Zum Weltdiabetestag am 14.11.2016: Das Geschäft mit der Zuckersucht! | Kla.TV

Montag 14. November 2016

Medienkommentar Gesundheit & Medizin

Zum Weltdiabetestag am 14.11.2016: Das Geschäft mit der Zuckersucht! (1 von 2)

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Zum Weltdiabetestag am 14.11.2016: Das Geschäft mit der Zuckersucht! Montag, 14.11.2016 (1 von 2)
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Mobilfunk – Geld wichtiger als Gesundheit? Montag, 14.11.2016 (2 von 2)

Alljährlich am 14. November findet der Weltdiabetestag statt, der bereits vor 25 Jahren von der Weltgesundheitsorganisation WHO als weltweiter Aktionstag eingeführt wurde. Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Diabetes oder Zuckerkrankheit bezeichnet, umfasst eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten.

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Zum Weltdiabetestag am 14.11.2016: Das Geschäft mit der Zuckersucht! 14.11.2016

Alljährlich am 14. November findet der Weltdiabetestag statt, der bereits vor 25 Jahren von der Weltgesundheitsorganisation WHO als weltweiter Aktionstag eingeführt wurde. Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Diabetes oder Zuckerkrankheit bezeichnet, umfasst eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten. Beim Diabetes mellitus entsteht eine krankhafte Überzuckerung des Blutes. Der Typ 2 Diabetes ist die häufigste Unterform und wird maßgeblich durch Fehlernährung und Übergewicht verursacht. Der Diabetes mellitus Typ 2 ist laut der „International Diabetes Federation“ (IDF), einer Organisation zur Erforschung und Behandlung der Zuckerkrankheit, zu einer weltweit verbreiteten Massenerkrankung geworden und wird auch als die Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Seit 25 Jahren werden jährlich am Weltdiabetestag die Menschen auf Diabetes und seine Ursachen aufmerksam gemacht. Doch die Zahl der Neuerkrankungen konnte nicht einmal ansatzweise gesenkt werden. Welche Gründe könnte dies haben? Bereits im Jahre 2012 schrieben Forscher im „Nature“, einem renommierten Wissenschaftsmagazin, unter dem Titel: „Die giftige Wahrheit über Zucker“, ich zitiere: „Innerhalb der letzten 50 Jahre hat sich der Konsum von Zucker weltweit verdreifacht. Immer mehr Fertiglebensmittel werden gesüßt. Die Industrie reichert sie mit sogenanntem fruktosereichen Kornsirup an oder auch mit Saccharose. Beide Zusätze enthalten Fruchtzucker, Fruktose.“ Claire Brindis, Professorin und Gesundheitswissenschaftlerin an der Universitätskinderklinik in San Francisco dazu: „Wenn Sie Obst essen, dann nehmen Sie den Fruchtzucker immer zusammen mit pflanzlichen Fasern auf. Diese Ballaststoffe sorgen dafür, dass nicht so viel Zucker verstoffwechselt wird und ins Blut übergeht. Wenn man Zucker zusammen mit Ballaststoffen einnimmt, dann ist das nicht schädlich.“ Die Industrie setze aber nun Fruktose den Lebensmitteln pur zu, ohne regulierende Pflanzenfasern. In dieser Form und im Übermaß genossen, sei kalorienreicher Fruchtzucker ein großes Risiko für die Gesundheit. Robert Lustig, Professor für Neuroendokrinologie, schreibt: „Es geht hier um den Zucker, den die Lebensmittelindustrie ihren Produkten bewusst zusetzt. Vorgeblich, damit sie besser schmecken. Tatsächlich aber, damit sie sich besser verkaufen.“ Ein Liter Eistee kann zum Beispiel bis zu 24 Würfelzucker enthalten. In einem Liter Cola sind sogar 100 Gramm Zucker aufgelöst, das entspricht 40 Zuckerwürfeln. In einem Versuch mit Ratten zeigten Wissenschaftler auf, dass Zucker wie eine Droge wirken kann. Sie ließen Ratten regelmäßig Zucker im Übermaß zu sich nehmen. Mit der Zeit steigerten die Ratten nicht nur ihren Konsum, sie litten auch unter Entzugserscheinungen bei Zuckerabstinenz und neigten auch nach längerer Enthaltsamkeit dazu, rückfällig zu werden. Der Grund dafür war, dass Zucker im Gehirn den Dopaminspiegel, einen Botenstoff, ansteigen lässt und dadurch ein Wohlgefühl vermittelt. Mit der Zeit kam es bei den Tieren zur Gewöhnung. Um das gleiche Wohlgefühl auszulösen, brauchten die Tiere mehr Zucker– der Suchtkreislauf begann. Forscher der Harvard School of Public Health in Boston zeigten in einer Studie, dass im Jahre 2010 der Konsum zuckerhaltiger Getränke die unmittelbare Ursache von 180.000 Todesfällen war, darunter 133.000 Diabetiker. Der jährliche Weltdiabetestag könnte der WHO nun eine ideale Möglichkeit bieten, um das Diabetes-Problem von der Wurzel her anzugehen, nämlich indem sie die Bevölkerung weltweit über die schädliche und suchtfördernde Wirkung von Zucker in Limonaden und Lebensmitteln aufklärt Aber weil genau das nicht geschieht, wird dem weltweiten Geschäft mit der Zuckersucht kein Einhalt geboten. Davon profitieren einerseits die weltweit großen Lebensmittelhersteller, andererseits die Pharmaindustrie, deren Verkauf von Medikamenten gegen Diabetes mellitus Typ 2 weltweit im Wachsen begriffen ist. Einmal mehr verfehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO ihr verfassungsgemäßes Ziel „die Verwirklichung des bestmöglichen Gesundheitsniveaus bei allen Menschen“ durch ihre Aktionen zu erreichen. „Aber wie ist das nur möglich, sind denn das keine Fachleute?“, fragt sich der aufmerksame Bürger. Darauf gibt es eigentlich nur eine plausible Antwort: Fachleute schon, aber primär für getarnte Aktionen, um Geld zu verdienen. Wir verweisen auf unsere Sendung „WHO – Wächter über die Weltgesundheit oder Komplize der Pharmaindustrie?“ Einzig durch fundierte Aufklärung über die Zusammenhänge über Zucker, eine Ernährungsberatung sowie durch eine gesunde Ernährung der Menschen in Eigenverantwortung, kann das weltweite Problem der Diabetes mellitus Typ 2 Erkrankung überwunden werden. Mit der Verbreitung dieser Sendung helfen Sie mit, dass noch zusätzlich der menschenverachtenden Geschäftemacherei durch WHO sowie Welternährungs- und Pharmakonzerne ein Ende bereitet wird.

von ch.


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