilt seit 1945, aber wurde natürlich immer wieder gebrochen. Und das ist eigentlich das Problem. Darum haben wir ein Chaos, ja. Das ist wie bei Ihnen. In der Nachbarschaft haben sie eben auch dieses Gesetz: Man tritt die Türe nicht ein vom Nachbarn. Der mag das nicht. Und wenn das, wenn man sich darüber hinwegsetzt, über die gute Nachbarschaft, dann hat man am Schluss Stress, einfach nur Stress, Konflikte und das ist in der internationalen Politik genau gleich. Der UNO-Sicherheitsrat in New York ist eigentlich verantwortlich, um den Weltfrieden zu wahren. Sie haben 15 Mitgliedsländer im UNO-Sicherheitsrat, aber nur fünf sind ständige Mitgliedsländer. Das sind die USA, das ist Russland, das ist China, das ist Frankreich und das ist Großbritannien. Diese fünf sollten den Weltfrieden wahren. Problem ist, diese fünf sind auch die größten Waffenexporteure. Jetzt muss man nicht brillant sein, um hier einen Widerspruch zu erkennen. Wir haben zudem im UNO-Sicherheitsrat eine Dreifach-Präsenz der NATO. Die USA, Frankreich und Großbritannien sind NATO-Länder. Das bedeutet also, wenn ein NATO-Land einen Krieg führt, wird es nicht verurteilt, weil die NATO-Staaten im Sicherheitsrat eine Verurteilung immer verhindern werden. Und das ist natürlich ärgerlich. Und die Bürger weltweit empfinden das als ungerecht und sie irren nicht, es ist ungerecht, ja? Als Saddam Hussein 1990 in Kuwait eingefallen war, ein konkretes Beispiel, wurde er vom UNO-Sicherheitsrat verurteilt. In New York sind die Länder, haben sich zusammengesetzt und gesagt, das ist ja ein Bruch der UNO-Charta. Der geht einfach über die Grenze und überfällt Kuwait, geht doch gar nicht! Dann haben sie ihn verurteilt und zu Recht. Saddam Hussein ist ein Kriegsverbrecher. Aber als Frankreich und Großbritannien zusammen mit Israel Ägypten überfallen haben, 1956 während der Suez-Krise, wollte der Sicherheitsrat diese auch verurteilen, aber da haben die Franzosen und die Engländer ihr Veto eingelegt. So ist es leider. Das heißt, man kann sich mit einem eigenem Veto schützen, wenn man einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat hat. Und das bedeutet eigentlich und das sieht man in meinem Buch sehr genau „Illegale Kriege“, das die NATO-Länder immer wieder illegale Kriege führen, aber nicht verurteilt werden. Und das ist eigentlich so nicht in Ordnung. Ganz wichtig, natürlich, dass man die NATO und die UNO nicht durcheinanderbringt. Die UNO ist die Weltfriedensorganisation. Die NATO ist das größte Verteidigungsbündnis. Verteidigungsbündnis nennt sich die NATO selber, aber wenn man die Fakten anschaut, muss man eher von einem Angriffsbündnis sprechen. Es sind jetzt 28 Länder in der NATO drin, die UNO, wie gesagt, 193 Länder. Also, sie können grob sagen, alle Länder der Welt sind in der UNO. Aber in der NATO haben sie natürlich die USA, dann Kanada, Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien, Norwegen, Polen, Türkei, Griechenland, Italien, Estland, Lettland, Litauen etc. Das sind die 28 NATO-Länder. Die Schweiz ist nicht in der NATO und Österreich ist auch nicht in der NATO. Diese zwei Länder sind aber leider in der Partnership for Peace. Das ist so viel wie der Kindergarten der NATO. Und das Interessante ist, die meisten Schweizer wissen es gar nicht, dass wir in der Partnership for Peace sind, aber ich rege jetzt eben auch in der Schweiz dazu an, dass wir auch mal darüber nachdenken, weil , es dünkt mich, es ist keine Partnership for Peace, es ist eher eine Partnership for War. Und ich denke, wir sollten in den nächsten zehn Jahren in der Schweiz eine Abstimmung haben zu diesem Thema und dann aus dieser Partnership for Peace austreten. Das ist meine Überzeugung. Ich denke, ehrlich gesagt auch, dass Deutschland aus der NATO austreten sollte, was nicht ganz einfach …. was leider nicht ganz einfach sein wird. Das verstehen Sie, ja? Das ist eine schwierige Sache, da braucht es einen langen Atem und man muss es sehr friedlich angehen, ja. Also, ich werd immer wieder gefragt: Wie soll denn Deutschland aus der NATO austreten? Also zuerst braucht es ein Gespräch im Volk, ja. Das ist immer das Primäre. Und danach braucht es ein Gespräch in den Parteien. Das ist das Sekundäre und dann braucht es ein Gespräch mit den NATO-Partnern. Das ist das Tertiäre. Das muss immer über diese Abfolge gehen und man muss das in Ruhe angehen und man darf das nicht überhasten. Die NATO hat natürlich Freunde. Der amerikanische Präsident Nixon hat mal gesagt, die einzige internationale Organisation, die jemals funktioniert hat, ist die NATO und zwar deshalb, weil es eine militärische Alliance ist und wir die Führung innehaben. Es ist einfach Klartext. Es ist tatsächlich so, dass diese 28 NATO-Länder nicht alle in etwa die gleiche Macht haben, sondern natürlich führen die Amerikaner die NATO an. Das ist eindeutig so. Und weil die Amerikaner die NATO anführen, ist eben das Kommandozentrum der NATO nicht in Brüssel, sondern im Pentagon. Das muss man verstehen. Und natürlich, die Europäer haben immer das Gefühl, ja, aber ist die NATO nicht von den Europäern angeführt? Und dann sag ich „Nein, weil das Supreme Allied Commander Europe, das ist das sogenannte SACEUR, ist immer ein amerikanischer General. Die Europäer dürfen den Generalsekretär stellen. Das ist der, der sozusagen die Öffentlichkeitsarbeit macht. Das ist schon okay, aber diese Feinheit muss man natürlich unterscheiden. Wer stellt den General und wer stellt den Generalsekretär? Die Europäer dürfen den Generalsekretär stellen, im Moment ist das Jens Stoltenberg. Und ich kann Ihnen nur sagen, wie das in der Schweiz läuft. Die Schweizer denken, ach Stoltenberg, wo kommt der her? Der kommt doch von Norwegen. Na, Norwegen ist aber a (ein) schönes Land. Da waren wir doch in den Ferien. Nette Leute, viel Wald. Wir waren mit dem Kanu, haben sogar gezeltet. Ja, dann muss es ein toller Typ sein. Also die NATO ist vermutlich eine Friedensorganisation. Ich spitz es ein bisschen zu. Aber so läuft in etwa der Hase, ja. Man sieht dann überhaupt nicht mehr, dass er eigentlich, ja, den Amerikanern dient und dass die Amerikaner die NATO durchaus für eigene Interessen nutzen. Sie sehen ja, die NATO-Osterweiterung ist durchaus im Interesse der NATO, ist im Interesse der USA, aber ist nicht im Interesse von Deutschland, ja. Wenn dann irgendwann die Deutschen und die Russen kollidieren und sich gegenseitig töten, schwächen sie sich, ja. Das kann im Interesse eines ausländischen Akteurs sein, aber es ist weder im Interesse der Deutschen noch im Interesse der Russen. Und das muss man einfach geostrategisch verstehen. Also, er ist ein Freund der NATO. Sein Vorgänger Anders Fogh Rasmussen kam aus Dänemark, da ist wieder der gleiche Trick. Dänemark? Superschön, da war ich schon mal mit dem Velo. Fahrrad sagt ihr. Und das ist ja dieser …. Ihr sagt nicht Velo, oder? Aber man versteht´s, so knapp. Sonst machen wir Untertitel. Das ist halt auch ein Freund der NATO und die Kritiker der NATO, die finden sich vor allem auf der Straße: Nein zur NATO! Nein zum Krieg! Das war eine Demonstration 2009 in Kiel. Oder dann in Frankreich: NATO- Legal Terrorism. Das heißt, die Kritiker gehen auf die Straßen und sie sagen sich: „Da stimmt doch etwas nicht. Wir wollen das nicht!