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Sehen Sie auch die anderen Beiträge des MWGFD-Presse-Symposiums wie den von Prof. Dr. Werner Bergholz, Dr. Claus Scheingraber, Dr. Monika Krout und des Filmemachers Klaus Scheidsteger.
Zusammenschnitt des MWGFD Presseymposiums: Mobilfunk im Fokus: Verdrängte Risiken einer allgegenwärtigen Technologie ─ MWGFD-Pressesymposium klärt auf!
Prof. Dr. Werner Bergholz: Physikalische Grundlagen von 5G (MWGFD, 2. Mai 2026)
DAS DIGITALE DILEMMA – ein Film von Klaus Scheidsteger https://www.kla.tv/40053 |
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04.06.2026 | www.kla.tv/41361
Eine 76-fache Überschreitung des Grenzwerts für Radioaktivität würde genau denselben Erbschaden verursachen wie dieser relativ schwache Sender in einem Dorf. Man muss sich vorstellen, was das bedeutet: Bei Radioaktivität ist aus guten Gründen der Gesundheitsschutz da, das ist verboten. Bei Mobilfunk ist es erlaubt. Aber wenn Mobilfunkstrahlung da ist, dann ist es ja nicht nur einen Augenblick, sondern dann geht es über längere Zeit. Und dann können Sie sich vorstellen, was passiert. Die Muskeln, speziell auch an Arterien, verkrampfen. Die Nervenzellen leiten Impulse weiter, wenn das gerade ein Schmerznerv ist, dann haben Sie dauerhaften Schmerz. Dieser dauerhafte Schmerz kann – leider muss ich das sagen – so schlimm werden, dass es im Extremfall Leute nicht mehr ausgehalten haben und Selbstmord begangen haben. [Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Buchner:] „Erbschäden und Missbildungen bei Tieren durch Funkstrahlung“ Vielen Dank für die freundliche Einführung, das ist sehr nett. Sogar in einer Wissenschaftssendung des Bayrischen Rundfunks wurde behauptet: „Mobilfunk kann ja gar nicht schädlich sein, denn die Energie (gemeint ist die Quantenenergie, wie wir gehört haben) ist viel zu gering, um chemische Verbindungen aufzulösen. Also kann es nicht schädlich sein.“ Entschuldigung, so ein Unsinn wird bei uns sogar von staatlichen Medien verbreitet. Und nicht nur vom Bayrischen Rundfunk. Man sollte doch wissen, dass biologische Effekte nicht nur von der Chemie her kommen, sondern dass bestimmte Stoffe, Proteine – allein durch ihre physikalische Gestalt, durch ihre physikalische Wirkung biologisch aktiv sind. Und für Physiker unter Ihnen: Vielleicht ist das Stichwort „Van-der-Waals-Kräfte“ interessant, deren Energie genau in dem Bereich liegt des Mobilfunks, um den es hier geht. Aber auch ganz ohne Physikkenntnisse kann man verstehen, was passiert. Schauen wir uns eine Zelle an, das ist hier auf dem Bild eine blaue Kugel, eine Zelle umgeben von einer Zellmembran. Diese Zellmembran trennt den äußeren Bereich außerhalb der Zelle, der meistens von positiv geladenen Teilchen besetzt ist. Hier habe ich mit gelben kleinen Kugeln Kalziumionen eingezeichnet, aber es sind nicht nur Kalzium – Kalium und etliche andere auch. In der Zelle sind überwiegend negative Teilchen, z.B. Chlor. Und so wie bei „Königskindern“, die negativ geladenen Teilchen wollen zu den positiven und umgekehrt, aber sie können nicht zueinander kommen, weil die Zellmembran da ist. Und die Zellmembran hat aber Löcher. Löcher, die jeweils nur eine Sorte von Teilchen durchlassen. Hier (in der Präsentation) die roten Punkte sind Löcher, die Kalzium durchlassen. Es gibt andere, die Kalium durchlassen, wieder andere für andere Stoffe usw., aber normalerweise sind diese Löcher verstopft. Verstopft durch komplizierte Moleküle, Proteine, die eben die