Donnerstag 12. Oktober 2017

Leitmedien verharmlosen US-Militärtransporte nach Osteuropa (2 von 2)

Erneut massive US-Truppenverlagerungen nach Europa Donnerstag, 12.10.2017 (1 von 2)
15:48
Leitmedien verharmlosen US-Militärtransporte nach Osteuropa Montag, 30.01.2017 (2 von 2)

In der Sendereihe „Manipulationstechniken der Medien“ hieß es in der Sendung vom 29. Januar 2017, eine in den Leitmedien oft angewendete Methode sei die Auslassung von Kontext. Das bedeutet, dass dem Publikum wichtige Hintergrundinformationen vorenthalten werden, die aber, um ein Gesamtbild der Lage zu erhalten, unverzichtbar sind.

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Leitmedien verharmlosen US-Militärtransporte nach Osteuropa 30.01.2017

In der Sendereihe „Manipulationstechniken der Medien“ hieß es in der Sendung vom 29. Januar 2017, eine in den Leitmedien oft angewendete Methode sei die Auslassung von Kontext. Das bedeutet, dass dem Publikum wichtige Hintergrundinformationen vorenthalten werden, die aber, um ein Gesamtbild der Lage zu erhalten, unverzichtbar sind. Sehen Sie nun in der heutigen Sendung ein weiteres Beispiel. So berichteten seit der ersten Januarwoche 2017 NDR, ARD, RTL, ZDF, N24 und einige mehr, dass insgesamt 4.000 US-Soldaten und 87 Panzer durch den Hafen der deutschen Großstadt Bremerhaven transportiert worden seien. Diese werden im Rahmen der Operation „Atlantic Resolve“ in NATO-Mitgliedstaaten in Ost- und Mitteleuropa verlegt. „Atlantic Resolve“ ist eine 2014 begonnene und von den Vereinigten Staaten durchgeführte Operation zur Unterstützung und Bestärkung der NATO-Alliierten in Europa – mit dem Ziel der Abschreckung Russlands. 451° – das neue Medienmagazin auf RT Deutsch – war bei der Entladung der US-Kriegsfahrzeuge vor Ort in Bremerhaven und hat sich alles ganz genau angeschaut. Das US-Militär zeigte sich transparent und kooperativ gegenüber der Presse. 451° stieß dabei auf wichtige Hintergrundinformationen, die von den großen hiesigen Medien allerdings weggelassen wurden und dadurch ein deutlich anderes Gesamtbild der Lage erzeugen. Laut dem offiziellen Papier der U.S. Army zu den Truppenverlegungen nach Europa handle es sich nicht nur um 87 Panzer, sondern um 668 gepanzerte und bewaffnete Fahrzeuge, die von den USA nach Deutschland verschifft worden sind, um in Polen und den baltischen Staaten direkt an der russischen Grenze Übungen durchzuführen. Dazu kommen weitere 2.003 Militärfahrzeuge, nämlich 446 Kettenfahrzeuge, 907 Fahrzeuge auf Rädern und 650 Anhänger, also insgesamt 2.671 Fahrzeuge. Damit stelle es eine Fortsetzung der größten Kriegsgütertransporte in Europa seit Ende des Kalten Krieges dar. Sehen Sie hierzu auch unsere Sendung „Kriegstreiber in Aktion: US-Panzertransporte rollen gen Osten“ vom 24.6.2015. Warum wird dieser immense Transport von US-Kriegsgütern durch Deutschland von den deutschen Leitmedien derart heruntergespielt und damit ein verfälschtes Gesamtbild erzeugt? Sehen Sie nun den Beitrag zu den US-Kriegsgütertransporten des Medienmagazins 451°, der am 13. Januar 2017 auf RT Deutsch ausgestrahlt wurde. Also, es ist schon erschreckend, wie viele Journalisten in Deutschland aktuell einen Sündenbock für alle Probleme auf dieser Welt in Putin suchen und auch jedes Mal finden. Was aber passiert, wenn jetzt in Putin immer der, äh, Schuldige oder der Sündenbock gefunden wird – das führt dazu, dass weltweit eine Kriegsmaschinerie angekurbelt wird, ohne dass Journalisten das eigentlich wollen. Die USA haben jetzt nämlich einen der größten Kriegsgütertransporte nach Europa seit Ende des