“ Das heißt, die NATO hat Kritiker und sie hat Freunde. Jetzt möchte ich ein bisschen, einige Punkte rausgreifen aus dem Buch. Okay? Ich gehe also einige Kapitel durch. Ich kann nicht das ganze Buch heute erzählen, aber vielleicht ein Beispiel: 1956 landen eben die Franzosen und die Briten mit Fallschirmen, also die Soldaten in Ägypten. Das ist illegal! Okay? Ich will das einfach ganz deutlich erklären. Man darf nicht einfach in einem anderen Land mit einem Fallschirm landen und sagen „Hallo Leute, wir sind jetzt hier.“ Geht nicht, ist Illegal. Man braucht zuerst eine Erlaubnis der UNO. Wenn man die nicht hat, dann ist es eben so wie, wenn man beim Nachbarn die Türe eintritt. Das ist es. Das ist dieser sogenannte Angriff auf Ägypten 1956. Zuvor hat man die Regierung im Iran gestürzt, die Regierung in Guatemala. Das war alles illegal. Ich möchte vielleicht ein bisschen schnell vorwärts gehen, weil sonst kommen wir nicht richtig bis zu Afghanistan. Ja, ist das für Sie in Ordnung? Also, ich kann jetzt nicht jedes Land durchdeklinieren. Ich möchte nur ein bisschen, dass Sie verstehen, wie der Hase läuft. 1959 kam ja Fidel Castro in Kuba an die Macht und die Amerikaner haben sofort beschlossen, sie wollen ihn stürzen. Jetzt ist das Problem, das dürfen sie nicht. Okay? Die Amerikaner dürfen Fidel Castro nicht stürzen, egal, ob sie jetzt ihn mögen oder nicht. Trotzdem hat man´s versucht. Wie hat man das gemacht? Man hat Exil-Kubaner in Florida gesammelt und trainiert und die, als geheime Einheit sozusagen, während der Schweinebuchtinvasion im April 61 nach Kuba geschickt, um Fidel zu stürzen, was nicht gelungen ist. Das sind diese Exil-Kubaner, die die CIA trainiert und gesammelt hat, und da muss ich Ihnen erklären, auch mit Verweis auf den Syrienkrieg. Es ist verboten, es ist verboten, Banden zu trainieren und in fremde Länder zu schicken! Es ist sehr verboten! Und das macht man jetzt mit Syrien. Das sind Banden, die man dann als moderate Rebellen bezeichnet. Superclever, der Trick, aber diese moderaten Rebellen, das sind die, die auch die Kopfabschneider dann sind. Die wollen Sie auch nicht bei sich im Wohnzimmer. Also, man muss sich immer fragen, was läuft eigentlich? Und das, was läuft, sind verdeckte Kriege. Das sind verdeckte Kriege. Was ich dann im Buch eigentlich mache, ist, ich nehm` dann die Originaldokumente vom Sicherheitsrat und der Generalversammlung und da sind ja die Kubaner hingegangen und haben gesagt: „Entschuldigung, wir werden grade angegriffen von den Amerikanern. Das ist illegal.“ Der kubanische Außenminister Raùl Roa erklärt am 15. April 61, dass die Amerikaner im Moment grade Kuba bombardieren. Und das ist dann für mich sehr interessant als Historiker, um zu sehen, wie reagieren die Amerikaner? Und das ist der amerikanische Botschafter. Er heißt Stevenson. Und Stevenson sagt … er ist erstens scheinheilig, was nicht überrascht … die USA seien nicht an diesem illegalen Krieg beteiligt, weil er sagt, ja, das sind ja Kubaner hier. Wir haben nichts damit zu tun. Und dann sagt er, kubanische Piloten, weil die Bomben fallen ja, darüber gibt’s ja nichts zu diskutieren. Aber er sagt: „Kubanische Piloten, die angeblich aus Castros Streitkräften desertiert waren, haben vor dem Verlassen ihres Heimatlandes dieses noch mit Bomben eingedeckt.“ Okay, war ´ne steile These, oder? Und dann werden Flugzeuge präsentiert, die eben das Abkürzel FAR haben, die landen in Florida und dann werden Fotos gemacht und Stevenson bringt diese Fotos und präsentiert sie im Sicherheitsrat und sagt: Schaut her, das ist doch der Beweis: Die Flugzeuge gehören den Kubanern. Steht ja FAR drauf. Später finden wir heraus, das ist immer so bei uns Historikern, wir sind ein bisschen langsam, wir können das nicht sofort entschlüsseln, aber wir sind dafür genau. Wir haben herausgefunden, die CIA hat FAR draufgeschrieben, super clever, oder? So läuft`s, ja. Das nennt sich False Flag, Falsche Flagge. Heißt, diese Flugzeuge wurden vom CIA eigentlich kontrolliert und vom Pentagon, die haben Kuba bombardiert. Das hat dann alles nicht funktioniert. Fidel Castro hat den Angriff zurückgeschlagen. Später hat das Pentagon den Auftrag bekommen: Wie könnte man Kuba jetzt wirklich stürzen? Und dann haben die Generäle im Pentagon im Rahmen der Operation Northwoods vorgeschlagen, jetzt hören sie ganz genau hin. Wir könnten ein amerikanisches Schiff in die Luft sprengen, auf dem Stützpunkt Guantanamo und sagen: Fidel war´s. Was soll ich erklären? Wie wär das jetzt beim Nachbarn? Ich kann´s gar nicht ausmalen, aber es ist irgendwie so: Sie sprengen ihren eigenen Briefkasten und sagen dann beim Nachbarn: „Du hast meinen Briefkasten gesprengt. Geht gar nicht, Du bezahlst einen neuen!“ Und das wär noch die harmlose Umsetzung, eigentlich. Aber so, diese verdeckte Kriegsführung, hat man geplant. Man hat das nicht gemacht. Man hat auch gesagt, damals: „Wir nehmen Flugzeuge, lassen die über Kuba fliegen und ersetzen sie in der Luft mit unbemannten Drohnen, sprengen sie dann, lassen einen Hilferuf raus und sagen, das sind Studenten, amerikanische, die in Peru helfen wollen und Fidel hat sie abgeschossen.“ Das ist die Operation Northwoods, wenn Sie das nicht kennen, müssen Sie mal googlen: Northwoods, okay, Northwoods. Gehen wir nach Vietnam. Vietnam, natürlich ein schlimmer Krieg, 3 Mio. Tote. Dieser Krieg hat 1964 angefangen, wiederum NATO-Beteiligung. Also das amerikanische Imperium hat diesen Krieg angefangen. Aber sie haben gesagt, es ist ein Verteidigungskrieg. Wie haben sie das gemacht? Sie hatten kein Mandat des UNO-Sicherheitsrates, darum ist es ein illegaler Krieg. Und was die Amerikaner gesagt haben, hier der amerikanische Präsident. Und das ist das Originalzitat. Er sagt: „Als Präsident und oberster Befehlshaber ist es meine Pflicht, dem amerikanischen Volk zu berichten, dass wiederholte feindliche Handlungen gegen amerikanische Schiffe im Golf von Tonkin (das ist vor der Küste vor Vietnam) mich heute gezwungen haben, das Militär der USA anzuweisen zu reagieren. (Also er sagt, „Ich reagiere nur“.) Der erste Angriff auf das Schiff Maddox vom 2. August wurde heute, am 4. August, durch feindliche Boote wiederholt … Dieser neue Akt der Aggression gegen unsere Truppen zeigt, wie wichtig der Kampf um Frieden und Sicherheit in Südostasien ist … Es braucht Härte, um den Frieden zu sichern.