Kalziumionen dann hindern, dass sie da reingehen. Wenn man sich genauer anschaut wie diese Löcher verstopft sind, dann sieht man, dass es spiralförmige Teilchen sind. Und die Spiralen werden in Form gehalten, dadurch, dass die Ladungen nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern sich gegenseitig anziehen. Und so kann sich die Spirale nicht aufwinden. Aber, wenn wir jetzt mit Strahlung draufgehen, dann kommt die Spirale in Schwingungen, für Physiker – in Torsionsschwingungen. Und dann kann es passieren, dass die Schwingung so stark wird, dass die geladenen Teilchen zu weit auseinander sind, um sich noch genügend anzuziehen, d.h., dass sich die Spirale auflöst. Das ist hier gezeigt (in der Präsentation). In der Zellmembran, also in solchen Kalziumkanälen, sieht das dann so aus: In einem solchen Kanal sind Spiralen, ich habe hier nur zwei gezeichnet, in Wirklichkeit sind es vier. Wenn die Strahlung darauf trifft, dann lösen sich unter Umständen, wenn die Strahlung stark genug ist, diese Spiralen auf, verlieren ihre Steifigkeit und die Kalziumionen, die Kalzium positiv geladenen Teilchen, können einströmen. Nun, das ist an sich kein ungewöhnlicher Vorgang denn, wenn Sie z.B. einen Muskel anziehen, dann strömt in die Muskelzellen Kalzium ein. D.h., bei Muskelzellen bewirkt das Kalzium das Kontrahieren. Bei Nervenzellen bewirkt das Kalzium, dass ein Nervenimpuls weitergeleitet wird, insofern kein Problem. Aber wenn Mobilfunkstrahlung da ist, dann ist es ja nicht nur einen Augenblick, sondern dann geht es über längere Zeit. Und dann können Sie sich vorstellen, was passiert. Die Muskeln, speziell auch an Arterien, verkrampfen. Die Nervenzellen leiten Impulse weiter, wenn das gerade ein Schmerznerv ist, dann haben Sie dauerhaften Schmerz. Dieser dauerhafte Schmerz kann – leider muss ich das sagen – so schlimm werden, dass es im Extremfall Leute nicht mehr ausgehalten haben und Selbstmord begangen haben. Das ist leider so, ich kenne mehrere solcher Fälle, es ist fürchterlich. Gut, was passiert jetzt, wenn das Kalzium in die Zelle eintritt? Dann passiert eine ganze Kette von Reaktionen. Diese Reaktionen, hier habe ich nur eine der Ketten dargestellt (in der Präsentation), es sind mehrere. Wichtig ist der Endpunkt bei den blauen Kästen. Da sehen Sie, dass freie Radikale und der oxidative Stress erscheinen. Und dieser oxidative Stress sind sehr aggressive chemische Verbindungen, die u.a. die Erbsubstanz – die DNA – angreifen. Das ist übrigens vom Endeffekt her, in sehr vielen Versuchen schon vor vielen, vielen Jahren untersucht worden. Ich glaube, es gibt weit über 100 wissenschaftliche Arbeiten, die diesen Effekt untersuchen und im Augenblick ist gerade wieder eine Hochphase, da erscheinen laufend, fast jede Woche, neue Arbeiten über dieses Gebiet. Die bekannteste Studie war die sog. „Reflex-Studie“, von der EU beauftragt, die dann entsprechend öffentliches Echo gefunden hat und von der Industrie her bekämpft worden ist mit Verleumdungen, unglaublichen Verleumdungen, schlimmen Dingen. Darauf gehen wir jetzt nicht ein, vielleicht mein Nachbar, Herr Scheidsteger. Gut, diese chemischen Reaktionen, wie gesagt, führen u.a. zu Erbänderungen, und diese Erbänderungen haben zwei Endpunkte. Entweder Krebs oder schlechte Vererbung für die nächste Generation. Zunächst einmal noch genauer, wie man die Erbschäden quantifizieren kann. Man kann natürlich bei den einzelnen Zellen die DNA untersuchen, um die Schäden anzuschauen. Uns ist in der letzten