Dienstag 10. Januar 2017

Britische Journalistin nach Rückkehr aus Aleppo: Jeder erzählte von Gräueltaten der Rebellen (2 von 2)

8:13
Britischer Priester besuchte Aleppo: „Zusammenbruch von glaubwürdigem Journalismus ist schockierend“ Dienstag, 10.01.2017 (1 von 2)
9:00
Britische Journalistin nach Rückkehr aus Aleppo: Jeder erzählte von Gräueltaten der Rebellen Dienstag, 10.01.2017 (2 von 2)

In der vorangegangenen Sendung hörten Sie den britischen Geistlichen Andrew Ashdown, der von seinen Erfahrungen nach seiner Rückkehr aus Aleppo berichtete. In dieser Sendung hören Sie nun eine weitere Augenzeugin, die ebenfalls zu einem völlig anderem Ergebnis als die westlichen Leitmedien kommt.

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Britische Journalistin nach Rückkehr aus Aleppo: Jeder erzählte von Gräueltaten der Rebellen 10.01.2017

In der vorangegangenen Sendung hörten Sie den britischen Geistlichen Andrew Ashdown, der von seinen Erfahrungen nach seiner Rückkehr aus Aleppo berichtete. In dieser Sendung hören Sie nun eine weitere Augenzeugin, die ebenfalls zu einem völlig anderem Ergebnis als die westlichen Leitmedien kommt: Vanessa Beeley. Vanessa Beeley ist eine britische investigative – „genauestens untersuchende“ – Journalistin, die sich auf den Nahen Osten spezialisiert hat. Vanessa Beeley war gerade von einem dreitägigen Besuch in Aleppo zurück nach Damaskus gekommen, als sie dem US-amerikanischen Politiker und ehemaligen Abgeordneten im Repräsentantenhaus, Ron Paul, ein Interview gab. Hier nun die wichtigsten Auszüge aus der Liveübertragung vom 15. Dezember 2016: „Ich verbrachte drei Tage in Ost-Aleppo, der Altstadt von Aleppo. Wir besuchten die Gegend von Hanano zwei oder drei Tage nach der Befreiung und sprachen mit Zivilisten, die von den verschiedenen Terrorfraktionen besetzt waren, angeführt von der al-Nusra-Front, darunter Fraktionen wie Nour al-Din al-Zenki oder Ahrar al-Scham, die von den USA nicht als Terrororganisationen eingestuft sind, obwohl al-Din al-Zenki den zwölfjährigen palästinensischen Jungen Abdullah Issah vor einigen Monaten enthauptete. Das waren die wichtigsten Gruppen, die sich in Ost-Aleppo eingegraben und Zivilisten eingesperrt haben. Jeder mit dem wir in diesen Gebieten gesprochen haben, erzählte uns von den Gräueln, die von diesen Terroristen begangen wurden. Eine Frau erklärte uns während einer Aufnahme, dass sie kurz vor der Befreiung ihre acht Jahre alte Tochter eingesperrt hatten. Ihre älteste Tochter wurde zur Vergewaltigung freigegeben und das einzige, was sie rettete, war der Tag, als die syrische Armee Hanano befreite. An diesem sollte ihre Tochter mitgenommen werden. Die acht Jahre alte Tochter starb im Gefängnis. Sie erzählte uns auch, dass es die Terroristen waren, die auf Zivilisten schossen, die über die humanitären Korridore flüchten wollten, die von der syrischen Armee und den Russen eingerichtet wurden […] Eine andere Sache, die von allen Aussagen bestätigt wurde, war, dass die Terroristen humanitäre Hilfe erhalten hatten, darunter Nahrung und Medizin und dass sie dies gehortet haben und zu völlig überhöhten Preisen verkauft haben, die sich die meisten Zivilisten nicht leisten konnten. Eine Frau fiel vor den Terroristen auf die Knie und bettelte um Essen und sie haben ihr in den Mund geschossen. Das war nur eine der unzähligen Gräuel, von denen man uns erzählt hat. Von Massenerschießungen eines jeden, der irgendeine Verbundenheit mit der syrischen Regierung oder Armee gezeigt hatte […] Schulen wurden als Waffenlager, Trainingsgelände oder Schariagerichte durch die Terroristen benutzt. Tatsächlich wurden wir von einem Schuldirektor in Hanano angesprochen, der uns sehr stolz erzählte, dass Freiwillige nur drei Tage nach der Befreiung die Schule gereinigt hätten, um innerhalb von 24 Stunden neue Schüler willkommen zu heißen. Er führte uns herum und zeigte uns die al-Nusra-Flaggen, die hinterlassen wurden, die Graffiti an der Wand, die Einschusslöcher im Hof, wo sie Schießübungen veranstaltet haben und wo Kämpfe stattfanden. Eine andere Sache, über die man sich in Tikri und Hanano klar sein muss: Die Zerstörungen der Gebäude stammen zum großen Teil vom Bodenkrieg und nicht durch Luftangriffe, die speziell in den westlichen Medien dafür verantwortlich gemacht wurden. Die Gebäude waren nicht vom Dach her eingestürzt, wie