“ Das heißt, schon damals hat man von Friede geredet und von einer besseren Welt, aber es war alles nur gelogen. Es gab diesen Angriff auf die Maddox einfach nicht. Es gab einen ersten Zwischenfall, am 2. August, ja. Aber da wurde die Maddox nicht getroffen. Und am 4. August, da gab´s gar nichts. Die Amerikaner haben gesagt, später, vielleicht ist ein Torpedo in der Nähe des Bootes durch, aber das können wir als Historiker nie mehr prüfen, ob irgendwo ein Torpedo mal durch ist. Auf jeden Fall, das Schiff wurde nicht getroffen. Das Schiff ist nicht gesunken. Kein Amerikaner starb. Es ist aber vermutlich absichtlich sehr nahe an die Küste gefahren, um einen Zwischenfall zu inszenieren. Der amerikanische Präsident geht dann hin, belügt das Volk und sagt, ich führe euch jetzt in einen Krieg. Das Volk, das ist das Problem, wird um 23.36 Uhr informiert. Das ist um halb zwölf in der Nacht. Da sind alle entweder müde oder besoffen. Das heißt, es ist sehr schwierig, es ist sehr schwierig, dann achtsam zu sein, ja und da folgen elf Jahre Krieg bis 1975. 3 Mio. Tote! Das muss man sich mal klar sein. Das ist ein illegaler Angriffskrieg. Das heißt, Vietnam, ein schweres Verbrechen, dass ich auch im Buch darstelle und Johnson in diesem Falle ein Kriegsverbrecher. Er müsste auch, natürlich, festgenommen und verurteilt werden, aber kann man natürlich nicht. Er ist verstorben. Das ist das Schiff Maddox, das eigentlich sozusagen den Zwischenfall ausgelöst hat. Was ich Ihnen erklären kann: Wir wissen heute mit Sicherheit, auch aus den amerikanischen Quellen, dass die Gulf of Tonkin-Geschichte eine Lüge ist, eine Kriegslüge. Gehen wir weiter. Ich überspringe ein bisschen. Wir kommen jetzt nach Serbien 99. Da haben Sie ja den amerikanischen Präsidenten Bill Clinton. Seine Frau ja jetzt im Rennen um die Präsidentschaft, zusammen mit diesem anderen herausragenden Kandidaten Trump, also wissen wir heute nicht, ob Clinton oder Trump gewinnen wird. Aber eigentlich sind beide unwählbar, aber so ist die Lage heute. Es sind verrückte Zeiten. Das wollte ich eigentlich gar nicht sagen, aber es ist mir nur jetzt in den Sinn gekommen. Ich wollte eigentlich über Bill Clinton sprechen. Bill Clinton bombardiert im Jahre 1999 Serbien. Auch hier: Das darf er nicht! Man hat ja ein Riesending gemacht um, um, um sein Sexualleben und seine Eskapaden. Muss ich als Schweizer sagen, ist mir völlig egal. Ist mir echt egal. Das muss er mit seiner Frau besprechen. Aber, was international, was das internationale Völkerrecht betrifft, was das internationale Völkerrecht betrifft, das ist mir nicht egal. Die USA haben kein Recht, Serbien zu bombardieren, keins. Und umgekehrt gilt, auch Serbien hat kein Recht, die USA zu bombardieren. Haben sie auch nicht gemacht. Aber stellen Sie sich mal vor, 1999 hätte Milošević die USA bombardiert. Der wär aber sofort verurteilt worden vom Sicherheitsrat. Die UNO hätte gesagt: Das Gewaltverbot sagt: Ein Land darf das andere Land nicht bombardieren. Und das wäre sogar genau richtig gewesen. Aber das Andere ist ja passiert. Die Amerikaner haben Serbien bombardiert und im Buch schildere ich auch, wie eine amerikanische PR-Agentur die Dämonisierung der Serben ganz intensiv betrieben hat, schon im Bosnienkrieg und dann wiederum im Kosovokrieg. Das war die Werbeagentur Ruder Finn und der Chef von Ruder Finn sagt, Zitat: „Als die Bomben auf Serbien fielen, haben wir eine Flasche Champagner geöffnet.“ Das müssen sie einfach verstehen. Die Dinge laufen auf einem sehr professionellen Niveau. Die Lügen werden sehr professionell verarbeitet. Und er sagt dann auch noch so beiläufig, die Amerikaner, die haben überhaupt nichts begriffen. Schon in den Neunziger Jahren haben sich die gefragt, in welchem afrikanischen Land denn Bosnien liegt. Und das ist, oder das ist das Level von Ignoranz, das man natürlich ausnützt. Das Traurige ist, dass Deutschland damals in den Krieg gezogen ist. Bundeskanzler Schröder von der SPD hat an dieser Bombardierung von Serbien mitgewirkt und auch Joschka Fischer von den Grünen. Und das war für viele Leute überraschend, weil die hatten gedacht, die Grünen ziehen nicht in den Krieg. Das können Sie jetzt aber auch vergessen, ja. Das macht`s für die Leute in Deutschland sehr schwierig. Sie wissen gar nicht mehr, wen soll ich wählen? Wer zieht nicht in den Krieg? Ich weiß es auch nicht. Ich weiß es wirklich nicht. Ich habe Quellen hier in Deutschland, die mir gesagt haben, die Wahl von Schröder wurde unterstützt durch ein sehr gutes, cleveres Wahlkampf-Management-Team aus den USA von Bill Clinton, und nachdem Schröder an die Macht gekommen war, hatte er sozusagen noch eine Verpflichtung gegenüber Clinton offen. Das heißt, hier laufen Geschäfte, die man genauer untersuchen muss, ja? Es ist etwas, wo die historische Forschung noch dran ist. Die Fragestellung lautet hier: Hat Bill Clinton Gerhard Schröder bei der Wahl geholfen? Also nicht, die Wahl manipuliert, das meine ich nicht, sondern einfach den Wahlkampf nach professionellem amerikanischen …, und das ist kein Widerspruch, … Muster durchgezogen. Und Schröder sagt, er sagt das 2014, als über die Krim gesprochen wird: „Weil ich es nämlich selbst gemacht habe, ich habe gegen das Völkerrecht verstoßen.“ Was er sagt: „Als es um die Frage ging, wie entwickelt sich das in der Republik Jugoslawien, im Kosovokrieg, da haben wir unsere Flugzeuge, unsere Tornados nach Serbien geschickt und wir haben zusammen mit der NATO einen souveränen Staat gebombt, ohne dass es einen Sicherheitsratsbeschluss gegeben hätte.“ Was ich Schröder hoch anrechne, ist, dass er es zumindest zugibt. Man muss ja, wenn man ein Vergehen aufklären will, muss man es zuerst zugeben, dann muss man darüber sprechen, dann braucht es einen Trauerprozess. Irgendwann braucht es Gerechtigkeit. Das ist ein ganzer Prozess. Der kann laufen, wenn man zuerst einmal zugibt: Ja, ich habe das Völkerrecht gebrochen. Das ist sehr, sehr wichtig. Clinton hat überhaupt nichts zugegeben. Er fand es einfach eine gute Idee, Serbien erst mal zu bombardieren. Und belangt hat ihn niemand, überhaupt niemand. Aber gemäß dem internationalen Völkerrecht ist auch Clinton ein Kriegsverbrecher, weil, er darf nicht Serbien einfach bombardieren. George Bush … was soll ich sagen … Er hat nachdem er 2001 an die Macht kam, gesagt: Wir müssen Afghanistan angreifen. Nach Serbien ist es passiert, dass Deutschland Truppen nach Afghanistan geschickt hat. Das sind jetzt die britischen Truppen, die in Afghanistan landen. Und natürlich ist die Frage, wie kamen denn die deutschen Truppen nach Afghanistan? Dem bin ich im Buch auch nachgegangen. Denn das ist eine wichtige Frage, welche die Bevölkerung in Deutschland ja beschäftigt. Warum sind wir überhaupt am Hindukusch. Wie ging das. Wann wurden die Weichen gestellt. Und wollen die Afghanen uns überhaupt dort. Ja, das sind relevante Fragen. Die Antwort liegt: Terror! Am 11. September 2001 gab es diesen großen Terroranschlag. Da können sich alle daran erinnern in diesem Raum, nehme ich mal an. Es ist zwar schon 15 Jahre her, aber nach diesem Terroranschlag war die Stimmung so: Afghanistan ist zuständig für diesen Terroranschlag, Osama bin Laden ist in Afghanistan. Darum führen wir den Afghanistankrieg. Das war die Argumentation. Aber man hat das überhaupt nicht geprüft, ob das die Wahrheit ist. Der Anschlag war am 11. September und der Afghanistankrieg begann am 7. Oktober. Das sind 3 Wochen zwischen Terror und Krieg. In diesen drei Wochen hat überhaupt niemand irgendetwas Vernünftiges geprüft. Wir Historiker sind