Zeit etwas gelungen, was die Leute so für nicht möglich gehalten haben. Sie wissen, vor der Zellteilung organisiert sich die Erbmasse in Chromosomen. Wenn die DNA, die Erbmasse, geschädigt ist, dann entstehen auch geschädigte Chromosomen. Und da ist ein Typ besonders interessant, das sind die sog. dizentrischen Chromosomen. Die werden bei Untersuchungen über Radioaktivität hergenommen, um zu ermitteln, welche radioaktive Dosis hat der Mensch bekommen. Sie müssen dazu wissen: Dizentrische Chromosomen entstehen praktisch nur durch Strahlung, nicht durch chemische Einflüsse, nicht durch andere Umwelteinflüsse, nur durch Strahlung. Und deswegen ist das auch gerichtlich anerkannt, dass die Zahl oder die Häufigkeit der dizentrischen Chromosomen ein zuverlässiges Maß für die radioaktive Bestrahlung ist. Wir, d.h. eine Gruppe, wo mehrere von uns dabei sind hier, haben zwei Dörfer miteinander verglichen. In einem Dorf war ein Mobilfunkmast, nicht einmal besonders stark und im anderen war keiner. Sonst wurden die Bevölkerung oder der untersuchte Teil der Bevölkerung minutiös verglichen, genauso wie man es bei der Radioaktivität auch macht. D.h., die Leute – was sie an medizinischer Vorbelastung hatten, was sie an Essensgewohnheiten hatten, bis hin zum Käsegenuss, man wollte ganz genau sein. Und er hat eben eine entsprechende Zahl von Leuten herausgesucht. Bei den bestrahlten Leuten – wie gesagt, ein ganz normaler, nicht besonders starker Mobilfunksender auf dem Hausdach in dem Dorf – hat dizentrische Chromosomen verursacht, die entstehen würden, wenn es radioaktive Strahlung wäre von 76 Jahren am Grenzwert. Oder anders ausgedrückt: Nachdem die (radioaktive) Strahlung praktisch in sehr starker Form nur ein Jahr vorhanden war – eine 76-fache Überschreitung des Grenzwertes für Radioaktiviät würde genau denselben Erbschaden verursachen wie dieser relativ schwache Sender in einem Dorf. Man muss sich vorstellen, was das bedeutet. Bei Radioaktivität ist aus guten Gründen der Gesundheitsschutz da, das ist verboten. Bei Mobilfunk ist es erlaubt. Jetzt nochmal zurück, was bedeutet das praktisch? Der eine Endpunkt ist Krebs, wir haben schon darüber gesprochen. Es gibt eine Unzahl von Studien, die Krebs infolge von Mobilfunk untersuchen, ich habe hier nur ein paar wesentliche, die berühmtesten vielleicht, herausgeholt. Die erste ist von Hardell (2013 und 2017), der speziell untersucht hat, wenn Leute mit dem Mobilfunkgerät am Ohr telefonieren – gibt es verstärkt Hirntumore oder nicht? Und er hat gefunden: Es gibt eine erhöhte Zahl von Gehirntumoren und zwar, wenn man mit der rechten Hand telefoniert, dann auf der rechten Seite, wenn man mit der linken Hand telefoniert, dann auf der linken Seite. Der zweite Punkt hier vom National Toxicology Program 2018. Es ist ebenfalls eine Studie, die vom Staat, vom US-amerikanischen Staat, in Auftrag gegeben worden ist. Man hat einige tausend Mäuse und Ratten bestrahlt und hat festgestellt, dass bestimmte Krebsarten durch Funk entstanden sind. Statistisch einwandfrei sauber belegt. Nun hat man bei diesen Studien relativ starke Strahlung gehabt. Dann haben wir gesagt: Naja, bei uns sind die Strahlungen ja viel schwächer. Deswegen hat Frau Belpoggi (2018) in Italien dieselben Untersuchungen gemacht mit Strahlungen etwas über unserem Grenzwert und auch weit unter unserem Grenzwert und ist zu demselben Ergebnis gekommen. D.h., auch weit unter unserem Grenzwert ist bei Tieren, speziell bei Ratten, nachgewiesen, dass Krebs entsteht, bestimmte Krebsarten nur, aber immerhin. Und Professor Lin (2018) hat ursprünglich einmal für die Mobilfunkindustrie gearbeitet. Er hat aufgrund dieser Experimente gesagt: „Jetzt steht es unzweifelhaft fest: Mobilfunk macht Krebs!