Kla-TV Themen | Samstag, 28.01.2017

Terror | 28.01.2017

Syrer wollen einhellig Frieden: „Stoppt die Unterstützung der Terroristen“ (1 von 2)

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Syrer wollen einhellig Frieden: „Stoppt die Unterstützung der Terroristen“ Samstag, 28.01.2017 (1 von 2)
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Kanadische Journalistin spricht Klartext: Wie die Medien über Syrien lügen (Eva Bartletts ganze Rede vom 9.12.2016) Mittwoch, 21.12.2016 (2 von 2)

Tulsi Gabbard, eine Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses und Repräsentantin von Hawaii, verbrachte aktuell eine Woche in Syrien und Libanon auf einer sogenannten „Fact Finding Mission“. Dies bedeutet soviel wie „Gesandtschaft zur Untersuchung der Gegebenheiten“. Sie bereiste laut ihrem Bericht Damaskus und Aleppo und hörte Syrern aus verschiedenen Teilen des Landes zu.

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Syrer wollen einhellig Frieden: „Stoppt die Unterstützung der Terroristen“ 28.01.2017

Tulsi Gabbard, eine Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses und Repräsentantin von Hawaii, verbrachte aktuell eine Woche in Syrien und Libanon auf einer sogenannten „Fact Finding Mission“. Dies bedeutet soviel wie „Gesandtschaft zur Untersuchung der Gegebenheiten“. Sie bereiste laut ihrem Bericht Damaskus und Aleppo und hörte Syrern aus verschiedenen Teilen des Landes zu. Sie traf vertriebene Familien aus dem Ostteil von Aleppo, aus Raqqah, Zabadani, Latakia und aus den Vororten von Damaskus. Sie sprach syrische Oppositionsführer, die die Proteste 2011 anführten, Witwen und Kinder von Männern, die für die Regierung kämpften, und Witwen von solchen, die gegen die Regierung kämpften. Sie hatte Begegnungen mit dem neu gewählten Präsidenten des Libanon Aoun und Premierminister Hariri, der US-Botschafterin im Libanon Elizabeth Richard, dem syrischen Präsidenten Assad, mit Großmufti Hassoun, Erzbischof Denys Antoine Chahda, von der syrisch katholischen Kirche in Aleppo, mit muslimischen und christlichen Religionsführern, humanitären Helfern, Akademikern, Studenten, kleinen Geschäftsleuten, und mehr. Kurzum, Tulsi Gabbard verschaffte sich ein möglichst umfassendes Bild der Lage und Stimmung vor Ort in Syrien. Das Fazit aus all den Gesprächen lautet: Es gebe keinen Unterschied zwischen „gemäßigten“ Rebellen und Al-Qaida, dem Islamischen Staat (IS) oder wie sie alle heißen – die sind alle gleich. Das sei ein Krieg zwischen Terroristen unter dem Kommando von Gruppen, wie dem IS und Al-Qaida, und der syrischen Regierung. Alle Syrer flehen einhellig die Vereinigten Staaten von Amerika und andere Länder an, mit der Unterstützung derjenigen (Terroristen) aufzuhören, die Syrien und seine Menschen zerstören. Frau Gabbard berichtet weiter:„Immer und immer wieder hörte ich diese Botschaft von denen, die unaussprechliche Schrecken erlitten und überlebt haben. Sie baten mich, ihre Stimme an die Welt weiterzugeben, verzweifelte Stimmen, die nicht gehört wurden — aufgrund einer falschen, einseitigen Berichterstattung (der westlichen Medien). Diese haben eine Sichtweise vorangetrieben, die diesen Regimewechselkrieg auf Kosten der syrischen Bevölkerung unterstützt. Ich hörte Zeugnisse darüber, wie friedliche Proteste gegen die Regierung, die 2011 begannen, schnell von schein-islamischen Terroristengruppen wie Al-Qaida (später al-Nusra) übernommen wurden, welche von Saudi-Arabien, Türkei, Katar, den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen Ländern finanziert und unterstützt wurden. Diese nutzten die friedlichen Demonstranten aus, übernahmen das Kommando und töteten und folterten Syrer, die im Kampf zum Sturz der Regierung nicht mit ihnen kooperierten. Ich traf ein muslimisches Mädchen aus Zabadani, das 2012 im Alter von 14 Jahren von „Rebellengruppen“ entführt, immer wieder geschlagen und vergewaltigt wurde, weil sie wütend waren, dass der Vater, ein Schafhirt, ihnen nicht sein Geld gab. Sie erlebte voller Schrecken, wie maskierte Männer ihren Vater in ihrem Wohnzimmer ermordeten und ihr gesamtes Magazin voll Patronen auf ihn schossen. Ich traf einen Buben, der entführt wurde, als er auf der Straße ging, um Brot für seine Familie zu kaufen. Er wurde gefoltert, mit der Wasserfolter (dem sogenannten Waterboarding) und Stromschlägen, wurde an ein Kreuz gefesselt und ausgepeitscht, und das alles, weil er sich weigerte, den „Rebellen“ zu helfen. Er sagte ihnen, dass er in die Schule gehen wollte. Auf diese Weise behandeln die „Rebellen“ die Menschen in Syrien, die nicht mit ihnen kooperieren oder deren Religion ihnen nicht passt.“ Tulsi Gabbard berichtet weiter, dass die politische Opposition ihre totale Ablehnung des Einsatzes von Gewalt zur Erreichung politischer Reformen zum Ausdruck brachte. Die Oppositionellen haben große Sorge, dass die den Islam schamlos missbrauchenden, terroristischen Gruppierungen, die von Regierungen aus dem Ausland unterstützt werden, den syrischen Staat erfolgreich stürzen könnten. Denn dann würde Syrien und seine lange Geschichte einer weltoffenen, auf Vielfalt beruhenden Gesellschaft zerstört werden, das Syrien, in dem Menschen aller Religionen friedlich zusammengelebt haben. Obwohl diese politische Opposition weiterhin friedlich für ein stärkeres Syrien für alle Syrer arbeitet und Reformen anstrebt, stehe sie felsenfest zum syrischen Staat. Damit seien sie auch gegen ausländische Regierungen, die mit irgendwelchen bewaffneten Terroristengruppen zwecks Regimewechsel einen Stellvertreterkrieg gegen Syrien führen. Tulsi Gabbard schließt ihren Bericht mit den folgenden Worten:„Ich fordere den Kongress und die neue US-Administration auf, sofort auf die Bitten der Menschen Syriens zu reagieren und das „Stop Arming Terrorists Act“ (zu Deutsch „Gesetz zur Beendigung der Bewaffnung von Terroristen“) zu unterstützen. Wir müssen aufhören, direkt oder indirekt Terroristen zu unterstützen – direkt, indem wir Rebellengruppen, die mit Al-Qaida und dem IS verbunden sind, Waffen, Ausbildung und logistische Unterstützung zur Verfügung stellen. Und indirekt, durch Saudi-Arabien, die Golfstaaten und die Türkei, die ihrerseits diese terroristischen Gruppen unterstützen. Wir müssen unseren Krieg zum Sturz der syrischen Regierung beenden und unsere Aufmerksamkeit auf die Zerschlagung von Al-Qaida und dem IS konzentrieren. Die Vereinigten Staaten von Amerika müssen aufhören, Terroristen zu unterstützen, welche Syrien und seine Menschen zerstören. Die Vereinigten Staaten von Amerika und andere Länder, die diesen Krieg in Gang halten, müssen sofort damit aufhören. Wir müssen dem syrischen Volk die Möglichkeit geben, sich von diesem furchtbaren Krieg zu erholen.“

von hm.


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