jetzt seit 15 Jahren an diesen Anschlägen und haben immer noch nicht den Durchblick, was genau passiert ist. Das, was wir bis jetzt wissen ist, dass wir unvollständig informiert wurden. Das ist ganz sicher! Ich kann Ihnen kurz erklären, was im Moment der Streitpunkt ist. Zuerst ist ein Flugzeug in den Nordturm und dann ein Flugzeug in den Südturm, dass heisst, Flugzeug, Flugzeug, Turm, Turm. Das ist für die meisten Menschen der Terroranschlag am 11. September. Im Hintergrund haben sie aber ein 3. Gebäude. Das heisst World Trade Center Seven. Das ist auch zusammengestürzt. Aber in dieses Gebäude ist überhaupt kein Flugzeug reingeflogen. Das heißt, wir Historiker haben die Kniffelaufgabe 3 Türme, 2 Flugzeuge. Das ist knifflig, weil die offizielle Geschichte ja lautet: Die Türme sind zusammengestürzt wegen den Flugzeugen. Da sag ich immer: 3 Türme, 2 Flugzeuge, ja wie soll denn das gehen? Es ist ja nicht wie beim Kegeln, - wo ein Flugzeug - ja, denken Sie mit. Ist nicht ein Flugzeug durch 2 Türme und dann sind sie zusammengefallen. Das 3. Gebäude ist am 11. September 2001 zusammengestürzt und hat den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgelöst. Basiswissen: 11. September. Ich nehme an, Sie sind sehr gut informiert. Aber wer hier um Raum, wusste nicht, dass es drei Gebäude sind, die zusammengestürzt sind? Kurzes Handzeichen. Wer wusste es nicht. Eben. Wer wusste es? Eben. Vielleicht haben Sie es im Spiegel gelesen. Ich weiß es nicht. Was wir dann gemacht haben – ich war damals an der Universität Zürich – und hab mit den Studenten den offiziellen Untersuchungsbericht gelesen. Der kam 2004 raus. Bush hat damals die Hand drauf gelegt und hat gesagt „that’s the truth“ – Klammer auf - hat mich sofort skeptisch gemacht – Klammer zu. Und dann war halt die Frage, wie wird denn der Einsturz des dritten Gebäudes erklärt? Wo ja kein Flieger reingeflogen ist. Und ich kann Ihnen sagen, das wurde ganz elegant gelöst. Im offiziellen Untersuchungsbericht, den größten Terroranschlägen der Geschichte, wird das WTC 7 erwähnt, aber nicht, dass es eingestürzt ist. Nochmal: Wir leben jetzt im sogenannten Zeitalter des Krieges gegen den Terrorismus. Hat 2001 angefangen. Der kalte Krieg ist vorbei. Die Mauer ist gefallen. Das ist alles Historie. Jetzt sind wir im Zeitalter des Krieges gegen den Terror. Auch Angela Merkel sagt: Syrieneinsatz: Terrorbekämpfung. Alles ist Terrorbekämpfung. Ihre Bürgerrechte werden unter dem Namen der Terrorbekämpfung abgebaut, Patriot Act, Überwachungsstaat, alles. Aber die Sache ist die, dass dieses Zeitalter des Terrors 2001 angefangen hat. Darum möchte ich alle wirklich dringend darauf hinweisen: Sind Sie achtsam! Schauen Sie hin! Was ist da passiert? Und im offiziellen Untersuchungsbericht wird das Gebäude WTC 7 zwar erwähnt, aber nicht, dass es eingestürzt ist. Und das geht nicht! Da kann man jetzt nicht sagen: Ja, das war ein harter Tag – 3 oder 2 Gebäude, sondern das sind ganz, ganz grobe Versäumnisse. Und als ich die NZZ (das ist eine der führenden Zeitungen in der Schweiz) gelesen habe, als der 9/11-Kommission-Report rauskam – habe ich die Zeitung gelesen. Und die NZZ hat geschrieben, das sei ein ausgezeichneter Bericht. Die Journalisten haben noch nicht einmal verstanden, dass hier ein Gebäude nicht erwähnt wird. Ja, dann habe ich natürlich ein bisschen geschaut. Was wurde damals in den USA diskutiert, was wurde in Deutschland diskutiert. Und Norman Peach, ein guter Mann, der sich immer wieder für den Frieden engagiert hat, hat gesagt: „Das Völkerrecht wurde brutal auf die Seite gedrängt“ -nach diesen Terroranschlägen. „Um gegen Afghanistan einen Verteidigungsfall zu begründen, muss nachgewiesen werden, dass es hinter diesen Anschlägen steckt. Doch das sei bisher nicht gelungen“, sagt er am im Okt. 2001. Da ist der Afghanistan-Krieg gerade mal 3 Tage alt. Das heisst: Sie haben hier in Deutschland kluge Menschen, mutige Menschen, die verstehen, dass man das Völkerrecht nicht einfach brechen darf. Die verstehen, dass man nicht einfach sagen darf: „Ja, das Land steckt dahinter! Beweisen kann ich das nicht, aber so ist es halt.“ Das dürfen Sie nicht! Sie müssen einen Beweis vorlegen. Dieser Beweis wurde nicht erbracht. Was ich dann gemacht habe in der Schweiz. Ich habe mit Baustatikern gesprochen, und habe in 2006 meinen ersten Artikel zu 9/11 publiziert. Da wusste ich noch nicht, dass es einige Probleme geben wird. Aber ich bin schon 10 Jahre in dieser Forschung und Jörg Schneider ist ein emeritierter Professor für Baustatik. Der weiss, wie Gebäude funktionieren. Ich bin ja nur Historiker. Ich hab noch nie ein Beton-Stahl-Gebäude gebaut. Und er sagt: „Nach meiner Meinung ist das Gebäude WTC7 mit grosser Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden.“ Dann habe ich gesagt: Aber Sprengung haben wir nicht! – Offiziell. Dann hat er gesagt: „Ja, Sie müssen die Ecken anschauen.“ Diese drei Ecken hier – er sagt, das geht symmetrisch. – Um diese Sekunden wird gestritten. (Ich mach es jetzt hin und her. Es ging nicht hin und her. Ich möchte Sie auf etwas aufmerksam machen. Darum zeig ich es.) Die andere Möglichkeit ist, dass das Gebäude wegen Feuer eingestürzt ist. Es ist entweder Feuer oder Sprengung. Und jetzt Achtung: Ich gebe den Ball an Sie zurück. Sie müssen selber nachdenken. Ist es Feuer oder Sprengung. Ich kann das nicht für Sie auflösen. Da hängt der ganze Krieg gegen den Terror dran. Das Gebäude ist auf jeden Fall zusammengestürzt. Ganz sicher. Das ist keine Frage. Es wurde nicht von einem Flugzeug getroffen. Und Sie haben zwei Ursachen, die möglich sind: Feuer oder Sprengung. Ich sag: Besprechen Sie es doch mit den drei klügsten Menschen, die Sie kennen. Fragen Sie ihn: „Und Du, was denkst Du? WTC7: Feuer oder Sprengung?“ Wenn der sagt WTC7 kenne ich nicht, dann sind das nicht die drei Klügsten. Dann müssen Sie weitersuchen. Ich kenne ja Ihre Freunde nicht. Ich will Ihnen nicht zu nahe treten. Was wir jetzt machen, historisch gesehen. Bei einem so wichtigen Ereignis nehmen wir sogar die Häuserbaupläne. Machen wir sonst nicht. Aber jetzt kommen die Pläne von den Häusern zu den Historikern. Und da wird einfach mal der Querschnitt genommen. Und hier an der Technischen Universität Dresden ist es der richtige Ort, um solche Dinge zu besprechen. Wir haben natürlich ein Gebäude mit senkrechten Stahlsäulen. Und es sind 81. Es sind 81 starke Stahlsäulen. Und die Amerikaner haben 2008 einen 2. Bericht veröffentlicht. Und zwar ist es das „National institute for standards and technology“ – „NIST“. - Kann man jetzt vergleichen mit dem TÜV, oder, einfach so eine Anstalt, wo man davon ausgeht, die machen eine saubere Arbeit. Das denkt man. Ist das so beim TÜV? ... Meistens … Und jetzt, dieses NIST hat dann gesagt, im Bericht dieses Gebäudes: „Dieses Gebäude WTC7 ist wegen Feuer zusammengestürzt.“ 2008 war gerade das Ende der Amtszeit von George Bush, und gerade, bevor er gegangen ist, kam noch dieser Bericht. Die meisten Leute haben sich natürlich nicht mehr mit den Themen beschäftigt, aber für uns ist das ganz zentral. Und als ich den Baustatikern das gesagt habe, schaut her, das NIST sagt: „Säule 79 wurde durch Bürobrände destabilisiert und darum ist das ganze Gebäude im freien Fall zusammengestürzt.