“ Man kann das noch in einer anderen Studie anschauen, auch wieder offizielle englische Daten. In Großbritannien unterscheiden hier sich die Ämter … Entschuldigung, das hätte ich noch vergessen, wir gehen noch zu Belpoggi: Die Dosis, die die Leute abbekommen haben korreliert sogar linear mit der Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere Krebs bekommen haben. Nun aber zurück zu der englischen Studie, das sind Daten des englischen Gesundheitsamts. Die haben Gliome vom Grad 4, also besonders aggressive Gehirntumore untersucht und zwar Tumore, die praktisch immer tödlich sind. Man hat die unterschieden nach den verschiedenen Gehirnregionen. Die grüne Kurve (in der Präsentation) sind die meisten Gehirnregionen, die haben sich im Laufe der Jahre nicht sehr geändert. Die rote Kurve bezieht sich nur auf den Frontallappen, der seitlich herübergeht und auf den Seitenlappen. Und da ist, seit Einführung des Mobilfunks, die Zahl rapide gestiegen. Meine Statistik hört leider schon relativ früh auf. Das liegt an meiner Faulheit, dass ich seither die Daten nicht mehr weiter gepflegt habe, aber es geht weiter. Gut, das waren die Krebsfälle. Nun kann man sagen, wenn jemand Funkstrahlung haben will, man kann es ja einen Teil wenigstens – aber nur einen Teil – vermeiden, dann ist er selber schuld, wenn man Krebs hat. Ist zynisch – aber es wird einem oft an den Kopf geworfen. Wo man sicher keine Entschuldigung findet, ist der Schaden an der nächsten Generation. Wir haben eine Studie gemacht mit 7.000 bestrahlten Ferkeln und ungefähr 10.000 nicht bestrahlten. Genau in dem Monat, wirklich in dem Monat, wo die Strahlung angefangen hat, haben die trächtigen Sauen angefangen geschädigte Ferkel zu produzieren. Hier habe ich einige aufgezeichnet. Das erinnert sehr an „Contergan“. Man muss wissen, dass bei dieser Strahlung, das waren einige 100 Mikrowatt pro m² im Schnitt, maximal, sogar offiziell gemessen, maximal 1.200 Mikrowatt pro m². Unser Grenzwert liegt bei 10 Millionen! Aber bei dieser schwachen Strahlung bekommen sie diese Missbildungen. Und wenn ich nur die bei der Geburt offen sichtbaren nehme, nicht die der inneren Organe, sondern die sofort sichtbaren, dann haben wir 1 % geschädigte Ferkel. Sie müssen wissen, dass genetisch die Schweine dem Menschen sehr ähnlich sind. Und das Ganze bezieht sich nicht nur auf Schweine, bei Rindern haben wir Missbildungen, d.h., es geht durch das Tierreich. Wir haben das auch bei Pflanzen beobachtet. Ich habe hier keine Bilder dazu. Jetzt bitte ich Sie zu überlegen: Wir könnten einen Mobilfunk haben, der mit einem Bruchteil der Strahlung auskommt. Irgend jemand von uns geht darauf noch ein, wie das praktisch geht. Die jetzige Methode ist billiger und hat höhere Gewinne für die Betreiber. Wollen wir das wirklich? D.h., riskieren wir, dass 1% unserer Nachkommen sichtbare Schäden hat, nur damit es billiger wird? Bitte denken Sie daran, es geht hier nur um die sichtbaren Schäden. Die werden bei Menschen nicht geboren, das ist wieder schlimm, wenn ich es sage, aber es ist so, diese Kinder werden abgetrieben. Sie werden sie in keiner Statistik finden. Aber wollen wir das? Wollen wir das, nur damit das Ganze billig wird? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
von hm