Kalten Kriegs durchgeführt. Und das, Leute, hat nebenbei dann noch mal 3500 Soldaten, äh nicht gekostet, sondern die brauchte man dann auch noch mal. Und die wurden nicht nach Europa verschifft – da war ich viel zu ungenau – sondern nach Bremerhaven. Aber das habt ihr ja bestimmt in der Tagesschau, beim Heute Journal und wie sie alle schon heißen oder wie auch immer mitbekommen. – Oder etwa doch nicht?? Letzte Woche war das Ganze schon. Ich hab nen Bericht beim NDR gefunden. Dort schreibt man von 4000 US-Soldaten und 87 Panzern. Ein wenig untertrieben, aber da kommen wir gleich drauf zurück. Bei der Tagesschau: 4000 Mann, 87 Panzer. Allerdings legen die noch einen drauf und nennen zumindest noch die LKW-Anhänger und Gefechtsfahrzeuge. Also auch hier eine leichte Untertreibung. Dann gehen wir mal rüber: RTL. Die waren nämlich auch dabei und die schreiben nämlich auch: 4000 Soldaten und 87 Panzer. Mehr als zweihundert Panzer sind Teil der Operation „Atlantic Resolve“ – „Atlantische Entschlossenheit“. „Wir haben ein unglaublich tödliches, großes und bewaffnetes Kampfbrigadeteam und unser Ziel ist, die schon unglaublich starken abschreckenden Kräfte in Osteuropa zu verstärken.“ Der scheint ja ziemlich stolz auf sein unglaubliches, starkes und tödliches, bewaffnetes Kampfbrigadeteam zu sein. Ist aber auch sein Job, das ist noch okay, aber jetzt bei seinem zweiten Satz versteh‘ ich gar nichts mehr. Denn er sagt ja: „um die schon unglaublich starken, abschreckenden Kräfte zu verstärken“. Ja, wenn die doch schon unglaublich stark sind, warum muss man die verstärken? Im Zuge der Operation werden rund 4000 Soldaten und 87 Panzer der US-Army in NATO-Länder in Ost- und Mitteleuropa verlegt. Entgegen eurer niedlichen Bilder von den paar Fahrzeugen sah das Ganze zu Beginn nämlich ein wenig anders aus. (Alles ironisch betont) Könnten wir das Bild mit den Fahrzeugen, einmal – oder mit den N24-Fahrzeugen – einblenden? Immer wieder vereinzelt ein paar Panzerchen und deshalb haben die Öffentlich-Rechtlichen das Thema nahezu ignoriert – sind doch nur 87 Panzer. Wie hatte der Tagesschau- und Tagesthemen-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke vor kurzem erst gesagt zu diesem Freiburgfall: „Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse.“ Also spielen einzelne Kriminalfälle oder 87 einzelne Panzer keine Rolle. Die 4000 bzw. 3500 einzelnen Soldaten spielen auch keine Rolle. Aber Leute, wären es mal nur 87 Panzer gewesen! Wir waren, wie man so schön sagt, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. So sah das ganze Szenario in Bremerhaven mitten oder im nördlichen Deutschland nämlich wirklich in den ersten Tagen aus Ich hab mir das offizielle Papier der US-Army zu den Truppenverlegungen nach Europa angeschaut. Tatsächlich eine sehr transparente Geschichte. Die US-Army hat überhaupt kein Geheimnis daraus gemacht, ganz im Ernst. Und es sind aber nicht nur 87 Panzer aus den USA, die nach Europa bzw. Deutschland verschifft worden sind, sondern: Wir schauen uns mal genau an, was in diesem transparenten und für jeden einsehbaren, oder für jeden Journalisten einsehbaren, Papier steht: Die 87 besagten Panzer, 18 Paladins, 419 – und wir bleiben mal beim Englischen – HMMWV, 144 Bradley Fighting Vehicles, 446 tracked vehicles und 907 wheeled vehickles und natürlich nicht zu vergessen, 650 trailers. Das sind ja mal – also 87 waren es vorhin, jetzt sind es aber mal über 2.600 Militärfahrzeuge, die aus den USA nach Bremerhaven verschifft worden sind. 2.600 im Verhältnis zu 87. Aber ich mach ja schon wieder Propaganda. Nur