“ Das ist die Geschichte, so steht’s auf Wikipedia. Dann haben die Baustatiker gesagt: „Damit das symmetrisch runtergeht … Die Symmetrie bedarf der Sprengung aller Säulen in der gleichen Sekunde. Sonst haben wir die Symmetrie nicht!“ Das ist die Diskussion. Ich sage, da müssen sich die Experten wirklich mit diesem Thema auseinander setzen. Wir können nicht sagen: Ja, das ist jetzt wieder kleinlich von diesem Schweizer Historiker. Was kümmert er sich jetzt noch um diese Details? Das hat den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ausgelöst! Das war’s! Die Terroranschläge sind in erster Linie ein Schock-Ereignis. Mit Schock kann man die Leute steuern, das ist einfach so. Das ist ein alter Trick – wie bekommt man die Schafherde über die Klippe? Man macht einen lauten Knall. So läuft das. Und ich habe natürlich dann untersucht, wie lief die Debatte in Deutschland. Und zuerst hab ich gesehen – die Amerikaner haben gesagt: „Es war Osama Bin Laden. Es waren 19 Muslime.“ Einer, Mohammed Atta hat übrigens in Hamburg studiert. Da habt ihr noch Glück gehabt, dass die Amerikaner nicht gleich gesagt haben: Da müssen wir handeln und bombardieren. Ja, weil die Logik ist ja eh ziemlich abgefahren. Wir haben das gesehen, als Frankreich gesagt hat, wir müssen in Syrien intervenieren, da gab es zuvor einen Terroranschlag, an dem Belgier beteiligt sind. Okay, die Belgier haben Glück gehabt, dass die Franzosen nicht gesagt haben: „Dann bombardieren wir Belgien“. Also was in diesen Kriegen gegen den Terror passiert ist – wie soll ich sagen – sehr erstaunlich, sehr erstaunlich. Und Bush hat gesagt: Wir müssen nach Afghanistan! Und in Europa hat Schröder gesagt: Diese Terroranschläge – das ist jetzt am 12. September, am Tag danach – „Diese Terroranschläge sind eine Kriegserklärung gegen die gesamte zivilisierte Welt ... Es hat zu gelten: Wer Terroristen hilft oder sie schützt, verstösst gegen alle fundamentalen Werte des Zusammenlebens der Völker.“ Das ist eine Durchsage und – wie soll ich sagen, das kann man so sagen – aber es ist auch das Völkerrecht einzuhalten! Wer das Völkerrecht bricht, verstösst auch gegen alle fundamentalen Werte des Zusammenlebens! Genau, wenn man andere Länder bombardiert, ist das ein sehr, sehr schweres Vergehen! Die Grünen unter Joschka Fischer haben gesagt: „Wenn Gewalttäter auftreten, wenn schwere Verbrechen drohen oder gar begangen werden, dann muss durchgegriffen werden.“ 16. November 2001, da war man schon richtig auf Kriegspfad. Jetzt muss wieder durchgegriffen werden. Die FDP, die Liberalen, die waren ja in Opposition und Westerwelle hat damals gesagt zu den Grünen: „Ihr steigt heute aus der Friedensbewegung auf den Feldherrenhügel.“ Die FDP hat dagegen gestimmt, ja. Es läuft ja in Deutschland sehr oft so, dass die Abgeordneten irgendwie nicht nach Gewissen stimmen, sondern nach Parteibuch. Wenn die also in der Regierung sind, dann stimmen alle – wir sind in der Regierung, ab in den Krieg – wenn die anderen in der Regierung sind, dann sagen sie: Also nein, die sind ja die Gegner, wir sind gegen den Krieg. Das ist ein Mechanismus, den ich erstaunlich finde, wenn ich das mal so sagen darf. Auch die CDU war in der Opposition und Merz, ein Abgeordneter hat gesagt: „Eine solche Regierung, ein solcher Bundeskanzler, haben Vertrauen nicht verdient.“ Das heisst, sie haben ein ganz klares Muster: Grüne und SPD für den Angriff auf Afghanistan und die Opposition, die FDP und die CDU, dagegen. In der SPD sagt dann zum Beispiel Gert Weisskirchen: „Die Bundeswehr wird eingesetzt, um in Afghanistan endlich Frieden durchzusetzen.“ Die anderen sagen: Diese Dinge funktionieren nicht. Sie können nicht in ein anderes Land Soldaten schicken. Wenn die Afghanen sagen würden: Jetzt schicken wir Soldaten nach Deutschland, um hier endlich – was soll ich sagen – gute Stimmung zu machen. Das geht nicht! Da muss man doch verstehen, dass dies immer als Besatzung aufgenommen wird. Immer! Und jetzt führt man seit 15 Jahren Krieg in Afghanistan, seit 15 Jahren – immer! Die Taliban, was man auch immer für Ziele hatte, die lassen sich nicht vertreiben. Wissen Sie warum? Die wohnen dort. Der Bundestag hat dann am 16. November abgestimmt – immer noch unter diesem Schock der Anschläge – es war knapp: 336 Ja gegen 326 Nein. Und danach – die Bundeswehr in Afghanistan. Das heisst: Deutschland wird immer wieder in den Krieg getrieben. Und durch wen? Durch die USA. Einmal war es Clinton, der hat sie in den Kosovokrieg geführt. Danach war es Bush, der hat sie nach Afghanistan geführt. Es ist traurig. Und die Afghanen, die Afghanen können doch überhaupt nichts dafür. Das sind arme Leute. Arme Leute! Einige amerikanische Generäle haben gesagt: „Unsere Raketen die kosten mehr als eine Million und diese Lehmhütten, der Schrott, wo die Afghanen drin wohnen, die haben ja nicht mal 5000 $ wert. Ist das nicht eine Verschwendung von Material?“ Das sind Originalzitate. Und wie dekadent ist denn dieser Zustand, wenn man eines der ärmsten Länder bombardiert und das auf der Basis eines ungeklärten Terroranschlages macht. Also wenn Sie das Gefühl haben, das tiefe Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann kann ich sie nur unterstützen. Es ist nicht in Ordnung! Weil das Leben ist heilig. Man darf keine anderen Menschen töten! Das ist so einfach. Warum wollen wir nicht, dass wir getötet werden? Warum wollen wir nicht, dass unsere Kinder getötet werden? Warum wollen wir nicht, dass unsere Eltern getötet werden? Weil das Leben heilig ist! So einfach ist es. Und da braucht es keine Hochschulausbildung dazu, sondern man hat sofort dafür ein klares Gefühl. Wenn jemand kommt und das eigene Kind tötet, ist etwas sehr falsch. Und das wird so verdreht dargestellt, mit Terrorgeschichten, Terroranschlägen – das ist die völlige Verwirrung. Wir leben im Zeitalter der Verwirrung. Muss ich Ihnen so sagen. „Die Deutschen müssen das Töten lernen“ berichtet dann der Spiegel 2006. Als ich das gelesen habe, hab ich mir den Spiegel gekauft, was ich selten tue, und habe darin geblättert und hab mich gefragt: Was ist denn das? Was ist denn das für eine Aussage? Die Aussage kommt von einem amerikanischen General und der Spiegel setzt das auf die Titelseite. Das ist Kriegshetze! Wenn das den Tatbestand der Kriegshetze nicht erfüllt, dann was? Dann was? Merkel 2009 in Afghanistan, ist schon erstaunlich. Sie hat wirklich immer dieses – Ihr nennt sie doch Mutti oder so irgendwie – sie hat so dieses Lächeln – ich weiss nicht, ob Ihr – ich les das einfach immer wieder. Sie hat dieses „Soll ich noch einen Kuchen backen“-Lächeln. Also, es hat wirklich etwas. Ich versteh das auch. Das wirkt. Es wirkt freundlich. Ja, wenn Sie das vergleichen – wo waren wir da – wirkt doch nicht gleich, ja? Gut. Deutschland ist nach Afghanistan gezogen und hat nichts erreicht, gar nichts. Unter dem Strich, gar nichts erreicht. Man müsste die Auslandeinsätze auch evaluieren unter dem Kriterium: Was waren die Ziele, was ist der Erfolg, was sind die Kosten, was hätte man mit dem Geld machen können? Die Leute jetzt, in Deutschland, wachen auf. Hier eine Demonstration in Berlin im Oktober 16. „Nato = aggressivstes Militärbündnis der Welt“, ein Zitat von Drewermann. Oder „Aggression gegen Syrien stoppen!