~ Medienkommentar vom 13.11.2017 ~

Medienkommentar Ideologie

Der Teile-und-Herrsche-Trick im Sozialismus (1 von 1)

Vor 100 Jahren beendete die Oktoberrevolution in Russland das Zarentum und läutete den Kommunismus ein. Was der fundamentale Grund ist, warum dieses neue System in der Praxis versagte, bringt eine Aktion von vier Studenten anschaulich auf den Punkt. Aber es gibt einen Ausweg ...

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"Der Teile-und-Herrsche-Trick im Sozialismus"

Der Teile-und-Herrsche-Trick im Sozialismus 13.11.2017

Am 25.10.2017 jährte sich die kommunistische Oktoberrevolution in Russland zum hundertsten Mal. Wir erinnern uns: Das russische Zarentum wurde gestürzt und der Kommunismus eingeführt. Der Klassenkampf, ein Hauptgedanke der sozialistischen/kommunistischen Idee, brachte in der Folgezeit nicht nur mehrere Zigmillionen Tote mit sich. Die sozialistische/kommunistische Idee hat sich in der Praxis nie wirklich bewährt. Doch warum nicht? Vier junge Studenten brachten in einer einfachen Befragung von Studenten der Michigan Universität einen grundlegenden Knackpunkt im sozialistischen/kommunistischen Gedankengut sehr anschaulich ins Bewusstsein. Sie warben unter Studenten um Unterschriften für eine bestimmte Petition an die Universitätsleitung. Es sollte eine vermeintlich „gerechtere“ Notenverteilung eingeführt werden. Dabei sollten die guten Studenten einige Punkte ihrer Benotungen an die weniger guten abgeben, damit auch diese den Abschluss schaffen. Bei der Befragung brachten fast alle guten Studenten zum Ausdruck, dass sie diese Idee überhaupt nicht gut fanden. Denn schließlich hätten sie für ihre guten Noten hart gearbeitet. Demgegenüber trugen sich beinahe alle Studenten mit einem schlechten Notendurchschnitt spontan in die Petitionsliste ein. Sie gaben dabei offen zu, dass sie es deshalb machten, weil sie dadurch von den guten Studenten profitierten. Im Klartext heißt das, dass durch diese soziale Petition die Studentenschaft in zwei Lager gespalten wird. Auf der einen Seite in das Lager der guten Studenten, die sich ihre guten Noten zumeist hart erarbeiten müssen, nun aber quasi besteuert werden sollen, wogegen sie sich aber mit Händen und Füßen wehren. Und auf der anderen Seite in das Lager der eher schlechten Studenten, die das Studium zumeist etwas zu locker nehmen, die aber nun ihre einmalige Chance wittern, durch den Notenaustausch vom Fleiß der guten Studenten zu profitieren. Auf diese Weise stecken die Studenten, geteilt in zwei Lager, quasi mitten in einem „Klassenkampf“, geschürt durch die vermeintlich soziale Idee der Petition. Zugegebenermaßen hinkt dieses Beispiel etwas, weil es nicht alle Aspekte und Sonderfälle des Studentenlebens berücksichtigt. Und doch bringt es einen schwerwiegenden, hoch explosiven Pferdefuß des sozialistischen/kommunistischen Gedankenguts trefflich auf den Punkt. Der Hang des Menschen zum Eigennutz wird nicht aufgehoben, sondern instrumentalisiert!!! Denn genau dieser Hang zum Eigennutz spaltet die Menschen letztlich voneinander. Sind die Menschen aber erst einmal in verschiedene Interessenlager aufgespalten, lassen sie sich leicht immer wieder gegeneinander aufhetzen. Der Vorteil des einen ist der Nachteil des anderen, wie dieses einfache Beispiel der Notenausgleichspetition aufzeigt. Durch den Mangel an Einsheit werden aber sogar ganze Völker leichter beherrschbar. Denn gegen einengende Führungsmaßnahmen kann sich kein allgemeiner Widerstand entwickeln, weil der Schulterschluss fehlt. Die sozialistische/kommunistische Idee verbirgt in sich letztendlich eine listige Teile & Herrsche-Strategie, welche die menschliche Neigung zum Eigennutz für sich instrumentalisiert. Damit soll nun aber keinesfalls eine Lanze für das kapitalistische System gebrochen werden, das mit seinen ausbeuterischen Auswüchsen massives Leid über die ganze Welt brachte und hinsichtlich des menschlichen Eigennutzes keinen Deut besser ist. Vielmehr soll anlässlich des hundertsten Jahrestages der Oktoberrevolution zum nüchternen Mitdenken angeregt werden, denn es wurde seinerzeit keine Alternative zum Kapitalismus geschaffen. Mit der kommunistischen Idee: „Alles, was Dein ist, ist Mein“ ging es gesamtheitlich spürbar nicht aufwärts. Die Weltgemeinschaft hat in ihrer Gesamtheit hinsichtlich Gerechtigkeit und Frieden für alle also ganz offensichtlich noch einen Entwicklungsweg vor sich. Dieser darf sicher nicht abermals in Klassenkampfmanier von außen zwanghaft aufgedrückt werden. Es muss vielmehr von innen kommen, als der Herzenswunsch: „Alles, was Mein ist, ist auch Dein“. Ein freiwilliges Geschenk, weil man den anderen als Teil von sich selber erkennt. Sehen Sie nun den ca. 6-minütigen Clip der vier Michigan-Studenten.

von hm.


Der Teile-und-Herrsche-Trick im Sozialismus

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