man es von Bombenangriffen erwarten würde, sie wurden viel mehr von Mörser und Granatfeuer zerstört, und viele der Zivilisten erzählten uns, dass die Terroristen chemische Waffen gegen die Zivilisten in West-Aleppo eingesetzt haben, aber auch in Ost-Aleppo. Also diese unglaublichen Zeugenaussagen, die jetzt mit den befreiten Menschen aus diesen Gebieten heraussprudeln, erschüttern die Darstellung der Mainstreammedien, die wir in den letzten vier Jahren gehört haben, komplett. Ein wichtiger Punkt, den ich hier ansprechen möchte: Wir trafen Mitglieder der syrischen Armee, Soldaten, die tatsächlich Familien in Hanano hatten, die sie seit fünf Jahren während der Besatzung durch die Terroristen nicht gesehen haben. Diese Männer waren extrem emotional, ihre Familien wiederzusehen und zu ihren Häusern zurückzukehren. Deshalb sollte sich jeder fragen, warum die syrische Armee – sie ist nicht anders als die US-Armee – die Familien überall in Syrien haben, ihre eigenen Familien hinrichten sollte, in den Gebieten, in denen sie aufwuchsen, wo sie ihre Kindheit verbracht haben, wo sie zur Schule gingen, wo ihre Familien ihr ganzes Leben lebten. Es sind obszöne (sprich unmoralische) Berichte, die hier der Öffentlichkeit vorgesetzt werden. Es ist obszön!“ Daniel McAdams: „… Was Sie uns hier berichten, widerspricht diametral dem, was wir hier in westlichen Quellen als Nachrichten bekommen. Die sprechen von Todesschwadronen, die ihr Unwesen treiben, Todesschwadronen der Armee, Menschen, die verzweifelt ihr Eigentum verbrennen, so dass sie nicht ausgeplündert werden, bevor sie entkommen. Welche Art Quellen benutzen die, wo bekommen die ihre Geschichte her, die die westliche Berichterstattung dominiert?“ Vanessa Beeley: „Das ist eine andere außergewöhnliche Sache, Daniel. Wir haben über die White Helmets schon früher berichtet. Sehr interessant: Alle Zivilisten, mit denen ich in Hanano und in Jibreen, das das Sammelzentrum für Zivilisten war, die die östlichen Bezirke verließen und sich registrieren und medizinisch versorgen ließen, sprach, keiner dieser Zivilisten hat irgendeine medizinische Behandlung von den Terroristen erhalten, in den vier Jahren der Gefangenschaft. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, weil wir immer wieder und wieder über das letzte Krankenhaus, den letzten Doktor, den letzten Aktivist, den letzten ... irgendwas gehört haben. Das Narrativ war immer wieder, dass syrische Armee und Russland Krankenhäuser bombardieren würden. Aber diese Krankenhäuser, nach allen Zeugenaussagen, die wir aus allen östlichen Bezirken haben, waren von Terroristen besetzt und wurden nur benutzt, um Terroristen zu behandeln. Keinerlei Medizin war für Zivilisten zugänglich und keine Zivilisten wurden behandelt. Eine Frau zeigte mir eine Schusswunde durch ihre Hand, die eine fürchterliche Narbe hinterlassen hatte, und sie sagte, sie hätte es niemals gewagt, zu einem Krankenhaus zu gehen, weil sie solche Angst davor hatte, was diese Terroristen ihr und ihrer Familie antun würden. Und das war nur eine der Aussagen, die ich zu hören bekam. Ich muss das betonen, es war eine Aussage nach der anderen. Eine sehr interessante Sache: Ich fragte alle diese Zivilisten, ob sie von den White Helmets gehört hatten, ob sie ihnen über den Weg gelaufen sind. Alle von ihnen sagten, dass sie sie nie gesehen hätten. Eine einzige Person sagte zu mir, ja, er kenne die „Zivilverteidigung“, aber das sei die Zivilverteidigung der Terroristen, die behandelten keine Zivilisten. Lizzie Phelan hat für RT in derselben Gegend Zivilisten interviewt wie ich und sie hat Zeugenaussagen bekommen, dass die White Helmets Menschen in den Trümmern dem Tod überließen. Und da war ein Mann, der erzählte ihnen, dass die White Helmets seine Tochter töteten, als er sie in das Krankenhaus brachte. Nun wurden zwar keine dieser Aussagen vollumfänglich ausrecherchiert, aber wenn 90% der Aussagen lauten, dass erstens, die White Helmets nicht in Ost-Aleppo operierten, zweitens, die Krankenhäuser ausschließlich von und für Terroristen besetzt waren [… Ton unterbrochen], dann reduziert das die Geschichten der Mainstreammedien, die UN-Geschichten und die Geschichten der Regierungen der USA und Großbritanniens zu absoluten Obszönitäten (sprich Gräueltaten) […]

von dd.


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