“ Das heißt, die Leute gehen auf die Strasse, weil sie verstehen im Moment überhaupt nicht mehr, wie man sich überhaupt Gehör verschaffen kann. Und das sind auch Leute, die schon länger in der Friedensbewegung sind. Die haben schon gegen den Vietnamkrieg demonstriert. Die sind jetzt wieder auf der Strasse und haben gedacht, „dass ich das nochmal erlebe, dass ich nochmal auf die Strasse muss.“ Und das, was ich eigentlich bestärken möchte, ist, dass sich die Leute auch gegen den Krieg aussprechen. Ich werde immer wieder gefragt: „Ja, aber Herr Ganser, haben Sie nicht das Gefühl, wir sind ohnmächtig? Wir haben keine Chancen, irgendetwas zu tun.“ Da würde ich unbedingt differenzieren: Sie haben tatsächlich nicht die Möglichkeit, den Syrienkrieg morgen zu stoppen. Das ist nicht möglich. Ich persönlich habe mit meiner Frau 2003 gegen den Angriff auf den Irak demonstriert, in Bern. Das war eine grosse Demonstration. Es gab auch in Deutschland grosse Demonstrationen. Bush und Blair hat es nicht gekümmert. Da war ich auch ein bisschen betrübt, aber bon. Man kann das nicht stoppen, wenn die Politiker in die Kriege ziehen. Es ist wirklich schwierig, aber, auf was Sie einen Einfluss haben, ist: Was Sie morgen lesen. Das entscheiden ja Sie. Mit wem Sie morgen sprechen und über was. Das entscheiden nur Sie. Ob Sie den Fernseher einschalten oder abschalten. Es ist Ihre Entscheidung. Was Sie morgen essen, es ist Ihre Entscheidung. Was Sie für Weihnachtsgeschenke machen, ist Ihre Entscheidung. Was auch immer sie tun, ich würde Ihnen einfach raten, bleiben Sie dieser Maxime treu: „Das Leben ist heilig.“ Wenn Sie sich da dran halten, finde ich, können Sie den Faden nicht verlieren. Aber wenn Sie irgendwie durch Kriegspropaganda verwirrt werden, dann sind Sie am Schluss für Kriege, die Sie nicht verstehen und sind mit Soldaten in Ländern, die Ihnen nichts getan haben. Das ist bei den amerikanischen Soldaten so, die sind im Irakkrieg, erschiessen dort Iraker, und eine Untersuchung hat ergeben, dass die Amerikaner, die dort stationiert sind, glauben, dass Saddam Hussein etwas mit 9/11 zu tun hat. Das ist der totale „Brainwash“ (Gehirnwäsche). Saddam Hussein hat nichts mit 9/11 zu tun. Gut, diese Soldaten sind schlecht informiert. Sie haben Saddam Hussein mit Osama bin Laden verwechselt. Es sind ja auch so fremde Namen. Aber da sage ich, ja also dann sind sie im falschen Land. Osama ist in Afghanistan. Es ist schon wichtig, dass man sich informiert. Irakkrieg ganz konkret war ein Angriffskrieg und er wurde auf der Basis von Lügen geführt. Hier: Die Lüge war: Saddam hat Massenvernichtungswaffen! Das hat damals der amerikanische Aussenminister Colin Powell gesagt. Es war Lüge. Sie haben das gesehen. Es wird ganz dick aufgetragen und man geht grundsätzlich davon aus, dass die Bevölkerung das entweder nicht begreift oder zu ängstlich ist und sich nicht wehrt. Von diesen zwei Prämissen geht man aus. Dann hat man Saddam gestürzt und natürlich: Saddam ist ein Kriegsverbrecher. Das hab ich ihnen schon gesagt, weil der hat ja 1990 Kuwait überfallen, und 1980 hat er den Iran angegriffen. Nur viele haben vergessen, dass 1979 die CIA ihn überhaupt erst an die Macht gebracht hat. Weil man ja wollte, dass der Saddam den Iran angreift. Weil man eben den Saddam gegen den Khomeini laufen lassen wollte. Und dann hat man gesagt: Die sollen sich doch gegenseitig erschiessen. Dann kann man Waffen verkaufen an beide Seiten und sie schwächen sich. Das ist die Idee und ich denke, das will man mit Deutschland und Russland nochmal machen. Beide gegeneinander laufen lassen, dann schwächt ihr euch. Und darum passt auf, auf die Freundschaft Deutschland-Russland. Gebt dieser Freundschaft Sorge! Das ist wirklich wichtig! Die Angst wird immer geschürt, indem man sagt: Wir haben Grund zu der Annahme, dass Saddam Hussein Atomwaffen baut. Stimmt nicht! Stimmt nicht! Dick Cheney hat gelogen. Auch er ein Kriegsverbrecher. Und Tony Blair in Grossbritannien sagte: „Der Irak besitzt chemische und biologische Waffen. (….) Seine Raketen sind binnen 45 Minuten einsatzbereit.“ Das heisst, man heizt den Leuten richtig ein. Sie sehen das: „binnen 45 Minuten … “, das heisst innerhalb der nächsten Stunde kann hier eine Bombe hochgehen. Und wenn man gesagt hätte, binnen 45 Monaten, dann hätten die Leute gesagt: Ja, gut, gibt es da noch andere Möglichkeiten als Krieg? Aber es wird halt wirklich immer Kriegshetze betrieben, und das ist gefährlich. Das tut uns allen nicht gut! Im Buch habe ich diese Konflikte beschrieben. Also wenn Sie sich fragen, was ist denn in diesem Buch überhaupt zu lesen? Sie haben einerseits – das hab ich jetzt angesprochen – den Angriff auf den Irak, der ist illegal. Dann haben wir den Putsch in der Ukraine. Ich muss kurz etwas zur Ukraine sagen – das wird im Buch genauer dargestellt. Aber in unserer westlichen Presse, auch in der Schweiz, stand immer: Das Problem in der Ukraine hat angefangen mit Putin. Das ist gelogen. Wir haben zuerst eine NATO-Osterweiterung. Und danach haben wir am 20. Februar 2014 einen Putsch in Kiew. Da ist Victoria Nuland daran beteiligt, sie ist im amerikanischen Aussenministerium. Und da ist auch diese Aussage – entschuldigen Sie meine Sprache – „Fuck the EU!“. Darum nennen wir diesen „Fuck the EU-Putsch“ intern, ist jetzt etwas schwierig, dies zu übersetzen. Es heisst einfach – es ist ein abgehörtes Gespräch zwischen Victoria Nuland und dem amerikanischen Botschafter Geoffrey Pyatt. Und da sprechen sie darüber, wer dann nach dem Putsch an die Macht kommen soll. Und dann fragen sie sich noch, sollen sie die EU einbinden, und dann sagt sie so locker: „No, fuck the EU!.“ Das heisst so viel wie, die EU berücksichtigen wir nicht! Und das muss man auch mal zur Kenntnis nehmen. Und erst danach – das war im Februar 14 – und erst im März 14 sichert sich Putin die Krim, weil er dort seine Schwarzmeerflotte hat. Und darum ist er auch in Syrien aktiv. Er hat dort auch einen Flottenstützpunkt. Und die Russen lassen sich doch von der NATO nicht alle Flottenstützpunkte abjagen. Das werden sie auf keinen Fall machen! Die Russen sind ja gute Schachspieler, ja, die lassen sich doch nicht den König und die Dame nehmen. Das können Sie vergessen! Ah, ich habe jetzt nicht alle Länder erwähnt. Ich wollte noch sagen: Der Krieg gegen Nicaragua ist im Buch. Da wurden die USA auch verurteilt, weil sie die Contras unterstützt haben. Das war unter Präsident Reagan. Dann Regierungssturz in Guatemala 54. Die Invasion in der Schweinebucht. Der Syrienkrieg seit 2011. Der Angriff gegen Libyen 2011. Suezkrise, der Angriff auf Ägypten. Der Vietnamkrieg. Dann auch der Krieg gegen Jemen. Der Putsch im Iran und der Krieg in Afghanistan inklusive 9/11. Also sie haben hier dreizehn Kriege, wo Sie mal einfach anhand von Fakten durch deklinieren können – was läuft eigentlich? Im Hintergrund – denke ich – gibt es sehr viele Rohstoffkriege. Das wird immer so ein bisschen verdeckt. Man spricht nicht gerne darüber, aber meiner Meinung nach geht es eben nicht um Menschenrechte, sondern um Schürfrechte. Und wenn Sie sich das ein bisschen genauer anschauen, wird das immer wieder auch zugegeben. Joschka Fischer hat gesagt: „Die Golfregion bleibt die Tankstelle der Weltwirtschaft.