die 87 Panzer sind der Rede wert. Alle weiteren Fahrzeuge sind wahrscheinlich private Autos der Soldaten für zivile Zwecke. Aber nur mal zur Sicherheit. Nur zu Sicherheit, schauen wir uns die Fahrzeuge gemäß der US Army-Liste mal genauer an. 87 tanks, also Panzer ist ja klar, haben wir schon abgehakt. Dazu 18 Paladins. Was ist ein Paladin? Ein Paladin ist das hier. Also sieht einem Panzer schon recht ähnlich. Dann, 144 Bradley Fighting Vehicles. Ein Bradley Fighting Vehicle ist das hier. Also für mich als absoluten Laien sieht das auch aus wie ein Panzer. Dazu noch diese geheimnisvollen 419 HMMWV-Fahrzeuge. Was in Gottes Namen ist ein HMMWV-Fahrzeug? Das ist ein HMMWV-Fahrzeug. Und es handelt sich hierbei um das Minimalgeschütz. Der HMMWV lässt sich nämlich auch besser bestücken. So wie dieser hier zum Beispiel. Das ist allerdings auch nur die Light-Version, Cola-Light, Pepsi-Light – die Volle-Kanne-Version ist das hier. Der HMMWV kann mehr, Leute! So sieht das Ganze mal in der ganz harten Version aus. N24 bzw. „die Welt“ und alle anderen – wenn es überhaupt mal Artikel gab – sprachen von 87 Panzern. Was ist denn eigentlich die Definition von „Panzer“? Jetzt mal im Ernst, wann ist ein Panzer ein Panzer? Und da habe ich hier mal was vorbereitet. Ich lese euch mal die Definition von Panzer vor: „Der Panzer, in Deutschland auch Panzerkampfwagen, ist ein selbstfahrendes Kampffahrzeug, das durch Panzerung gegen Beschuss geschützt ist. Es rollt meistens auf Gleisketten und ist als Militärfahrzeug in der Regel bewaffnet. Darunter fällt der Kampfpanzer, also ein mit einem drehbaren Geschützturm ausgestattetes Kettenfahrzeug, aber auch Panzerfahrzeuge in sehr unterschiedlichen Ausführungen, zu welchen auch die Radpanzer zählen. Die charakteristischen Eigenschaften eines Panzers sind der Panzerschutz, Beweglichkeit im Gelände und je nach Einsatzbereich unterschiedliche Feuerkraft.“ Wo habe ich die Definition her? Natürlich aus Wikipedia, also so viel Qualität muss schon sein. Gemäß dieser Definition, Leute, sind für mich jetzt, die Tanks, der Paladin und mindestens das Bradley Fighting Vehicle Panzer. Und ehrlichgesagt würde für mich auch der HMMWV als Panzer durchgehen. Das Fahrzeug ist gepanzert und hat mindestens ein drehbares Geschütz, wie wir eben gesehen haben. Also sind es bei genauer Betrachtung nicht nur 87 Tanks, sondern 668 gepanzerte und bewaffnete Fahrzeuge oder, es müssen ja nicht alle bewaffnet gewesen sein, aber, zumindest, sie haben das Potenzial bewaffnet zu werden, die von den USA nach Deutschland verschifft worden sind, um in Polen und den Baltischen Staaten, direkt an der russischen Grenze Übungen durchzuführen – Übungen… (sehr ironische Wiederholung) Zusätzlich dann noch rund 2000 weitere Militärfahrzeuge, davon 446 Kettenfahrzeuge, 907 Fahrzeuge auf Rädern und halt noch 650 Anhänger, falls man mal irgendwas, sagen wir mal, was Schweres transportieren muss. Also insgesamt über 2.600 Fahrzeuge. Und die 3.500 Soldaten wollen wir mal nicht vergessen. Da hat N24 und da haben die anderen Berichterstatter mit ihrem süßen Beitrag, ja sagen wir mal, ein wenig untertrieben. Mich erinnert das Ganze hier, echt, das erinnert mich an Kriegsvorbereitungen im Sinne des Kalten Krieges. Man spricht von Provokationen, wenn Russland an seinen Grenzen Militärübungen fährt. Aber warum wundert das auch nur einen einzigen Menschen, dass Russland Drills fährt? Vielleicht, weil die Medien nicht darüber berichten, dass nach Bremerhaven so viel verschifft worden ist. Die NATO rückt nämlich immer weiter an Russland heran. Aber kommen