Freitag 20. Januar 2017

Medienkommentar Wirtschaft

Bargeldabschaffung scheibchenweise, damit es nicht gleich so weh tut (1 von 3)

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Bargeldabschaffung scheibchenweise, damit es nicht gleich so weh tut Freitag, 20.01.2017 (1 von 3)
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Anders als in einigen anderen europäischen Ländern ist in Deutschland der Anteil der Bargeldzahlungen sehr hoch. Von einer bargeldlosen Gesellschaft ist die Bundesrepublik also noch weit entfernt. Offenbar sollen nun die bargeldverliebten Deutschen scheibchenweise von ihrem Bargeld entwöhnt werden. Denn es ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass Banken Münzen nur noch gegen Gebühr annehmen. Jetzt hat die Hannoveraner Sparda-Bank sogar noch eins drauf gesetzt: In nur noch zwei ihrer 25 Filialen ist die Annahme und Ausgabe von Hartgeld möglich.

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Bargeldabschaffung scheibchenweise, damit es nicht gleich so weh tut 20.01.2017

Anders als in einigen anderen europäischen Ländern ist in Deutschland der Anteil der Bargeldzahlungen sehr hoch. Von einer bargeldlosen Gesellschaft ist die Bundesrepublik also noch weit entfernt. Offenbar sollen nun die bargeldverliebten Deutschen scheibchenweise von ihrem Bargeld entwöhnt werden. Denn es ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, dass Banken Münzen nur noch gegen Gebühr annehmen. Jetzt hat die Hannoveraner Sparda-Bank sogar noch eins drauf gesetzt: In nur noch zwei ihrer 25 Filialen ist die Annahme und Ausgabe von Hartgeld möglich. Wer auf dem Land lebt und sein Sparschwein geköpft hat, muss nun deutlich weitere Wege in Kauf nehmen, zumindest wenn er Sparda-Kunde ist. Im Einzugsgebiet der Bank können die Kunden nur noch in den großen Filialen in Bremen und Hannover Münzen abgeben. Damit käme die Sparda-Bank nach eigener Rechtfertigung lediglich dem Kundenbedarf entgegen: Denn angeblich spiele Münzgeld für ihre 220.000 Privatkunden eine „immer kleinere Rolle“. Deshalb verstehe die Bank auch nicht den Rummel, den die Nachricht der Bild-Zeitung über die Verweigerung von Münzgeld vom 10. Januar 2017 auslöste. Offensichtlich verstehen dennoch etliche Deutsche sehr gut, was hier läuft und sich anbahnt. Dazu braucht man kein Wahrsager oder Philosoph zu sein. Denn so wahr bereits in der Antike Demokrit erkannte, dass sich im Kleinsten, im Atomos, das Größte, das meint das All, widerspiegelt, so wahr spiegelt sich in der Verweigerung des Hartgelds bereits die völlige Bargeldabschaffung wieder. Zugegebenermaßen ist es scheinbar ein kleiner Schritt. Denn wer ist schon diese kleine Sparda-Bank Hannover im Wald der Banken und was bedeutet schon der Verzicht auf Hartgeld, das ohnehin oft nur den Geldbeutel bläht. Und doch handelt es sich um einen gewaltigen Schritt, einen historischen Wendepunkt. Denn seit bald Menschengedenken wird nebst demTauschhandel mit Münzen bezahlt. Später kamen Scheine in Form von Schuldscheinen und dergleichen dazu. Eben deshalb, weil es auf den ersten Blick ein so unbedeutend kleiner Schritt zu sein scheint, braucht es erhöhte Wachsamkeit und ein klares Veto der Kunden und Verbraucher. Denn wo das Veto in diesem kleinen Ansatz ausbleibt, da wird es auch im Endstadium, der vollständigen Bargeldabschaffung, ausbleiben oder doch zumindest zu spät kommen. Augenscheinlich machen sich die Finanzstrategen mit diesem kleinen Schritt der Hartgeldverweigerung eine menschliche Schwäche zunutze, die sich auch in der Tierwelt wiederfindet. Verhaltensforscher stellten nämlich fest, dass Frösche kleine Temperaturunterschiede nicht wahrnehmen. Wenn man einen Frosch also in einen Topf mit Wasser setzt, bleibt er darin hocken, wenn man das Wasser ganz langsam bis zum Siedepunkt, und somit bis zu seinem Tod, erhitzt. Wirft man ihn hingegen in zu warmes Wasser, springt er sogleich heraus. Daher das Fazit: Wer den Anfängen wehren will, darf kein Frosch sein, d.h. darf sich Hartgeld nicht wegnehmen lassen. Auch wenn der Vorstoß der kleinen Sparda-Bank bildlich gesprochen nur einen kleinen Temperaturanstieg darstellt. - Alarmieren Sie auch bitte die anderen Frösche im Topf, indem Sie unsere Sendung verbreiten.

von hm


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