Donnerstag 16. Februar 2017

Medien | 16.02.2017

Flämischer Priester: „Medienberichterstattung über Syrien ist die größte Lüge unserer Zeit“ (1 von 1)

Was die Berichterstattung der westlichen Leitmedien über Syrien betrifft, ist das Urteil vieler westlicher Augenzeugen, die selbst vor Ort in Syrien waren, einstimmig vernichtend: Die Berichterstattung der westlichen Leitmedien über den Konflikt in Syrien berichten, sei schlicht und einfach falsch.

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Flämischer Priester: „Medienberichterstattung über Syrien ist die größte Lüge unserer Zeit“ 16.02.2017

Was die Berichterstattung der westlichen Leitmedien über Syrien betrifft, ist das Urteil vieler westlicher Augenzeugen, die selbst vor Ort in Syrien waren, einstimmig vernichtend: Die Berichterstattung der westlichen Leitmedien über den Konflikt in Syrien berichten, sei schlicht und einfach falsch. Klagemauer.TV ließ die Augenzeugen in mehreren Sendungen zu Wort kommen: – Am 18.10.2016: Der US-Friedensrat äußerte sich zum Syrienkonflikt: Es wurde ziemlich offensichtlich, dass das, was wir von der Presse gelesen und gehört haben, nicht schlüssig sein konnte. „Der Westen betreibt massive Propaganda!“ – Am 21.12.2016: Eva Bartlett, eine unabhängige kanadische Journalistin, sagte: Was die Leitmedien über Aleppo schreiben, sei das komplette Gegenteil der Realität. – Am 03.01.2017: María Guadalupe Rodrigo, eine argentinische Nonne, sagte nach ihrer Rückkehr aus Aleppo: „Die westlichen Medien lügen über die Realitäten in Syrien“. – Am 09.01.2017: Thierry Mariani, Ex-Verkehrsminister Frankreichs, berichtete nach der Rückkehr aus Aleppo, dass die Lage in Syrien weitaus positiver sei, als vom Westen dargestellt. – Am 10.01.2017: Andrew Ashdown, ein britischer Priester, besuchte Aleppo und sagte: „Der Zusammenbruch jeglicher Form von glaubwürdigem investigativen Journalismus ist äußerst schockierend.“ – Am 10.01.2017: Vanessa Beeley, eine britische Journalistin, sagte nach ihrer Rückkehr aus Aleppo: 90 % der Zeugenaussagen von Syrern widerlegen komplett die Darstellung der Mainstreammedien und entlarven deren „Geschichten“ als absolut „verdrehte Wahrnehmungen“. – Am 28.01.2017: Tulsi Gabbard, eine Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses und Repräsentantin von Hawaii, brachte es nach ihrer Rückkehr aus Syrien wie folgt auf den Punkt: Die falsche und einseitige Berichterstattung der westlichen Medien habe eine Sichtweise vorangetrieben, die einen Regimewechselkrieg auf Kosten der syrischen Bevölkerung unterstütze. – Am 03.02.2017: Carla Ortiz, eine bolivianische Filmemacherin, folgerte: „Westliche Medien heizen den syrischen Konflikt künstlich an“. Heute kommt nun eine weitere Stimme hindazu, die es deutlicher nicht sagen könnte. Der flämische Pater Daniël Maes (78) lebt in Syrien in dem aus dem sechsten Jahrhundert stammenden Kloster Mar Yakub in der Stadt Qara, 90 km nördlich der Hauptstadt Damaskus. Laut ihm sind die westlichen Berichte über den Syrienkonflikt sehr irreführend. Sein Fazit: „Die Amerikaner und ihre Alliierten wollen das Land völlig ruinieren.“ Auf die Frage, dass es unterschiedliche Berichte über Kriegsverbrechen gäbe, die von Assads Kräften begangen worden seien, antwortete der flämische Pater unmissverständlich: „Wissen Sie nicht, dass die Medienberichterstattung über Syrien die größte Medienlüge unserer Zeit ist?“ An der Berichterstattung westlicher Medien, in diesem Fall zu Syrien, wird wieder einmal kein gutes Haar gelassen. Es kann weder von einer neutralen, ausgewogenen Berichterstattung die Rede sein, noch davon, dass Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin geprüft und wahrheitsgetreu wiedergegeben werden. Deshalb ist es an der Zeit, dass die Berichterstattung westlicher Medien grundsätzlich hinterfragt, überprüft und das Lügengebäude der Mainstreammedien niedergerissen wird. Hören Sie nun das vollständige Interview mit Pater Daniël Maes, das am 24. Januar 2017 in einer holländischen Zeitung veröffentlicht wurde: (Frage:) Sie stehen der Medienberichterstattung über Syrien sehr kritisch gegenüber. Was stört Sie daran? (Pater Daniël:) „Die Vorstellung, dass ein Volksaufstand gegen Präsident Assad stattgefunden hat, ist total falsch. Ich war in Qara seit 2010 und habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie Agitatoren von außerhalb Syriens Proteste gegen die Regierung organisierten und junge Menschen rekrutierten. Das wurde gefilmt und ausgestrahlt von Al Jazeera, um den Eindruck zu vermitteln, dass eine Rebellion im Gange war. Morde wurden von ausländischen Terroristen gegenüber sunnitischen und christlichen Gemeinschaften begangen in der Absicht, religiösen und ethnischen Unfrieden unter den Menschen Syriens zu verbreiten. Meiner Erfahrung nach waren die Menschen in Syrien in Wirklichkeit untereinander sehr vereint. Vor dem Krieg war Syrien ein harmonisches Land: ein säkularer Staat, in dem verschiedene religiöse Gemeinschaften friedlich Seite an Seite lebten. Es gab kaum Armut, Bildung war kostenlos und die medizinische Versorgung war gut. Es war nur nicht möglich, frei seine politischen Ansichten zu äußern. Aber den meisten Menschen war das egal.