wir zurück nach Bremerhaven. Noch ein interessantes Detail möchte ich euch nicht vorenthalten. Das US-Militär hat nämlich kein Geheimnis aus der Aktion gemacht, wie ich vorhin schon sagte. Die standen den Journalisten Rede und Antwort. Das war wirklich eine 1a-transparente Aktion von der US Army. … Leutnant General Timothy Ray etwa 25 internationalen Journalisten mit einer eindeutigen Botschaft … Ist euch was aufgefallen? Das war der offizielle Pressetermin von Lieutenant General Timothy Ray, um über die Situation aufzuklären. Mein Kollege – und ich möchte das noch mal sagen: die haben wirklich alle Fragen beantwortet. Also mein Kollege, der da war, der hat das auch noch mal bestätigt. Allerdings, Leute – zumindest haben sie an diesem Tag alle Fragen beantwortet, sind ja nicht immer so transparent, aber da waren sie’s mal. Aber können wir mal bitte ein Standbild davon zeigen? Geht das? Funktioniert ja alles hier, du. Aber merkt ihr was? Da ist kein einziges Mikrofon von der ARD, vom ZDF, von RTL, von N24, NTV, wen gibt’s denn noch, gibt’s noch einen, den man da sehen müsste? RTL2-News, also bitte, Leute, ihr müsst euch mal bisschen weiter ..., also RTL2-News, ProSieben Newstime, das sind die echten guten Nachrichten, meine Güte. Aber liebe Freunde der Tageschau oder der Tagesthemen, wie war das noch mal? Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich und national und international relevante Ereignisse … Und die USA verschiffen so viel Kriegsgerät, wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr, nach Deutschland. Und das ist nicht relevant? Das Kriegsgerät wird jetzt in Länder verfrachtet, die direkt an Russland grenzen, und das ist nicht relevant? Eine Provokation, die größer nicht geht und das ist für uns Deutsche nicht relevant? Ich meine, in unserem Land ist der Umschlaghafen, ja?!. Wenn ein Krieg ausbrechen sollte, wovon ich hoffe und nicht ausgehe, aber was wird zuerst bombardiert? Das sind genau diese Umschlaghäfen usw. Das heißt, wir wären mitten drin in einem Konflikt zwischen den USA und den Russen. Und das ist gesellschaftlich nicht relevant? Einen Funken Hoffnung habe ich aber noch, liebe Kollegen der Tagesthemen. Ihr könnt nämlich nachsitzen! Gemäß des Papiers der US-Army werden nämlich im Februar 50 Kampfhubschrauber des Typs Blackhawk und 1.800 weitere Soldaten von New York nach Bremerhaven verschifft. Vielleicht ist es dann ja gesellschaftlich relevant in euren Augen. Aber einmal, Leute, möchte ich noch auf N24 bzw. „die Welt“ zurückkommen. Um den Frieden in Osteuropa zu sichern, ist die sogenannte US-Operation „Atlantic Resolve“ nun auch in Deutschland angelaufen. Über 2600 Kriegsgeräte und 3500 US-Soldaten sind notwendig, um den Frieden in Europa zu sichern. Schlimm genug, dass Europa seinen Frieden mit Kriegsmaterial sichern muss, aber dass es nicht selber in der Lage ist sich zu schützen, sondern die friedliche Weltpolizei der USA in Europa für Frieden sorgen muss, ist eine bittere Pille, die ich so nicht schlucken möchte. Und ich sage euch auch, warum ich diese Pille so nicht schlucken möchte. Denn – bzw. warum ich der Friedenspolizei USA nicht wirklich traue. Unter Obama haben die USA, die ja laut N24 und „der Welt“ in Europa den Frieden sichern sollen, nur in 2016 26.171 Bomben abgeworfen. 26.171 Bomben in einem Jahr! Das bedeutet, dass das US-Militär im letzten Jahr an jedem Tag 72 Bomben abgeworfen hat, das sind 3 Bomben jede Stunde und das 24 Stunden lang. Deswegen traue ich der friedlichen Mission nicht wirklich.

von dd.


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