“ Das ist eine klare Ansage. Ich teile diese Analyse. Wenn Sie die Fakten anschauen, dann sehen Sie hier – die grünen Säulen – das sind die grössten konventionellen Erdölreserven. Und die sind eben genau hier, am Persischen Golf. Saudi Arabien, Irak, Iran. Und jetzt versuchen Sie in Ihrem Kopf eine Weltkarte der Religionen über diese Erdölfelder zu legen und dann erkennen Sie ganz einfach, der grüne Raum ist der muslimische Raum. Violett dargestellt ist der christliche Raum. Dies sind: Nordamerika ist christlich. Südamerika ist christlich. Europa ist christlich. Südliches Afrika ist christlich. Australien ist christlich. Indien ist hinduistisch. China ist atheistisch. Russland ist orthodox-christlich. Und eben dieser grüne Raum ist der muslimische Raum. Und da liegt das Erdöl. Das heisst – ziemlich offensichtlich – und einfach, um das noch klar zu machen, die Muslime sind nicht dort hingezogen, als sie gehört haben, dort hat es Erdöl. (Applaus) Aber es wird ja wieder der Hass zwischen den Religionen geschürt, zwischen Christen und Muslimen, und das ist falsch. Es ist falsch! Wir sollten einander in Brüderlichkeit begegnen. Wir sollten doch nicht jemanden umbringen, weil er eine andere Religion hat. Das haben wir schon mal gemacht in der Schweiz. Die Katholiken gegen die Protestanten – oder in Deutschland auch – „Ah, du hast die falsche Religion – Kopf ab! Du weisst zu viel. Du bist eine Hexe – Scheiterhaufen! Wir haben eigentlich alles gemacht, vorwärts – rückwärts, wir müssen nicht noch eine neue Variante ... Und was mich eben überrascht, ist, dass seit 9/11 der Ruf der Muslime so richtig in den Keller ging. Haben sie auch mitbekommen oder? Das heisst jetzt, diese ganzen Kriege, die in den muslimischen Ländern laufen, die werden bei uns als Antiterrorkampf verkauft und darum gehen sie so gut durch. Weil, zuvor hat man die Muslime diskreditiert. Und ich möchte Ihnen jetzt mal etwas erklären aus der psychologischen Kriegsführung. Ich dreh jetzt mal kurz die Rollen um, was in den letzten 15 Jahren passiert ist. Das ist nicht passiert, ich dreh’s nur um. Hören Sie sich das an und versuchen Sie zu fühlen, wie die Stimmung wäre. 2003 hat der Irak Grossbritannien und die USA angegriffen. Bush wurde erhängt. 2011 hat Libyen Frankreich bombardiert. Sarkozy wurde begraben. 2001 ist Afghanistan in Deutschland einmarschiert. In Berlin patrouillieren Taliban, zum Schutz der Bevölkerung. Stopp, das reicht schon. Spüren Sie, rein intuitiv, dass man das nicht akzeptiert hätte. Ja, hätte man nicht akzeptiert. Das Gegenteil ist passiert, und bei uns in Europa und auch in Nordamerika ist der Eindruck: Ja, diese Muslime, das sind aber auch Brandstifter. Ja, die versuchen jetzt immer … die machen jetzt immer Stress. Was wir haben sind Angriffskriege und danach asymmetrische Kriegsführung. Was ist asymmetrische Kriegsführung? Die Länder werden besetzt. Die jungen Männer sprengen sich in die Luft. So ist das. Ich war kürzlich in Paris. Da hab ich einen Vortrag gehalten. En Français, c’était difficile. (In Französisch. Das war schwierig.) Und dann hab ich den Franzosen gesagt: „Schaut her! 1940 wurdet ihr doch von Deutschland besetzt“, und dann haben sie gesagt: ja. Und dann hab ich gesagt: „Und dann habt Ihr die Deutschen doch getötet.“ Sie sagten: Ja! Und dann hab ich sie gefragt: „Was war das?“ Sie haben gesagt: „Resistance“ Dann hab ich gefragt: „Was ist das? War das ehrenvoll?“ Und sie sagten: Ja, sehr ehrenvoll! Dann hab ich gesagt: „War das nicht Terror?“ Das war völlig der Tabu-Bruch. Sie haben gesagt: Das ist nicht Terror. Dann sag ich: Okay, wenn sich jetzt aber jemand im Irak in die Luft sprengt, gegen die Amerikaner oder die Briten, dann ist es doch Terror. Und sie haben gesagt: Ja, das ist Terror. Und dann hab ich gesagt: Und in Syrien. Ihr bombardiert ja jetzt Syrien. Wenn es in Syrien etwas gibt, ist es immer Terror. Ja klar, Terror. Und Ihr seid ja Franzosen. Franzosen sind ja auch in Afghanistan, Deutsche sind in Afghanistan. Wenn dort die Leute Gewalt einsetzen – klarer Fall von Terrorismus, oder? Das heißt: Jede Form von Resistance wird in den NATO-Ländern unter dem Begriff „Terror“ der Bevölkerung weitergereicht. Das ist analytisch nicht korrekt. Also Nord-in-Irland, sie kennen die IRA, das ist die Irish Republican Army, das ist Katholik, die wollen nicht, dass die Engländer, das sind Protestanten in Nord-Irland sind. Darum gibt’s Terror! Aber nicht, weil die Katholiken speziell gewalttätig sind, sondern, weil sie die Besetzung nicht wollen, verstehen Sie? Im Hintergrund gibt es Rohstoffkämpfe. Die Amerikaner haben schon Ende des Zweiten Weltkrieges gesagt, hier der amerikanische Präsident Roosevelt sagt zu den Briten: „Das persische Öl gehört ihnen, das ist der Iran. Das Öl im Irak und in Kuwait teilen wir uns und, was das saudische Öl betrifft, das gehört uns“. Klare Ansage! Es geht um Rohstoffe. Es geht immer um Rohstoffe! Um Öl und um Gas! Sarah Wagenknecht, eine der besten Politikerinnen, dünkt mich im Moment, hat gesagt: „Wer wirklich“ ...( Publikum klatscht) Sie ist klug und mutig, eine seltene Kombination. „Wer wirklich für mehr Sicherheit sorgen will, muss aufhören, sich an Öl und Gas-Kriegen im Nahen Osten und Mittleren Osten mit unzähligen zivilen Opfern zu beteiligen, muss die logistische Unterstützung der US-Drohnenmorde einstellen. (Klammer auf - Ramstein schließen -Klammer zu), und Waffenexporte in Krisengebiete sofort stoppen.“ (Applaus) Das heißt, die Friedensbewegung wird immer gefragt: „Ja, was seid Ihr für Spielverderber? Können wir nicht mal dieses Land oder jenes Land bombardieren? Habt Ihr Lösungen?“ Ja, die Friedensbewegung hat Lösungen. Erstens: Völkerrecht achten! Zweitens: Keine fremden Länder bombardieren! Drittens: Keine Rohstoffkriege führen! Viertens: Keine Waffen in diese Länder liefern! Und Fünftens: Keine Kriegspropaganda verbreiten, welches die Menschen gegeneinander aufhetzt! Simples 5 Punkte-Programm! Bush sieht das natürlich anders. Er sagt: „If you are not with us, you are against us! And if you are against us, you are actually an illegal enemy combattant and we will kill you!“ Okay! Das ist dieser ganz radikale fundamentalistische Ansatz von „Ich töte Dich, wenn Du nicht mit mir gegenüber übereinstimmst“. Das ist genau das, was wir unseren Kindern ja nicht lehren. Ja, es gibt eben eine Pluralität der Perspektiven und das gibt man doch den Kindern mit. Hat doch niemand in der Familie gesagt: „Wenn jemand mal eine andere Meinung hat, wird er umgebracht!