“ (Frage:) Schwester Agnès–Mariam aus Ihrem Kloster „Sankt Jakob“ wurde beschuldigt, auf der Seite des Regimes zu stehen. Sie hat dort Freunde auf höchster Ebene. (Pater Daniël:) „Schwester Agnès-Mariam hilft der Bevölkerung: Sie hat vor kurzem eine Suppenküche in Aleppo eröffnet, in der fünfmal pro Woche 25.000 Mahlzeiten zubereitet werden. Schauen Sie, es ist ein Wunder, dass wir überhaupt noch leben. Wir verdanken das der Armee der Regierung Assads und Vladimir Putin, weil dieser sich entschlossen hat zu intervenieren, als die Rebellen die Macht zu übernehmen drohten. Als Tausende von Terroristen sich in Qara niederließen, fürchteten wir um unser Leben. Sie kamen aus den Golfstaaten, Saudi-Arabien, Europa, Türkei, Libyen. Es gab viele Tschetschenen. Sie bildeten eine ausländische Besatzungsmacht und waren allesamt mit al-Qaida und anderen Terroristen verbündet. Vom Westen und seinen Alliierten bis an die Zähne bewaffnet, mit der Absicht, gegen uns vorzugehen, sagten sie buchstäblich: ‚Dieses Land gehört jetzt uns.’ Oft standen sie unter Drogen, kämpften gegeneinander. Am Abend schossen sie wahllos herum. Wir mussten uns lange Zeit in den Grabgewölben des Klosters verbergen. Als die syrische Armee sie verjagte, waren alle froh. Die syrischen Bürger, weil sie die ausländischen Rebellen hassen, und wir, weil der Frieden zurückgekehrt war.“ (Frage:) Sie sagen, dass die syrische Armee die Zivilbevölkerung beschützt, dennoch gibt es alle Arten von Berichten über Kriegsverbrechen, die von Assads Kräften begangen werden, zum Beispiel Bombardierungen mit Fassbomben. (Pater Daniël:) „Wissen Sie nicht, dass die Medienberichterstattung über Syrien die größte Medienlüge unserer Zeit ist? Sie haben reinen Unsinn über Assad verbreitet. Es waren in der Tat die Rebellen, die plünderten und töteten. Glauben Sie, die Menschen in Syrien sind dumm? Glauben Sie, dass diese Menschen gezwungen wurden, für Assad und Putin zu jubeln? Es sind die Amerikaner, die ihre Hände überall drin haben, wegen Pipelines und Rohstoffen in dieser Region und um Putin auszubremsen. Saudi-Arabien und Qatar wollen in Syrien einen sunnitischen Staat errichten, einen Staat ohne Religionsfreiheit. Deswegen muss Assad gehen. Wissen Sie, als die syrische Armee sich auf die Schlacht in Aleppo vorbereitete, kamen muslimische Soldaten zu mir, um sich segnen zu lassen. Unter einfachen Moslems und Christen gibt es kein Problem. Es sind diese radikalen, vom Westen unterstützten Rebellen, die uns umbringen wollen. Sie gehören alle zu al-Qaida und IS. Es gibt keine gemäßigten Kämpfer.“ (Frage:) Sie sagten einmal, dass Hillary Clinton ein „Teufel in heiligem Wasser“ ist, weil sie als Außenministerin ganz bewusst den Konflikt verschlimmerte. (Pater Daniël:) „Ich bin froh über Trump. Er sieht, was jeder normale Mensch versteht: Dass die Vereinigten Staaten von Amerika aufhören sollten, Länder zu unterminieren, die natürliche Ressourcen besitzen. Der Versuch der Amerikaner, eine unipolare Welt aufzubauen, ist das größte Problem. Trump versteht, dass der radikale Islam eine größere Gefahr darstellt als Russland. Was kümmert es mich, ob er gelegentlich seine Hose herunterlässt? Wenn Trump die Weltpolitik in der Art betreibt, wie er es versprochen hat, dann schaut die Zukunft gut aus. Dann wird sie derjenigen ähnlich werden, die Putin anstrebt. Und es ist zu hoffen, dass es dann eine Lösung für Syrien geben und dass der Frieden zurückkehren wird.“ (Frage:) Sie wissen schon, dass Ihre Analyse strittig ist und viel Kritik hervorrufen wird? (Pater Daniël:) „Ich spreche aus persönlicher Wahrnehmung. Und niemand muss mir glauben, stimmt´s? Aber ich weiß eines: Die Medien können mit ihrer Berichterstattung entweder zum Massaker an dem syrischen Volk beitragen, oder sie können dem syrischen Volk helfen. Leider gibt es zu viele Mitläufer und Feiglinge unter den Journalisten.“

von dd.


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