“ Das ist ja eine bescheuerte Position! Wie kann man sich getraun, so aufzutreten oder in der Schule: Wird in der Schule so argumentiert? Gibt es Lehrer, die sagen: „ Na, mit diesen drei Jungs hab ich richtig Probleme, die machen soviel Zoff, die müssen wir erhängen!“ Das ist doch nichts! Das ist doch nichts! Oder können ja auch die Schüler sagen: Dieser Lehrer, der ist völlig unfair. Aber die Vorlesungen sind so langweilig. Morgen erschießen wir den. Das ist falsch! Ja, ich spitz es nur zu. Was eben in der Familie nicht funktioniert und was in der Schule nicht funktioniert, funktioniert eben in der internationalen Politik auch nicht. Da muss man sich eben nicht einreden lassen, wir lösen die Probleme mit Gewalt. Das stimmt nicht. Wir werden die größten Probleme im 21- Jahrhundert nicht mit Gewalt lösen. Eben gerade nicht! (klatschen) Das, was wir versuchen sollten, ist immer wieder auch andere Stimmen zu hören. Wir sollten herausfinden: Was ist denn mit den jungen Männern im Irak? Was denken denn die von der amerikanischen Besatzung? Und ich kann Ihnen ganz klar sagen. Die lehnen diese Besatzung ab! Die wollen sie nicht! Ist das eine Überraschung? Nein! Ich kann voraussagen, was Sie für ein Gefühl haben, wenn morgen der Nachbar bei Ihnen die Türe eintritt. Sie sind stinkig! Ist so. Die Historiker können ja Muster erkennen, ja. Ganz wenige sagen: Prima! Nix, so läufts ja nicht. Ja, können Sie noch? Machen wir noch Libyen? Sind Sie noch da? Atmen Sie mal durch! (klatschen) Das Thema ist ja anstrengend. Ich weiß, dass es anstrengend ist. Bei Libyen möchte ich einfach darauf hinweisen: Dort gab es eine Resolution des Sicherheitsrates ... Wie dann? Im Buch die Details. Diese Resolution hat gesagt: Man darf eine No-Fly-Zone errichten. Das ist eine Luft-Flugverbots-Zone. Das heißt so viel, wenn Sie die Strassen frei räumen, niemand darf fahren, aber das in der Luft. Und zudem haben die Russen und Chinesen „Ja“ gesagt. Die Briten und die Franzosen und die Amerikaner haben aus diesem einen Regime-Change gemacht. Und das stand eben nicht drin, okay? Und das empfinden die Chinesen und die Russen als eine Täuschung. Und zwar zu Recht. Es war nämlich eine Täuschung! Dann haben Sie den Luftangriff der NATO-Staaten Großbritannien, Frankreich, und USA gegen Libyen, 2011. Das ist illegal, das ist einfach illegal! Man darf nicht einfach Libyen bombardieren! Libyen war eines der reichsten Länder in Afrika. Gadaffi übrigens hat verhindert, das das Afri-Com, das ist das African Command, die Amerikaner teilen ja die Welt in verschiedene Kommando-Zonen auf, North-Com ist Nordamerika, South-Com ist Südamerika, EU-Com ist euopean Command, die Schweiz ist im EU-Com, das hören wir gar nicht gerne, und Afri-Com ist das african Command, pac-Com ist das pazific Command und cent-Com ist das Central-Command. Also, das sind die verschiedenen Kommando-Bereiche. Alle Länder der Welt sind in dem einen oder anderen Kommando-Bereich, und eigentlich wollte man das Afri-Com in Afrika errichten und dann haben die Afrikaner gesagt: Wir wollen das nicht. In keinem Land konnten die das errichten. Da haben sie das in Deutschland aufgebaut. Das ist ja verrückt! Gut. Afrika bombardiert. Und Gadaffi wurde getötet. Da gab es kein UNO-Mandat dafür, einfach keins. Man hat die Rebellen bewaffnet. Das sind die Rebellen. Da hat man gesagt: Die bringen Stabilität. Man wird doch nach Strich und Faden angelogen. Ich habe recherchiert und wieder im Buch dargelegt, dass der englische und amerikanische Geheimdienst die Rebellen schon bewaffnet hat, bevor die Unruhen ausbrachen. Das ist der Trick mit den Banden. Man bewaffnet eine Bande. Die Bande macht Unruhe. Dann sagt man: „Schau her! Hier ist Unruhe. Wir müssen helfen. Dann bekommt man ein Mandat vom Sicherheitsrat für eine No-Fly-Zone und aus der macht man ein Regime-Change ... Libyen war das. 2011 die Ukraine mit dem Putsch, das habe ich Ihnen schon erklärt. Jemen überspringe ich jetzt. Dann würde ich zum Schluss noch Syrien machen und dann sind wir durch, okay, mögen Sie noch? (klatschen) Mit Syrien ist es ja so, dass man sagt, da ist ein Fassbomben werfender Giftgas-Diktator, und der muss daher abgeräumt werden, der Assad. Das hört man jeden Tag in den Medien. Und da kann ich einfach sagen: Es ist illegal, einen Präsidenten zu stürzen in einem anderen Land. Und zwar geht es nicht darum, ob man jetzt Assad mag oder nicht, ja? Es geht gar nicht um dieses: Ich mag den oder ich mag den nicht. Sondern es geht darum: Man darf die Souveränität eines anderen Landes nicht verletzen! Das ist es! (klatschen) Und die französische Luftwaffe ist seit dem 27. September 15 in Syrien aktiv. Die Franzosen begründen das mit Terrorbekämpfung und verweisen dann eigentlich darauf, dass sie Assad jetzt stürzen müssen, weil das ein ganz wichtiges Projekt für die Menschheit ist. Und natürlich für die Menschenrechte, die Demokratie, also Egalite, Fraternite, Liberte. Und wenige denken daran, dass Syrien eine französische Kolonie war, ja, und dass die Franzosen überhaupt nicht dafür berühmt sind, dass sie in ihren Kolonien vor allem die Menschenrechte respektiert hätten. Also das war noch früher, da ist man mit der Fahne hingegangen, tötörötötö, wir sind die Kolonialherren, hat die Fahne gehisst. Das macht man heute so nicht mehr. Das kommt nicht mehr gut an. Aber was man jetzt macht, sind verdeckte Kriege. Hier französische Flugzeuge. Und, was ich dann lese, ist, die amerikanische Friedensbewegung. Ich lerne sehr viel von der Friedensbewegungen in den USA. Und ich kann nur empfehlen, dass die Friedensbewegung in Russland, in Deutschland, in der Schweiz, in den USA, in Norwegen, in Schweden, im Iran, auch in Saudi-Arabien, dass sich die Leute zusammentun und sich nicht durch die Nationalitäten spalten lassen. Weil wir haben diese Tricks: Man spaltet die Leute nach Nationalitäten, nach Religionen, nach Einkommen und nach Parteien. Wenn alle gespalten sind, ist der Haufen einfach zusammenzuwischen. Dann ist er nämlich kraftlos. Und John F. Kennedy Junior hat gesagt: Geben wir’s doch endlich zu, was wir als heutigen Terror bezeichnen, ist doch in Wahrheit nur einfach ein neuer Krieg um Öl und Gas. Sagt er in den USA, meiner Meinung nach eine sehr treffende, eine wahre Aussage. Er ist übrigens Junior. Junior heißt, er ist der Sohn von Robert Kennedy, okay? Robert Kennedy war im weißen Haus Justizminister. Sein Bruder ist John F. Kennedy, der doch sehr bekannt ist. Was dann passiert ist: John F. Kennedy wurde erschossen, 1963. Sein Bruder Robert wollte das aufklären. Um es richtig aufzuklären, macht es Sinn, dass man selber Präsident wird. Er hatte große Chancen. Er wäre fast Präsident geworden, wurde dann aber auch erschossen. Das heißt: Robert Kennedy Junior weiß sehr gut, wie der Hase läuft in den USA. Und er macht sich keine Illusionen. Sein Vater wurde erschossen, okay? Und er sagt: „Der Syrienkrieg ist ein Pipeline

von and.


Hier können Sie die Sendung in der gewünschten Qualität herunterladen:






klagemauer.TV-Tagessendung